„Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und wollen sehen, dass wir's nehmen lernen." Rainer Maria Rilke
Bild Caspar David Friedrich
Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt …
- Rainer Maria Rilke
Rose am 12. Juni 2024
Wenn nur ein einziges Mal unsre Seele wie eine Saite vor Glück gezittert und getönt hat, so waren alle Ewigkeiten nöthig, um dies Eine Geschehen zu bedingen, alle Ewigkeit war in diesem einzigen Augenblick unseres Jasagens gutgeheißen, erlöst, gerechtfertigt und bejaht
Nietzsche
Man muß nie verzweifeln,
wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.
- Rainer Maria Rilke -
Nicht mehr an meine Klagen denken, wir kennen sie ja zur Genüge, sie sind eben da, aber es ist ja vieles neben, über, unter ihnen…
Rainer Maria Rilke, 1920
Es war so vieles, was auf mir lag und immer wieder auf mich zurückfiel, sooft ich meinte, es irgendwo im All zwischen den Sternen befestigt zu haben.
Rainer Maria Rilke, 17.9.1921
Ich liebe diese Stunde, die anders ist,kommt und geht. Nein, nicht die Stunde,diesen Augenblick liebe ich, der so still ist. Diesen Anfangs-Augenblick,diese Initiale der Stille, diesen ersten Stern, diesen Anfang.
Zur Nacht Schönes von Rainer Maria Rilke
Schlaft gut ihr Träumer!
In dem Wiedersehn mit
Kindheitstagen
lernen wir uns
wiedersehn:
zwar wir wußten, dass die
Jahre gingen,
doch nun fühlen wir
auch, wie wir gehn.
Rilke, Die Gedichte
1906-1926
Kunst: Richard Ramsey,
American Artist
"Perhaps many things inside you have been transformed; perhaps somewhere, someplace deep inside your being, you have undergone important changes while you were sad.”
~Rainer Maria Rilke, 🎨Fulvio Rinaldi.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt ...
- Rainer Maria Rilke
Ich liebe diesen Wind,
diesen weiten verwandelnden Wind,
der dem Frühling vorangeht,
ich liebe das Geräusch des Windes
und seine ferne Gebärde, die mitten
durch alle Dinge geht als wären sie nicht.
Rainer Maria Rilke
aus: Werke V, Fragment von den Einsamen
🇦🇹🇨🇿 Rainer Maria Rilke (1875-1926) #BotD0412
"In den letzten Tagen hat München etwas von seiner Leere und Ruhe aufgegeben, die Spannungen des Augenblicks machen sich auch hier bemerklich, wenngleich sie zwischen den bajuwarischen Temperamenten sich nicht gerade geistig...