Das Bild war nicht so schief. Es ist eben etwas komplex. Viel bezieht sich auf die etwas abstrusen Diskussionen, die neulich auch auf X geführt wurden, Christian Schwarz-Schilling sei grundsätzlich an allem schuld, weil er den Glasfaserausbau ab 1983 verhindert habe, sonst wären wir schon viel weiter und hätten alle die Glasfaser . Und überhaupt, außerdem, und sowieso.
Da lohnt sich ein Blick in die Zeit um 1983: Es gab einen Feldversuch, BIGFON, in dessen Rahmen die Telekommunikationsausrüster Technik entwickelten und vorstellten, mit der man durchaus über Glasfaser telephonieren, fernsehen und radiohören sowie Datendienste betreiben konnte. Die PKI hat dem aktuellen Entwicklungsstand ein ganzes Sonderheft ihrer Technischen Mitteilungen 1984 gewidmet.
Was daraus klar wird: Für das unmittelbar vorgegebene Ziel, mehr Fernseh- und Radioprogramme in die Haushalte zu bringen, war die Technik kaum brauchbar. Es hätte in jedem Haus aktive Technik eingebaut werden müssen, um Telekommunikations- und Mediendienste zu verwirklichen. In großen Wohnanlagen oder in lokalen Kabelnetzen hätte man dies wohl tun können, die Wohneinheiten und die Verbraucher aber auf der letzten Meile dann doch wieder über Koax-Kabelnetze versorgen müssen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser war die Technik unbrauchbar.
Allein nur zum Telephonieren hätten Teilnehmer einen Glasfaseranschluß mit Stromanschluß gebraucht. Das Bild zeigt ein solches Ensemble mit Glasfaser-"Modem" und Tastentelephon. Es gibt auch noch ältere Bilder mit Glasfaser-Anschluß und Wählscheibentelephon.
Für die Teilnehmer wäre es schon nicht akzeptabel gewesen, ein normales Telephon mit Stromanschluß zu betreiben. Für die Post war das erst recht inakzeptabel. Zu dieser Zeit mußten die einfachen Hauptanschlüsse und alle sog. Vorfeldeinrichtungen (Umschalter für Zweieranschlüsse, Wählsternschalter, an denen sich bis zu 120 Teilnehmer bis zu 18 Leitungen zur Vermittlungsstelle teilten, Trägerfrequenzgeräte, mit denen zwei oder mehr Teilnehmer über dieselbe Anschlußleitung störungsfrei gleichzeitig telephonieren konnten usw.) aus der Vermittlungsstelle gespeist werden. Hatte ein Teilnehmer z.B. ein schnurloses Telephon oder eine kleine Telephonanlage, war sie immer so geschaltet, daß bei Stromausfall ein Apparat betriebsbreit blieb.
In dem Artikel "Trägerfrequente Mehrfachausnutzung von Ortsanschlußleitungen" im Journal für das elektrische Fernmeldewesen 1972, S. 378 ff. werden z.B. in- und ausländische Systeme untersucht. Die Systeme, die eine ständige Stromversorgung beim Teilnehmer brauchen, werden sofort verworfen. Wenige Systeme mit Akku, der bei ruhender Leitung von der Vermittlungsstelle aus geladen werden kann, könnten unter erheblichen Bedenken zugelassen werden. Eingesetzt wurden sie nicht. Und nun sollte sogar für jeden Hauptanschluß ein Netzteil beim Teilnehmer nötig sein? Kaum vorstellbar.
In Unternehmen hätte sich übrigens auch das Problem gestellt. Selbst die allergrößten Nebenstellenanlagen an analogen Anschlüssen waren so geschaltet, daß bei Netzausfall ein bestimmter Apparat betriebsbereit blieb. Auch das wäre nicht möglich gewesen. Das setzte sich bis ins ISDN fort - auch hier war der Anschluß in der Lage, einen Apparat fernzuspeisen, um den Notbetrieb sicherzustellen. Erst mit den NGN-Anschlüssen kam das aus der Mode.
Und da waren wir nur beim Telephon.
Fernsehen und Radio benötigten wieder eigene Umsetzer. Kabelanschlüsse dagegen waren bereits seit den 1920er Jahren bekannt und in Betrieb (als Drahtfunk, zum Fernsehdrahtfunk kam es kriegsbedint nicht mehr). Diese Technik war vorhanden und brauchte, wenn überhaupt, einen Verstärker beim Teilnehmer, oft aber nicht einmal das. Die erste Regelanlage neuer Bauart, die sogar bereits rückkanalfähig war (!), hat TEKADE 1974 in Nürnberg in Betrieb genommen, nachdem die Häuser rund um die neue Bundesanstalt für Arbeit praktisch keinen Radio- und Fernsehempfang mehr hatte.
Schwarz-Schilling hat die nachvollziehbare Entscheidung getroffen, für das Medienangebot zunächst keine Glasfaser zum Teilnehmer zu legen. Erst mußte das Netz ertüchtigt werden - aber was heißt ertüchtigt? Als die erste Glasfaserstrecke im öffentlichen Netz im Regelbetrieb 1982 zwischen Nürnberg und Schwabach in Betrieb ging, übertrug sie pro Faser 34 MBit/s. Kupferbasierte PCM-Systeme konnten 144 MBit/s und mehr.
Aber selbst ein großflächiger Glasfaserausbau kann eine Falle sein. Im Beitrittsgebiet wurden in großem Umfang OPAL-Anschlüsse (OPtische AnschlußLeitung) gebaut - die dann für den Internetzugang auf 64 und 128 kBit/s begrenzt waren, weil die Entwicklung für höhere Datenraten und "always on" wie bei DSL nicht weiterverfolgt wurde. So konnten diese supermodernen Anschlüsse am Ende weniger als die Kupferdoppelader.
Nein, erst mußte die Technik entlang aller Netzebenen so weit sein. Das ist nun seit Jahren der Fall, und doch wurde darauf gesetzt, noch und noch mehr aus der Kupferader herauszuquetschen, mit ADSL, dann mit VDSL und mit Vectoring. Alles brachte nur wenig Zeit - und jetzt müssen wir wirklich schnellstens die Glasfaser haben. Andere Länder haben das früher erkannt und umgesetzt - aber halt eben auch nicht in den 1980er Jahren, wie es bisweilen gern insinuiert wird.
Ein weiterer Frustpunkt ist der Netzausbau als solcher. 1989 wurden die letzten Fernmeldehandwerkerlehrlinge bei der Post freigesprochen. Seither hat man diese Handwerker, die von Linienbau bis Sprechstellenbau alles beherrschten nicht mehr neu ausgebildet.
In der guten alten Zeit hätte die Post für ein Wohngebiet wie meines einen Trupp für den Linienbau (Vermittlungsstelle bis zum zentralen Kabelverzweiger un Wohngebit) und einen Trupp für den Sprechstellenbau (Kabelverzweiger bis zum Teilnehmer) eingesetzt und mit insgesamt ca. 20-25 Fernmeldehandwerkern die komplette Maßnahme in ca. 6-7 Wochen abgeschlossen. Die Fernmeldehandwerker mit ihren riesigen Leitern auf den kleinen gelben Golf-LKW gibt es nicht mehr. Auftragnehmer erledigen jetzt diese Arbeit, und ich mußte auf mein FTTH annähernd drei Jahre warten. Meinen allerersten Doppelanschluß 1989 bekam ich einschließlich neuer Leitung vom Endverzweiger unten am Haus zur Wohnung im 1. Stock in fünf Werktagen. Auf ISDN mußte ich dann schon 18 Monate warten.
Sonstige ordnungspolitische Fragen, wie etwa, ob es sinnvoll sein kann, das eigentliche Netz durch eine Infrastrukturgesellschaft bauen zu lassen und die Anbieter dann die Infrastruktur zur Grundlage ihrer Angebote machen zu lassen, sind da noch nicht einmal erörtert.
Will sagen: Ja, Glasfaser bitte am besten gestern, hat auch zu lang gedauert, aber nicht um soviel zu lang, wie manchmal behauptet wird.
Falls Sie sich einlesen wollen, kann ich Ihnen gern sehr viel (historische) Literatur zur Verfügung stellen.
Britain had a moment of silence for George Floyd. Our politicians kneeled en masse to show their outrage at his killing. "I can't breathe" became a slogan.
George Floyd died on the other side of the world. He wasn't British.
Henry Nowak *was* British and his treatment by the police was shocking and negligent in the extreme. Yet there is no minute of silence. There is no coordinated public campaign. There is no kneeling at sporting events.
And we all know why.
During the summer of BLM, some people said "All Lives Matter". This was treated as the highest form of racism and anyone who said this was immediately cancelled. Why? Because the people in charge don't actually think all lives matter in the same way.
They have created a racial hierarchy of victimhood where a career criminal who died through mistreatment by police in a foreign country with 0 evidence of racism like George Floyd is automatically sanctified because of the colour of his skin.
And Henry Nowak, a British man, one of ours, is automatically dismissed and ignored because of the colour of his.
This is the ugly fruit of so-called "anti-racism", an obsession with race that has created a two-tier society which treats people differently because of the colour of their skin.
This needs to stop.
Mit seiner 🇩🇪 Amtskollegin Alabali Radovan reist 🇳🇴 Entwicklungsmin. @AsmundAukrust in den #Libanon: „Gemeinsam mit meiner deutschen Kollegin möchte ich heute ein klares Signal der Solidarität & Unterstützung senden.“ PM auf 🇩🇪: https://t.co/VlKyc8xds6
@NorwayMFA@BMZ_Bund
Liebe Frau Strack-Zimmermann,
unzählige Menschen haben das Recht, zu sagen, dass der Kaiser nackt ist, erkämpft. Wir nannten es einmal Aufklärung. Und es war ein zivilisatorischer Fortschritt.
Sie und viele andere Menschen in Machtpositionen, einige habe ich oben erwähnt, wollen das rückabwickeln. Beziehungsweise haben es durch die normative Kraft des Faktischen getan.
Und ich halte das für bedenklich und gefährlich.
Jede Hausdurchsuchung wegen "Schwachkopf" oder "1 Pimmel", jeder Strafbefehl wegen "Flintenweib" oder "Lackaffe", entfremdet Menschen von der Gesellschaft, in der sie leben.
Jeder Vorfall dieser Art nährt berechtigterweise Zweifel am Rechtstaat und seinen Institutionen, an der Demokratie, an der Meinungsfreiheit.
Jeder Vorfall dieser Art drängt Menschen zu extremistischen Parteien oder Ideen.
Das ist auch die Konsequenz Ihrer Entscheidungen.
Inzwischen sind sich Menschen und Medien recht einig darin, dass diese staatlichen Repressions-Exzesse wegen Banalitäten falsch sind.
Ich finde Sie als Mensch nach wie vor sympathisch.
Aber als Person mit finanzieller und politischer Macht halte ich Ihr Handeln gesellschaftlich und inhaltlich für fatal.
Liebe Grüße,
Ihr Frédéric Schwilden
Das bezweifle ich. Grundstücke waren etwa in den meisten Fällen billig zu haben, weil der Staat den Bau eines Hauses als zentralen Baustein verstand, um gerade die Flüchtlinge aus den Ostgebieten zu integrieren. Dazu kam die Eigenheimzulage, die erst 2006 abgeschafft worden ist. Die Begründung war übrigens der demographische Wandel mit einem sinkenden Bedarf an neuen Wohnungen. Das beruhte u.a. auf den Projektionen zur Bevölkerungsentwicklung des statistischen Bundesamtes. Die waren auch valide, konnten aber die politische Dynamik nicht vorhersehen, die das veränderten.
Nachdem sie erfahren hatte, dass die NS-Konzentrationslager von der Sowjetunion als "Speziallager" weitergenutzt werden, beginnt Edeltraud Eckert in der kommunistischen Diktatur, die sich selbst "Demokratische Republik" nennt, aus Protest Flugblätter zu verteilen. Am 10. Mai 1950 wird sie in Potsdam festgenommen und im Alter von 20 Jahren zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. In der Haft schreibt sie Gedichte. Im Herbst 1953 wird ihr bei einem ersten Arbeitsunfall ein Finger schwer gequetscht, kurz darauf wird Tuberkulose bei ihr diagnostiziert. Nachdem sie ins DDR-Frauengefängnis Hoheneck verlegt wurde, arbeitet sie dort als Mechanikerin in der Gefängnisschneiderei. Am 24. Januar 1955 geschieht ihr der zweite Arbeitsunfall ihrer Zwangsarbeitshaft: Ihre Haare verfangen sich in einer Maschine, ihr wird die Kopfhaut abgerissen, Edeltraud Eckert wird skalpiert.
Eine fachgerechte Behandlung beginnt erst Tage später, während der sie sich über die Wunde eine Infektionen mit Wundstarrkrampf zuzieht. Ihre Haft, die 25 Jahre dauern sollte, ist bereits nach fünf Jahren zu Ende, denn Edeltraud Eckert stirbt am 18. April 1955 im Alter von 25 Jahren. Ihr Leichnam wird eingeäschert und in einem Massengrab verscharrt.
Der neue Chefreporter in der Premium-Gruppe von Springer, @n1ckism, hat heute fleißig Posts gelöscht, z.B. diesen. Aber das Internet vergisst ja bekanntlich nie.
Wollen wir ihm zeigen, was der Streisand Effekt ist, und diesen Post reposten?
Auch Freiburg leistet sich jetzt stationäre Wohngruppen für psychisch kranke, genderverwirrte Teenies ab 14. 🤑
Betreuer kümmern sich dort darum, dass die alles auf die Reihe bekommen: Behördengänge (SBGG), Brüste richtig abquetschen, Indikation für Testo besorgen, Endo-Termine…
> be HR Department
> Spend years creating complicated hiring processes, endless DEI trainings, and mandatory workshops
> Convince everyone you're essential for "company culture" and "talent management"
> Meanwhile the best people get hired through simple referrals and direct outreach
> Top talent leaves because of the toxic bureaucracy you helped create
> Layoffs still happen and you can't stop them
> Companies that keep HR minimal still build great teams
In practice, HR often creates more problems than it solves.
HR in 2026 still desperately trying to justify their existence is getting really pathetic.
You think traditional HR is actually necessary or mostly just expensive corporate theater?