Peter Weiss (1916-1982). Ein Jahrhundertwerk zu einer Ästhetik des Widerstands. Alles über sein Leben und Werk, über politische Literatur und kritische Politik.
weissnotizen gehen weiter. Aber was kann man noch auf und zu X sagen? Deshalb sind die weissnotizen ab sofort auf bluesky zu lesen. Neustes zu Leben und Werk von Peter Weiss und zur politischen Literatur der Gegenwart, zu Voraussetzungen, Formen und womöglich Zukunft.
Da Elon Musk einen Bürgerkrieg für unvermeidlich hält, ist es wohl Zeit, endlich EX-Twitter zu verlassen. Aber was ist die Alternative? Instagram kommt nicht in Frage, und ist nicht viel besser. LinkedIn funktioniert anders. Und Mastodon funktioniert noch nicht richtig. Was tun?
Beim Einzahlen des diesjährigen Mitgliederbeitrags für die Internationale Peter Weiss-Gesellschaft und angesichts der neuen Verfilmung der „Ermittlung“ wieder mal gedacht, es könnte die Vernetzung noch etwas grösser werden; also sofort der IPWG beitreten! https://t.co/7wlXSTYAfl
Sommerferienpläne: Marxistische Studienwoche 2024 in Frankfurt, 12. bis 15. August zum Thema „Krise der Herrschaftssysteme und Rechtsentwicklung“. Am Dienstagabend: „Fritz Bauer und die Auschwitz-Prozesse“. Wozu Peter Weiss auch was zu sagen hatte. Siehe https://t.co/UsZSJHsGpZ
RP Kahls Verfilmung von «Die Ermittlung» hatte Premiere am Filmfest München, und im Deutschlandfunk meint Rüdiger Suchsland, es sei ein «ganz toller Film», der «immer etwas Neues zu erzählen hat, wobei die stärksten Bilder die sind, die im Kopf entstehen». https://t.co/SFM9fcHCdF
«und hatte Léon Blum früher einen Mangel an Entschlossenheit gezeigt, so konnte doch, bei der Zuspitzung der Konflikte 1938, mit einem Aufleben der Volksfront in Frankreich gerechnet werden», wird in der ÄdW gehofft, was heute in anderer, doch ähnlicher Lage ebenso nötig wäre.
Das Theater Megalomania zeigt PWs Stück «Die Ermittlung» - gekürzt, mit Filmanteil - am 25. Juni ab 10 Uhr im Hessischen Staatsarchiv #Wiesbaden. Dort lagern die Akten des Frankfurter Auschwitzprozesses 1963/65, seit 2017 schonungsloser Teil des Weltdokumentenerbes der Unesco.
(Frühe) Geisterstunde: Morgen Samstag wird um 21 Uhr auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin Vergangenheit als Gegenwart beschworen. Mitglieder der Christa-Wolf-Gesellschaft erinnern an Christa und Gerhard Wolf. Dürfte Peter Weissens Herakles neben Kassandra stehen?
Sommerfest im #BrechtHaus: Die Sause steigt am Samstag 15. Juni ab 15 Uhr mit Musik, Lesungen, Führungen, Festlichkeiten. Aus aktuellem Anlass (welchem bloss?) gibts eine Lesung mit Hanni Lorenz/Erdmut Wizisla zum Thema «Brecht und der Sport». Chausseestrasse 125, Berlin-Mitte.
Ja, mach nur einen Plan, hat Brecht mal gehöhnt, und Planen ist sicherlich unzulänglich, obwohl vielleicht doch notwendig. So sucht @luxemburg im neusten Heft eine Zukunft mit Planwirtschaft, wobei nach den EU-Wahlen in Deutschland wohl generell die Zukunft gesucht werden muss.
Als Protokollantin, als Mitarbeiterin von Brecht taucht sie in der ÄdW zuverlässig auf, als jene, die während Brechts Panik bei der Ausweisung aus Schweden Bücher und Manuskripte sortiert; dass Margarete Steffin auf der Flucht am 4. Juni 1941 in Moskau stirbt, bleibt unerwähnt.
Mit ihrer Kunst hoffe sie, «zu ergründen, was Machtunterschiede mit den Menschen, mit unserer Gesellschaft machen. Im Moment habe ich das Gefühl, viele Menschen haben Angst. Wie können wir trotzdem im Gespräch bleiben?» Sharon Dodua Otoo in den Notizblättern der PW-Gesellschaft.
Druckfrisch gelandet: Notizblätter Nr. 57 der Peter-Weiss-Gesellschaft. Mit einer Dokumentation zum Eklat um den Peter-Weiss-Preis für Sharon Dodua Otoo, einem Bericht zu ihrer Lesung samt Diskussion im Kulturhaus Babelsberg sowie einem Interview mit der Schriftstellerin.
Teuer? Eine Erstausgabe von Thomas Manns «Buddenbrooks» ist antiquarisch für 9800 Euros verkauft worden, übertroffen von Sylvia Plathʼs «The Bell Jar», 1963 unter Pseudonym erschienen, für 11ʼ800 Euros. PWʼs Bücher sind nicht so teuer. Aber wir wissen ja, was wir an ihnen haben.
In der ÄdW betone Peter Weiss die Bedeutung Kafkas für eine proletarische Gegenkultur, meint Mesut Bayraktar in @Wochenzeitung, und: «Das ist folgerichtig, erst heute aber mit Blick auf neoliberale und postdemokratische Herrschaftsstrategien zur Sicherung der Profitrate aktuell.»
«Christas Gesicht ist der fortwährende innre Kampf anzusehn … warum darfst du dich nicht frei u offen entwickeln, mit deinen grossen Fähigkeiten», schreibt PW nach einem Treffen mit Christa Wolf im Mai 1978. Jetzt gibts eine Wolf-Ausstellung in Zürich: https://t.co/JeHdQNqzJQ
Peter Weiss showed us colonialism in VietNam and with the Lusitanian Bogey. But Switzerland? Yes, there is a Swiss colonial history, as leading merchants, industrialists and bankers owned plantations. Historian Hans Fässler documents a prominent example https://t.co/cWJ09GuYpH
Zur Erinnerung, in doppelter Hinsicht: Am 26. April liest die Peter-Weiss-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo im Kulturhaus Babelsberg, Potsdam. Dazu sprechen Fatma Aydemir, Maryam Aras und Michael Hofmann von der PW-Gesellschaft über die letztjährige Sistierung der Preisverleihung.
Im neu ausgelieferten neunten Band (9/II) des Historisch-Kritischen Wörterbuch des Marxismus @HKWM_InkriT geblättert und auf das Stichwort Münzenberg-Konzern gestossen: Da fehlt auch nicht der Hinweis auf Peter Weiss, der Willi Münzenberg in Glanz und Elend geschildert hat.
«Die Karte betrachtend sahn wir den klobigen, zerbeulten, geschundnen Leib unsres Landes, den an der Brust abgeschnürten Rumpf und oben Hals und Kopf, ständigen Schlägen ausgesetzt» (ÄdW I, 307): die spanische Republik vor Francos blutigem Sieg, den er am 1. April 1939 erklärte.