"Solltet ihr armen Narren, jemals einer dieser gewaltigen Fledermäuse in dunklen Höhlen oder alten Ruinen begegnet, versucht ihnen den Kopf abzuschlagen. Eine Flucht wäre nutzlos, sie sind stärker und schneller als ihr. Wenn ihr es nicht schafft, seid ihr ohnehin tot."
"Es gibt wirklich wenig Kreaturen, die Vampiren an Theorien und Geschichten das Wasser reichen können. Doch was ich euch sagen kann, sie sind alle falsch. Kein heiliges Wasser, kein Knoblauch oder Pflock wird euch retten, wenn ihr einem dieser grausamen Monster gegenübersteht."
Der Sprechende zwirbelt kurz seinen feuerroten Schnurrbart und schaut mahnend in die Runde.
"Alles Humbug. Vampire sind auch keine anmutigen, mysteriösen Adligen und bleiche Schönheiten, sondern allesamt blutsaufende, fleischreißende Ungeheuer. Elende Kreaturen wider der Natur."
Es legt sich eine Hand um die Lehne seines Sessels. Diese ist von Narben überzogen und goldene Ringe zieren die schlanken Finger. "Das ist nun mal meine Natur, Louis." erwidert die Stimme hinter ihm schmunzelnd." Mit der anderen Hand greift er ebenfalls nach einem Weinglas.
Ein Adliger sitzt in seiner Bibliothek. In großen Kreisen schwenkt er sein Glas und beobachtet, wie sich die Wein darin seinen Bewegungen fügt. Ein leichtes Lächeln umspielt seine Lippen. "Musst du dich denn immer so anschleichen?" fragte er in die Dunkelheit des Raumes.
Ein fremder, in Lumpen gehüllter Hüne betritt das Deck der Red Daugther. Die grelle Sonne strahlt ihm ins Gesicht, doch er blickt freudig über die Reling, dem nahenden Festland entgegen. Mit langen Schritten kommt er mir entgegen und zwirbelt seinen Oberlippenbart. "Wollen wir"?