Dieses Video stellte Carsten Linnemann wirklich auf Instagram.
Er redet wie der Teilnehmer einer Reality Sendung in die Zuschauercam.
Er redet von seinem "Super-Büro" und seinem Kickertisch wie Bernd Stromberg.
"Und klar, ich bin da auch ehrlich, ihr müsst mir ein bisschen Zeit geben, hier und da muss ich einfach noch tiefer einsteigen. Und ich hab auch echt nen Höllen-Respekt vor dieser Aufgabe. Aber ich glaube, da ist ganz schön viel Musik drin", sagt er er wie ein Vater, der zum Elternsprecher gewählt wurde, weil kein anderer es machen wollte.
Friedrich Merz ist offenbar der schlechteste Organisator den die CDU je hatte.
Aber so einen Auftritt als Bald-Gesundheitsminister selbst zu filmen und dann noch hochzuladen, das ist eine Qualität der Verzweiflung und Leere, die ich bei Leuten dieser Gehaltsklasse noch nie gesehen habe.
"Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich dabei unterstützen - KÖNNTET", sagt Linnemann zum Schluss.
Warum soll ich ihm helfen?
Dieser Mann bekommt so viel Geld im Monat wie viele im Jahr verdienen, er hat Hunderte Mitarbeiter, die für ihn arbeiten.
Und er will meine Hilfe?
Sorry, vielleicht ist Politik einfach der falsche Beruf für diese Leute.
Ich höre Claudia Roth zu und denke mir: Endlich. Endlich sagt mal jemand aus dieser politischen Ecke, dass Kunst frei ist, dass sie provozieren darf, dass sie mobilisieren darf und dass Künstler nicht einfach aus Sendungen geworfen werden dürfen. Dem stimme ich sogar zu. Nur eine Frage drängt sich mir auf: Wo war diese Haltung in den letzten Jahren?
Wo war Claudia Roth, als Uwe Steimle aus dem MDR verschwand? Wo war sie, als Lisa Fitz aus Sendungen verschwand? Wo war sie, als Serdar Somuncu, Nikolai Binner, Ludger K., Vince Ebert, Monika Gruber oder andere unbequeme Künstler immer weniger Bühnen und Sendeplätze bekamen? Wo war sie, als ich selbst aus Häusern gedrängt wurde – aus dem Schmidts Tivoli in Hamburg, dem Renitenztheater Stuttgart, dem Vorderhaus Freiburg, dem Hamburger Sprechwerk, der Musa Göttingen, dem Alten Schlachthof Soest, dem LCB Wuppertal sowie weiteren Bühnen? Wo waren damals die leidenschaftlichen Reden über Artikel 5 des Grundgesetzes? Wo waren die Warnungen vor einem Angriff auf die Kunstfreiheit?
Stattdessen wurde jahrelang behauptet, Cancel Culture gebe es gar nicht. Wer darauf hingewiesen hat, wurde belächelt, diffamiert oder gleich in eine politische Ecke gestellt. Und jetzt? Jetzt trifft es einen Künstler aus den eigenen Reihen. Plötzlich wird die Kunstfreiheit entdeckt. Plötzlich wird Artikel 5 zitiert. Plötzlich ist das Rauswerfen eines Künstlers ein demokratisches Problem.
Ich sage: Willkommen. Genau das kritisieren viele von uns seit Jahren. Kunstfreiheit gilt nicht nur für Danger Dan. Sie gilt auch für Uwe Steimle, Dieter Nuhr, Lisa Fitz, Serdar Somuncu, Vince Ebert, Monika Gruber, Nikolai Binner, Ludger K., Kay Ray und jeden anderen Künstler. Sie gilt auch dann, wenn einem die Kunst nicht gefällt. Genau das ist ihr Sinn.
Wer Kunstfreiheit nur dann verteidigt, wenn der eigene politische Freundeskreis betroffen ist, verteidigt keine Kunstfreiheit. Er verteidigt die eigene Gesinnung. Kunstfreiheit ist unteilbar. Entweder sie gilt für alle oder sie ist am Ende nur ein schönes Wort für die eigene Doppelmoral.
Herzlichst Kay Ray ❤️❤️❤️
Kay. Ray auf Tour:
22.&23.7. BERLIN, Die Wühlmäuse
1.8. WACKEN
bühne: welcome to the jungle
wann: 19:30 uhr
2.8. DORTMUND, Spiegelzelt
@robinalexander_ ... und dass er nun ausgerechnet wegen eines "Spahn-Ferkels" zurücktritt, hatte wohl niemand auf der Bingo-Karte. Irgendwo in Berlin dürfte Ralph Brinkhaus heute genüsslich lächeln. #ProblemKuckuck“ Ironie aus
@dokhollidays@ninawarken Kann ich jetzt meinen Angehörigen zu Frau Warken bringen ? Die ist ja weder auf Geld noch Rentenpunkte angewiesen 😂, obwohl, ich bekomme ja gar keine
#hartaberfair wann hört das auf, sich darauf zu berufen, dass sich Parteien gegenseitig Themen wegnehmen? Diese Frage ist schon absurd, wenn es die Belange des Volkes sind.