Ich bin als Neoliberaler natürlich nicht dafür, staatliche Leistungen zu verteidigen. Aber ich bin dagegen, dass ausgerechnet bei denen gekürzt wird, die diesen Staat jeden Tag finanzieren: Arbeitnehmer und Familien.
Familien zahlen über Jahre international beispiellos hohe Steuern und Sozialabgaben, halten den Arbeitsmarkt am Laufen und ziehen die nächste Generation groß. Und wenn sie für kurze Zeit Unterstützung brauchen, wird genau dort gespart.
Das Elterngeld kann man gerne abschaffen. Aber dann bitte konsequent: massive Senkung von Steuern und Sozialabgaben in allen Bereichen. Wer den Bürgern weniger zurückgeben will, muss ihnen vorher auch weniger wegnehmen.
Nur Leistungen zu kürzen, während die Abgabenlast immer weiter steigt, ist keine Reform. Es werden wieder die stärker belastet, die den Laden ohnehin tragen.
@kaigeht@NeoliberaleA Ach Kai, du willst also sagen, dass du in heutigen Zeiten als Alleinverdiener EFH, Auto finanziert hättest? Lächerlich... Lösch deinen Kommentar besser
@papapreuss@thebagworker Gehen tut vieles. Aber ein saat, der mit geld nur so um sich wirft, während die wirtschaftliche Basis wegbröckelt, sollte vielleicht nicht an jenen trieben sägen, die irgendwann mal früchte tragen würden.
@papapreuss@thebagworker Und ein Kind, welches 6 Monate voll gestillt wurde, steigt problemlos auf Flasche um? Holt sich die fehlende Nähe nicht vielleicht nachts zurück?
@0Amko@ReltupR@sparbuchfeinde Aber ja - man kann den scheiß auch auch ganz weglassen und dafür die steuern in der zeit auf 0 setzen. Solange die mehrheit aber einen nannystaat will, ist es das mindeste, den produktiven teil der gesellschaft beim kinder zeugen zu unterstützen.
@0Amko@ReltupR@sparbuchfeinde Wenn du gerade ein Haus gekauft hast und dieses von beiden akademikern finanziert wird, dann machst du die rechnung. Und dann verschiebst dus nach hinten. Und dann wird es nur noch ein Kind oder es klappt gar nicht mehr. Weil die biologische Uhr nämlich tickt.
@HasnainKazim Ich sitze in einer Behörde und schlage jeden Tag die Hände überm Kopf zusammen. Genau deswegen. Man schafft es, analoge Prozesse digital zu verkomplizieren.
Wann immer in Deutschland ein Politiker oder eine Behörde von „mehr Digitalisierung“ spricht, bekomme ich Panikattacken und Angstzustände. Denn dann ist klar, dass wieder irgendwelche Dilettanten versuchen werden, etwas umzusetzen, das am Ende mehr Arbeit, mehr Aufwand und mehr Frust für alle bedeutet – insbesondere für die Kundschaft.
Vor einigen Monaten habe ich ja schon bei der Deutschen Botschaft in Wien einen Termin ausgemacht, um einen neuen Personalausweis zu beantragen. Das geht heutzutage natürlich nur noch online und ist ungefähr so kompliziert wie die Planung eines Börsengangs oder das Genehmigungsverfahren eines Atomkraftwerks. Jedenfalls sollte man sich für den Tag der Terminbuchung nichts anderes vornehmen. Den Termin selbst bekommt man dann allerdings trotzdem erst in sechs Monaten.
Nun musste ich den Termin umbuchen, weil mir kurzfristig etwas dazwischengekommen ist. Ich hatte schon wieder Schweißausbrüche. Zurecht, wie ich feststellen musste. Denn natürlich bekommt man nicht einfach den nächsten freien Termin genannt – wahrscheinlich wieder erst in vielen Monaten. Nein, man bekommt auch keine Monatsübersicht, wo kämen wir da hin! Stattdessen muss man sich mühsam durch jeden einzelnen verdammten Tag klicken und bei jedem Tag mühsam nach unten scrollen, um herauszufinden, ob irgendwo noch ein Termin frei ist.
Bis man den ersten freien Termin in einigen Monaten findet, bedeutet das: knapp zweihundert Klicks.
Aber, denkt sich der schlaue deutsche Beamte: Es muss ja sicher sein! Datenschutz und so! Also baut man ein, dass man alle fünf Klicks per „Captcha“ – das steht für „Completely Automated Public Turing Test to Tell Computers and Humans Apart“ – durch die Eingabe einer schwer lesbaren Buchstaben-Zahlen-Kombination bestätigen muss, dass man ein Mensch ist und kein Computer.
Welchem Trottel fällt so etwas ein? Und welcher weitere Trottel genehmigt so etwas und lässt das durchgehen? Sind die alle irre geworden? Was genau verstehen diese Leute nicht daran, was sinnvolle Digitalisierung ist?
@EMcBong76@julius__boehm@larsklingbeil Der einzige mit einer antisozialen Einstellung bist du. Denn du hast deine Brille auf und schafft es nicht, über den Tellerrand zu schauen. Ich habe übrigens keine Kinder, bin aber in der Lage direkte und indirekte Kosten gegenüber zu stellen.
@EMcBong76@julius__boehm@larsklingbeil Die (arbeitenden) Familien zahlen weit mehr als du -auch auf den einzelnen gerechnet. Bemühe deine google Suche oder eine KI.
@Musician1980 Die Lösung, Zugang vereinfachen, schulischer gestalten. 5 Jahre Studium mit Praxissemestern. Dann sofortiger Start - ohne Referandariat und zweitem Staatsexamen. Weniger Abbrecher, weniger frustrierte Jobanfänger.
@foobar70336627@HasnainKazim Das heißt, sie finden es okay, wenn diese Menschen es nicht akzeptieren, wenn ihr Sohn schwul oder zum Atheisten wird? Wenn ihre Tochter eine Beziehung mit einem deutschen Christen führt?
@Neiswestnij@sparbuchfeinde Und wie werden diese Lohnnebenkosten bezahlt? Aus dem unerschöpflichen Geldtopf, den jeder Unternehmer unterm Kopfkissen hat?