Am 5. Mai 1945 wurden die drei Matrosen Karl-Heinz Freudenthal, Günther Kaellander und Willi Albrecht in Flensburg erschossen, nachdem sie von einem Sondergericht zum Tode verurteilt worden waren.
Sie hatten in der Nacht auf den 4. Mai versucht, auf dem Zerstörer „Paul Jacobi” den Kreiselkompaß funktionsunfähig zu machen, um ein Auslaufen des deutschen Kriegsschiffes kurz vor der bevorstehenden Kapitulation zu verhindern.
Rund um Flensburg sind in den letzten Kriegstagen mindestens 150 deutsche Soldaten hingerichtet worden, meist wegen Fahnenflucht, Sabotage oder „Wehrkraftzersetzung“.
#WirVergessenNicht #NieWiederKrieg
Die Aussage des russischen Generals Alexander Lebed (1950–2002) ist nicht nur ein Zitat – sie ist eine nüchterne, logische Analyse, die bis heute gilt:
„Lassen Sie mich eine Kompanie aus den Kindern der Elite rekrutieren, und der Krieg wird an einem Tag vorbei sein.“
Lebed war kein Pazifist und kein Theoretiker. Er war Fallschirmjäger-General, Kommandeur in Afghanistan, Verhandlungsführer im ersten Tschetschenien-Krieg und 1996 sogar Präsidentschaftskandidat.
Er kannte Kriege aus erster Hand und wusste: Entscheidungen über Krieg und Frieden werden von Menschen getroffen, die selbst kein persönliches Risiko tragen.
Solange die Kinder von Politikern, Milliardären, Medienmogulen und hohen Beamten nicht in den gleichen Schützengräben liegen wie die Söhne und Töchter von Normalbürgern, fehlt den Verantwortlichen der entscheidende Anreiz, Konflikte schnell zu beenden.
Sie können Risiken abwägen, ohne dass die eigene Familie den Preis zahlt. Das Ergebnis sind jahrelange Stellungskriege, endlose Aufrüstungsdebatten und rhetorische „Solidarität“, während die echten Kosten auf andere abgewälzt werden.
Historisch lässt sich das belegen:
- Im Vietnamkrieg erhielten die Söhne der US-Elite massenhaft Studienaufschübe oder sichere Posten; die Front wurde vor allem von Arbeiter- und Mittelschichtkindern besetzt.
- In vielen europäischen Konflikten des 20. Jahrhunderts blieben die Familien der Entscheidungsträger auffallend oft verschont.
- Auch heute sieht man in fast keinem laufenden Konflikt (Ukraine, Nahost oder anderswo) die Nachkommen der politischen oder wirtschaftlichen Elite systematisch an der Front – weder in Russland noch im Westen.
Lebed hat das auf den Punkt gebracht, weil er wusste: Wenn die Elite plötzlich selbst betroffen wäre – wenn der eigene Sohn oder die eigene Tochter in der ersten Reihe stünde –, würde der Druck auf Diplomatie, Verhandlungen und Deeskalation schlagartig übermächtig. Der Krieg wäre nicht mehr abstrakt, sondern existenziell. Und genau dann würde er tatsächlich „an einem Tag vorbei sein“.
Wer heute noch so tut, als wäre das eine übertriebene These, sollte sich fragen: Warum ist es eigentlich selbstverständlich, dass die Kinder der Mächtigen in Universitäten, Start-ups oder sicheren Hauptstadtbüros bleiben – während andere für geopolitische Ziele ihr Leben riskieren?
Wer Krieg fordert oder verlängert, sollte bereit sein, den Preis dafür persönlich zu zahlen. Alles andere ist Heuchelei.