Heute war ich als Vortragender bei der Corona-Enquetekommission des brandenburgischen Landtags in Potsdam. Die Sitzung begann mit einem kleinen Eklat. Zwei Besucher, die T-Shirts mit den Aufschriften „Nein zu Frankenstein-Viren” und „Geimpft, geschädigt” trugen, wurden aufgefordert, sich umzuziehen, da es sich dabei um unzulässige politische Äußerungen handele. Viren und Impfschäden sind also weiterhin hoch politisch.
In meiner leider nur zehnminütigen Präsentation ging ich auf wesentliche Eckpunkte aus den RKI-Protokollen ein. Der Abgleich dieser Dokumente mit der propagierten Wissenschaftlichkeit der Pandemiepolitik war ein zentrales Thema der Sitzung und wurde immer wieder von der Opposition (AfD, BSW) eingefordert. Die anwesende Vertreterin des Gesundheitsministeriums äußerte das Vorhaben, die Protokolle in künftige Beratungen zur Aufarbeitung des Corona-Geschehens – auch im Zuge der Enquetekommission – einfließen zu lassen. Ob dies auch geschieht, bleibt abzuwarten. Insgesamt ging es um die Verhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen. Meine Stellungnahme, die Präsentation und den Vortrag werde ich demnächst online stellen.
Hier nur ein kurzer Einblick: Die Arbeitsatmosphäre in der Enquete-Kommission ist durchweg konstruktiv, sachlich und wohlwollend. Insbesondere die Vorsitzende leistet hervorragende Arbeit. Es gab keine Anzeichen für die im Bundestag immer wieder wahrnehmbare feindselige Atmosphäre. Die Vorträge waren fast ausnahmslos interessant und fundiert. In mehreren Vorträgen wurde klargestellt, dass die epidemiologische Rolle der Kinder frühzeitig geklärt war und die das Kindeswohl betreffenden Maßnahmen somit unverhältnismäßig waren. Mehrere Experten benannten die absurden Auswüchse der Pandemiepolitik relativ eindeutig. Dazu gehörten FFP2-Masken für Laien, Ausgangssperren und einige andere Maßnahmen.
Kritisiert wurde außerdem die einseitige Politikberatung durch Virologen sowie die Nichtanhörung kompetenter Fachleute. Thema waren auch die Bedeutung angstauslösender und oftmals fehleranfälliger Modellierungen sowie die damit erzeugte Panik. Politiker standen aufgrund prognostizierter Katastrophenszenarien unter Zugzwang.
Erfreulicherweise standen auch die Schulschließungen im Fokus des Austausches. Die Öffentlichkeit erfährt zunehmend von der evidenzbefreiten Hauruck-Aktion, die vor allem von der Politik und entgegen den Empfehlungen des RKI sowie den Pandemieplänen angeordnet wurde.
Spannend war auch, dass mit den damaligen Verantwortlichen auf dem Flur und fernab der Kameras durchaus offen und kritisch diskutiert werden konnte. Dabei wurde auch thematisiert, dass es nicht genügend Menschen in verantwortlichen Positionen gibt, die das Rückgrat haben, sich gegen absurde politische Anordnungen zu stellen. Das ist deshalb so relevant, weil die Aufarbeitung der Pandemiepolitik meiner Meinung nach vor allem eine massenpsychologische Aufgabe ist.
Meine Präsentation ist hier abrufbar: https://t.co/4EtmSwbnGC (ab einer Stunde 43 Minuten).
Eure Homepage war 15 Jahre lang meine Startseite.
Heute lösche ich sie.
Nicht wegen X.
Wegen euch.
Ich war früher ein treuer Leser von euch. Eure digitalen Angebote waren früh maßgebend. Ich habe als Student eure Artikel verschlungen, die Feuilletons waren großartig, die Recherchen stark, die Aufmachung genial.
Eure Homepage ist bis heute meine Startseite im Browser. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr warum.
Irgendwann hat sich etwas verändert.
Jede Schlagzeile, die ich lese, spiegelt das exakte Gegenteil der Realität wider. Egal ob Trump, AfD, Grüne, Letzte Generation, Migrationspolitik, Gendern, FDP, CDU oder SPD.
Es geht nicht darum, ob man links oder rechts steht. Es geht darum, dass ihr aufgehört habt, die Welt zu beschreiben, und angefangen habt, sie zu erziehen.
Fridays for Future war bei euch Heldenepos, Bauernproteste waren Demokratiegefährdung.
Habeck wurde porträtiert wie ein Philosoph auf der Regierungsbank, Lindner wie ein Saboteur. Jede Migrationsdebatte war automatisch rechts, jede Genderkritik automatisch rückständig.
Dazu diese Pseudo-Überheblichkeit in der Sprache. Als ob der Leser zu dumm wäre, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ihr geht nicht wegen der "Verrohung der Plattform." Ihr geht, weil ihr hier zum ersten Mal ungefilterte Antworten bekommt. Und das haltet ihr nicht aus.
Sprache soll verbinden. Journalismus soll einordnen. Nicht belehren. Eine Linksavantgarde kann genauso spalten wie alles andere.
Nur dass sie es mit dem Gefühl tut, auf der richtigen Seite zu stehen.
Ich lösche jetzt meine Startseite.
"Epstein, Ukraine, Covid - Uns müsste schlecht werden"
Trailer zur neuen {ungeskriptet} Podcastfolge mit @ulrikeguerot
Die ganze Folge gibt es diesen Samstag um 10:00 Uhr auf Youtube, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.
Ich habe mir die Hüfte gestaucht - als ich gerade vor Schreck von der Chaiselongue gefallen bin.
@irisma8 hat heute mit einem handwerklich profunden journalistischen Kommentar reüssiert, wie er lange nicht zu hören war.
Gut für die "4. Gewalt" und die echte Demokratie.
🥹
@JoanaCotar@AmadeuAntonio Eine fürwahr großartige Rede! Jedes Wort, jeder Halbsatz auf dem absoluten Punkt!
Dankeschön von Herzen für ihr so sehr wichtiges Engagement!
Meine Frau ist Schauspielerin. Viele ihrer Kollegen sind stramm links. Einige davon wählen sogar „Die Linke“. Einer Partei, in der in manchen Landtagen immer noch Leute sitzen, die damals bei der Stasi waren und den Schießbefehl auf Republik-Flüchtlinge gut hießen.
Trotzdem habe ich mit den meisten linken Schauspielkollegen meiner Frau ein gutes Verhältnis. Weil sie nett sind. Und weil ich nicht glaube, dass sie „Die Linke“ wählen, weil sie den damaligen Schießbefehl gut finden oder die Methoden der Stasi. Es gibt viele Gründe, warum Menschen das wählen, was sie wählen.
Ich habe Bekannte aus allen politischen Lagern. Mit vielen stimme ich politisch in fast nichts überein aber wir verstehen uns trotzdem. Weil ich die persönliche Erfahrung machte, dass sie nett, ehrlich und verlässlich sind.
Was ich damit sagen möchte: Wo genau Menschen alle vier Jahre ihr Kreuz machen, sagt recht wenig darüber aus, wie sie sich im normalen Leben verhalten. Ich habe Menschen erlebt, die ihre eigene Mutter im Heim verrotten ließen und gleichzeitig bei jeder Friedens-Demo in der ersten Reihe standen. Genauso wie ich Leute kenne, die AfD wählen und sich trotzdem in ihrem Betrieb dafür einsetzen, Flüchtlinge auszubilden.
Wir alle haben in den letzten Jahren vergessen, Menschen an dem zu messen was sie tatsächlich tun. Unabhängig von dem, was sie wählen.
Ich möchte heute Ubahn fahren, wo kann ich einen Crash-Kurs für interkulturelle und soziale Kompetenz, Empathie und Kommunikationsfähigkeit machen, um niemanden in die missliche Lage zu bringen, mich tot prügeln zu müssen?
Wir sind vielleicht die letzte westliche Generation, die ihre Meinung frei sagen konnte.
Sind wir uns dessen bewusst? Die Demokratie stirbt gerade scheibchenweise.
😩Ein paar Neuigkeiten zu Magdeburg😩
Ich schreibe das keineswegs, um irgendwen zu provozieren. Meine Aussage steht.
Ich schreibe es, weil Schweigen irgendwann schwerer wiegt als jedes Wort und obwohl ich mir schwor nicht mehr dazu zu posten halt ich's nicht aus innerlich. Nun also ein Update.
Ihr wisst ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Mit meiner Tochter.
Ein gewöhnlicher Moment, dieses harmlose Durcheinander aus Lichtern, Stimmen, Kinderlachen.
Dann kam etwas, das dort nicht hingehörte.
Ein Saudi im Auto dem Weihnachten ein Dorn im Auge war.
Kein Vorzeichen. Keine Warnung.
Nur dieser kurze Bruch in der Realität.
Ich habe meine Tochter im letzten Moment weggestoßen.
Nicht überlegt, nicht nachgedacht, es war ein Reflex.
Und dadurch hat es mich erwischt.
Immerhin nicht sie.
Ich weiß noch, dass ich nicht nach mir geschaut habe.
Ich habe solang ich bei Bewusstsein war nur gesucht, mein Schädel Tat weh.
Nur geprüft, ob sie irgendwo steht.
Ob sie atmet. Ob sie lebt.
Alles andere war egal.
Dann dunkel, bis sie mich anschrie.
Ich heulte krampfhaft. Vor Glück.
Dann wieder dunkel.
Seitdem ist nichts mehr wie vorher.
Wenn man über die Zeit die Aussagen anderer Betroffener im Gericht hört, dann hört man sie nicht mit den Ohren.
Man hört sie mit dem Körper.
Mit dem Zittern in den Händen, das sofort zurückkommt.
Mit diesem Druck in der Brust, der sich meldet, wenn eine Mutter erzählt, wie sie ihrem Kind ein paar Minuten Freiheit gegeben hat und es nie wieder lebend zurückkam.
Fünfzig Euro gab sie mit.
Ein Weihnachtsmarkt. Ein Boden, auf dem alles endet.
Man hört einen Vater, dessen Kind wie meines auch, überlebt hat, körperlich zumindest.
Und dieses Kind fragt: „Warum hast du meine Hand nicht gehalten?“
Diese Frage zerstört Eltern.
Sie frisst sich ein. Sie bleibt.
Auch dann, wenn niemand mehr zuhört.
Auch dann, wenn das Licht aus ist.
Der Prozesstag vorbei ist.
Man hört Menschen, die geholfen haben, obwohl sie selbst verletzt waren.
Die getragen, gedrückt, beruhigt haben, während in ihnen alles geschrien hat.
Und später sagen sie diesen einen Satz, der alles zusammenfasst:
Was bleibt, ist die Psyche.
Ja. Genau das bleibt. Die Psyche.
Was viele nicht sehen: Im Saal brechen täglich Menschen zusammen.
Beobachter. Zuhörer. Angehörige.
Selbst erfahrene Prozessbegleiter, die schon viel gesehen haben.
Taschentücher reichen nicht mehr.
Pausen reichen nicht mehr.
Manche verlassen den Raum, weil sie es nicht aushalten.
Und während all das passiert, sitzt Taleb A. da.
Ohne Regung.
Ohne sichtbare Reaktion.
Tag für Tag.
Keine Tränen. Kein Zusammenzucken.
Kein Blick, der hängen bleibt.
Während um ihn herum Menschen zerbrechen, bleibt er unbewegt.
Wie eine Wand. Wie ein leerer Raum.
Das ist kein Detail.
Das ist Teil der Wahrheit dieses Prozesses.
Und wir sind noch nicht einmal zur Hälfte durch.
Noch so viele Stimmen.
Noch so viele Geschichten.
Noch so viele Abende, an denen Menschen nach Hause gehen und nicht schlafen können, weil sie gehört haben, was man eigentlich nicht hören können sollte.
Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu bekommen.
Ich schreibe das, weil hinter jedem Protokoll ein Leben steht.
Hinter jeder Zeugenaussage ein Danach.
Hinter jeder Zahl ein Kind, ein Elternteil, eine Familie.
Ich habe meine Tochter weggestoßen.
Andere hatten diese Sekunde nicht. 😭
Das ist der Unterschied. Kein Verdienst. Kein Heldentum.
Nur Zufall. Brutaler, grausamer Zufall.
Und wer das hier liest und danach immer noch glaubt, das sei „ein normaler Prozess“, der hat nicht zugehört.
Das hier ist kein Verfahren.
Das ist ein offenes Trauma mit Aktenzeichen.
Und es wird noch lange nicht vorbei sein.
In diesem Sinne, euer 💙 ₘ ᵢ ₙ ᵢ 💙
#Magdeburg #Weihnachtsmarkt #Prozess #Opfer #Trauma #Gerechtigkeit #NieVergessen #Politikversagen #SPD #CDU #Gruene #Linke #AfD #Merzkannesnicht #MerzKannNichtKanzler #merz
Welche Verantwortung tragen Medien? Im Gespräch mit der Medienpädagogin Prof. Dr. Sabine Schiffer geht es um die Macht der Medien und die damit verbundene Verantwortung, um Qualitätsjournalismus sowie um das Thema Medien und Bildung.
Vor einigen Tagen habe ich auf das Reschke-Video hingewiesen, in dem Prepper pauschal als "rechtsextrem" markiert wurden. Reschke wollte die Outdoor-Youtuberin Vanessa Blank zerstören, natürlich ohne Beweise anzuführen, denn die gibt es nicht. Jetzt meldet sich Blank zu Wort:
Allen, die jetzt angesichts der bemerkenswerten Militäraktion der Amerikaner in Venezuela nach dem Völkerrecht rufen, sei gesagt, dass weder die Vereinigten Staaten, noch Europa, noch Deutschland Maduro, als Staatspräsident in Venezuela anerkannt haben, nachdem er nur durch kriminelle Wahlfälschung ins Amt gekommen ist.
Aus Sicht dieser Länder kann Maduro für sich nicht in Anspruch nehmen, kraft seines Amtes besonders geschützt zu sein.
Aus Sicht der Amerikaner ist Maduro ein Krimineller, dessen Aktivitäten sich unmittelbar in den USA auswirken.
Europäische Länder wie Großbritannien und Frankreich bombardieren Ziele in Syrien. Die Amerikaner eben solche in Venezuela.
Die Forderung an die Amerikaner muss nicht sein, Maduro wieder freizulassen, sondern schnellstmöglich dafür zu sorgen, dass unter internationaler Aufsicht eine vom Volk demokratisch legitimierte Regierung übernimmt.
Darauf haben die Menschen in Venezuela ein Recht. Und nur dies garantiert, dass sie über ihr Schicksal selbst bestimmen können. WK
Was passiert, wenn Links und Rechts wirklich ehrlich miteinander reden? @maxmannhart, Chefredakteur von Apollo News, trifft auf Simon David Dressler, progressiven Digitalaktivisten.
Beide diskutieren sechs Thesen, darunter: „Is the West the best?", bis hin zu „Sind die Rechten die neuen Woken?". Und dann kam da noch Israel.
3 Stunden Streit, der in keiner Talkshow möglich wäre!
👉 Jetzt ansehen: https://t.co/sUpFzAScb5
@steffan_nethe@NorbertBolz Hey, der Ausschnitt ist von mir. Gerne meinen Kanal (Jasmin Kosubek) bzw. das ganze Interview verlinken: https://t.co/zJtv3PVkFb