Ausländer gehen mit dem Gegröle von #Sylt deutlich entspannter um als linke Schuldkröten.
Warum sind Linke solche Schuldkröten? Die Erklärung liefert Pierre Bourdieu. Er beschrieb jede Form alltäglicher Lebenskultur als Streben nach Unterscheidung (,,Distinktion’’). Opernbesuche, Kleidung, Literaturvorlieben, Musikgeschmack, Urlaubsziele: Immer geht es um Prestigegewinn, um den Erwerb kulturellen Kapitals. Und dieses Kapital lässt sich in Macht, Posten und Geld ummünzen.
Bourdieu schrieb über diese Distinktionsbedürfnisse im Jahre 1979, als die Gesellschaft noch wesentlich homogener war als heute. Zu der Zeit ging es, wie man an den genannten Beispielen unschwer erkennen kann, vor allem um bürgerliche „Distinktionsgewinne“.
Über 40 Jahre später ist die Gesellschaft wesentlich heterogener und multikultureller geworden. Und der kulturhegemonialen Linksverschiebung folgte eine Neufokussierung der kulturellen Linken: Nicht mehr soziale und ökonomische Fragen standen im Vordergrund, sondern identitätspolitische.
Die kulturelle Linke gab den Arbeiter auf. Ihr neues Interesse galt sexuellen, geschlechtlichen und ethnischen Minderheiten (#LGBTIQ und #PoC etc.). Das hat sich bis heute nicht verändert.
Für das hart umkämpfte Schlachtfeld der Kultur blieben diese Entwicklungen nicht ohne Folgen. Mittlerweile geht es weniger um bürgerliche und mehr um ethnische ,,Distinktionsgewinne’’ – freilich nur im Westen, denn wir sind, bedingt durch Weltoffenheit, Idealisierung von Fremdkulturen und normopathisch-moralische Selbstgeißelung als Folge unseres historischen Erbes, wie Egon Flaig anmerkt, in unserem Schulduniversum weltweit allein.
Heute verzeichnet derjenige ,,Distinktionsgewinne’’, der als Weißer #BlackLivesMatter stammelt, Migrantengewalt bagatellisiert, sich über grölende Wohlstandsbesoffskis auf Sylt echauffiert und George Floyd zum Heiligen (v)erklärt, denn schließlich gilt es Angehörigen von Minderheiten den Status sakraler Objekte zu verleihen, an deren gesellschaftlicher Anerkennung der Fortschritt kultureller und psychosozialer Läuterung von Bevölkerungsmehrheiten abgelesen werden soll. Und als geläutert gilt dabei nur die vom weißen Westen erfundene Spezies der Schuldkröte.
Es schwingt im linksdominierten Diskurs immer ein gewaltiger Hauch von Kollektivschuld mit, die, anders als die Erbsünde, Menschen im Sinne einer geteilten conditio humana nicht verbindet, sondern trennt oder gar gegeneinander aufbringt. Das Ergebnis sind seriell erzeugte Schuldmonaden. Kollektivschuldthesen funktionieren daher als ein ideales divide et impera, solange sich das betroffene Kollektiv sie sich mehrheitlich zu eigen macht.
Das führt zu einem politischen Korrektheitswettbewerb, indem man sich als bester Weißer und/oder Deutscher behaupten möchte, um so doch noch von der Seite der Beschuldigten auf die der Beschuldiger wechseln zu können, die im Übrigen durch die Übernahme einer Kollektivschuld erst auf den Plan gerufen werden. Auf diese Weise profitiert ein politischer Gegner, der sich um diese Konstellation herum erst gebildet hat. Auf dem fruchtbaren Misthaufen einer behaupteten „weißen“ oder „deutschen“ Schuld gedeihen Interessengruppen, die ohne dieses Konzept nie auf die Idee gekommen wären, sich zusammenzuschließen.
Black Lives Matter ist eines von vielen Beispielen hierfür. Und die politische Linke, die die Kulturhegemonie auf ihrer Seite weiß, spielt sich mit Organisationen wie Black Lives Matter die Bälle zu. Der ethnische Distinktionsgewinn wird so zum politischen Geländegewinn für Beschuldiger und Schuldkröten.
Das regt natürlich auch andere Minderheitengruppen, die sich als marginalisiert erachten, an, Ansprüche zu stellen, die selten ausgeschlagen werden.
Es geht in diesem Spiel immer um Opfermaximierung auf der einen, und um Schuldmaximierung auf der anderen Seite. Die alte Leier, die sich bald ausleiert und rechte Distinktionsbedürfnisse nach Beendigung dieses ethno- und nationalmasochistischen Wahnsinns weckt.
@IMSARadio watching you while playing Assetto Corsa Competizione i hope Daytona is on there sometimes SUCH A GREAT TRACK also i hope there will be a time when Toyota and Lamborghini are in the Rolex24 Greetings from Austria 😁