Der Kulturkampf, den manche in der #FDP herbeireden wollen
Seit Monaten beobachte ich auf X eine libertäre Bubble mit einem bemerkenswert flexiblen Verständnis von Verantwortung. Jeder Zehntelpunkt Plus in den Umfragen wird zum "Kubicki-Effekt" verklärt. Kommt dann die nächste krachende Wahlniederlage, sind plötzlich Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ein angeblich 'linker Flügel' schuld.
Das ist keine Analyse, das ist ein Narrativ.
Erfolge gehören der neuen Führung, Misserfolge den innerparteilichen Gegnern. So funktioniert Lagerdenken, nicht Liberalismus.
Man muss deshalb die Frage stellen: Geht es diesen Stimmen wirklich um einen starken Liberalismus? Oder geht es um einen Kulturkampf, um Feindbilder und um die schrittweise Verschiebung der Partei in eine Richtung, die mit dem Erbe von Rechtsstaat, Bürgerrechten und Weltoffenheit wenig zu tun hat?
Und was erhoffen sich Wolfgang Kubicki und Martin Hagen, wenn sie dieser Agitation nicht offen widersprechen?
Wer eine Partei erneuern will, muss sie zusammenhalten. Schweigen ist in solchen Momenten auch eine Position.
Die neue Führung wurde nur für ein Jahr gewählt. Im Mai wird abgerechnet: Was haben Kubicki und Hagen tatsächlich erreicht? Und wohin geht die FDP? Wird sie eine wirklich neue liberale Kraft, oder nur eine lautere Version dessen, was die Wählerinnen und Wähler zuletzt immer wieder abgestraft haben?
Der gemeinsame Auftritt mit Donald Trump in Georgia kann für Audi-Chef Gernot Döllner zum Bumerang werden. In der Heimat wird die Kritik immer lauter. Und dann ist da ein brisanter Paragraph. https://t.co/wA4vuHLeCP
Klare Sache. @c_lindner und @MAStrackZi haben Recht. Der Chef von #Audi hat auf einem Wahlkampfauftritt von #Trump nichts zu suchen. Völlig unabhängig von der Investitionsentscheidung, die ich nachvollziehen kann.
Ach Herr Alsleben, Ihr Kompass war wirklich noch nie der Beste. Dass Sie wirklich glauben, ich würde mir eine Meinung diktieren lassen, zeigt Ihre ganzen Naivität. Martin Hagen kann offenkundig besser andere Meinung zulassen als Sie, deshalb streiten wir uns auch fair. Daran könnten Sie sich mal ein Beispiel nehmen. Aber Sie sind halt schon immer konservativ und überhaupt nicht liberal. Den völlig blamablen Auftritt des Audi-Chefs, übrigens gegen Unternehmensrichtlinien, bei der Bewertung außen vor zu lassen, ist angesichts der geopolitischen Lage ein naiver Fehler, denn Trump gefährdet die deutsche Sicherheit und Wirtschaft. Und das kann man ruhig getrennt von wirtschaftlich notwendigen Entscheidungen und Werksgründungen bewerten. Fragwürdig ist es auch, bei der Bewertung des Ganzen die desaströse Zollpolitik von Trump wegzulassen und gerade bei Audi und VW neben den Fehlern der Politik zu vergessen, welche haarsträubenden Management-Fehler nicht erst seit dem Diesel-Skandal vorgefallen sind.
Nett gemeint, aber ich lasse mir Meinungen nicht diktieren und Liberale zeichnen sich durch Meinungsvielfalt aus. Den völlig fehlerhaften Auftritt des Audi-Chefs bei der Bewertung außen vor zu lassen, ist angesichts der geopolitischen Lage ein naiver Fehler, denn Trump gefährdet die deutsche Sicherheit und Wirtschaft. Und das kann man ruhig getrennt von wirtschaftlich notwendigen Entscheidungen und Werksgründungen bewerten. Fragwürdig ist es auch, bei der Bewertung des Ganzen die desaströse Zollpolitik von Trump wegzulassen und gerade bei Audi und VW neben den Fehlern der Politik zu vergessen, welche haarsträubenden Management-Fehler nicht erst seit dem Diesel-Skandal vorgefallen sind.
Wir sind zurück! Im Mai 2026 wurde unser ARD-Studio Kyjiw infolge eines russischen Angriffs in Teilen zerstört. Pünktlich zu unserem dritten Geburtstag sind die Reparaturarbeiten vollständig abgeschlossen. Danke an unser engagiertes Kyjiw-Team & für den Rückhalt aus Köln! ❤️ 1/10
Audi-Chef Gernot Döllner zeigt sich auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. Warum das auf mehreren Ebenen schädlich ist: https://t.co/QmHMS4uemK
Ob Herr #Doellner sich bei Trump anbiedert oder Herr Kaeser bei Fridays for Future: Es zeigt, dass deutsche Manager immer mehr darauf setzen, Politik zu beeinflussen anstatt ihre Unternehmen zu verbessern. Und auf X finden viele das gut, die ansonsten von #Marktwirtschaft reden.
@Invictus1577019@fdp Immerhin hat der Bürger mir das letzte Ergebnis über 5 % beschert. Bestätigen mir auch Bürger auf der Straße. Was machen wir jetzt damit.
Warum baut der #Audi-Chef nicht einfach sein US-Werk, wenn es gut für Audi ist? Für wen ist es gut, wenn er einem US-Präsidenten öffentlich in den Hintern kriecht, der die Zölle auf Autos aus Deutschland gerade erst erhöht hat?
@peakvaluelab@AndreasS2904 Andreas verkörpert den klassischen rechten X-User. Blauer Haken, viel Meinung, wenig Ahnung, insbesondere von Liberalismus, aber rumprollen.
Das Wahlergebnis in Serbien ist eine großartige Nachricht für Freiheit und Demokratie.
Die Studentenliste hat die Parlamentswahl nach vorläufigen Ergebnissen klar gewonnen. Fast zwei Jahre lang sind junge Menschen für Rechtsstaat, Transparenz und ein Ende der Korruption auf die Straße gegangen, friedlich, ausdauernd und mutig. Jetzt haben sie es an der Wahlurne geschafft. Dazu gratuliere herzlich.
Aleksandar Vučić hat seine Niederlage eingeräumt. Die hohe Wahlbeteiligung hat gezeigt, dass die Menschen in Serbien mitbestimmen und sich ihre Zukunft nicht aus der Hand nehmen lassen wollen.
Es ist auch eine weitere schlechte Nachricht für Team Putin. Moskau verliert in Belgrad einen Partner, der den Kurs gegen die Sanktionen und damit den brutalen Krieg gegen die Ukraine mitgetragen hat. Serbiens Platz ist in Europa.
Die EU sollte jetzt Tempo machen und Serbien eine echte Beitrittsperspektive bieten, verbunden mit klaren Erwartungen: Rechtsstaat, freie Medien und Sanktionspolitik im Einklang mit der EU.