Um das Bewusstsein für diese grausame Krankheit zu schärfen, würde ich mich freuen, wenn meine Freunde Ausschnitte davon heute auf ihrer Seite teilen würden.
Wir haben gerade in den Niederlanden 'dementie awareness week' = Woche der Demenzaufklärung
Text aus dem NL ins D. Deepl.
* WERDE ICH ALT ? *
"Du wirst alt, haben sie mir gesagt, du hast vieles aufgehört, du wirst verbittert und einsam."
"Nein, habe ich geantwortet; ich werde nicht alt, ich werde weise. Ich habe aufgehört, das zu sein, was andere mögen, um das zu werden, was ich gerne bin! Ich habe aufgehört, die Akzeptanz anderer zu suchen, um mich selbst zu akzeptieren, ich habe die lügenden Spiegel hinter mir gelassen, die gnadenlos betrügen!
Nein, ich werde nicht alt, ich werde durchsetzungsfähig, selektiv an Orten, Menschen, Sitten und Ideologien. Ich habe Anhaftungen, unnötige Schmerzen, Menschen, Seelen und Herzen losgelassen, es ist nicht aus Verbitterung, es ist einfach aus Gesundheit.
Ich habe die Partynächte wegen schlaflosen Lernens aufgehört, Geschichten zu erleben und angefangen um sie zu schreiben, habe die auferlegten Stereotypen beiseite gelegt, habe aufgehört, Make-up zu benutzen, um meine Wunden zu verbergen, jetzt trage ich ein Buch, das meinen Geist verschönert.
Ich habe Weingläser gegen Kaffeebecher getauscht, vergessen, das Leben zu idealisieren und angefangen, es zu leben.
Nein, ich werde nicht alt!
Ich trage in meiner Seele die Unschuld derjenigen, die täglich entdeckt werden!
Ich trage die Zärtlichkeit eines Kokons, der seine Flügel auf andere unerreichbare Orte ausdehnen wird, die nur die Frivolität des Materiellen suchen!
Ich trage in meinem Gesicht das Lächeln, das unartig entgeht, wenn ich die Einfachheit der Natur beobachte, ich trage das Schlitten der Vögel in meinen Ohren, die meinen Gang erfreuen!
Nein, ich werde nicht alt, ich werde wählerisch, wette meine Zeit auf das Immaterielle, schreibe die Geschichte, die mir einmal erzählt wurde, neu und entdecke wieder Welten, ich rette die alten Bücher, die ich auf halben Seiten vergessen hatte! Ich werde vorsichtiger, habe die Ausbrüche aufgegeben, die nichts lehren, ich lerne über transzenden Dinge zu sprechen, ich lerne Wissen zu kultivieren, ich säe Ideale und schmiede mein Schicksal!
Nein, nicht dass ich alt werde Samstags früh schlafen, ist es, dass man auch sonntags früh aufstehen muss, ohne Eile Kaffee genießen und in Ruhe ein Gedicht lesen muss!
Nicht aus dem Alter geht man langsam, sondern um die Ungeschicklichkeit derer zu beobachten, die in Eile herumlaufen und über Unzufriedenheit stolpern. Nicht wegen des Alters wird man manchmal still, sondern weil man nicht jedes Wort nachhelfen muss! Nein, ich werde nicht alt, ich fange an, das zu leben, was mich wirklich interessiert!"
Victor Hugo
Für euch im Netz gefunden, wollte es einfach mit euch teilen 😊
Stell dir vor, dass dir eine Bank jeden Morgen 86.400 Dollar auf dein Konto einzahlt, aber dafür musst du zwei Regeln akzeptieren.
Regel Nr. 1:
Alles, was du am Tag nicht ausgegeben hast, wird am Abend von deinem Konto abgehoben. Du kannst dieses Geld nicht auf ein anderes Konto überweisen. Aber jeden Morgen zahlt die Bank neue 86.400 Dollar ein.
Regel 2:
Die Bank kann ohne Vorwarnung damit aufhören, sie kann beschließen, dein Konto ohne deine Zustimmung zu schließen.
Diese Bank existiert!
Sie ist das LEBEN♥️
Jeden Morgen, wenn du aufwachst, erhältst du 86.400 Sekunden Leben für den Tag. Du kannst sie nicht anhäufen. Sie fließen einfach ab. Und jeden Morgen erhältst du neue 86.400 Sekunden.
Mache dir bewusst:
Dein Leben kann jederzeit ohne Vorwarnung und ohne deine Zustimmung enden.
Anstatt dich also über alles und jeden zu ärgern, solltest du es genießen!
Jason Lapointe
Art: Pinterest
❤️🙏❤️
@gedankenzuender
Wenn wirklich eine Hollandaise auf deinem Teller kochend heiß ist,
steh auf.
Zahl.
Verlass das Lokal.
Alles andere ist Körperverletzung mit Butter.
Mein Vorgänger?
Tetrapack.
Aufreißen, warmmachen, fertig.
Stabil wie Beton, tot wie Bürokaffee.
Ich übernehme den Posten und denke mir nur:
Scheiß auf Convenience.
Wir machen das wieder richtig.
Eigelb, Butter, Säure, Handgelenk.
Eine Sauce, die lebt.
Erster Tisch mit der frischen Hollandaise.
Natürlich: Reklamation.
„Der Chef soll bitte kommen.“
Der Gastraum: gedämpftes Licht, weißes Tischtuch, Spargel dampft,
die Gäste geschniegelt, geschniegelt im Kopf aber auf Autopilot.
Ich gehe raus, ohne Pfanne –
im Nachhinein hätte ich für den Overkill eine mitnehmen sollen.
Sie schaut mich an, als hätte ich ihr den Glauben genommen.
„Die Sauce ist nicht kochend heiß,
so wie wir es gewohnt sind.
Für Spargeln muss die heiß sein.
Und… sie schmeckt komisch.“
Komisch.
Ja.
Nach Butter.
Nach Ei.
Nach Arbeit.
Hollandaise darf nicht kochen.
Wenn sie kocht, ist sie tot.
Geronnen.
Hinüber.
Aber erklär das jemandem,
der jahrelang warmes Tetrapack gewohnt ist
und das für den Goldstandard hält.
Da stehst du dann.
Zwischen Handwerk und Erwartung.
Zwischen Können und Gewohnheit.
Und denkst dir nur:
Ich hätte die Pfanne wirklich mitnehmen sollen.
Stalingrad, 11. Januar 1943
Liebe Mutter!
Jetzt erst weiß ich, was Hunger ist u. wie weh er tut. Schon wochenlang muß ich mit 1½ Schnitten Brot u. einem halbvollen Kochgeschirr Wasser-Suppe auskommen. Ich bin so schlapp und müde, Du glaubst es nicht. (…)
Meine liebe Mutter, wird es noch einmal Tage geben, wo ich bei Dir sein kann? Wo Deine Hände mich hegen u. pflegen? Ich kann es kaum noch begreifen, daß es nochmal so schön werden kann. Alles war ein Traum.
Im festen Glauben an eine baldige Änderung grüßt und küßt Dich
Dein Sohn Hans
#NieWiederKrieg
Fasst Menschen über sechzig besser nicht an. Wirklich nicht.
Das ist kein Alter. Das ist Überlebenskompetenz.
Sie sind zäh wie Brot, das man eine Woche liegen ließ.
Und präzise wie Hausschuhe, die ohne Warnung ihr Ziel finden.
Mit fünf verstanden sie die Stimmung im Haus
am Klang eines Topfdeckels.
Mit sieben trugen sie den Schlüssel am Band und kannten die Ansage:
„Essen ist im Kühlschrank. Aufwärmen. Nichts anzünden.“
Mit neun kochten sie einfach.
Mit zehn reparierten sie Dinge —
und wussten, wie man vor dem Nachbarshund verschwindet.
Der Tag spielte sich draußen ab.
Ohne Displays.
Ohne Nachrichten.
Die Strecke war klar: Turnstange, Wasser, Hof, nach Hause.
Zurück kamen sie bei Dunkelheit,
mit Knien, die Geschichten erzählen konnten.
Und sie haben es geschafft.
Wunden? Spucke, ein Blatt, weitergehen.
Schmerz?
„Ist noch dran? Dann passt das.“
Sie aßen Brot mit Zucker.
Tranken Wasser aus dem Schlauch.
Ihr Immunsystem lacht über moderne Probiotika.
Allergien waren kein Thema —
entweder gab es sie nicht, oder man schwieg darüber.
Sie wissen, wie man alles sauber bekommt:
Gras, Öl, Tinte, Blut, Schlamm.
Denn nach Hause kam man ordentlich. Punkt.
Sie haben Technik nicht gelernt —
sie haben sie kommen sehen:
Radio,
schwarz-weißes Fernsehen,
Vinyl,
Kassette,
CD —
und heute Musik in der Hosentasche.
Trotzdem fehlt ihnen das Knistern der Kassette
und der Bleistift zum Zurückspulen.
Mit dem Führerschein fuhren sie los.
Quer durchs Land.
Ohne Navi.
Ohne Klima.
Ohne Reservierung.
Nur Karte,
Brote mit Ei
und Vertrauen in den Weg.
Und sie kamen an.
Das ist die letzte Generation ohne Internet-Gedächtnis.
Ohne Akku-Panik.
Mit Festnetz, Rezeptheften
und Geburtstagen ohne Erinnerung.
Und wenn man sie vergaß —
dann war das eben so.
Sie können:
– fast alles mit Klebeband und Zange reparieren,
– einen Sender schauen und zufrieden sein,
– wissen, dass „blättern“ früher ein Buch war,
– und glauben: Wer nicht rangeht, lebt noch.
Sie sind anders.
Mit innerer Rüstung.
Mit Nerven aus Mangelzeiten.
Mit Reflexen, geschärft vom Leben.
Die letzten Alltagsninjas.
Also:
Lasst Menschen über sechzig in Ruhe.
Sie haben mehr gesehen.
Tiefer gelebt.
Und tragen vermutlich eine Pfefferminzbonbon bei sich,
älter als dein Smartphone.
Heute im Gespräch im Trainingscenter.
Thema: Behörde.
Die Frage kam so nebenbei, fast harmlos: „Warum haben Sie eigentlich nicht auch noch die Lehre als Diätkoch gemacht?“
Ich musste kurz lachen.
Dieses trockene, innere Lachen.
Nicht aus Arroganz.
Aus Müdigkeit.
In der heutigen Zeit, in der gefühlt jeder zehnte Gast irgendetwas hat –
Allergene, Unverträglichkeiten, Überzeugungen, Trends –
habe ich mich zuhause, gratis, in meiner Freizeit weitergebildet.
Nicht aus Idealismus.
Sondern weil der Laden sonst brennt.
Tisch 12:
einmal glutenfrei, einmal ohne Salz.
Tisch 30:
keine hochverarbeiteten Lebensmittel, bitte.
Tisch 22:
vegan.
Aber Geburtstag steht an.
Also bitte Aquafaba –
Saft von Kichererbsen aus der Dose –
zu „Eischnee“ schlagen, damit die Torte nicht traurig aussieht.
Und natürlich:
Jedes Gericht, das den Pass verlässt,
jede Komponente, jede Garnitur –
ich musste alle Allergene kennen.
Im Kopf.
Ohne Zettel.
Ohne App.
Ohne Ausrede.
Die Weiterbildung zum Diätkoch?
Ja.
Wäre schön gewesen.
Ein zusätzliches Diplom.
Ein Titel mehr.
Ein bisschen Papier.
Heute würde es mir nichts bringen.
Der Lebenslauf wäre eine Zeile länger.
Das Zeugnisdossier ein Blatt dicker.
Die Arbeit?
Habe ich längst gemacht.
Ohne Stempel.
Ohne Anerkennung.
Aber mit Verantwortung.
Und die kann man nicht laminieren.