Stellt Euch mal vor, das #Elektroauto wäre seit 100 Jahren der Standard und nun würde jemand versuchen den #Verbrenner durchzusetzen.
Die Diskussion wäre noch absurder als sie jetzt andersrum ist und der #Explosionsmotor hätte absolut keine Chance.
Einen dünner Tank voll leicht entzündbarer Flüssigkeit in JEDEM Fahrzeug. Kein Vergleich zu den Akkus und ihren aufwändigen Gehäusen. Parkhausbetreiber würden es reihenweise verbieten. Diese Fahrzeuge haben die Brandgefahr schon in ihrem Namen. ->VERBRENNER
Das ginge auch damit weiter, dass man alleine für diese Autos eine aufwändige Entlüftung in jedem Parkhaus verbauen müsste um die giftigen Abgase raus zu befördern. Und zur Sicherheit lieber noch ein paar Schilder, dass man im Stillstand bitte den Motor abschalten sollte.
Weiter hätte man große Schwierigkeiten den Leuten den Verbrenner als viel emotionaler zu verkaufen. Weniger Leistung und dafür so viel Krach wie ein Heavy Metal Konzert. Schulen und Kindergärten würden in einem Umkreis von ein paar Kilometer #Verbrennerverbote aussprechen. Die Lärm ist nicht gut für die Kinderohren.
Und der Fahrkomfort? Selbst im Stillstand vibriert das Ding. Generationen von #Elektrofahrer würde das regelmäßig verunsichern. "Ist jetzt was kaputt? Warum vibriert der denn?"
Nichtmal effizienter sind die Verbrenner. Wie soll sich etwas durchsetzen, was den Berg runter weiterhin Energie verbraucht, anstatt zu rekupererien? Mal ganz davon abgesehen, dass es ein komisches Konzept ist einen Zylinder ständig zu beschleunigen und wieder zu bremsen um ihn wieder zu beschleunigen... Und weil das nicht schon genug ist, muss man auch noch ständig den Gang wechseln, da dieser Explosionsmotor nur in einem engen Drehzahlfenster wirklich Drehmoment liefert.
Man stelle sich auch mal vor, die Leute könnten plötzlich nichtmehr daheim in der Garage, beim Arbeitgeber oder allgemein überall wo es elektrischen Strom gibt laden. Die Tankstationen sind viel zu aufwändig, angefangen bei den Ölabscheidern falls etwas von diesem umweltverpestenden Zeug daneben geht und weiter damit, dass man den Treibstoff um die halbe Welt trantsportieren muss. Wer soll denn das alles bezahlen? Kein Vergleich zur Energie vom Dach, dem Windrad oder auch der Wasserkraft.
Es ist eigentlich ein spannendes Gedankenexperiement und ich bin mir recht sicher: Der Verbrenner würde sich heute nicht gegen das #Elektroauto durchsetzen. Er hätte so viel Chancen wie eine Dampflok 🚂 gegen eine Diesellok. 🚅 Selbst das Thema Reichweite wäre vom Tisch. Verbrenner vor 100 Jahren hatten weniger Reichweite als heutige Elektroautos. Hätten diese schon 100 Jahre Entwicklung hinter sich, hätten sie so unnötig hohe Reichweiten wie der #Explosionsmotor sie heute erzielt.
Ich lag falsch: Es heißt Kabelkühlung und geht auch primär um das Kabel
Das soll's geben, dass ich falschliege. Umso wichtiger, dass ich es korrigiere und nicht einfach so stehen lasse.
Vor einigen Monaten berichtete ich, dass die Kühlung der DC-Pins am CCS Kabel wichtiger ist als die Kühlung der Kabel selbst. Aus meinem Berufsalltag kenne ich die Relevanz der DC-Pins von CCS Kabel, da diese verschleißen und man sie daher im Blick behalten muss.
Irgendwann werden sie zu (ungleichmäßig) heiß und dann muss die Ladestation die Leistung langsam drosseln.
Gut ist also, man erkennt das, bevor gedrosselt wird, und tauscht sie.
Aber nur weil die DC Pins verschleißen und mehr Aufmerksamkeit brauchen, heißt es nicht, dass die meiste Kühlleistung des Kabels bei den DC Pins draufgeht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
Was mir entgangen war, aber eigentlich total logisch ist:
Niemand macht die Kupferkabel dicker als unbedingt nötig. Nicht um Geld in Form von Kupfer zu sparen, denn das ist der geringste Preistreiber bei etwas so Komplexem wie Ladekabeln. Aber um das Kabel schlichtweg leichter und damit flexibler, so wie handlicher zu machen.
Letztendlich ist es so, dass man bei beispielsweise einem gekühlten 5,5 Meter langen 400 A Kabel und 400 V (160 kW) etwa 2 kW an Wärme abführen muss. Dem gegenüberstehen die DC-Pins, welche eher in der Region von 100-200 Watt sind, welche da noch weggekühlt werden müssen.
Aufgrund geringerer Ströme bei 800 V Autos, ist es dort natürlich weniger.
Man lernt nie aus, auch ich nicht. Mit der Erhöhung der Ströme steigen dann auch die Querschnitte. Oder man verbessert die Kühlung, aber die Wärme muss auf jeden Fall weggeschafft werden.
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@grossing42 Lange bevor die Isolierung Schaden nimmt, werden die DC Pins zu heiß. Diese wiederum werden ständig überwacht und dann drosselt die Säule rechtzeitig.
Das Auto kühlt GARNIX. Im Gegenteil, das Kabel der Säule muss noch für das Auto mitkühlen.
Mir ist kein Auto (und auch kein LKW) mit aktiver Ladebuchsenkühlung bekannt. Und eben so wenig einer, der sich da Gedanken zu passiver Kühlung macht. Da ist so viel Kupfer drin, dass es nen Ladevorgang lang hält und den Rest muss die Säule wegkühlen.
Natürlich kann man nun sagen, dass es ja egal ist, wenn bei - 20 °C die Kühlleistung noch nicht da ist. Schließlich ist dann sowieso alles noch kalt und man braucht sie nicht. Das Problem ist aber, dass sich unterschiedliche Dinge im Kabel unterschiedlich schnell aufheizen. Vor allem die DC-Pins sind dann schon lange an ihren 80 °C und drosseln, bis das Öl dann auch mal auf Temperatur ist und richtig kühlt.
Das Ergebnis ist dann ein in der Leistung stark gedrosselter Ladevorgang wegen Übertemperatur, obwohl es eigentlich tiefster Winter ist.
Lasst es bleiben, Ölkühlung macht einfach keinen Sinn für Ladestationen
Zugegeben, ich hatte mir dazu bisher noch keine großen Gedanken gemacht. Aber bei meinem Besuch bei LEONI LCS war es ein Thema und ich lernte, was die Vor- und viele Nachteile von Ölkühlung in Ladekabeln sind.
Klarer Vorteil von Ölkühlung ist, dass man damit den elektrischen Leiter direkt umspülen kann und entsprechend eine bessere Kühlleistung hat. Das ermöglicht dünnere Kupferkabel, was sie leichter und flexibler macht.
Außerdem kann man so die DC Pins direkt kühlen, was auch hier dann höhere Leistungen erlaubt.
Das war's aber leider dann auch schon mit den Vorteilen, die Nachteile überwiegen stark. Ich denke, Ölkühlung ist eher etwas für die Nische.
Denn Öl ist ausschließlich deswegen besser im Kühlen, weil es eben nicht elektrisch leitend ist und den direkten Kontakt zum elektrischen Leiter hat. Öl selbst, kann im Vergleich zum üblichen Wasser+Glykol Gemisch nämlich nur die Hälfte an Wärme aufnehmen. Das hat zur Folge, dass die Ausgangstemperatur am Ende des Ladekabels deutlich höher ist, was dann die Länge der Ladekabel limitiert. Gerade für Ladekabel ist Ölkühlung daher eher was für ganz kurze.
Ein weiteres Problem von Öl ist, dass es schon bei normalem Winter recht dickflüssig wird. Bei - 10 °C ist es bereits so zäh wie Honig und mit - 15 °C dann auf dem Niveau von Honig aus dem Kühlschrank.
Wiederum das klassische Wasser+Glykol Gemisch lässt sich auch bei - 20 °C noch ganz normal pumpen.
Und zu guter Letzt ist es auch so, dass man für Öl weitere Sicherheitsmaßnahmen im Kühler braucht. Hat man ein Medium, welches auf seine isolierende Wirkung setzt, muss man auch ständig das Öl überwachen, dass es nicht Wasser zieht und vielleicht doch elektrisch leitend wird. Was natürlich weitere Komplexität ins System bringt und Geld kostet.
In diesem Zuge wäre dann auch ein Ionenfilter sinnvoll
Der Umweltaspekt von Öl ist auch nochmal einer. Es gibt sowohl biologische Öle, diese sind dann aber noch schneller dickflüssig. Also auch herkömmliche, die will man nicht unbedingt bei einem Kabeldefekt in den Boden sickern lassen.
Natürlich ist das Wasser+Glykol Gemisch auch nichts, was man trinken oder groß verschütten möchte. Aber dennoch weniger problematisch.
An der Stelle auch ein herzliches Danke an Herrn Sebastian Goß von LEONI LCS für die Informationen zum Thema.
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So schützt ihr Eure Kabel? Wovor? UV-Strahlung?
Das Thema Kabelklau ist leider nach wie vor im Gespräch und ich fürchte, so ganz loswerden wir es auch erstmal nicht wieder. Genug Idioten gibt es da draußen, die so große Geldnot haben, dass es ihnen das mittlerweile hohe Risiko wert ist, für 20-30 € verhaftet zu werden.
Der Schaden dabei ist bekanntlich noch größer. Tauscht man die beiden Kabel einer 300 kW Ladestation aus, stehen Kosten von um die 6.500 € gegenüber.
Die erste Idee ist nun natürlich, die Kabel in einen schnittfesten Mantel zu packen, dan schneidet sie keiner mehr ganz ab. Das System CableGuard hat dazu noch eine Stahlkette in sein System integriert. Aber dabei haben wir uns alle irgendwie zu sehr auf das Thema "abschneiden" konzentriert:
Die Diebe wollen nicht die Kabel per se abschneiden, sie wollen das Kupfer haben.
Entsprechend gibt es jetzt schon die ersten Fälle, da ist die Kette unversehrt, die Socke außenrum oben und unten vorsichtig aufgeschnitten. Dann das Ladekabel selbst abgeschnitten und herausgezogen.
Ohne einen Alarm vom CableGuard auszulösen. Wenngleich die Säule selbst dennoch einen Alarm auslöst, auch ganz ohne CableGuard.
Hat man das richtige Messer, kostet es einen nicht mal sonderlich Zeit, dieses System.
In meinen Augen zeigt das recht eindeutig auf, was ich mir schon länger denke: Wenn man das Thema über Hardware lösen will, dann muss die Lösung in das Kabel der Begierde, nicht außenrum.
Wobei ich persönlich dennoch stattdessen hardwareunabhängige Lösungen bevorzuge und unterschiedliche Ladestationsbetreiber auch damit bereits deutlich mehr Erfolge verbuchen.
Hardwarelösungen wie diese hier sind teuer, aufwändig nachzurüsten und offensichtlich dennoch nicht sonderlich erfolgreich.
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Keine Lösung gegen Kabelklau: Aluminium, statt Kupfer
Eigentlich klingt es nach der einfachsten Lösung überhaupt: Die Diebe sind hinter dem Kupfer her, also lässt man es eben weg. Glücklicherweise ist Kupfer nicht der einzige elektrische Leiter und es gibt durchaus Alternative.
Am beliebtesten ist da Aluminium. Es ist leichter, günstiger und wird auch selbst bei Ladesäulen heute schon eingesetzt. Allerdings in der Erdleitung zur Säule hin, nicht als Ladekabel.
Denn zwei Nachteile hat Kupfer:
1. Es braucht dickere Querschnitte für die gleiche Leitfähigkeit
2. Es ist nicht so flexibel wie Aluminium
Die Querschnitte wären noch in Ordnung, denn in Summe wäre es dennoch leichter und damit handlicher als Kupfer. Aber es kommt in Sachen Ermüdungsanfälligkeit an seine Grenzen.
Liegt das Kabel nur im Boden und bewegt sich nicht, ist es egal. Wird es aber ständig in alle Richtungen bewegt, zum ein- und ausstecken. Dann wird es kritisch und neigt schneller zum Kabelbruch.
Aluminium ist dafür nicht geeignet, es bricht deutlich schneller als Kupfer und entsprechend müssten die Kabel dann auch öfter getauscht werden. Macht dem Kunden kein Spaß, wenn er an ein defektes Kabel gerät. Macht aber auch dem Betreiber keinen Spaß, wenn er schon wieder ein Neues braucht.
Aber selbst wenn man nun das irgendwie mit einer HighTech-Legierung gelöst bekäme. Es geht trotzdem nicht: Per Norm ist ausschließlich Kupfer erlaubt. Klingt komisch, führende Kabelhersteller sehen es aber auch als Alternativ an.
Kupfer als elektrischer Leiter ist definitiv die richtige Wahl. Erfolgreiche Lösungen gegen Kabeldiebe gibt es ebenfalls, aber Aluminium als Kabel gehört nicht dazu.
Ladekabel werden sich in Folg von Kabelklau ändern und die ersten haben es auch. Aber Aluminium ist es nicht und das ist in meinen Augen auch kein Problem. Im Gegenteil.
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@daniel_jaf Mist, knapp zu spät. Man kann nur die ersten 60 Minuten auf Twitter Posts korrigieren. 😅
Aber auf allen anderen Plattformen ist es korrigiert.
Ohje, zu viel im Kopf. Zeit für Feiertag heute. 🙈
Weißt Du, wo Dein Ladekabel herkommt? Werkführung bei LEONI in Bayern
Egal ob hochperformante Akkus, stark motorisierte Boliden oder schnell ladende Elektroautos. Nichts geht ohne die Kabel von LEONI aus Bayern. Der Spezialist rund um Kabel in der Automobilbranche. Egal ob Leistungskabel, Datenkabel oder irgendwas dazwischen, jeder Autohersteller kennt sie und kaum einer ist nicht Kunde bei ihnen.
Aber was ist überhaupt an Kabeln so speziell? Wie geht der Hersteller mit Kabelklau um? Wie werden die Kabel gefertigt? Und worin unterschieden sie sich? Das erfahrt ihr in diesem Artikel, denn ich hatte die Gelegenheit, mir das im Werk anzusehen.
via @smartEMOTION
https://t.co/zc0IKljPZI
So schützt ihr Eure Kabel? Wovor? UV-Strahlung?
Das Thema Kabelklau ist leider nach wie vor im Gespräch und ich fürchte, so ganz loswerden wir es auch erstmal nicht wieder. Genug Idioten gibt es da draußen, die so große Geldnot haben, dass es ihnen das mittlerweile hohe Risiko wert ist, für 20-30 € verhaftet zu werden.
Der Schaden dabei ist bekanntlich noch größer. Tauscht man die beiden Kabel einer 300 kW Ladestation aus, stehen Kosten von um die 6.500 € gegenüber.
Die erste Idee ist nun natürlich, die Kabel in einen schnittfesten Mantel zu packen, dan schneidet sie keiner mehr ganz ab. Das System CableGuard hat dazu noch eine Stahlkette in sein System integriert. Aber dabei haben wir uns alle irgendwie zu sehr auf das Thema "abschneiden" konzentriert:
Die Diebe wollen nicht die Kabel per se abschneiden, sie wollen das Kupfer haben.
Entsprechend gibt es jetzt schon die ersten Fälle, da ist die Kette unversehrt, die Socke außenrum oben und unten vorsichtig aufgeschnitten. Dann das Ladekabel selbst abgeschnitten und herausgezogen.
Ohne einen Alarm vom CableGuard auszulösen. Wenngleich die Säule selbst dennoch einen Alarm auslöst, auch ganz ohne CableGuard.
Hat man das richtige Messer, kostet es einen nicht mal sonderlich Zeit, dieses System.
In meinen Augen zeigt das recht eindeutig auf, was ich mir schon länger denke: Wenn man das Thema über Hardware lösen will, dann muss die Lösung in das Kabel der Begierde, nicht außenrum.
Wobei ich persönlich dennoch stattdessen hardwareunabhängige Lösungen bevorzuge und unterschiedliche Ladestationsbetreiber auch damit bereits deutlich mehr Erfolge verbuchen.
Hardwarelösungen wie diese hier sind teuer, aufwändig nachzurüsten und offensichtlich dennoch nicht sonderlich erfolgreich.
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