Die vorgesehenen Änderungen beenden die aktuelle Maximierung der Erträge der Windkraftbetreiber auf Kosten der Allgemeinheit.
Das ist sehr zu begrüßen.
Der Kern: 280 W/m² Rotorfläche ist eine Obergrenze für die Flächenleistung (spezifische Leistung = eingespeiste/installierte Leistung ÷ überstrichene Rotorfläche). Eine niedrige Flächenleistung bedeutet großer Rotor bei vergleichsweise kleinem Generator — also genau die Bauart der „Schwachwindanlagen”. Zum Einordnen: dedizierte Schwachwindtypen liegen etwa bei 210–260 W/m², klassische Starkwind-„Ertragsjäger” deutlich darüber. Der Deckel zwingt Neuanlagen also faktisch in Richtung großer Rotor / flaches Einspeiseprofil.
Die dahinterstehende Logik:
•Glättung des Einspeiseprofils / Netzentlastung. Anlagen mit niedriger Flächenleistung erreichen ihre Nennleistung schon bei geringerem Wind und halten sie länger — sie liefern gleichmäßiger, mit mehr Volllaststunden. Starkwindanlagen dagegen produzieren spitze Peaks bei viel Wind, und zwar regional alle gleichzeitig. Genau diese Gleichzeitigkeitsspitzen dimensionieren die Netze und verursachen Abregelung. Ein Deckel auf die Einspeiseleistung je Rotorfläche kappt diese Peaks.
•Bessere Nutzung knapper Netzanschlusskapazität. An einem gegebenen Anschlusspunkt lässt sich mehr Energie (MWh) unterbringen, wenn die Profile flacher sind — mehr Ertrag pro MW Anschlussleistung. Das passt zur Stoßrichtung des Netzpakets insgesamt (Redispatch-Vorbehalt, „first ready, first serve”).
•Lenkung zu windschwächeren Standorten und in den Süden. Die Regierung begründet die Reform ausdrücklich damit, Anlagen an windschwachen Standorten anzureizen — im Süden soll der Förderausgleich für schwache Standorte steigen. Schwachwindanlagen funktionieren dort besser, was langfristig den Nord-Süd-Transportengpass entlasten würde.
•Systemkosten. Flachere, verteiltere Erzeugung heißt weniger negative Preise, weniger Marktwertverfall durch Kannibalisierung, weniger Redispatch — das erklärte ist es, den Ausbau so zu bremsen, dass der Netzausbau Schritt hält, und die Systemkosten sinken.
Wir (https://t.co/GhtkgZ1qz8) verkaufen gerne in Europa. Und hören trotzdem damit auf.
Was kostet z. B. ein Paket nach Österreich? 14,50 € Porto.
Realität für uns als Gewerbetreibende: 135 € pro Paket bei gerade einmal zehn Sendungen pro Jahr nach Österreich 2025.
Dabei sind wir nur eine kleine GmbH aus Deutschland mit vereinzelten Kunden in Europa. Unser gesamtes jährliches Aufkommen für den EU-Export liegt bei etwa 100 Kilogramm Verpackung. Nicht Tonnen. Kilogramm.
Die Rechnung für Österreich allein: Wer als ausländisches Unternehmen nach Österreich verschickt, ist gesetzlich verpflichtet, die Entsorgung der Verpackung zu lizenzieren und dafür einen lokalen Beauftragten zu benennen, der die Einhaltung der Vorschriften garantiert und dafür haftet:
- Porto (10 Pakete à 14,50 €): 145 €
- Jahrespauschale Verpackungsbeauftragter: 450 €
- Notarkosten für die Vollmachtsbeglaubigung: 150 €
- Opportunitätskosten: 600 €
Und das ist nur Österreich. Frankreich verlangt z. B. ein eigenes Logo samt Anleitung auf jedem Versandkarton, sonst drohen empfindliche Bußgelder. Spanien, Italien, Polen: jeweils eigene Anforderungen, eigene Register. Ab Mitte 2026 kommen mit der EU-Verpackungsverordnung #PPWR weitere Pflichten hinzu.
Konzerne verteilen solche Fixkosten auf Millionen Sendungen. Für kleine Unternehmen und Selbständige wird daraus ein reales Exporthindernis. Das ist kein Versehen des Gesetzgebers, sondern ein struktureller Konzentrationsvorteil zugunsten großer Marktteilnehmer.
Dahinter steht ein System mit eigener Ökonomie: Wer Verpackungen in Verkehr bringt, muss deren spätere Entsorgung lizenzieren. Allein in Deutschland fließen dabei jährlich Milliardenbeträge an Lizenzentgelten an marktbeherrschende Entsorgungsunternehmen. Diese profitieren dabei mehrfach, über Lizenzgebühren beim Inverkehrbringen von Verpackungen über die Abholung und Verwertung der eingesammelten Rohstoffe. Komplexität ist dabei kein Fehler im System; sie ist Teil des Geschäftsmodells.
Besonders grotesk wird das im Vergleich mit Plattformversendern aus Fernost. Millionen Kleinsendungen fluten den europäischen Markt bei erkennbar geringerer Vollzugsintensität. Der europäische Mittelstand wird kontrolliert, weil er greifbar ist.
Der ursprüngliche Gedanke hinter der @EUCouncil war ein anderer: ein gemeinsamer Binnenmarkt, der Grenzen abbaut statt neue errichtet. Stattdessen: 27 nationale Compliance-Silos, die kleinen Unternehmen den Export systematisch verleiden.
Was sich ändern müsste:
1. Eine zentrale EU-Registrierung statt 27 nationaler Alleingänge
2. Eine De-minimis-Regelung für Kleinversender
3. Konsequenter Vollzug gegenüber Drittstaatsversendern statt Belastung des europäischen Mittelstands
Wir ziehen uns deshalb vorerst auf Deutschland und die Schweiz zurück, weil wir unsere Energie lieber in Produkte und Kunden investieren.
Die aktuelle EU-Bürokratiearchitektur erleben viele Unternehmen nur noch als Belastung.
Wir sind Unternehmer und keine Verpackungsjuristen, @vonderleyen , @DIHK_News, @MarkusFerber , @svenja_hahn , @nicolabeerfdp , @ANiebler
Gerne reposten - es betrifft den Mittelstand generell.
Yes.
I think we completely underestimate how much the now massive regulation of buying and especially selling Bitcoin unsettles the average investor and hodler.
Cashing out from self-custody, at least in the EU, has now become extremely laborious and fraught with risk.
There's no such thing as privacy with self-custody anymore.
@fbrantner Der reale Beitrag der Grünen zum Thema Energieversorgung ist die Zerstörung unserer günstigsten und klimafreundlichsten Energiequelle und Billionen-schwere Schäden für unsere Volkswirtschaft.
Ich hatte auch überlegt, am Ende des Bullenmarkt es einen (kleineren) Teil meiner Bestände zu veräußern und mit dem Geld dann im Bärenmarkt wieder einzusteigen. Wenn das Timing passt, würde sich der Bitcoin Stack vergrößern.
Wenn nun aber eine steuerliche Neuregelung dazwischen funkt, die nur für Neubestände gilt, war es vielleicht ein schlechter Deal.
@Treee_on_B Du hast recht, es ist nicht 100-prozentig garantiert. Aber die Experten, die ich gehört habe gehen davon aus, dass Altbestände Vertrauensschutz genießen.
Nehmen wir an du hast einen Bitcoin und damit 60.000€ Gewinn gemacht. Du verkaufst den einen Bitcoin und realisierst den steuerfreien Gewinn. Dann kaufst du dir einen neuen Bitcoin für 100.000 € der von einer möglichen Gesetzesänderung betroffen sein könnte, falls diese innerhalb eines Jahres kommt. Jetzt sind potentielle zukünftige Gewinne mit 30 % zu besteuern, während im ersten Fall, in dem du nicht verkaufst, auch alle zukünftigen Gewinn steuerfrei bleiben würden.
@maxmannhart@larissafusser Die Aufmerksamkeit im linken Lager ist ein Orden für eure Arbeit! Und es legt das Demokratieverständnis dieser Leute gnadenlos offen.
@NikoJilch@BusinessInsider@courtisan Danke für deinen Besuch in Berlin, Niko.
Euer Panel war das Highlight des Tages. Und toll, dich mal persönlich zu sprechen 👍