@CDU Das ist mittlerweile wie in der DDR âGlĂŒck auf Genossen, der Sozialismus wird siegen!â und hinterm Kombinat fiel der Putz von den feuchten WĂ€ndenâŠ
KREUZVERHĂR STATT INTERVIEW!
Ich habe mir das ZDF-Sommerinterview mit Alice Weidel angeschaut. Und ich sage das jetzt ganz bewusst als Moderator, der selbst rund 300 Interviews im Jahr fĂŒhrt:
Das war fĂŒr mich streckenweise kein Interview mehr. Das war ein Kreuzverhör.
Versteht mich nicht falsch: Ein Journalist muss kritisch fragen. Er muss nachhaken. Und wenn ein Politiker einer Frage ausweicht, muss man ihn zurĂŒckholen. Das gehört zu unserem Job.
Aber zu unserem Job gehört noch etwas: Den Gast auch antworten zu lassen.
Und genau das habe ich bei diesem Interview immer wieder vermisst.
Weidel beginnt eine Antwort â der Moderator interveniert. Sie versucht ihre Position zu erklĂ€ren â der nĂ€chste Einwurf. Beim Euro will sie beispielsweise ihren Standpunkt mit dem Schweizer Franken erlĂ€utern. Die Reaktion des Moderators: âOh Gott, wenn wir jetzt damit anfangen âŠâ
Was soll das?
Und spĂ€ter wird es sogar persönlich. Weidel spricht von âFlachzangenâ. Kann man kritisieren. Muss man vielleicht sogar. Aber daraus entwickelt sich eine Auseinandersetzung, an deren Ende der Moderator sie allen Ernstes nach ihrem âmimosenhaften Verhaltenâ fragt.
Da frage ich mich: Willst du deinen Gast interviewen â oder willst du mit ihm streiten? Ein guter Interviewer darf hart sein. Er darf unangenehm sein. Er darf widersprechen. Aber er sollte niemals vergessen:
Es geht nicht darum, dass der Zuschauer erfĂ€hrt, was der Moderator denkt. Es geht darum, Antworten zu bekommen â damit der Zuschauer sich selbst ein Urteil bilden kann.
Exakt das ist fĂŒr mich guter Journalismus!
Dieses Sommerinterview war davon verdammt weit entfernt.
@CoinImpulse Es war ein Dienstag, Pressetag der IAA in Frankfurt. Ich stand mit einem Freund auf der Rolltreppe. Meine Mutter schickte eine Nachricht. Wo bist du? Frankfurt. Gott sei Dank. Am Samstag bin ich die erste LH400 nach N.Y. geflogen. Brandgeruch bis zum JFK. Bilder daheim im Karton.
@CoinImpulse Die CockpittĂŒr blieb beim Start offen. Die Köpfe der Pax hingen in den Gang um den Piloten dabei ĂŒber die Schulter zu schauen. Mein Leatherman im CrewgepĂ€ck hat hunderte Sicherheitskontrollen passiert. Und im Netz ist man zu Hause via Modem rumgerumpelt. An Bord hat man gelesen.
Die Politologin Dorothee Martin (SPD) verlor letztes Jahr ihren Hamburger Wahlkreis und ihr Bundestagsmandat. Aber sie fÀllt weich: Parteifreund @larsklingbeil gibt ihr einen 300.000 Euro Job in einem seiner Kombinate. Gut, wenn man zur Beutegemeinschaft gehört.
Hintergrund: Die Bundesregierung sieht keinen Grund, Regeln gegen Nepotismus einzufĂŒhren: https://t.co/3sCsvyPRwc, Seite 12.
Ich war heute in Ulm, Ohrdruf, MĂŒhlhausen, Göttingen und WĂŒrzburg. Das klingt nach einer Bildungsreise durch Deutschland, war aber vermutlich nur Arbeit.
In Göttingen lag ein Mann, gefesselt von der Bahn-Sicherheit, auf dem Bahnsteig. Niemand schien besonders ĂŒberrascht. Bahnhöfe haben lĂ€ngst aufgehört, Orte des Reisens zu sein. Sie sind Versuchsanordnungen darĂŒber, wie viel Wirklichkeit ein Mensch vertrĂ€gt, bevor er wieder auf sein Telefon schaut.
In Ohrdruf sah ich die Folgen eines schweren Unwetters. Abgerissene Ăste, umgestĂŒrzte BĂ€ume, beschĂ€digte DĂ€cher, Schlamm. Die Natur hatte fĂŒr einige Minuten beschlossen, die deutsche Infrastruktur selbst zu bewerten. Das Ergebnis war nicht gut.
In WĂŒrzburg lĂ€chelte ich mehrere Menschen auf dem Bahnsteig an. Einfach so. Ohne erkennbaren Anlass.
Das war offenbar der verstörendste Zwischenfall des Tages.
Einige blickten weg, andere prĂŒften vermutlich innerlich, ob sie mich kannten. Ein grundloses LĂ€cheln gilt inzwischen als verdĂ€chtig. Wer freundlich ist, möchte wahrscheinlich Geld oder eine Unterschrift, oder er ist verwirrt.
In Lauda fuhr kein Zug. Es fuhren Busse. Man nennt das Ersatzverkehr, was eine bemerkenswert optimistische Verwendung des Wortes "Ersatz" ist.
Der Busfahrer allerdings fuhr ausgezeichnet. Ich sagte es ihm. Er sah kurz ĂŒberrascht aus. Menschen sind Kritik gewohnt. Lob wirkt mittlerweile beinahe wie eine Form der BelĂ€stigung.
SpĂ€ter, in Heilbronn, rempelte ich versehentlich einen Polizisten an. Er blieb stehen, ich blieb stehen, und fĂŒr einen kurzen Moment schien die gesamte Rechtsordnung von meiner FĂ€higkeit abzuhĂ€ngen, mich normal zu benehmen.
Es ging gut.
Der Taxifahrer anschlieĂend navigierte mit Google Maps.
Ich saĂ hinten und dachte, dass dies eigentlich die angemessene Schlusssequenz fĂŒr diesen Tag war: Ein Mann fĂ€hrt mich durch meine eigene Stadt, gefĂŒhrt von einem amerikanischen Satellitensystem, nachdem ZĂŒge ausgefallen, BĂ€ume umgestĂŒrzt, Menschen gefesselt und andere durch ein LĂ€cheln verunsichert worden waren.
Deutschland funktionierte weiterhin.
Nur nicht unbedingt auf die vorgesehene Weise.
So Sachen halt. Naja. Egal. Ist euch ja sowieso wahrscheinlich wurscht.
Schlaft gut. Ihr ...
*MĂŒhlhausen, Bilder im langsamen Vorbeigehen
@HeisenbergOscar@rosenbusch_ Auch da bleibt er sich treu. Bei Remigration lÀuft er Höcke den Rang ab, um dann alles mit dem letzten Satz im Podcast zu relativieren. Wortreich, logisch.
Nichts an diesem Sommerinterview ist berichtenswert. Nichts hat inhaltliche Bedeutung. Das GesprÀch mit Vizekanzler Lars Klingbeil bei Sat.1 ist scharlatanhafteste RosstÀuscherei und missbraucht den Begriff des Politischen. https://t.co/KFvoueGq4I
Ein einzelner YouTuber mit zwei Mikrofonen demontiert gerade das gesamte GeschÀftsmodell eines 9-Milliarden-Euro-Apparates.
Man muss sich das MissverhÀltnis auf der Zunge zergehen lassen:
Rund 100.000 bis 140.000 Euro ZwangsbeitrĂ€ge verpulvert der öffentlich-rechtliche Rundfunk fĂŒr eine einzige Ausgabe von âLanzâ oder âMaischbergerâ.
Das Ergebnis? 75 Minuten betreutes Denken, ein Tribunal gegen Andersdenkende, permanente Schnitte und Moderatoren, die ihren GĂ€sten im Sekundentakt ins Wort fallen.
Ein System, das eine 20-bis-30-Prozent-Opposition mit mikroskopischen Redeanteilen abspeist, wÀhrend linksliberale Narrative zur unantastbaren StaatsrÀson erklÀrt werden.
Und auf der anderen Seite? Ein freier Kanal, ein winziger Bruchteil der Kosten, vier Stunden ungefilterter Diskurs auf Augenhöhe â und in kĂŒrzester Zeit Millionen Klicks.
Warum rennen die Menschen den Staatsfunk-Formaten scharenweise davon?
Weil die BĂŒrger keine Lust mehr auf die arrogante Volkserziehung aus den ElfenbeintĂŒrmen von Mainz und Hamburg haben.
Sie wollen ungeschnittene Argumente hören und sich selbst ein Urteil bilden, statt von ĂŒberbezahlten Talkshow-PĂ€dagogen gesagt zu bekommen, was sie zu denken haben.
Das eigentliche Armutszeugnis:
Den echten, tiefgrĂŒndigen Journalismus im Netz gibt es kostenlos und freiwillig.
FĂŒr die tĂ€gliche Dosis Einheitsmeinung bei ARD und ZDF hingegen droht monatlich der Gerichtsvollzieher, wenn die 18,36 Euro Zwangsabgabe nicht pĂŒnktlich flieĂen.
Ein Medienapparat, der vor dem freien Wettbewerb flieht und nur durch staatlichen Einzugszwang ĂŒberlebt, hat seine Daseinsberechtigung verwirkt.
QualitĂ€t setzt sich am Markt von selbst durch â Staatsfunk braucht ein Monopol.
Milliarden-Moloch abschaffen, GEZ-Zwang beenden!
Mein Dank geht an @LutzRonthaler.
Schaut bei ihm vorbei.
#Maischberger #ĂRR #GEZabschaffen
@mario_lochner Was ist denn daran schockierend? Siegmund hat 4h lang sehr erfrischend seine klare positive Vision fĂŒr Sachsen-Anhalt vorgestellt.
Es liegt nicht an Social Media, sondern die Kartellparteien haben schlicht nichts zu bieten.