Straßenbahngeschichte(n)
Ostberlin-Oberschöneweide -1-
Es ist nur ein kleiner und bescheidener Zug, der gerade die Gleise der Werksbahnen in der Edisonstr. benutzt. Während die Schienen der "Bullenbahn" auf eigenem Gleiskörper verliefen, fährt die Straßenbahn daneben auf der Straße, welche ebenfalls vom Individualverkehr benutzt wurde. Die Streckenführung der damaligen verkehrenden Straßenbahnlinien 17, 19 und 82 war von der Griechischen Allee bis zur Wilhelminenhofstr. eingleisig. Sie wurde durch eine Ampel geregelt und Vorrang hatten die stadteinwärts fahrenden Züge. Am "Königsplatz (Wilhelminenhofstr./Edisonstr.)" wurde es dann recht kompliziert. Die Werksbahn musste die gesamte Kreuzung überqueren. Das hieß zu den Verkehrszeiten, dass die große Kreuzung durch Rangierpersonal abgeriegelt wurde und der Zug, oft mit Maximallänge bespannt, den Bereich passierte. Es stauten sich der Rest vom Individualverkehr, vom LKW-Verkehr und natürlich von den dort sieben verkehrenden Straßenbahnlinien. Hatte man "Glück" dann hatten sich die Straßenbahnen auf der Kreuzung festgefahren. Es hatte mir dort oft als Fahrer eine Dreiviertelstunde Verspätung eingebracht, die man bei besten Willen während seines Dienstes nicht mehr ausgleichen konnte und deswegen eine Kürzung seiner Fahrt vornehmen musste.