"In the history of modern thought, the triad of paganism-Judaism-Christianity repeats itself twice: first as Spinoza-Kant-Hegel, then as Deleuze-Derrida-Lacan."
– Žižek, "Organs without Bodies"
"If it weren't for those pesky Jews, the subject would be whole and happy!"
For humanity's sake, these illiterate and anti-human tech oligarch-intellectuals need to be strung up.
@DecoloniseNow@dddddgi Der bait ist aber nicht ohne inhaltliche Notwendigkeit. Wer den abstrakten Staat verdinglicht zu einer alles unterwerfenden Krake, wie es Nymoen dog-whistlet, der ist nicht weit weg von antisemitischen Bildern vom sich am Blut der Untertanen ergötzenden Juden.
Nymoen macht "eine Neuauflage der Jahrtausende alten Ritualmordlegende, die historisch eng mit dem Antisemitismus verbunden ist".
https://t.co/n3tm4usl40
Was die Kollegen machen, ist weniger Diktaturverharmlosung als vielmehr guter alter Biedermeier post-asymmetrische Demobilisierung with GSP-characteristics. Der Bourgeois braucht den Citoyen nicht, hält ihn eh für Betrug, und richtet sich in der rational verwalteten Welt ein.
@zagrljajin42535 Wenn Sie auf Polemik beharren wollen, ist das Ihre Sache, aber wenn Sie das ernst meinen, wäre es unter dieser Voraussetzung unmöglich, Idiotie zu erkennen. Ich glaube, Sie Libertärer wollen sich gar nicht mit dem Argument auseinandersetzen. Das wäre selbst wiederum Idiotie.
Spannend, dass hier die "Demontage" psychoanalytischer Institutionen fordert, wenn man den latenten Antisemitismus der GSPler kritisiert. Als ob sie mir die Deutung gierig aus dem Mund fischten.
@vicijlo @Daily_Hegel Linkslibertarismus scheint mir da wirklich der passende Begriff! Zumal eben nicht nach der Vermittlung des privaten Eigeninteresses durch den Staat gefragt wird, insofern man es abzüglich Konkurrenz zur Naturgrundlage des Kommunismus erklärt.
Letztlich ist’s nicht ganz fernliegend, das als postpolitische Dekadenz zu betrachten. Linkslibertarismus hab ich das mal genannt, @Daily_Hegel hat dazu neulich geschrieben: https://t.co/lJYmIlrBcM
@robespieter Nymoen & Co suchen sich auch schön Gegner raus, die die bürgerliche Demokratie für alternativlos halten, um es aussehen zu lassen, als müsse vor Verfassungspatriotismus und Antikommunismus schon bald überschäumen, wer nur nach dem Unterschied zwischen Habermas und Dugin fragt.
Die Furcht vorm Schuldenmachen in DE scheint dem Anderen nicht "gönnen" zu können. Für DE gibt es keine Gaben, sondern nur Abgaben. Als ob das Schuldenmachen sofort mit einer Schuld"anhäufung", bildlich in der Berliner Schuldenuhr festgehalten, zusammenginge. Konsequent, dass der
Bund der Steuerzahler e.V. bzgl. der Schuldenuhr von einer "Mahnung an uns" spricht. Als ob man durch die Vermeidung von finanziellen Investitionen aka Schulden jegliche Assoziation mit der "Schuld der Deutschen" verhindern möchte. Die antisemitische Trope des "Finanzjudentums"
greift diese Parallele auf: Die Juden, die haben das Geld "einfach so", wir Deutschen müssen dafür hart arbeiten und können es nicht einfach ausgeben - am Ende landet es nämlich eh beim Juden.
"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es gar nicht um das reale Gaza geht, sondern eine projektive Imagination, einen Ort, in dem Menschen mit Steinen und Zwillen gegen Panzer kämpfen wie damals in den späten 80ern."
https://t.co/eWPlxZoo6u
erinnert stets – qua Existenz – an den unheimlichen Gründungsmythos der Moderne. "Der Jude" steht für die Verdrängung. Und heute gibt es mancherorts geradezu eine Freude, dass Israels Politik sich dafür anbietet, Israel in die Reihe der westlichen Staaten aufzunehmen. /7
Dieser Thread betrifft auch die Frage danach, warum wir intuitiv das Gefühl haben, dass uns das, was in Gaza passiert, unmittelbar angeht, aber nicht das, was im Sudan, im Jemen oder sonst wo passiert.
Israel ist ein Staat gewordener Skandal. Sein Gründungsmythos liegt im bürgerlichen Antisemitismus und in der industriellen Vernichtung von Jüdinnen & Juden, obschon der Zionismus selbst älter als der Holocaust ist. /1