Laut Medienberichten kündigt der FRA Inlandsgeheimdienst DGSI nun doch einen vor kurzem abgeschlossenen Vertrag mit Palantir. Stattdessen soll mit dem FRA Unternehmen Chapsvision gearbeitet werden, mit dem auch das BfV arbeitet. Zudem soll mehr in inländ. KI investiert werden.
A new issue of the Journal of Illiberalism Studies #JIS is out now! This special issue (with @CERI_SciencesPo) brings together research on narratives, actors, and institutions shaping illiberal politics across global contexts. Thread below!
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Went to a Polish pharmacy in Warsaw and said: “my face gets a little puffy because I keep overdoing champagne with my friends, what would you recommend?” The pharmacist goes: “nettle tea.” Bought the nettle tea, drank the nettle tea and lo and behold… face depuffed. Incredible country.
Andrew Tate (@primetateHQ) lobt Russland als Land, das "eine maskuline Bevölkerung nicht fürchtet". Der Satz ist nicht nur falsch, er erlaubt auch einen tiefen Blick in jene romantisierenden Russland-Vorstellungen, die im Denken der postmodernen Rechten fest verankert sind.
Schon demographisch ist das Bild geradezu grotesk. Russland gehört zu den Staaten mit besonders deutlichem Frauenüberschuss. Nur rund 46 Prozent der Bevölkerung sind Männer, zugleich liegt die Lebenserwartung russischer Männer gut elf Jahre unter jener der Frauen. Was Tate also für Stärke hält, ist in Wahrheit ihr genaues Gegenteil.
Die russische Männlichkeitsinszenierung ist nämlich kein Ausdruck einer robust gewachsenen patriarchalen Ordnung, sondern vielmehr eine kompensatorische Ideologie. Sie überdeckt eine Gesellschaft, die seit mehr als einem Jahrhundert immer wieder von männlicher Übersterblichkeit, Kriegen, Repressionen und Gewalt geprägt wurde.
Die Nachkriegsgenerationen wuchsen vielfach ohne Väter auf, oft ganz ohne verlässliches männliches Vorbild; erzogen von Frauen - Müttern, Großmüttern und älteren Schwestern, die zugleich den Alltag tragen und arbeiten mussten. Die Männer fehlten indessen, starben früh oder kehrten aus dem Krieg und Lagern als gebrochene Figuren zurück.
Das Ergebnis war eine pseudopatriarchale Ordnung: faktisch von Frauen getragen, symbolisch aber sehnsuchtsvoll an einer abstrakten Vorstellung von Männlichkeit ausgerichtet. Denn auch viele Frauen hatten selbst kein stabiles männliches Vorbild erlebt. Sie gaben daher oft kein gelebtes Modell von Männlichkeit weiter, sondern ein vages Idealbild, das zwischen Sehnsucht und sozialer Härte oszillierte.
In diese Leerstelle traten der Kodex der Straße, der Armee, des Straflagers und der kriminellen Unterwelt, also jener Räume, in denen Männer tatsächlich dominierten und Gewalt als Grundpfeiler sozialer Ordnung galt. Später griff der Kreml diese imaginären Männlichkeitsideale dankbar auf, nicht nur als Spiegel der gesellschaftlichen Wunschvorstellungen, sondern auch als kalkuliertes Identitätsangebot gegen den Westen. Das Ergebnis war ein staatlich inszenierter Männlichkeitskult: Verachtung von Schwäche, Gewaltästhetik, schleichende Militarisierung und, als symbolischer Höhepunkt, die Inszenierung Wladimir Putins als körperlich dominante Übervaterfigur.
Die eigentliche Pointe dieser allrussischen Tragödie, die Tate wie vielen anderen entgeht: Das russische Männlichkeitsideal ist nicht trotz, sondern wegen der demographischen und sozialen Schwäche so dominant und toxisch. Es ist das Symptom einer Gesellschaft, die ihr Trauma nicht verarbeitet, sondern verleugnet und in äußere Härte übersetzt. Russland fürchtet keine maskuline Bevölkerung, weil diese real nicht existiert.
Russlands Krieg gegen die Ukraine vertieft genau jene Wunde, aus der dieser Kult der Pseudomännlichkeit seine politische Energie bezieht. Er produziert neue vaterlose Familien, neue soziale Härte und neue Gewaltbiographien. Damit sorgt Putin verlässlich dafür, dass Russland aus diesem Teufelskreis noch auf lange Zeit nicht ausbrechen kann.
1/4 From 16th century Dutch towns to post colonial India, via 19th century Brazil and post WWI France: The April 2026 issue of the International Review of Social History is live!
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Following Maduro's capture, the first high-level diplomatic engagement between Venezuela🇻🇪 and Turkey🇹🇷 took place today in Istanbul. The meeting is particularly significant given that Erdoğan was the last leader to maintain direct contact with Maduro and had even invited him to Turkey shortly before his capture. The invitation was likely part of Trump’s efforts to offer Maduro an exile option during the final stages of the crisis.
Today, Erdoğan welcomed Delcy and her delegation. This is a clear adjustment of Ankara to the new political reality in Caracas. According to the official statement, discussions focused on bilateral relations, particularly trade, energy, and mining cooperation, with both sides reaffirming their goal of increasing annual trade volume to $3 billion.
What caught my attention was that while Erdoğan emphasized Turkey's friendship with the Venezuelan people and its commitment to strengthening ties with Venezuela, he never mentioned Maduro. For a leader who once called Maduro his "brother" and stood by him when few others did, that silence was noticeable. As in many other foreign policy issues, Erdoğan is proving once again how pragmatic he is.
Turkey intends to expand its relationship with Venezuela in the post-Maduro era. Far from abandoning Caracas, Turkey seeks to adapt and pursue new opportunities. Energy and mining sectors are precisely the areas where Turkish companies have long sought a greater presence in Venezuela.
Many analysts previously predicted that booming Turkish-Venezuelan relations would end after Maduro's departure. I argued the opposite. As China, Russia, and Iran lose ground in Venezuela, Turkey sees new opportunities. Erdoğan will likely use his close ties with Trump to expand Turkey's economic presence, especially in energy, mining, and trade in 🇻🇪
Turkey re-exported German and Croatian optical sights to a long-term FSB supplier and American micrometers to the Alabuga special economic zone, where Shahed drones are produced, The Insider reported. In 2025 the country also served as a transit point for Western flow meters and level sensors used by Russian fuel exporters. Turkey remains one of the main hubs for supplying sanctioned dual-use equipment to Russia.
Wenn's alles ein und das gleiche wäre, wären die Orban-Solivereine sicher nicht in solche Panik vor der Wahl verfallen.
Einfach mal alle Politikfelder durchgehen und auch praktische Haltungen mit bedenken (Seilschaften, Monopolisierung des Staatsapparats, Korruption, etc.).
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Peter Magyars Wahlsieg wurde hierzulande bejubelt, als ob in Ungarn eine Linkswende stattgefunden hätte. Tatsächlich betont er, dass die Eckpfosten der Politik nicht geändert werden. Zum Beispiel im Bezug auf die Migration. Er sagt im FAZ-Interview: "Ich kann nur sagen, dass Ungarn keine illegalen Migranten übernehmen wird. Und wir werden auch keine Strafen dafür zahlen. Aber wir werden helfen, die Außengrenzen Europas zu schützen, sei es in Griechenland, sei es auf Malta, sei es in Italien. Die Migrationskrise von 2015 muss eine Lehre für Europa sein. Die wichtigste Aufgabe der europäischen Politiker ist es, die Sicherheit der Menschen zu schützen."
Wenn unsere Politiker Europa aufrufen, um weiter eine Politik der offenen Grenzen zu verteidigen, muss man sich fragen, von welchem Europa sie eigentlich sprechen. Magyars Kritik ist unmissverständlich: "In vielen Ländern sind die Politiker nicht ehrlich. Sie verstehen nicht die Ängste und Erwartungen der Menschen, sie trauen sich nicht, offen über die Probleme zu sprechen und sich ihnen zu stellen, sie benutzen eine Sprache der Political Correctness, und sie verstehen am Ende die Realität selbst nicht." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! #Europa, #Ungarn, #Migration
Wer sich für die #Ukraine und #Osteuropa interessiert, dem empfehle ich wärmstens, dem Slawisten Thomas Leurs @ThomasLeurs1 zu folgen. Er informiert ständig über interessante Bücher zur Geschichte, Literatur und Politik. Nachzulesen auch auf seinem Blog:
https://t.co/02KZrN14wn
Everyone can, that's hardly the issue. But also everyone can remember that Bahrat and Türkiye (in English usage) are political projects of two regressive religious nationalisms.
If I can get used to saying Türkiye/Turkiye after living here for almost four decades and calling it Turkey for most of that time, then everyone else can too. It’s not rocket science.
I’m sure you managed to get used to the new names of other countries after they were changed.
@itshoter "Türkiye" is adopted from French Turquie, and the bird is la dinde 😉 in German it's entirely different anyway but there is another history in English creating this overlap