From setting my alarm clock for 3 am during the 2024 playoffs to watch the Yankees play (yep being a European baseball fan is tough) to finally meeting the voice of the Yankees @RealMichaelKay Thank you, Michael, for the pic! #ToyotaPinstripePride
Es gibt auch Dinge, für die man in diesen Tagen wirklich dankbar sein muss. Dass diese Gurkentruppe im nächsten Bundestag nicht mehr dabei ist, trotz aller Gebete aus Moskau, steht für mich ganz oben an. Das versöhnt mich mit vielem.
Wenn ich in diesen Tagen in sozialen Medien und bei Protesten immer wieder von der Gleichsetzung Israels mit Russland lese, dann macht mich das fassungslos und wütend zugleich.
Wie können sie es nur wagen?
Der Verteidigungskrieg Israels gegen die Terror-Organisation Hamas, so behaupten es Demonstranten beim ESC, ist mit dem Angriffskrieg Russlands gegen Zivilisten in der Ukraine zu vergleichen – und deshalb hätte Israel genauso vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen werden müssen wie Russland.
Ich habe als Reporter über beide Kriege berichtet und kann sagen: NICHTS ist vergleichbar!
Wer Israel mit Russland gleichsetzt, wer die Verteidigung gegen eine Terror-Organisation mit einem blutigen Angriffskrieg gegen friedliche Menschen in der Ukraine vergleicht, hat einfach gar nichts verstanden. Völlig unabhängig davon, wie man aktuell zum militärischen Vorgehen Israels und einer möglichen Offensive auf Rafah steht: Der Krieg in Gaza war die Antwort auf das Massaker am 7. Oktober und 1200 abgeschlachtete Juden.
Die Ukrainer haben niemanden angegriffen und massakriert, sie wollten und wollen Frieden. Aber Russland hat das Land dennoch angegriffen, terrorisiert Millionen Menschen.
Diese Gleichsetzung müssen alle Israelis und Ukrainer gleichermaßen als Schande empfinden und die gesamte zivilisierte Welt sollte sich gegen solche unfassbaren Vergleiche öffentlich wehren.
Leider wurde ausgerechnet beim ESC-Finale vor einem Millionenpublikum gezeigt, wie man es NICHT macht: Dass der ARD-Moderator völlig ohne Einordnung das Narrativ der ESC-Demonstranten wiedergab – den Russland-Israel-Vergleich – und nicht erklärte, wo der große Unterschied zwischen Russlands Angriff und Israels Verteidigung besteht, können jetzt alle Israel-Hasser als großen Propaganda-Sieg feiern. Mein @bild Kommentar: https://t.co/kqNCZg0Z59
Nobody writes about Shohei Ohtani with the combination of precision, grace and insight like Tim Keown. Even before the gambling scandal, Ohtani was a man on an island, and this piece captures the separateness — which is now even more acute — wonderfully. https://t.co/s31KT7lnbe
Der konfessionelle #Religionsunterricht läuft auf eine weltanschauliche Manipulation von Kindern und Jugendlichen hinaus. Dass diese Manipulation so selten erkannt wird, liegt an der leider noch immer verbreiteten Vorstellung, es gäbe tatsächlich »katholische«, »protestantische« oder »muslimische« Kinder. In Wahrheit jedoch gibt es »katholische«, »protestantische« oder »muslimische« Kinder ebenso wenig wie »christdemokratische«, »liberale«, »sozialdemokratische« oder »grüne« Kinder.
Was wäre denn davon zu halten, wenn Kindern von CDU-Wählern das CDU-Grundsatzprogramm und Kindern von SPD-Wählern das SPD-Programm in der Grundschule vermittelt würde – so wie Kindern von Katholiken katholischer und Kindern von Protestanten protestantischer Religionsunterricht erteilt wird? Es wäre jedem klar, dass es sich hier um eine unzulässige Indoktrination von Kindern handeln würde. Warum sollte dies im Fall der Religion so gänzlich anders sein?
Dass der Religionsunterricht 1949 als ordentliches Lehrfach in das deutsche Grundgesetz aufgenommen wurde, war ein Geschenk an die Kirchen, die sich mit anderen Forderungen, etwa mit ihrem Widerstand gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, nicht hatten durchsetzen können. Begründet wurde der Verfassungsrang des Religionsunterrichts mit den Erfahrungen der Nazi-Diktatur, obgleich schon die Nationalsozialisten den staatlichen Religionsunterricht garantiert und die Kirchen das Regime maßgeblich unterstützt hatten (Ermächtigungsgesetz, Reichskonkordat, Kriegspredigten usw.).
Offenbar war den Verfasser*innen des Grundgesetzes bewusst, dass der staatlich geförderte Bekenntnisunterricht im Widerspruch zur geforderten Trennung von Staat und Kirche steht, weshalb sie eine bemerkenswerte Einschränkung in Artikel 7 GG einfügten. Der Religionsunterricht soll zwar „ordentliches Lehrfach“ sein, jedoch „mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen“. Bekenntnisfreie öffentliche Schulen könnten also die wichtigen Fragen über Gott und die Welt so behandeln, wie man es von einer öffentlichen Schule erwarten sollte, nämlich weltanschaulich neutral, rational und faktenbasiert.
Obwohl die Bedeutung einer frühen Schulung der rationalen Denkens von niemandem ernsthaft bestritten wird, weist das aktuelle Bildungssystem erhebliche Defizite auf. Nicht nur werden die einzelnen Fächer als separate Disziplinen behandelt, die scheinbar zusammenhangslos nebeneinander stehen. Schlimmer noch: Was Wissenschaft als Instrument der Erkenntnis eigentlich auszeichnet, wird meistens erst gar nicht im Unterricht thematisiert. Das gegenwärtige Bildungssystem trägt damit nicht nur zu einer unzulässigen Fragmentierung von Wissen, sondern marginalisiert auch dessen theoretisches Fundament. So lernen Schülerinnen und Schüler zwar eine imposante Fülle an Informationen, doch nur selten wird ihnen erklärt, wie diese überhaupt zustande gekommen sind, in welchem Bezug sie zueinander stehen und welche Bedeutung für das Verständnis der Welt in ihnen verborgen liegt.
Dabei gibt es ein Unterrichtsfach, das geradezu prädestiniert wäre, um diesem bildungspolitischen Defizit entgegenzuwirken – nämlich die #Philosophie! Als »Liebe zur Weisheit« steht die Philosophie in einer langen Tradition des kritischen Denkens, die das Staunen kultiviert und zur intensiven, multiperspektivischen Reflexion über die großen und kleinen Fragen der Menschheit anregt. Darüber hinaus ermöglicht der Philosophieunterricht einen offenen Diskurs über ethische und existenzielle Fragestellungen, die jeden Menschen berühren: Was ist Gerechtigkeit? Wie gelingt ein glückliches Leben? Welche Bedeutung haben Freundschaft und Liebe? Wie umgehen mit Tod und Trauer? Welchen Einfluss haben soziale Medien auf unsere Beziehungen? Wie lassen sich Konflikte schlichten? Was unterscheidet Glauben von Wissen?
Das bislang stiefmütterlich behandelte Fach zeichnet sich damit wie kein zweites durch den Anspruch aus, eine Vielzahl an intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten zu fördern.
Eine Rede für die Geschichtsbücher.
Die Rede von Marcel Reif im Deutschen Bundestag in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus in voller Länge.