Ein kleiner (fiktiver?) Blick in die Zukunft:
Es ist 7:05 Uhr
Der kühle Herbstwind streicht langsam durch die Äste einer alten Eiche. Die spärliche Beleuchtung einer Straßenlaterne, zeichnet abstrakte Schatten der wartenden Menschen an die Hauswand der kleinen Hausarztpraxis. Manche stehen dort schon seit zwei Stunden oder länger und sind aufgrund des hohen Fiebers in Decken gehüllt.
"Mama, wie lange dauert es noch?" fragt ein kleines Mädchen nun schon zum wiederholten Mal ihre Mutter.
"Gleich ist es soweit Schatz, du weißt doch..."
*Lautes und bellendes Husten unterbricht sie in ihrer Antwort.
Nach einem kurzen Moment in der ihr kurz schwarz vor Augen wurde, findet sie ihre Stimme wieder
"...ich brauche diese Krankmeldung, sonst verliert ich meinen Job"
Dann Kind nickt langsam und zuckt plötzlich zusammen, als sich eine andere Person in der Warteschlange, hinter ihnen auf den Gehweg erbricht.
Am Ende der Straße erscheinen die Scheinwerfer eines Autos und bringen für einen Moment etwas mehr Licht in die Szenerie.
Es sind nun so viele Menschen geworden, dass die Warteschlange nun bis um die Ecke der Hausarztpraxis reicht.
Menschen die sich den Bauch halten.
Menschen die schwitzen und gleichzeitig zittern.
Menschen mit FFP2 Masken.
Menschen die sich augenscheinlich aus ihren Betten gequält haben, um ihrem Arbeitgeber die "Krankmeldung am ersten Tag" zu bringen.
Das Auto parkt am Straßenrand und eine Frau steigt aus. Sie hält kurz inne und betrachtet die Menschen die dort ausharren.
Sie greift in ihre Handtasche, holt einen Schlüsselbund heraus und eine kleine Sprühdose.
Jetzt wird den Wartenden klar, dass sie zum Praxispersonal gehört. Ein aufatmen ist vereinzelt zu hören.
Die Frau geht über die Straße, in ihrem Blick spiegelt sich Angst ab.
"Ich weiß Sie warten hier schon sehr lange," beginnt sie "aber der Herr Doktor ist erst gegen 9:00 Uhr in der Praxis, weil er heute Nacht einen Notfall hatte und..." weiter kommt sie nicht, denn schlagartig ändert sich die Stimmung von erwartungsvoll, in Unmut.
Einige rufen etwas wie "ICH WARTE HIER SEIT STUNDEN, ICH BRAUCHE DIESE KRANKMELDUNG!" oder "ICH KANN NICHT MEHR!"
Die Frau hält die kleine Sprühdose nach oben und die vordersten Leute erkennen das Pfefferspray in ihrer Hand.
"Ich will das hier nicht wieder einsetzen müssen! Ich würde Ihnen allen gern helfen, aber Sie müssen sich gedulden!"
Die Menschen am vorderen Teil der Warteschlange beruhigen sich wieder, während am hinteren Teil einige zu Boden sinken, weil sie einfach nicht mehr stehen können.
Die Frau schließt die Praxistür auf, geht in den Flur der zur Rezeption führt, atmet kurz durch und sagt zu sich selbst:
"Danke Herr Merz, vielen lieben Dank für diese Zustände...Das war wirklich eine tolle Idee gewesen den Leuten Angst zu machen, dass sie rausgeschmissen werden, wenn nicht bereits am ersten Tag der Krankheit eine Krankmeldung vorliegt. Und zusätzlich dazu, stecken sich diese Menschen gerade alle gegenseitig mit allen Krankheiten an! Ganz toll gemacht!"
Die Worte hallen in ihrem Kopf nach...seltsam...muss wohl am Stress liegen...
Sie betätigen den Lichtschalter an der Rezeption und startet die PCs.
"Dann wollen wir mal..."
Ende (?)
-----------------------
Diese Story ist natürlich rein fiktiver und überspitzter Natur.
Aber sie soll verdeutlichen, dass unserer Bundesregierung nicht weiter denkt, als ihr eigener Horizont reicht.
Das Problem ist nicht der Krankenstand - Das Problem ist, dass die Menschen zu schlecht bezahlt werden, ausgenutzt werden, überfordert werden und schließlich ausbrennen.
Dazu kommen natürlich noch Misswirtschaft in die eigenen Taschen von großen Unternehmen.
Der "einfache Arbeiter" ist heutzutage nichts mehr wert, es zählt nur noch Profit, Profit, Profit!
Doch irgendwann fällt das Kartenhaus zusammen, es ist nur eine Frage der Zeit...
Danke fürs Lesen
Euer Maxi 🔧
The world's most surreal trains and beautiful train rides 🧵
1. The Mauritanian iron ore train, renowned as one of the planet's longest and heaviest, stretches up to 3 km, travels about 704 km, and has 200-300 carriages, each weighing up to 84 tons.
Der Falschparker - ein Thread
Ihr erinnert euch, letzte Woche wurde an 3 Tagen ein fremdes Auto dermaßen in unserer Einfahrt geparkt, dass mein Bruder mit dem Rolli nicht vorbei passte. Grundsätzlich schon ärgerlich, aber es geschah immer in dem Zeitraum, in dem mein Bruder