Liebe Cannabiskonsumenten,
unten meine Kündigung als Unterstützer des @hanfverband = @Unternehmen Georg Wurth ) vom 12.06.2022 zum besseren Verständnis.
Dazu Folgendes:
Es hat sich nichts verändert, außer, dass nun 9 Männer zuarbeiten, also dem YouTube Kanal, der Eigenwerbung und zur Zeit der Tombola
( "Spendenaktion ).
Was ich vermisse : Demokratische Strukturen, vernünftige auch finanzielle Unterstützung der Ortsverbände und insbesondere der Global Marihuana Märsche, die im nächsten Jahr besonders wichtig sein werden, vernünftige Lobbyarbeit und zugleich kreativen Aktionismus und schließlich tatsächliche finanzielle Transparenz.
Dies Alles wird im Jahr 2025 dringend notwendig werden."
Kündigung als Unterstützer:
Liebe Legalisierungsaktivisten
hiermit teile ich mit, dass ich meine Vertragsbeziehung zum Hanfverband beende und
diesem somit als Unterstützer nicht mehr angehöre.
Georg Wurth als alleiniger Inhaber der Firma Hanfverband hat mich in einem Twitter
Tweet am 25.05.2022 dazu aufgefordert, da ich in den vergangenen Monaten immer mal
wieder auch den Hanfverband öffentlich kritisiert habe. Und dies, obwohl ich in vielen
Auftritten, Videos und Interviews regelmäßig für die Unterstützung des Hanfverbandes
geworben und hunderte Stunden meiner Freizeit als nicht bezahlter
Legalisierungsaktivist eingebracht habe. Auch hat er mich in seinen News am 18 März
als „ pöbelnder Richter“ bezeichnet und hat dies auf Twitter am 25.4 nochmal
gerechtfertigt. Eine Entschuldigung erfolgte nicht.
Alleine die Bezeichnung als pöbelnder Richter reicht für mich persönlich bereits, um
dem Ansinnen nachzukommen. Ich kann einfach keine Vertragsbeziehung zu Menschen
haben, die mich so bezeichnen. Aber auch der Umstand, dass Kritik nicht gewollt ist und
eine Auseinandersetzung über den Kurs und den Auftritt des „Verbandes“ nicht möglich
ist, begründet weiter die Trennung. Dies allerdings bedeutet keine Spaltung oder
Schwächung der Legalisierungsbewegung. Vielmehr wird Georg Wurth, der sich große
Verdienste erworben hat, sicher seinen und ich meinen Weg weiter gehen.
Dabei hoffe ich, dass die über 9000 Unterstützer des Hanfverbandes meine Kündigung
zum Anlass nehmen, über Struktur, Ausrichtung, Kurs und Tätigkeit des Hanfverbandes
zu diskutieren und ihren Vertragspartner Wurth gegenüber Forderungen stellen.
Gerade jetzt kommt es auf eine starke Interessenvertretung an, die beim kommenden
Gesetzesentwurf die Interessen der Konsumenten stark vertritt. Dabei ist der
Hanfverband eine Vereinigung von vielen, aber mit besonderer Bedeutung. Sie ist
finanziell stark und soll mit 8 von seinen Unterstützern bezahlten Mitarbeitern die
sofortige Entkriminalisierung und Legalisierung vorantreiben.
Aber wie stark ist der DHV aktuell in den Prozess eingebunden? Wie wirkt der DHV auf
den Gesetzesentwurf ein? Bis auf Interviews, in denen die drogenpolitischen Sprecher
handzahm behandelt werden, sieht man nicht viel. Seit bald einem halben Jahr sehe ich
viel Selbstbeweihräucherung, eine bald wöchentliche (ist Herr Wurth im Urlaub dann
gibt es trotz vorhandener Mitarbeiter keine) Nachrichtensendung (News) und eine
Vorbereitung einer Cannabis normal Konferenz ( CaNoKo ), für die nur noch auf den
sozialen Medien geworben wird. Und natürlich eine Anti CDU Kampagne. Wirkliche
Initiativen und Aktionen sehe ich nicht.
Die politischen Termine werden in den sozialen Medien inszeniert. Dabei wird nicht
wirklich in das politische Geschehen inhaltlich und juristisch involviert. Der DHV
begleitet den Prozess, gestaltet ihn aber meiner Meinung nach viel zu wenig. Man sollte
annehmen, dass eine Vereinigung, die seit 20 Jahren die Legalisierung fordert, ein
fertiges Konzept in der Tasche hat, sofern es die politische Diskussion zulässt. Der DHV
brauchte mehrere Monate, um sein Eckpunktepapier vorzustellen. Zur sofortigen
Entkriminalisierung mit Ausnahme der Forderung an sich ebenfalls kein Druck und
Konzept Es scheint, als wäre der DHV massiv überrascht gewesen von der Entwicklung
seit Oktober https://t.co/0CTXoSJR0C einem richtigen Verband mit der entsprechenden Struktur müsste
er sich ohnehin mehr Gegenwind stellen, was vermutlich auch der Grund ist, warum
eine Vereinsgründung auch Jahre nach Beginn der Diskussion diesbezüglich noch immer
nicht umgesetzt wurde. Mitglieder sind in erster Linie zum Zahlen der Beiträge da,
können aber nicht inhaltlich mitbestimmen. Und wenn wir schon bei der
Mitbestimmung sind: Warum haben nicht alle Mitglieder in den letzten Wochen eine
Nachricht erhalten, wie sie sich in das Eckpunktepapier einbringen können? Auf Twitter
usw. wird zwar immer nach den Meinungen gefragt, aber es ist zumindest mir unklar,
wie diese Rückmeldungen ausgewertet werden. Hingegen wird immer wieder darauf
hingewiesen, dass sich die Leute auf der Cannabis Normal Konferenz wirklich
einbringen können. Viele Aktivisten können sich die teuren Tickets, Anreise und
Unterkunft aber nicht leisten. Wer wird hier also repräsentiert? Seit vier Jahren gab es
diese Konferenz nicht mehr, jetzt wurde sie mit den Spendengeldern der letzten
Weihnachtsspendenaktion ermöglicht. Warum müssen Menschen, die bereits gespendet
haben, sich auch noch Tickets für eine komplett durch die Spender finanzierte
Konferenz kaufen? Kostendeckung kann hier kein Argument sein. Das seit Monaten
intensive Bewerben dieser Konferenz hatte auch zur Folge, dass für die Demonstration
am 20.04 vor dem Brandenburger Tor und der SPD Parteizentrale kaum geworben
wurde. Auch die Global Marijuana March Demos im Mai wurden bis auf ein paar
Erwähnungen in der Nachrichtensendung kaum online beworben. Gerade in Zeiten, in
denen so viel politisch in Bewegung ist, müsste auf den Straßen ein starkes Zeichen
gesetzt werden. Es scheint so, dass die Konferenz, bei der ein paar hundert Leute
angeblich Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen können, absolute Priorität hat.
Aktionen, Demonstrationen und Werbung für diese in den sozialen Medien erscheinen
dagegen nicht wichtig.
Ich rate Georg Wurth dringend sich mit langjährigen Aktivisten aus den Ortsgruppen, die vor
Ort eine gute Arbeit machen, zu unterhalten. Längst nicht alle sind mit der Arbeit des DHV
zufrieden. Zudem sollte er sich fragen, was er genau ist: Ist er Lobbyist, Aktivist oder
YouTuber? Zurzeit – so denke ich - leider viel zu wenig Lobbyist und Aktivist und zu viel
YouTuber. Auch hoffe ich darauf, dass der Hanfverband, der bislang eben nur von einer
einzigen Person gesteuert wird, sich reformiert und vor allem eine demokratische Struktur
findet. Etwa die Schaffung eines Kontrollgremiums, sofern man eine Vereinsgründung nicht
will. Ein solches Gremium sollte die Strategie, die Politik und insbesondere die finanziellen
Entscheidungen (hätte man z.B. nicht individuelle Verfassungsbeschwerden von Verurteilten
unterstützen müssen?) diskutieren und steuern dürfen.
Ich hoffe nun darauf, dass mein Austritt und meine diesbezügliche nunmehr öffentlich
erfolgte Stellungnahme zur Diskussion führen wird. Die Legalisierung ist noch lange nicht
geschafft. Und wenn die Ampel zerbricht, haben wir weder Entkriminalisierung noch
Legalisierung. Gerade dann bedarf es eines starken und demokratisch ausgerichteten
Hanfverband, der auch weiter unter der Führung von Georg Wurth agieren könnte und sollte.
Ich selber werde mich weiter im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Sofortige
Entkriminalisierung und Legalisierung einsetzen und weiterhin bei LEAP Deutschland aktiv
sein.
Ich wünsche Georg Wurth und den Mitarbeitern des Hanfverbandes alles Gute und
verbleibe in der nunmehr seit 50 Jahren bestehenden Hoffnung auf baldige Legalisierung.
Andreas Müller
@iseeQ@hanfverband@hanfparade@hanfmuseum L. Dank. Ich denke auch, dass es irreführend ist, das der @hanfverband ,in Wirklichkeit ein Einzelunternehmer, sich nach außen als Verband ausgibt.Auf seiner Seite macht er das ja nicht.Ich wollte es bisher aber nicht aufgreifen. Ich werde es prüfen. L.G
Hola! 💚
Was ich deutlich machen möchte - gemeinsam mit @Richter_Mueller werde ich weiter für die vollständige Legalisierung kämpfen! Seite an Seite! #weedmob
Zudem bedanke ich mich für alle neuen Menschen, die mir hier folgen. 🌿 Hvala! 🫶