Wer jedoch nichts tun kann, ohne daß es, auch wenn es das Bessere will, zum Schlechten auszuschlagen droht, wird zum Denken verhalten; das ist seine Rechtfertigung und die des Glücks am Geiste.
Negative #Dialektik
@Singularity_010 "Links oben Leere..." sagtest Du gerade bei Bro und ich wollte noch fragen: Was war das für ein politisches Koordinatensystem? X-Achse links - rechts, nehm ich an, aber was war da oben / unten?
Wenn man sich zuviel vor Augen führt, wie vernünftig und klar ein piefiger Kleinbürgerkanzler zumindest ex post die wesentlichen Dinge auf dem Schirm hat, kann man schon in Kulturpessimismus verfallen..
#Demografie
Located just a short walk from Mita Station in Minato City, Tokyo, the Arimaston Building (蟻鱒鳶ル) is an intricate, organic structure entireluy made by hand by architect Keisuke Oka since 2005.
[📹 moto_ueda]
Mit psychologischen Gesprächen aller Art ist es wie wenn man mal in Amsterdam war: Hinterher kann man das fade, mit ßägemehl verpresste Zeugs einfach nicht mehr rauchen.
Mir geht es mittlerweile ziemlich auf den Sack, wie der #Freiheitsbegriff durch den ideologischen Fleischwolf gedreht wird. Das geht soweit, dass ich den Begriff nicht mehr hören kann und das ist tragisch. Warum?
„Freiheit“ ist der vielleicht erfolgreichste politische Kampfbegriff ever. Jeder beruft sich auf ihn. Kaum jemand erklärt aber, was damit gemeint ist. Sobald man Freiheit definiert, wird es nämlich unangenehm. Dann muss man sagen, wessen Freiheit man verteidigt, gegen wen sie sich richtet und wer den Preis dafür bezahlt.
Solange der Begriff nebulös bleibt, erfüllt er seinen Zweck dagegen perfekt: Steuersenkungen für Vermögende werden zu Freiheit. Deregulierung wird zu Freiheit. Der Rückzug des Staates wird zu Freiheit. Selbst die Freiheit, die Kosten des eigenen Handelns auf andere abzuwälzen, erscheint plötzlich als moralische Tugend. Wer sich auf Freiheit beruft, ist moralisch schon einmal im Recht.
Besonders kurios wird es dann da, wo Freiheit zur universellen Kränkungsvokabel mutiert. Tempolimits gelten als Bevormundung. Maskenpflicht als Diktatur. Jede Zumutung des Zusammenlebens wird zum Angriff auf die Freiheit erklärt. Der Begriff verliert dabei wirklich jeden Bezug zur Realität und verwandelt sich in eine Mischung aus Verfassungslyrik und pubertärem Trotz.
Dabei war Freiheit historisch einmal etwas anderes, nämlich das Wort derjenigen, die keine Macht hatten. Derjenigen ohne Vermögen, ohne Stimme, ohne Schutz vor Willkür. Freiheit bedeutete nicht die Abwesenheit aller Regeln, sondern Schutz vor Herrschaft.
Heute wird der Begriff erstaunlich oft genutzt, um gerade jene vor Kritik zu schützen, die ohnehin über die größten Ressourcen verfügen. Wer Macht besitzt, beruft sich besonders gerne auf Freiheit. Wer ihre Folgen thematisiert, gilt sofort als Freiheitsfeind oder schlimmeres. Der Begriff ist perveriert.
"Frank Castorf [...] hat einmal [...] gesagt: »Wenn ich durch die Torstraße gehe, sehe ich diese Männer mit Tagebart, alle haben diese Brillen, dieses Hipstermäßig-Konforme.« #gesellschaftdersingularitaeten#doingsingularity projekt #klassenanalyse redivivus