#Analyse zum partiellen Wegfall von #Starlink für die ukrainischen Streitkräfte
➡️ Seit der vergangenen Nacht funktionieren Starlink und/oder der militärische Ableger Starshield bei ukrainischen Drohnen ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr.
➡️ Zunächst war von einem Verbindungsabbruch ab 160 km/h die Rede. Mittlerweile wurde bestätigt, dass die Drohnen bereits ab 70 km/h nicht mehr über Elon Musks System gesteuert werden können.
Das hat weitreichende Implikationen – allesamt katastrophal für die ukrainischen Streitkräfte und das transatlantische Verhältnis.
1. Mid-Range-Strikes werden nahezu unmöglich.
Bei Angriffen auf Ziele in einer Entfernung von 25 bis 150 Kilometern setzt die Ukraine fast ausschließlich auf Starlink-gesteuerte Drohnen, allen voran die „Hornet“, aber auch einheimische Alternativen. Diese Angriffe auf die russische Logistik in Richtung Front und in den besetzten Gebieten sind seit heute Morgen nicht mehr möglich.
2. Deep Strikes werden erheblich erschwert.
Auch zahlreiche Langstreckendrohnen nutzen Starlink als redundantes Kommunikationssystem, obwohl die Funktionalität über russischem Gebiet ohnehin eingeschränkt ist. Diese Angriffe werden durch den Ausfall ebenfalls erschwert.
3. Die Kommunikation am Boden funktioniert bislang weiter.
Starlink-Terminals, die zur Kommunikation zwischen ukrainischen Stellungen eingesetzt werden, sind bislang(!) nicht betroffen. Gleiches gilt für Starlink-Systeme auf unbemannten Bodenfahrzeugen (UGVs), die aufgrund ihrer geringen Geschwindigkeit offenbar weiterhin funktionieren.
4. Ohne Starlink wäre die ukrainische Armee verloren.
Können Mid- und Deep-Strikes nicht rasch wieder aufgenommen werden, drohen verheerende Konsequenzen für die Front. Russlands Offensive ist seit der nur noch einseitigen Nutzung von Starlink innerhalb der Ukraine im Februar 2026 um mehr als 80% verlangsamt worden. Möglich, dass sie bei anhaltendem Wegfall der Drohnen-Komponente für die ukrainischen Streitkräfte wieder auf das Niveau vom Vorjahr zurückbeschleunigt. Stoppen Musk und Trump Starlink für die Ukraine komplett – also auch die Kommunikation am Boden – käme es zur Katastrophe für die ukrainische Armee.
5. Polen kann das Problem nicht allein lösen.
Polen finanziert nur einen Teil der Starlink-Systeme in der Ukraine. Rund 3.000 Starshield-Einheiten werden vom US-Verteidigungsministerium bereitgestellt. Warschau kann deshalb nur begrenzt Einfluss nehmen. Um den Hochgeschwindigkeitsbetrieb der betroffenen Terminals wiederherzustellen, müssten die USA selbst aktiv werden und die entsprechenden Funktionen erneut freischalten.
6. Ein fatales Signal für den gesamten Westen.
Dass Elon Musk ein militärisch kritisches Kommunikationssystem offenbar im Einklang mit der prorussisch ausgerichteten Politik Donald Trumps einschränken oder abschalten kann, ist eine Hiobsbotschaft für den gesamten Westen. Die Abhängigkeit von einem privaten Technologieanbieter, dessen Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf die militärische Handlungsfähigkeit eines Verbündeten haben, wirft grundsätzliche Fragen auf.
7. Verquickung von Staat und Wirtschaft wie in autoritären Systemen.
Eine solche Verquickung staatlicher Macht mit privaten Unternehmensinteressen kennt man vor allem aus autoritär regierten Staaten. Auch mit Blick auf die Abhängigkeit von US-amerikanischen Waffensystemen wie dem Kampfflugzeug F-35, dem Gefechtsmanagementsystem Delta und anderen kritischen Technologien muss der Westen daraus Konsequenzen ziehen.
Die Franzosen machen es vor: Kein Geld für Russlands Kriegskasse, indem systematisch gegen die russische Schattenflotte vorgegangen wird. Wir sollten dem nicht weiter nachstehen!
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Ali Zarei, der zum Tode verurteilt wurde, wurde ersten Berichten zufolge in Einzelhaft im Gefängnis von Qezel Hesar verlegt.
Die Verlegung politischer Gefangener in Einzelhaft ist ein äußerst alarmierendes Zeichen und kann auf eine unmittelbar bevorstehende Hinrichtung hindeuten.
Besonders besorgniserregend ist, dass Hinrichtungen im Iran häufig dienstags oder mittwochs in den frühen Morgenstunden vollstreckt werden. Wir befürchten daher, dass für Ali Zareh akute Lebensgefahr besteht.
Teilen Sie seine Geschichte. Retten Sie Ali Zarei. #AliZarei
#علی_زارعی
“Do you want Russian drones flying into Poland? Then keep poisoning relations with Ukrainians” — Poland’s defense minister erupts in parliament
Władysław Kosiniak-Kamysz said that if Ukraine is left without enough air defense systems and ammunition, Russian drones could make it farther west — including toward the Polish border.
“Is that what you want?” the minister asked, addressing the opposition.
He urged lawmakers not to turn the Ukraine issue into a race for poll numbers, arguing that supporting Ukraine’s ability to defend itself is directly tied to Poland’s own security.
Source: iTV Sejm, Slawa
Must read. Rede des lettischen Europabgeordneten Rihards Kols auf der #RigaConf2026 - eine unbequeme, nüchterne Analyse Russlands: Ein Geheimdienst- und Militärstaat, repressiv nach innen, aggressiv nach außen, der alle Ressourcen auf den Krieg ausrichtet. Dieses System wird sich auch nach einem Ende des Ukraine-Kriegs nicht ändern - sofern nichts völlig Unerwartetes geschieht. Europa kann seine Russlandpolitik aber nicht auf Wunschdenken aufbauen, sondern muss mit dem Russland rechnen, das wir heute vor uns haben.
Mit Blick auf die Ukraine heißt das: Keine Illusionen über die Verhandlungsbereitschaft des Kremls, sondern alles tun, damit Russland die militärischen und finanziellen Ressourcen für eine Fortführung des Krieges ausgehen.
Der Krieg hat Russland nicht verändert. Er hat Russland offenbart.
„Es gibt eine wichtige Korrektur, die wir hier in diesem Saal vornehmen müssen. Der Krieg hat Russland nicht verändert. Er hat Russland offenbart. Und genau das – und ich werde es noch einmal betonen – haben einige von uns in dieser Region seit Jahren ganz klar gesagt, und man hat uns vorgeworfen, wir würden übertreiben. Es gibt immer noch einige, die behaupten, dass wir im Baltikum, in unserer Region, übertreiben würden, dass wir Gefangene unserer eigenen Geschichte seien.
Der Krieg hat also kein neues Russland geschaffen. Er hat die Ausreden weggefegt, die es den Menschen ermöglichten, so zu tun, als würde sich das alte Russland in etwas anderes verwandeln. Und das ist etwas, das sich in ganz Europa ausbreitet. Was ändert sich in Bezug auf die Kriegsanstrengungen und die Kriegswirtschaft? Wir können die Zahlen noch einmal wiederholen. Offensichtlich gibt Russland heute etwa 7 bis 8 % des BIP und etwa 40 % der Ausgaben des Bundeshaushalts für Verteidigung und Sicherheit aus. Das ist der höchste Anteil seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Und das sollte beachtet werden.
Doch darüber hinaus – und das ist noch alarmierender – wurden Kirche, staatliche Medien, Bildungslehrpläne, Industrie und Gerichte zu einer einzigen Maschinerie zusammengefasst, deren Output die Kriegsanstrengungen sind. Und das muss zur Kenntnis genommen werden. Das ist keine Kriegsmobilisierung in dem Sinne, wie wir sie in einer Demokratie verstehen, wenn wir von einer vorübergehenden Umleitung von Ressourcen auf ein externes Ziel sprechen. Es ist das Gegenteil. Der Krieg ist zum Organisationsprinzip des Staates selbst geworden, und der Staat hat alles andere darauf ausgerichtet, ihn aufrechtzuerhalten.
Ich möchte also ganz offen sprechen, denn ich denke, dieser Saal kann das verkraften. Russland ist kein Staat, der zufällig von einem starken Mann geführt wird, der aus dem KGB stammt. Russland ist ein Staat, der von Sicherheitsdiensten aufgebaut und betrieben wird – für Sicherheitsdienste als dauerhaften Zustand. Putin ist keine Anomalie, die an der Spitze eines normalen Staatsapparats sitzt. Er ist das Produkt dieses Apparats, ebenso wie jeder, der nach ihm kommt.
Wir fragen oft: Was passiert nach Putin? Wir stellen die falsche Frage. Die richtige Frage lautet: Was passiert mit dem System, dessen gesamte Logik auf Überwachung, Unterdrückung und Kontrolle beruht – unabhängig davon, wer den Stuhl an der Spitze besetzt? Einzelpersonen verlassen ihr Amt freiwillig oder durch offene Fenster oder nach zu viel Tee. Die Dienste, die Netzwerke, die Funktionslogik – sie bleiben bestehen.
In den westlichen Hauptstädten kursiert die bequeme Erzählung, dass gewöhnliche Russen stillschweigend gegen diesen Krieg sind, dass die Unterdrückung eine schweigende Mehrheit im Zaum hält, die sich anders entscheiden würde, wenn man ihr nur eine Chance gäbe. Das glaube ich nicht, und ehrlich gesagt stützen die Fakten diese Annahme auch nicht. Gäbe es in Russland eine echte mehrheitliche Forderung nach Veränderung, würden wir sie sehen. Nicht, weil die Russen besonders passiv wären – die Geschichte beweist das Gegenteil, wenn die Bedingungen stimmen –, sondern weil eine Mehrheit, die generell eine Veränderung will, einen Weg findet, diese sichtbar zu machen, sodass es kostspielig ist, sie zu ignorieren, und schwierig, sie auf unbestimmte Zeit zu unterdrücken.
Die einfache, unbequeme logische Schlussfolgerung lautet also: Das Fehlen einer sichtbaren Massenforderung nach Veränderung ist an sich schon der Befund. Passive Unzufriedenheit, die niemals politische Konsequenzen nach sich zieht, ist kein Widerstand, sondern Anpassung. Und genau an dieser Stelle möchte ich die Menschen zum Nachdenken anregen. Man kann niemanden wecken, der nur so tut, als schliefe er. Eine Gesellschaft, die stillschweigend vom Imperium profitiert, die stillschweigend die Mobilisierung von Opferrolle und Unrecht genießt, die ihr der Kreml verkauft, muss nicht geweckt werden. Sie muss mit Kosten konfrontiert werden, die sie nicht ignorieren kann.
An dieser Stelle möchte ich also den Optimismus hinterfragen, den ich in europäischen Hauptstädten hinsichtlich eines ausgehandelten Endes dieses Krieges höre. Was würde ein Waffenstillstand heute also tatsächlich bewirken? Wenn Russland morgen unter Druck, erschöpft und ohne Reserven gezwungen ist, die Kämpfe einzustellen, schaltet sich die Kriegswirtschaft nicht einfach ab, und der Staat, der für ihren Betrieb aufgebaut wurde, löst sich nicht einfach auf.
Wir werden es weiterhin mit einem Sicherheitsstaat zu tun haben, dessen Industrie kampferprobt und auf Kriegsproduktion umgestellt ist, der stärker als je zuvor von Peking abhängig ist und dessen Bevölkerung darauf konditioniert ist, eine dauerhafte Feindseligkeit gegenüber Europa als Status quo zu akzeptieren.
Ein Waffenstillstand friert den Krieg ein. Er macht die durch den Krieg herbeigeführten Veränderungen nicht rückgängig. Das ist der Unterschied, den Europa immer wieder übersieht: der Unterschied zwischen dem Ende der Kampfhandlungen und dem Ende der Bedrohungen.
Wo bleibt da nun die Frage nach den Sanktionen, wird jemand fragen, nicht wahr? Sanktionen hätten niemals dazu geführt, dass sich die einfachen Russen auflehnen. Das war nie die ehrliche Prämisse, und wer auch immer sie so verkauft hat, schuldet allen eine Entschuldigung. Die eigentliche Prämisse ist härter: Moskau die Komponenten, die Einnahmen und die Technologie vorenthalten, die diese Maschinerie zum Funktionieren benötigt. Die Reserven sind fast aufgebraucht, die Energieeinnahmen sind stark gesunken, das Wachstum ist ins Stocken geraten.
Das ist kein Zusammenbruch, sondern ein Sicherheitsstaat, dem der Spielraum ausgeht, und der wird lieber noch einen Gang zulegen, als Reformen durchzuführen, denn Reformen standen nie auf seiner Agenda. Europas Aufgabe besteht nicht darin, darauf zu warten, dass sich Russland von innen heraus verändert. Das wird nicht geschehen – zumindest nicht in einem Zeitrahmen, der für die Ukraine oder für uns von Bedeutung ist. Das Russland, das dieser Krieg tatsächlich hervorgebracht hat, ist ärmer, repressiver, stärker von Peking abhängig und nicht weniger feindselig. Das ist, wie ich sagen würde, kein Pessimismus, sondern Realismus, und Realismus ist das Einzige, was diese Region jemals sicher gehalten hat.
Deshalb bauen wir unsere Sicherheitsarchitektur unter der Annahme des Schlimmsten in Bezug auf Moskau auf. Und wir haben jedes Mal Recht behalten, und ich sehe keinen Grund, jetzt damit aufzuhören. Das ist also meine Antwort.“
Krasse Zahlen im Deutschlandtrend der ARD über die Einschätzung unserer Unterstützung der Ukraine. Man beachte @gruene, @cducsu (und die AfD).
Eine Mehrheit der Linken-Wähler steht zur Ukraine, wer hätte es gedacht.
Na zdjęciu Jan Księżopolski. Ma 26 lat. Urodził się w rosyjskim Twerze (180 km na północny zachód od Moskwy). Jan ma polskie korzenie.
W swoim rodzinnym mieście oprowadzał wycieczki i opowiadał o zbrodni katyńskiej. Pisał również artykuły w internecie. To nie spodobało się władzy.
Jan został skazany na 11 lat kolonii karnej o zaostrzonym rygorze. Rosyjskie łagry…
To nie jest historia sprzed 80 lat. To dzieje się tu i teraz.
Księżopolski został aresztowany trzy lata temu. Wyrok zapadł 8 kwietnia 2026 roku.
Ktoś zna jego historię?
Twer w czasach ZSRR nosił nazwę Kalinin. To tam w 1940 roku rozstrzelano ponad 6 tysięcy polskich jeńców wojennych z obozu w Ostaszkowie. Ich ciała zakopano następnie w oddalonej o około 30 km wsi Miednoje….
W ostatnich latach rosyjska propaganda ponownie, jak za dawnych czasów, rozpowszechniała fałszywe informacje, że polscy jeńcy wojenni zostali rozstrzelani nie przez NKWD, lecz przez Wehrmacht podczas okupacji Smoleńska.
Jan Księżopolski wraz z innymi działaczami w Twerze walczył o prawdę.
Postawiono mu szereg zarzutów dotyczących https://t.co/loVEh9etJz. „fałszywych informacji” o rosyjskiej armii, działalności przeciwko bezpieczeństwu państwa oraz rehabilitacji nazizmu.
Rosyjskie Stowarzyszenie „Memoriał” uznało Jana Księżopolskiego za więźnia politycznego.
Można do niego napisać, w komentarzu podaję adres.
Można też udostępnić ten post, żeby przekazać dalej informacje o Janie i żeby o nim PAMIĘTAĆ.
Źródła: https://t.co/4nvJr9n5J7 / „Memoriał” / Mediazona #Rosja #represje #Katyń
Heute jährt sich der Hitler-Stalin-Pakt: Ein Schlüssel zum Zweiten Weltkrieg
Vor genau 87 Jahren unterzeichneten Joachim von Ribbentrop, Außenminister des Deutschen Reiches, und Wjatscheslaw Molotow, Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten der Sowjetunion, in Moskau im Beisein Stalins den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt sowie ein geheimes Zusatzprotokoll, das zur vierten Teilung Polens führte.
Der Hitler-Stalin-Pakt bereitete den Weg für den Beginn des Zweiten Weltkriegs und die Besetzung Polens: In seiner Folge griff das nationalsozialistische Deutschland am 1. September 1939 Polen von Westen an; am 17. September folgte der sowjetische Einmarsch von Osten. Mit einem bloßen Neutralitätsvertrag, als den die gegenwärtige russische Propaganda den Pakt häufig darstellt, hatte er nichts zu tun.
Die Zusammenarbeit reichte vom August 1939 bis zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Noch unmittelbar vor dem Angriff trafen sowjetische Rohstofflieferungen in Deutschland ein. Auch die deutschen und sowjetischen Sicherheitsorgane, Gestapo und NKWD, arbeiteten zusammen und besprachen unter anderem den Gefangenenaustausch, Bevölkerungsfragen und den Umgang mit dem polnischen Widerstand. Sinnbildlich für diese Zusammenarbeit ist die im Video gezeigte Szene: Am 22. September 1939 nahmen deutsche und sowjetische Offiziere in Brest-Litowsk gemeinsam eine Militärparade ab.
Der Jahrestag hält auch für die Gegenwart eine wichtige Erkenntnis bereit: Totalitäre Regime können trotz aller ideologischen Gegensätze taktisch zusammenarbeiten, insbesondere wenn sich diese Zusammenarbeit gegen die Freiheit und Souveränität anderer Staaten richtet, internationale Grundsätze außer Kraft setzt und Expansion und Krieg ermöglicht. In der europäischen und insbesondere in der deutschen Erinnerungskultur nimmt der Hitler-Stalin-Pakt bis heute nur einen begrenzten Platz ein. Im Jahr 2009 wurde der 23. August zum Europäischen Gedenktag an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus erklärt. Das war ein wichtiger Schritt, doch die Verankerung dieses Schlüsselereignisses im kollektiven Gedächtnis Europas muss noch weiter voranschreiten.
In Deutschland zeigt sich dabei ein besonderes erinnerungspolitisches Problem: Die notwendige Konzentration auf die deutsche Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus und den Holocaust führte mitunter zu der Befürchtung, eine stärkere Beschäftigung mit der fast zweijährigen deutsch-sowjetischen Zusammenarbeit könne diese Verantwortung relativieren. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ohne diese Zusammenarbeit lassen sich die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und insbesondere die Erfahrungen Ostmittel- und Osteuropas nicht vollständig verstehen. Ihre Aufarbeitung hilft zugleich, gegenwärtige russische Geschichtspropaganda und Desinformation besser zu erkennen.
Der veröffentlichte Teil des Vertrags umfasste lediglich rund 300 Wörter auf zwei Seiten und trug den Titel „Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“. Für zehn Jahre sollten beide Mächte „sich jeden Gewaltakts, jeder aggressiven Handlung und jedes Angriffs gegeneinander“ enthalten. Die wahren Pläne und Absichten wurden jedoch im geheimen Zusatzprotokoll festgehalten. Dieses sah nicht nur die Aufteilung Polens in deutsche und sowjetische Interessensphären vor, sondern ordnete auch die baltischen Staaten und Bessarabien entsprechenden Einflusssphären zu.
Kurz nach der Zerschlagung Polens wurden diese Vereinbarungen im Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 angepasst: Deutschland erhielt weitere Teile Mittelpolens, während Litauen der sowjetischen Interessensphäre zugeschlagen wurde. Dem Pakt folgten die sowjetische Besetzung der baltischen Staaten, der Angriff auf Finnland und die Annexion Bessarabiens.
Darüber hinaus wurde die Vereinbarung durch umfangreiche Wirtschaftsabkommen flankiert: Die Sowjetunion lieferte Rohstoffe wie Öl, Getreide und Metalle nach Deutschland, während das Deutsche Reich Maschinen, Industrieanlagen, Technologie und Rüstungsgüter in die Sowjetunion exportierte. Die sowjetischen Lieferungen halfen Deutschland, die Folgen der britischen Seeblockade abzumildern, und unterstützten Hitlers Kriegsführung während der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs.
In den besetzten Gebieten setzte rasch eine Politik massiver Repression ein. Deportationen, willkürliche Verhaftungen und Massenerschießungen gehörten zu ihren Instrumenten. Im Frühjahr 1940 ermordete der sowjetische NKWD Tausende polnische Offiziere und Angehörige der gesellschaftlichen Eliten; Katyn wurde zum bekanntesten Tatort dieses Verbrechens. Zugleich verübten die nationalsozialistischen Besatzer schwere Verbrechen an der polnischen Bevölkerung, insbesondere an Juden und Angehörigen der gesellschaftlichen Eliten. Darin zeigte sich die brutale Herrschaft beider Besatzungsmächte.
In geradezu orwellianischer Manier – „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft“ – wurde die Geschichte in beiden Staaten den jeweiligen politischen Erfordernissen angepasst. „Jetzt muss man in der Schule recht vorsichtig sein. Auf einmal liest man aus Hitlers Buch ,Mein Kampf‘ etwas vor und dann kommt man nach Dachau wegen Verächtlichmachung der jetzigen Regierung“, soll ein bayerischer Volksschullehrer seine Bedenken angesichts der plötzlichen Annäherung geäußert haben.
Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurden dort alle Hinweise auf die vorangegangene Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich aus Büchern, Zeitungen und Enzyklopädien verbannt. Die Existenz des geheimen Zusatzprotokolls wurde von der Sowjetunion jahrzehntelang geleugnet und erst 1989 offiziell anerkannt.
Der britische Historiker Roger Moorhouse bezeichnete die deutsch-sowjetische Zusammenarbeit im Titel seines Buches treffend als The Devils’ Alliance.
Jetzt lachen sogar schon die Iren über uns.
Derek Scally von der Irish Times hat sich das Russische Haus vorgenommen – und sein Text ist herrlich böse.
Er beginnt mit einer Schüssel Borschtsch.
Im Juli 2023 setzte er sich im Café des Russischen Hauses hin, bestellte Borschtsch und fragte anschließend bei der Berliner Polizei nach, ob er damit wegen der EU-Sanktionen technisch gesehen gerade „mit dem Feind gehandelt“ habe.
Die Polizei wollte davon nichts wissen. Man verwies auf laufende Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft.
Scally fragt völlig zu Recht: Wenn Rossotrudnitschestwo seit 2022 auf der EU-Sanktionsliste steht – warum ist das Russische Haus dann eigentlich noch offen?
Und dann schreibt er einen Satz hin, der es in sich hat:
Die Bundesregierung sage „off the record“, sie drücke ein Auge zu, weil eine Schließung des Russischen Hauses wahrscheinlich russische Vergeltungsmaßnahmen auslösen würde – vor allem die Schließung der Goethe-Institute in Russland.
Ach.
Exakt diese Frage stelle ich dem Auswärtigen Amt seit Monaten.
Und genau diese politische Abwägung bekommt man dort entweder gar nicht beantwortet oder nur als kryptische Hintergrundinformation „unter 3“ – Journalisten-Geheimcode für: nicht zur redaktionellen Verwendung.
Die Irish Times schreibt sie einfach hin. 😇
Auch bei den Sanktionen wird es interessant. Das Russische Haus dürfe technisch nur so viel Geld einnehmen, wie für den Erhalt des riesigen Komplexes nötig sei, schreibt Scally.
Und fragt dann: Was ist eigentlich mit den Mieteinnahmen von mindestens 115 Menschen, die dort noch wohnen sollen?
Gute Frage.☝️
Noch besser wird es beim neuen Nachbarn.
Ausgerechnet das Bundesdigitalministerium zieht mit zwei Abteilungen in das Gebäude direkt neben dem Russischen Haus. Darunter: „Sicherheit und Resilienz von Telekommunikationsnetzen“.
Angesichts möglicher neugieriger „Kulturattachés“ nebenan werde man selbstverständlich alle empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.
Eine davon: keine Bluetooth-Tastaturen.
Und dann kommt Scallys Satz, bei dem ich mich beim Zähneputzen beinahe verschluckt habe:
„No word yet on how they are securing their fax machines.“
😂
Deutschland 2026.
Möglicherweise russische Nachrichtendienste Wand an Wand mit der Abteilung für Sicherheit der Telekommunikationsnetze.
Bluetooth aus.
Faxgerät gesichert? Unklar.
Die Iren lachen vermutlich inzwischen völlig zu Recht. Der Rest Europas dürfte folgen.
Nun gibt es eine Petition zur Schließung des #RussischesHaus!
Bitte hier und vor allem auf weiteren Social Media Kanälen VIELFÄLTIG teilen:
Die Bundesregierung muss sich endlich um unsere innere Sicherheit in DEUTSCHLAND kümmern.
‼️Der Staatsvertrag mit Russland kann unkompliziert bis spät. 6. Dez. diesen Jahres gekündigt werden. ‼️
Herr @bundeskanzler zerstören Sie bitte nicht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Ihre Handlungsfähigkeit und die unseres Landes!
Sie wurden u. a. gewählt, um Schaden von unsrem Land abzuwenden!
Hier geht es zur Petition:
https://t.co/RTsniHnta8
#EIL
Die ukrainische Armee hat es nach eigenen Angaben nicht geschafft, auch nur eine der 23 von Russland heute Nacht abgefeuerte ballistischen Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander-M abzufangen.
🚨Daraus lässt sich schließen, dass das Land über #keine einsatzfähigen Patriot-Raketen mehr verfügt.
➡️Ein weiteres Komplettversagen das Westens und in erster Linie Donald Trumps.
☠️Die Zahl der Opfer das ballistischen Raketenangriffs auf Kyjiw ist mittlerweile auf 57 gestiegen.
🇷🇺 The Root of the Russian Malignancy
The problem with Russia did not begin with Putin. Russians have always been like this mentally. Russians have always hated others; Russia has always been a country of lies and aggression, and Russia loves to kill, masking it as grand missions.
Historians like Richard Pipes and Alain Besançon have long argued that the nature of Russian autocracy—whether under the Tsars, the Soviets, or the current regime—is predicated on the total erasure of the individual in favor of the State. This creates a psychological environment where "the other" is inherently seen as a threat to the messianic, expansionist project of the "Empire."
As the philosopher Nikolai Berdyaev noted in his analysis of the "Russian soul," there is a recurring tendency to oscillate between extreme nihilism and extreme religious-political expansionism. The "mission" provides the moral anesthesia necessary to commit atrocities; by framing the destruction of neighbors as a "holy" or "civilizational" duty, the perpetrator absolves themselves of individual guilt.
When a society consistently defines its identity through the negation and subjugation of its neighbors, it becomes trapped in a perpetual cycle of violence. As the philosopher Karl Popper warned in The Open Society and Its Enemies, closed societies built on myth and aggressive ideology are inherently incapable of peaceful coexistence until they are forced to confront the reality of their own moral bankruptcy.
The question remains, can Russia be cured? The situation here is not at all the same as with Nazism in Flight 3, because Nazism there arose in one historical period and disappeared within one generation, while in Russia the disease has been present for centuries - from the very beginning of the founding of Russia by a Ukrainian...
Every year we meet in Brussels to read aloud the names of victims of Soviet mass deportations.
Our remembrance honours the memory of the millions who perished due to Soviet crimes against humanity.
Nearly 500,000 Russian citizens enjoyed European holidays last year.
Meanwhile, Ukrainians were dying on the battlefield.
It's time to end Schengen tourist visas for Russian tourists.
Holidays in the EU are a privilege, not a right for citizens of a country waging war on our continent.
A remarkable video:
Putin, an obscure 1991 Leningrad bureaucrat, warning against the return of totalitarian rule to Russia—paired with his reaction to those words as President in 2002. The irony writes itself.