Wieder einmal ist es Robert Fico, der ausspricht, was in der EU jeder weiß: „Die Russen werden die Amerikaner zu Marktpreisen mit Gas und Öl beliefern. Und die Amerikaner werden es dann mit einem enormen Profitaufschlag an uns verkaufen. Kann es wirklich sein, dass wir so blöd sind?"
Nach fast 12 Jahren in Brüssel kann ich nur sagen: Klares JA!
FT exclusive: Russia is planning to halt the flow of Kazakh oil to Germany, threatening a refinery that supplies 90% of the petrol, kerosene and heating fuel to the German capital, its airport and surrounding region https://t.co/TpxuZiNgJu
„Germany Is Reinventing Itself as a Weapons Factory“ titelt das Wall Street Journal: Während die Automobil- & Schwerindustrie ins Straucheln gerät, lenkt Berlin Fabriken, Arbeiter & Kapital auf die Wiederbewaffnung Europas.
Deutschland, Motor der europäischen Fertigungsindustrie, steckt in seiner längsten Stagnationsphase seit dem II. Weltkrieg. Merz`Antwort: Er will aus Deutschland eine gigantische, bummsgefährliche Waffenfabrik machen. Schon wieder? Haben Sie das bei ihm bestellt? Wir auch nicht, Smiley.
DEUTSCHLAND? WAFFEN?? KRIEG???
Wir sagen mal so: Was könnte dabei schon schiefgehen????
Was soll denn do scho schiefganga?
Co tu może pójść nie tak?!
What could possibly go wrong?!
Qu'est-ce qui pourrait bien mal tourner ?!
Hvad kunne der dog gå galt?!
Hva kan vel gå galt?!
Wat zou er nou mis kunnen gaan?!
Wat kéint schonn falsch goen?!
Шта би могло поћи по злу?!
Τι θα μπορούσε να πάει στραβά;
Что тут может пойти не так?!
(In der Reihenfolge ihres Auftretens in WK II)
Nicht unser Krieg?!
Sie sehen hier nicht nur, dass Europa, wenn es denn nur wollte, den US-Angriffskrieg gegen den Iran aufhalten (oder zumindest erheblich erschweren) könnte, sondern auch einen sicher nicht neuen Trend, der allerdings selten mit dieser Dreistigkeit - und der totalen Komplizenschaft der Medien - durchgeführt wurde:
Sie erleben die absichtsvolle Entkoppelung des (politischen) Wortes von der (politischen) Tat, das systematische Auseinanderfallen von Deklamation und Handlung.
Mit anderen Worten: Sie werden nach Strich und Faden belogen.
Regierungschefs SAGEN dieser Tage, was auch immer dazu nötig ist, das heimische Publikum zu beschwichtigen. Was sie derweil aber TUN oder geschehen lassen oder durch Nichttun erst ERMÖGLICHEN, hat mit den zeitgleich abgesonderten Buchstabenfanfaren nicht das Geringste mehr zu tun.
Sie werden mit Gelaber abgelenkt. Und wenn Sie bemerken, was während des Gelabers tatsächlich geschehen ist und wie „in Ihrem Namen“ gehandelt wurde, ist es zu spät, (es noch aufzuhalten).
Dieser Tage gilt mehr denn je: Achten Sie nicht darauf, was ein Akteur SAGT, sondern darauf, was er TUT.
Das gilt für das Trump, Netanjahu & MBS - und erst recht für Starmer, Macron, vonderLeyen & Merz, diese ungeschlagenen Publikumslieblinge der prinzipienfesten Prinzipienfestung EU.
JPMorgan schätzt, dass Deutschland 2024, hätte es Kernkraft nicht stillgelegt, 50 % weniger Strom aus fossilen Brennstoffen,84 % weniger Strom aus Erdgas erzeugt hätte. Strompreise in Deutschland wären rund 25 % tiefer gewesen und wir hätten halb so viel Strom importiert.
Good Morning from Germany, which faces a major competitive disadvantage in Europe. Since 2024, energy prices here have been consistently higher than in other major EU countries. Tomorrow, electricity will cost €132 per megawatt hour – three times the price of Spain and 75% higher than in France.
Good Morning from Germany, which is losing influence on the global stage. Its share of world GDP has slipped to 4.3% and is projected to drop to 4% by the end of the decade. Germany’s presence in global markets is shrinking too – the market value of German stocks has once again fallen below 2% of total global market capitalization.
Es braut sich der perfekte Sturm über Deutschland zusammen. Doch anstatt alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das Land gegen diese zerstörerischen Kräfte zu wappnen, torkelt die Bundesregierung – Parolen grölend – unter dem Landfall erster heftiger Böen und mit zerzausten Haaren durch das Zeitgeschehen: wie eine Gruppe besoffener Halbstarker nach einem feuchtfröhlichen Abend im Kegelklub, die Stunk mit den Jungs von Gegenüber sucht, um sich von den Problemen zu Hause abzulenken.
Fassungslos wird man inzwischen tagtäglich Zeuge der schrillen Arroganz und krassen Unfähigkeit, die dieses Kabinett über das Land ausschüttet.
Das Sturmtief heißt Stagflation – volkswirtschaftlich das absolute Worst-Case-Szenario. Vereinfacht gesagt: Bei steigender Inflation stagniert oder schrumpft die Wirtschaftsleistung eines Landes, während eine sich immer schneller drehende Preis-Lohn-Spirale die Wettbewerbsfähigkeit zerstört und das Land in den Abgrund reißt.
Inflationäre Teuerung treibt Löhne in die Höhe, wodurch bereits unter massiven Umsatzeinbrüchen leidende Unternehmen weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Um gegenzusteuern, bleiben ihnen nur weitere Entlassungen – was den Binnenkonsum bremst und die Sozialstaatskosten explodieren lässt. Dem Staat, der nun durch gezielte Investitionen stabilisierend eingreifen müsste, fehlt durch einbrechen Steuereinnahmen schlicht das Geld. Und einfache geldpolitische Maßnahmen der Zentralbanken wirken wechselseitig destruktiv: Zinserhöhungen dämpfen die Inflation, befeuern aber die Rezession – und umgekehrt. Ein unheilvoller Teufelskreis.
Die Bundesrepublik erlebte bereits einmal eine solche stagflationäre Phase: Nach der Ölkrise 1973 galoppierte die Inflation auf über 7 Prozent, während die Wirtschaft in lang anhaltende Stagnation und Rezession glitt. Die Arbeitslosigkeit kletterte auf 10 Prozent – und es dauerte ein ganzes Jahrzehnt, bis substanzielles Wachstum zurückkehrte.
Die »Lösung« damals? Eine Kombination aus stark sinkenden Ölpreisen, einer extrem restriktiven Geldpolitik der Bundesbank (erst möglich durch den Zusammenbruch von Bretton-Woods) und einer verbesserten Weltwirtschaftslage, die vor allem die deutschen Exporte ankurbelte. Vereinfacht: Man musste durchhalten, bis die Rahmenbedingungen besser wurden. Dabei half ein solider Staatshaushalt mit lächerlich niedriger Schuldenquote, um die Folgen optimal abzufedern.
Nichts davon wird uns diesmal retten. Die deutsche Wirtschaftsleistung lahmt nun bereits das dritte Jahr in Folge. Wohlwollende Wirtschaftsorakel hoffen auf Stagnation in 2025 (sie faseln von »leichter Erholung«), doch wer die Katastrophenzahlen der Industrie – allen voran der Automobilbranche – und den jüngst von DATEV gemeldeten Umsatzeinbruch des Mittelstands realistisch betrachtet, weiß: Das ist nur das berühmte Pfeifen im Wald. Die deutsche Wirtschaft wird 2025 vermutlich weiter schrumpfen.
Während der Bundeskanzler in vernebelter Realitätswahrnehmung »Signale der Besserung« erkennen will, sehen Unternehmer schlicht schwarz. Rabenschwarz. Wer noch Reserven hat, verlagert Festigungen massenhaft ins Ausland; Stellenabbau in schwindelerregenden Höhen ist Tagesgeschäft. 2025 wird hart – die Folgejahre werden katastrophal.
Der Verlust der deutschen Wettbewerbsfähigkeit resultiert nicht allein aus politischen Fehlern – diese verstärken ihn zwar, doch ein Kernfaktor ist: Deutschland hat sein Alleinstellungsmerkmal verloren, als Produzent hochwertiger, innovativer und – dank schwachem Euro – günstiger Industriegüter. In Fernost fertigen Unternehmen nun gleichwertige Produkte zu besseren Konditionen mit exzellenten Ingenieuren (oft an US-Eliteunis ausgebildet), die ihre Firmen hungrig vorantreiben, ihre Portfolios mit herausragenden Dienstleistungen abrunden und mit erstklassigem Marketing platzieren. Selbstverständlich nicht selten gestützt von einzigartigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch Subventionen des chinesischen Staates.
Verschärfend kommt hinzu: Die Absatzkrise in China und die restriktive US-Zollpolitik treffen deutsche Exporte hart, während umgekehrt chinesische Firmen erfolgreich in den europäischen und deutschen Markt vordringen und einheimische Unternehmen auf die hinteren Plätze verweisen. Jahrelang hat die deutsche Wirtschaft Fertigung und Know-how renditeoptimiert nach China verlagert. Chinesische Joint-Venture-Partner lernten geduldig, uneitel und wissbegierig – nun folgen sie mit ihren expansiven Strategien genau jenen Mustern, die einst der deutschen Industrie zum Aufstieg verhalfen. Nur mit umgekehrten Vorzeichen und dank der schieren Größe Chinas mit einer solchen Wucht, dass hiesigen Unternehmen Hören und Sehen vergehen. Ähnlich in Indien – und weitere Schwellenländer werden folgen.
Die deutsche Wirtschaft kämpft längst in einem erbarmungslosen Wettbewerb, in dem sie unterzugehen droht. Will sie überleben, muss sie Gestehungskosten senken, Produktivität steigern – und vor allem zu alter Innovationskraft zurückfinden. Einen Preis-Kampf wird Deutschland gnadenlos verlieren.
Doch die Voraussetzungen sind katastrophal. Das Bildungssystem aus Schulen und Universitäten ist in einem verheerenden Zustand. Leistung tritt immer weiter in den Hintergrund. An Schulen fehlt es an allem: von Lehrern über Material bis hin zu funktionstüchtigen Toiletten. An Universitäten leisten wir uns Lehrstühle, bei denen Chinesen schenkelklopfend unter den Tisch rutschen.
Aus diesen Bildungsanstalten tritt dann eine junge Generation von TikTok-Narzissten in den Arbeitsmarkt, die so saturiert ist, so degeneriert, dass sie schon am ersten Arbeitstag ihres auf Work-Life-Balance optimierten Arbeitslebens mit 30-Stunden Woche und Gleitzeitkonto das erste Sabbatical plant, um in Ruhe die »Welt kennenzulernen«.
In den Konzernen selbst hat sich eine solch maßlose Bräsigkeit breitgemacht, grassiert eine so blasierte Dummheit in den auf Tantieme- und Prämienoptimierung dressierten Management-Etagen, dass diese oft mehr an volkseigene DDR-Betriebe erinnern als an schlagkräftige Teilnehmer freier Märkte.
Deutsche Unternehmen sitzen buchstäblich in der Scheiße!
Und die Antwort der Bundesregierung? Sie erdrosselt diese schwer angeschlagene Industrie mit klimaideologischer Energiepolitik, EU-Bürokratie aus der Hölle und explodierenden Sozialabgaben, die jedes Maß überschreiten. Und sie heizt die Inflation gnadenlos an: durch per Dekret verordnete und auf Dauer angelegte Verteuerung der Energie, durch brutale Verteuerung von Wohnraum dank Volksverdämmung und Wärmepumpenwahn, durch eine ausnahmslos alle Produktions- und Dienstleistungsprozesse verteuernde Regelwut und nicht zuletzt durch die zwangsläufige Verteuerung von Lohnnebenkosten, um die Exzesse des Sozialstaates und die Einhornprojekte dieses Landes weiter zu finanzieren.
Zum krönenden Abschluss fabulieren völlig enthemmte Kriegstreiber einen russischen Feind herbei – letztlich durchschaubar, allein um die bröckelnde europäische Wirtschaft durch Rüstung am Leben zu halten. Doch es ist eine ökonomische Binsenweisheit:
Rüstungsinvestitionen erzeugen kaum Multiplikatoren, konkurrieren mit traditionellen Branchen um Energie und Rohstoffe und schieben diese dabei über die Klippe. Sie dämpfen zwar kurzfristig die Rezession, aber heizen die Inflation noch weiter an – und opfern schulterzuckend die wirtschaftliche Basis dieses Landes.
Es ist alles ein einziger Wahnsinn!
Der chinesische Dissident @aiww Ai Weiwei wurde vom @DIEZEIT Magazin beauftragt einen Essay unter dem Motto „What I Wish I Had Known About Germany Earlier“ zu schreiben ✍🏼
Die Zeit lehnte die Veröffentlichung schließlich ab.
Hier ein Auszug - der ernüchterte Blick von Außen auf Deutschland:
„Hier, auf einer verlassenen Straße, halten die Menschen pflichtbewusst an einer roten Ampel an. Kein Auto weit und breit. Das, so dachte ich einmal, ist das Kennzeichen einer hoch entwickelten Gesellschaft.
(..)
Wenn die Mehrheit glaubt, in einer freien Gesellschaft zu leben, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht frei ist. Freiheit ist kein Geschenk; sie muss aus den Händen der Banalität und der stillen Komplizenschaft mit der Macht erkämpft werden.
Wenn Menschen spüren, dass Macht unangefochten ist, lenken sie ihre Energie auf belanglose Streitigkeiten um. Und diese Belanglosigkeiten reichen zusammen genommen aus, um die Grundlagen der Gerechtigkeit einer Gesellschaft zu untergraben.
Wenn öffentliche Ereignisse von großer Tragweite – wie die Sprengung der Nord Stream-Pipeline – sowohl von der Regierung als auch von den Medien mit Schweigen quittiert werden, wird dieses Schweigen selbst schrecklicher als jede Atombombe.“
Good Morning from #Germany, which is in industrial decline. Since 2019, 245,000 manufacturing jobs have disappeared. Steel production is down 12%, and car output has plunged from 6mln vehicles in 2017 to just 4 mln today. Germany’s small and mid-sized comps now find themselves caught between China and the US – squeezed by US tariffs, cheap Chinese imports, and soaring energy costs. https://t.co/w6oCf7Il74
Neue Schockzahlen!
FAZ: "In den vergangenen drei Jahren hat Deutschland 550.000 neue Arbeitsplätze geschaffen –
nun zeigt eine Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit, dass mehr als die Hälfte dieser Stellen nur für Bürokratie draufging, und dies auch in der Privatwirtschaft."
Klartext: Mehr als 50 % der Jobs haben die Aufgabe, Bürokratie abzuarbeiten und Regulierungen zu erfüllen.
Es geht nicht mehr darum, Dinge herzustellen, sondern nur noch darum, den Abschwung zu verwalten.
Good Morning from Germany, where the era of cheap food is over. Since the start of 2020, supermarket prices have surged 37% — far more than in most other major Eurozone economies.
Two lost decades. Grotesque overregulation, bureaucracy, lack of innovation, and left redistribution ideology have their price. Europe is on its way to become open-air museum. More debt in Germany won’t solve anything, it’s mindset driven structural decline.
Die Hans-Böckler-Stiftung hat ausgerechnet:
Arbeit lohnt sich. Wer in München-Land arbeitet, hat 379 Euro mehr als ein Bürgergeldempfänger.
Dafür sind 165 Arbeitsstunden nötig. Pro Stunde ein Plus von 2,29 Euro. Nach Kosten (Fahrtkosten, Kleidung etc.) wird es noch weniger.