Die Krise beginnt nicht mit der Liquidität. Dort wird sie nur sichtbar. Schieflagen sind älter als der Kontostand zeigt – die Ursache liegt in Strategie, Operating Model und Controlling. Nicht in der einen Kennzahl.
Exzellenz heißt nicht, in allem herausragend zu sein. Das bezahlt niemand.
1. Eine Sache, die der Kunde wirklich spürt.
2. Der Rest verlässlich solide.
3. Alles um diese Entscheidung bauen.
In Italien fahren Familien sonntags zur Raststätte – weil dort jemand so entschied.
Qualität ist kein Charakterzug Deiner Leute. Qualität ist ein System.
Ein Standard beantwortet eine Frage: Woran erkennen wir, dass die Arbeit fertig und gut ist?
1. Aufgeschrieben, nicht gefühlt.
2. Eine Seite, kein Handbuch.
3. Für die häufigste Leistung.
Sonst: Glückssache.
Deine Leute lernen nicht aus Deinen Ansagen. Sie lernen aus dem, was Du durchgehen lässt.
1. Schiefe Fuge gesehen, nichts gesagt: neuer Standard.
2. Angebot liegt eine Woche, keinen stört es: normal.
3. Ansprache ohne Konsequenz: Geräusch.
Der oberste Standard bist Du.
Durchschnitt ist keine Marktlage. Durchschnitt ist eine Entscheidung.
Lauwarmer Kaffee für 3,20 Euro, jeden Tag. Alle kennen es, niemand beschwert sich mehr. Die sichere Mitte ist die teuerste Position im Markt.
Neue Folge: „Chefsache Krise" #30 – überall, wo es Podcasts gibt.
Mund-zu-Mund-Propaganda ist kein Geschäftsmodell. Es ist Hoffnung.
Was ein Käufer bezahlt:
1. Wartungsverträge, 60 % wiederkehrend
2. Eine belegte Kündigungsquote
3. Drei Seiten Strategie: wer kauft, warum, wie lange
Hoffnung kann er nur schätzen. Und geschätzt wird nach unten.
Die Bank Deines Käufers interessiert Deine Rentenlücke nicht.
Sie rechnet nur, ob der Betrieb den Kaufpreis trägt:
1. Gewinn minus Steuern
2. minus Lebensunterhalt des Käufers
3. minus Zins und Tilgung
4. Rest: Rücklage
Geht das nicht auf, ist Dein Wunschpreis eine Fantasie.
Unverkäuflich und krisenanfällig haben dieselbe Wurzel.
Drei Käufer-Fragen – wortgleich meine Fragen in einem Betrieb in Schieflage:
1. Wovon lebt er in fünf Jahren?
2. Läuft er ohne den Chef?
3. Belegen die Zahlen, was verdient wird?
Die Wurzel: Verlust von Steuerbarkeit.
Meine Heimat wird mir immer peinlicher. Was kann man denn nun ausgerechnet gegen die #Stolpersteine haben? Wer kein Interesse hat, geht einfach weiter. Wer möchte bleibt stehen und liest - so wie ich es sehr oft mache.
Wenn Vonovia Wohnungen weggenommen werden - wie viele Wohnungen hat Berlin dann mehr? Und wenn man für die x Milliarden, die das kosten wird, neue Wohnungen baute - hätte Berlin dann mehr Wohnungen? Ich fürchte ich bin zu blöd für Berlin.
Ein Käufer bezahlt keine Vergangenheit. Er bezahlt belegbare Zukunft.
Der Verkäufer verkauft:
1. 30 Jahre Arbeit
2. Die eigene Halle
3. Durchgestandene Krisen
Der Käufer kauft:
4. 10 Jahre Gewinn – ohne Dich
Der eine verkauft Erinnerungen. Der andere kauft Erwartungen.
Viele Inhaber schließen ihren Betrieb ab, statt ihn zu übergeben.
Denn: Ein Käufer bezahlt keine Vergangenheit – nur belegbare Zukunft.
„Chefsache Krise" #29 – überall, wo es Podcasts gibt.
Die beste Idee Deines Mitarbeiters war vor drei Monaten Deine.
So gehst Du damit um:
1. Ego zurückstellen
2. Kein „Hab ich doch gesagt"
3. „Super Idee. Lass uns das machen."
Strategisches muss wachsen. Wer die Urheberschaft braucht, verliert die Umsetzung.
Wer Dich gut kennt, hat eine Agenda. Deshalb taugt er nicht als Sparringspartner.
Zweiter Standort geplant. Wen fragst Du?
1. Familie: sieht fehlende Abende
2. Steuerberater: sieht Liquidität
3. Banker: sieht Sicherheiten
Such Dir einen Kreis, in dem niemand etwas von Dir will.
Die Krise Deines größten Kunden ist Deine Krise. Nur drei Monate später.
10.000 Stellen weg. Wer es spürt:
1. Der Zulieferer 30 km weiter
2. Der Wirt ohne Mittagsgäste
3. Der Radhändler ohne Saison
Wie viel Umsatz hängt bei Dir an einem Kunden, einer Branche?
Die Bank gibt Dir Geld, solange Du es nicht brauchst. Brauchst Du es, gibt sie keins.
Was folgt:
1. Früher wissen, dass Du Geld brauchst
2. Plan-Zahlen für 12 Monate
3. Jeden Monat Ist-Zahlen dagegen
4. Trend sehen, bevor die Pfändung kommt
Wer planlos läuft, knallt an die Wand.
Läuft es schlecht, liegt das nicht nur an Dir. Ein Teil schon.
Nicht Deins:
1. Kunden, die sich zurückhalten
2. Banken, die kein Geld geben
3. Meldepflichten ohne Ende
Deins:
4. Plan-Zahlen gegen Ist-Zahlen. Jeden Monat.
Das Umfeld steuerst Du nicht. Dein Unternehmen schon.
Nicht alles liegt an Dir. Ein Teil vielleicht.
Ein Jahr Chefsache Krise. Birgit Eschbach fragt, ich antworte: Netzwerke, Steuerrecht, Subventionen, Defense.
Und ein Appell: Soll-Zahlen gegen Ist-Zahlen. Gerade jetzt.
„Chefsache Krise“ #28 – überall, wo es Podcasts gibt.
Es gibt drei Arten von Fehlern — und nur eine ist gefährlich.
1. Wusste ich nicht: Schulung.
2. Nicht aufgepasst: passiert.
3. Fehler im System: Chefsache.
Denn das System gibst Du vor. Wenn es versagt, war es Deiner.