Grundgütiger – was zur Hölle war DAS denn?
Dieser Kanzler hat offenbar immer noch nicht verstanden, was ihm die Menschen da gerade sagen.
44% AfD, 18% CDU, Rekordwahlbeteiligung u seine Antwort lautet im Kern: Der Reformkurs ist richtig, wir müssen ihn nur besser erklären u
Wer hätte gedacht, dass die Menschen in Deutschland an einem bezahlbaren Elektrokleinwagen interessiert sind.
VW ist zu dieser Erkenntnis auf jeden Fall reichlich spät gekommen und hat zusätzlich die Nachfrage für den ID Polo massiv unterschätzt.
Somit sorgen die 30.000 Bestellungen in den ersten Monaten für extreme Lieferprobleme und Wartezeiten von mindestens 10 Monaten.
Kommt der ID Polo auch für euch in Frage?
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Vielleicht haben gar nicht die Bürger ein Verständnisproblem.
Vielleicht hat der Kanzler eines.
Grünen-Chef Felix Banaszak kritisiert Friedrich Merz nach der Sachsen-Anhalt-Wahl dafür, auf die Niederlage im Kern mit demselben Reflex zu reagieren: Kurs halten, Reformen weiter vorantreiben, besser erklären.
Und genau da liegt der interessante Punkt.
Was, wenn die Menschen längst verstanden haben, was Merz politisch vorhat?
Was, wenn sie es gerade deshalb ablehnen?
Merz erklärt nach einer historischen Niederlage seiner CDU trotzdem, an der grundsätzlichen Richtigkeit seines Kurses gebe es keine Zweifel. Dann soll schneller reformiert, besser kommuniziert und die Bevölkerung stärker erreicht werden.
Vielleicht ist also nicht die Bevölkerung das Verständnisproblem.
Vielleicht ist es der Kanzler.
Denn Merz scheint politische Führung sehr stark so zu verstehen: Der Kanzler gibt die Richtung vor, die Regierung setzt sie um, und wenn die Menschen nicht mitgehen, muss man ihnen die Richtung eben besser erklären.
So funktioniert Unternehmensführung vielleicht.
Demokratie funktioniert anders.
Ein Kanzler muss führen. Aber er muss auch zuhören können. Er muss nicht nur verstehen können, was die Menschen bewegt, sondern es überhaupt verstehen wollen.
Und genau daran darf man inzwischen zweifeln.
Ist Merz wirklich bereit, die Ablehnung seiner Politik als politische Rückmeldung ernst zu nehmen? Oder betrachtet er sie nur als Missverständnis, das sich mit besseren Erklärungen und mehr Entschlossenheit beseitigen lässt?
Banaszak könnte mit seiner Kritik deshalb näher am eigentlichen Problem liegen, als Merz lieb sein kann.
Vielleicht müssen die Bürger den Kanzler gar nicht besser verstehen.
Vielleicht muss der Kanzler endlich anfangen, die Bürger zu verstehen.
Und vielleicht wäre die noch wichtigere Frage, ob er das überhaupt möchte.
Die haben überhaupt nichts verstanden. Selbst nach diesem historischen Absturz glaubt die CDU noch, sie müsse ihre unausgegorenen und unausgewogenen Kürzungsorgien nur besser erklären und die Menschen „mehr mitnehmen“.
Vielleicht wollen die Menschen diese Politik einfach nicht.
Kolumne: Erneut ist die Union dabei, ein essenzielles Infrastrukturprojekt vor die Wand zu fahren. Nach dem schleppenden Breitbandausbau, unter dem wir bis heute leiden, ist jetzt das Stromnetz dran. Warum fördert Katherina Reiche Standortnachteile?
Stürzen und Verhindern waren das Ziel, weil die Grünen mit der Transformation in eine freie Energie begonnen hatten und gestoppt werden sollten. Die Büttel der fossilen Energieunternehmen haben ganze Arbeit geleistet. Mehr Plan war nie. 🤷♀️
Der planlose Kanzler mit der Planlos-Rede
Friedrich Merz steht heute bei der CDU in Niedersachsen und erklärt erst einmal, warum die Ampel gescheitert sei: Sie habe keine Antworten mehr gehabt, sei zerstritten gewesen und habe das Land nicht mehr führen können.
Und dann sagt der Bundeskanzler Friedrich Merz wenige Minuten später, seine Partei müsse sich jetzt „Gewissheit verschaffen, wohin wir unser Land denn führen wollen“.
Man muss diesen Satz eigentlich nur einmal wirken lassen.
Nach rund 16 Monaten Kanzlerschaft möchte der Kanzler also erst einmal klären, wohin er Deutschland führen will.
Genau der Mann, der uns jahrelang aus der Opposition erklärte, er wisse ganz genau, was falsch läuft und wie Deutschland wieder auf Kurs gebracht werden müsse.
Und die Geschichte von der angeblich planlosen Ampel wird dadurch nicht richtiger.
Die Ampel hatte Pläne. Man konnte sie gut oder schlecht finden, man konnte über Details streiten, aber es gab konkrete Konzepte für Energie, Industrie, Infrastruktur, Transformation und Investitionen.
Besonders interessant wird es deshalb, wenn man betrachtet, was Merz als Oppositionsführer daraus machte.
Einen staatlich unterstützten Industriestrompreis bekämpfte die Union unter Merz. Heute führt die Regierung Merz selbst einen Industriestrompreis ein.
Eine Lockerung der Schuldenbremse war für Merz praktisch ausgeschlossen. Nach der Bundestagswahl änderte er mit SPD und Grünen das Grundgesetz und schuf ein kreditfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur.
Manches, was unter der Ampel angeblich Ausdruck falscher Politik war, taucht heute in veränderter Form wieder auf. Nur klebt jetzt CDU auf der Verpackung.
Und genau deshalb ist diese Rede so bemerkenswert.
Merz kann nicht gleichzeitig erzählen, die Vorgängerregierung sei gescheitert, weil ihr Antworten und Richtung fehlten, und als amtierender Kanzler erklären, man müsse nun erst einmal herausfinden, wohin man Deutschland eigentlich führen wolle.
Vielleicht war das Problem der Ampel weniger, dass sie keine Pläne hatte.
Vielleicht war eines ihrer Probleme auch ein Oppositionsführer, der viele dieser Pläne bekämpfte, bevor er als Kanzler feststellen musste, dass einige davon gar nicht so falsch waren.
Der Oppositionsführer Merz wusste immer, wohin Deutschland angeblich musste.
Der Kanzler Merz sucht die Richtung noch.
Und möglicherweise war das heute die ehrlichste Rede seiner bisherigen Kanzlerschaft.
RU Botschafter bei @benungeskriptet: "Sie wissen, wir (Russland) wollten Anfang der Nullerjahre sogar der NATO beitreten."
Torsten Heinrich @Inclutus kommentiert: "Wäre das nicht ein Bruch des Versprechens gewesen die NATO nach Osten auszuweiten?"
Ich kann nicht mehr. 🤣🤣
Millionen für Lobbyarbeit gegen die eigene Zukunft. Klingt absurd, ist aber genau das, was die deutsche Autoindustrie gemacht hat.
Statt früh auf E-Autos zu setzen, hat man lieber den Wandel verzögert. Jetzt zahlen wir den Preis: Werksschließungen und Massenentlassungen.
Bei der Photovoltaik-Industrie war es übrigens genau das gleiche. Gut möglich, dass man hier inzwischen Weltmarktführer gewesen wäre.
Wer es sich wie VW trotz einer weitgehend hausgemachten Krise des Managements leisten kann 2,6 Milliarden Euro an Dividenden auszuschütten, muss nicht mit Steuergeld gerettet werden.⬇️
Wir leben einfach in der dümmstmöglichen Realität, die man sich vorstellen kann. Die Union zeigt allen, die noch an politische Verantwortung glauben, den Mittelfinger.