Am Freitag nach Krakau aufgebrochen. Anstrengende Fahrt in stickigem Bus und Zug. Quartier mitten in der Altstadt bezogen und am Nachmittag und Abend die Stadt erkundet. Spaßige Bekanntschaften mit Krakauern und schmackhaftes Abschlussessen in Tatra-Traditionslokal. Cześć Polska!
Zeitiger Start am Donnerstag. Paddel gefasst, rein ins Boot und hinunter geht’s den Dunajec auf der Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Mit Teamwork vorbei an bis zu 700 m aufragenden Felswänden. Größter Spaß: Die Wettrennen mit einem nur mit Mädchen besetzten Schlauchboot.
Am Dienstag Burg Niedzica besucht. Tolle Aussicht von den Burgterrassen über den gesamten See und bis zur Tatra. Nach dem Faulenzertag überschüssige Energie an den Fitnessgeräten auf dem Dorfplatz von Frydman rausgelassen. Vorfreude auf‘s feuchtfröhliche Abenteuer am Donnerstag.
Am Dienstag die Klamotten durchgewaschen und ausgiebig im Fluss Bialka gebadet. Faulenzertag bei bestem Sommerwetter. Am Nachmittag die Tiegel überm Trangia-Kocher geschwungen und leckere Nalesniki mit Obstfüllung gebacken. Pläne für den Rest der Fahrtenwoche geschmiedet.
Suchen am Montag nach einem Zeltplatz für ein paar Tage am See und ziehen dafür um den halben, kilometerlangen Stausee. Am Anfang des Sees entdecken wir einen Campingplatz zwischen Schatten spendenden Bäumen. Das Beste: der Gebirgsfluss nebenan mit natürlicher „Wildwasserrutsche“
Am Sonntag zum Jezioro Czorstynskie abgestiegen. Das Wetter hält. Sonne und Hitze. Lassen die Touristenmassen um die Burg Niedzica schnell hinter uns und ziehen auf eine Halbinsel. Dort: der erfrischende Sprung ins Wasser. In der Nacht Gewitter. Doch wir sind gut vorbereitet.
Ziehen im Abendkreis am Samstag Bilanz der ersten Fahrtenwoche und sammeln Wünsche für die zweite: Klamotten reinigen, Schweiß und Dreck von der Haut waschen - am liebsten beim Baden im See - das sind die meistgenannten. Und: dass das Wetter sonnig bleibt.
Großer Elan bei der Fahrtengruppe. Wollen am Nachmittag gleich Richtung Stausee absteigen. Knapp über den ersten Orten am See Nachtquartier auf einer Waldwiese mit grandiosem Ausblick bezogen. Ein neugieriger Fuchs schaut vorbei. Schlafen unter freiem Himmel bei stürmischem Wind.
Am Sonnabend ins Pininengebirge aufgestiegen. Strahlender Sonnenschein. Rucksäcke mit neuem Proviant lasten schwer auf den Schultern. Auf glitschigen Wegen über 500 Hm bis zu den Trzy Korony hochgekämpft. Dort warten rund 120 Leute auf Einlass zur Aussicht. Wir ziehen weiter.
Sehr verregneter Freitag. Aber weniger dramatisch als die Warnung vermuten ließ. Dennoch viele nasse Klamotten. Den Tag in Kroscienko verbracht. Stimmungsaufheller: Proviant nachgekauft. Am Abend endlich wieder etwas Sonne. Sehr leckeres Abendessen in der Stadt schmecken lassen.
Glücklich und noch trocken Kroscienko nad Dunajcem erreicht. Auf dem Weg hierher wieder zwei SMS: Warnung vor Starkregen, Sturm, Gefahr von Überflutungen. Dauerregen hat schon eingesetzt. Werden bis morgen im Ort bleiben, die Wetterlage beobachten und es uns gut gehen lassen.
Am Morgen wieder Regen. Der Platzwirtin am Luban den Feuerholz-Vorrat wieder gefüllt. Mit heißem Tee, Kaffee und Palatschinken belohnt. Am Mittag durch die Wolken fast 800 Hm ins Tal hinabgestiegen. Dichtes Weiß um uns. Glitschige Schlammpiste. Schmerzende Knie.
Heute über steile, steinige Pfade auf den Luban gekraxelt. Schweißtreibend. Doch die Sicht vom Aussichtsturm auf dem Gipfel: Bombastisch. Im Camp unterhalb des Gipfels die Zelte aufgeschlagen. Outdoor-Dusche genossen. Und jetzt: Singerunde mit Slowenen bei prasselndem Regen.
Wieder vor toller Kulisse Quartier bezogen. Vom Lagerplatz weite Sicht ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge. Bis in die Nacht am Feuer gesungen und Blitze des Gewitters in der Ferne beobachtet. Am frühen Morgen auch über uns wieder Regen.
Heute bislang der sonnigste Tag. Ab- und Aufstiege sind steil und rutschig. Eine Herausforderung auf den Beinen zu bleiben. Entschädigung: reich bestückte Himbeersträucher links und rechts des Weges. Teil der Gruppe steigt ins Tal um Proviant nachzukaufen.
Am Abend vor herrlichem Bergpanorama die Kohten aufgestellt. Die Wiese ringsum voller Blaubeeren. Super Vorspeise zum Abendessen. Kräftiger Regenguss trieb uns ins Zelt, an die Kocher. Auf der Speisekarte: Zucchini-Curry mit Cashews, Gespenstersuppe, Nudeln mit Tomatensoße.
Nach einer sehr regnerischen Nacht in den Zelten am Bergkamm am Montag erst spät losgekommen. Bei zeitweisem Sonnenschein auf den höchsten Gipfel im Gorce-Nationalpark gestiegen, den Turbacz. Die Wege eine Schlammpiste mit tiefen Pfützen. Doch tolle Aussicht vom Gipfel.
Kaum unterwegs setzt Regen ein. Hüllen über die Rucksäcke, Ponchos über die Köpfe und weiter geht’s. Die Stimmung ist gut, der Weg abwechslungsreich, die Aussichten beeindruckend. Dann eine SMS des Katastrophenschutzes: Warnung vor Sturm und Starkregen. Wir sitzen den Regen aus.
Auf geht‘s. Wir haben große Lust auf dem Beskiden-Hauptweg in die Berge zu steigen und in die Tatra hinüberzuschauen. Ein paar Tage durch den Gorce-Nationalpark liegen vor uns.
Vorbei am gepflegten Kurpark in die Berge gestiegen. Mit teils um die 25 Kilo auf dem Rücken erstmal in den Tritt finden. Über den Lichtern der Stadt die Schlafsäcke entrollt und unterm sternenklaren Himmel eingeschlafen. Über Nacht zog der Himmel zu. Dramatische Morgenstimmung.