Viele kardiologische Abteilungen, so auch meine, beobachten seit Beginn der #COVID19#Pandemie einen unerklärlichen Rückgang bei den #Herzinfarkt-Zahlen. Eine aktuelle italienische Studie scheint diese potentiell fatale Entwicklung zu bestätigen.
Zur #Pandemie-Zeit betrug die tägliche Einweisung wegen Herzinfarkten (#STEMI: 6,1 vs. 8,0 vs. 7,8) und für #NSTEMI 4,2 vs. 7,5 vs. 7,1). Diese Analyse zeigt, dass die Patienten offensichtlich bei allen non-#COVID-19 Notfällen die Krankenhäuser scheuen, mit fatalen Folgen.
Es wurden die #Herzinfarkt-Zahlen zur #Pandemie -Zeit mit dem vorjährigen Zeitraum sowie der Phase vor #COVID-19 verglichen. Die Einweisungen wegen #Herzinfarkt zeigen zur Pandemie-Zeit einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den beiden anderen Vergleichszeiträumen.
Eine mögliche Erklärung für die infarkttypischen #EKG-Veränderungen ist, dass das Virus über den #ACE2-Rezeptor an der Gefässinnenhaut zum Lostreten einer komplexen Entzündungsreaktion führt aus der letztendlich eine Durchblutungsstörung am Herzen resultiert.
In dieser kleinen Fallserie wurden bei 10 von 18 Patienten mit #STEMI (#ST-Hebungsinfarkt) und #COVID-19 keine bedeutenden Veränderungen an den Herzkranzgefäßen als Ursache des Herzinfarktes gefunden.
Das Ergebnis war eindeutig. Die #Inzidenz für #Vorhofflimmern oder #Vorhofflattern konnte um rund 20% gesenkt werden. Ein weiterer wichtiger Grund kardiologische Patienten mit #Diabetes, bei entsprechender Indikation, mit #SGLT2-Inhibitoren zu behandeln.
Eine Auswertung der #DECLARE-TIMI58 – Studie ging der Frage nach, ob #SGLT2-Inhibitoren das Auftreten von #Vorhofflimmern oder #Vorhofflattern reduzieren können. Rund 17.000 Patienten mit #Diabetes-#Typ2) und #KHK oder mehreren #KHK-Risikofaktoren wurden 4 Jahre lang beobachtet.
In 3 Studien wurde bei #COVID19-Patienten der vorbehandelte #Bluthochdruck mit #ACE-Hemmern oder #AT1-Antagonisten bei einem Teil der #SARSCoV2-Patienten fortgeführt. In der größten chinesischen Studie mit 1128 Patienten konnte die #Sterblichkeit sogar um 63% gesenkt werden.
Obgleich die kardiologischen Fachgesellschaften bei #Bluthochdruck die Fortführung einer Therapie mit #ACE-Hemmern- oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (#AT1) auch unter einer #COVID19-Erkrankung empfahlen, fehlten bislang klinische Daten, die diese Empfehlung untermauerten.
Hierbei zeigte sich ein ernüchterndes Ergebnis. Im Vergleich zum Husten ohne Maske (-36%) reduzierte die chirurgische Maske die Viruslast um 40%. Am besten schnitt die #Baumwollmaske ab (-54%). Offensichtlich vermag keine der üblichen Masken die #Viren beim Husten aufzuhalten.
Was bringt der #Mundschutz bei #COVID-19-Infektionen? Dieser spannenden Frage ist eine koreanische Arbeitsgruppe nachgegangen. Patienten husten mit- und ohne #Mundschutz auf Petrischalen.
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Daten, empfehlen die #kardiologischen Fachgesellschaften trotz #Corona-Krise eine Fortführung der bestehenden Therapien, da ein abruptes Absetzen von #ACE-Hemmern möglicherweise schwerwiegendere gesundheitliche Risiken zur Folge hätte.
In den letzten Wochen kam vor dem Hintergrund der #Corona-Krise der Verdacht auf, dass möglicherweise eine Reihe von #Blutdruck-Medikamenten, die auch bei der Behandlung der #Herzschwäche eingesetzt werden, die #Infektion mit #SARSCoV2 begünstigen.
In Autopsien von Patienten, die an #SARS gestorben waren, fand man im #Herzgewebe (#Myokard) bis zu 35% weniger #ACE2-Proteine. Die kontinuierliche #SARSCoV2 -Infektion führt zu einer reduzierten #ACE2-Spiegel im Zellversuch (siehe Skizze).