Deutschlands Klimapolitik ist kein Erfolg. Der deutsche Strom ist teuer und schmutzig. Man kann ein Industrieland auf Dauer nicht allein mit Erneuerbaren versorgen. Der Preis dafür ist der industrielle Niedergang.
Vielen Dank für die Einladung, @phoenix_de !
Stromversorgung ist kein Bilanzierungsgeschäft sondern ein Geschäft bei dem es darauf ankommt sekundengenau den Bedarf zu decken. Das können Erneuerbare nicht und sie werden es auch niemals können, weil die Launen von Wind und Sonne nicht dem Bedarf der Stromverbraucher entsprechen. Die Bilanz der EE ist völlig nichtssagend weil sie keine Auskunft darüber gibt wie diese 58 Prozent verwendet wurden. Wieviel dieser 58 Prozent musste zB mit Zuzahlung ans Ausland exportiert werden damit bei uns nicht das Netz zusammenbricht. Der Steuerzahler muss dann für diese Erzeugung vorbei an Bedarf wieder herhalten, im letzten Jahr mit über 18 Milliarden Euro. Wann kapiert ihr energiewirtschaftlichen Volltrottel endlich mal worum es in geht? Es geht darum den Bedarf der Verbraucher sekundenscharf zu decken und nicht darum soviel Strom wie möglich zu erzeugen, den niemand braucht. Gerade in den den letzten Wochen mit PV Höchstwerten haben uns wieder verlässliche, steuerbare französische Kernkraftwerke jede Nacht mit Strom versorgt. Jetzt ratet mal warum? Weil die Sonne nachts immer noch nicht scheint.
@Karl_Lauterbach Bei allem Respekt Herr @Karl_Lauterbach
Wie weit sind Sie denn zwischenzeitlich von der Realität und ihren Ursachen entfernt?? Es wird ja immer unfassbarer…
Ausweg: Dichtmachen. Und genau das wird passieren.
Am Ende der deutschen Energiewende wird keine CO2-Neutralität stehen, sondern eine Industrieruine.
Und alle wissen das. Und alle machen weiter so. In 10 Jahren werden sie dann die Schuld auf die EU schieben.
Umso katastrophaler die gescheiterte Grüne Energiewende sich für Deutschland auswirkt, desto dreister lügen DieGrünen:
Lisa Badum behauptet gerade in der Phoenix Runde "Die französischen Kernkraftwerke stehen still" und "Photovoltaik und Windenergie senken den Strompreis" und "DieGrünen haben ein Energiekonzept".
Die Linke Badum kann die Zuschauer so leicht mit glatten Lügen vorführen, weil sie weiß, dass auch der Journalismus in Deutschland nicht mehr funktioniert, sie nicht geistig zur Rechenschaft gezogen wird.
Kernenergie liefert übrigens in Frankreich gerade über 60% der Energie. Deutschland ist zwingend auf gigantische Importe von 10 GW Leistung in dieser Stunde angewiesen. Ganz Österreich braucht derzeit nur 9 GW Leistung.
Und trotz der großen Importe von sauberer Energie produziert Deutschland seinen Strom mit neunmal (!!!) so viel CO2 wie Frankreich.
Auch konnte Frankreich seine Strompreise um satte 15 % senken und trotzdem erwirtschaftet die EDF unglaubliche hohe Roherträge von über 100 Mrd.€ in den letzten 3 1/2 Jahren.
Deutschland braucht zwingend den Wiedereinstieg in die Kernenergie. Ansonsten nimmt der Wohlstand weiter ab. Das ist den Grünen egal. Ihr politisches Geschäftsmodell basiert auf dem Schüren von Emotionen mit egal welchen Lügen.
#Energie
#Kernkraft
@phoenix_de
Der Preis für den mit Abstand dümmsten Tweet des Tages geht an Frau Küchenhilfe-Eckart.
Wenn der Steuerzahler 1,6 Milliarden Euro nicht zahlt, kostet das den Steuerzahler wieviel @GoeringEckardt ?
Großer Gott, und solche Leute entscheiden mit über unser Leben…
Heute sind bei der schrecklichen Gewalttat in #Stade mehrere Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung getötet worden. Was mich an diesem Fall besonders bewegt: Über 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶 diese Entwicklung haben mir viele Polizistinnen und Polizisten während meiner Recherchen zu 𝗪𝗶𝗿 𝘃𝗲𝗿𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗟𝗮𝗻𝗱 berichtet. Sie sagen, dass Gewalt sich immer häufiger gegen diejenigen richtet, die den Staat im Alltag repräsentieren - also neben Polizisten auch Rettungskräfte, Lehrer, Mitarbeiter von Jugendämtern oder sozialen Einrichtungen.
Ein Hamburger Beamter erzählte mir beispielsweise, dass viele Sachbearbeiter inzwischen Angst hätten, Leistungen zu kürzen, weil dann plötzlich ganze Großfamilien vor ihnen stehen könnte. Anschließend erzählt ein weiterer Polizist von einem Fall, in dem ein Jobcenter-Mitarbeiter nach einer Leistungskürzung mehrfach pro Woche zerstochene Reifen an seinem Auto hatte. Wörtlich: „Und das war noch das Harmloseste.“ Die Botschaft sei eindeutig gewesen. (S. 225)
https://t.co/czl7h0RaTE
Energieversorgung ist kein Bilanzierungs- sondern ein Senundengeschäft. Für die Bilanz der Erneuerbaren bekommen Sie rein garnichts noch nicht mal eine Kürnote. Was sie bekommen ist eine dicke Rechnung für Überproduktion, die sie dann an den Steuerzahler weiterreichen und was sie noch bekommen ist jede Menge CO2 wenn die EE versagen.
In Hamburg muss man nachweisen, dass Maßnahmen wie Fassadenbegrünung zu wenig bringen, sonst darf man selbst im eigenen Einfamilienhaus keine Klimaanlage einbauen. Eingeführt 2023 unter dem grünen Umweltsenator Jens Kerstan.
Mit Klimaanlagen in Krankenhäusern wäre das nicht passiert.
Ideologie tötet Menschen. Immer. Nur auf unterschiedliche Weise.
Gerade lassen wir Alte und Kranke in Pflegeheimen und Krankenhäusern unnötig leiden und auch sterben, weil wir von Menschen regiert werden, denen die Rettung eines Baumes und einer Gelbbauchunke zwar sehr am Herzen liegt, die aber ums Verrecken keine Klimaanlagen anschaffen würden, um Menschenleben zu retten.
Die Lösung ist nicht Schatten und mehr trinken, sondern billige Energie herstellen um alle notwenigen Geräte mit günstigem Strom zu versorgen.
Atomstrom wäre die einfachste Lösung. Aber da steigen wir ja aus, weil wir lieber in kühlen Höhlen leben wollen.
Hey, @janoschdahmen, haben Sie als gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion zufällig vor einem Jahr an diesem Positionspapier Ihrer Fraktion mitgewirkt?
⚠️ EILMELDUNG: DER NÄCHSTE RENTEN-HAMMER – WITWENRENTE VOR DEM AUS!
Stand 27.06.2026
Man muss schon ganz genau hinsehen und das Kleingedruckte der neuen 33 Reformpunkte der Rentenkommission akribisch studieren, um es überhaupt zu bemerken.
Während die Medien fast nur über das Rentenalter oder das Aus der Rente mit 63 berichten, versteckt sich hinter dem harmlos klingenden Punkt "Empfehlung 11" ein radikaler Systemwechsel, den man im ersten Moment ganz schnell übersieht.
Die Rentenkommission der Regierung bereitet dort nämlich klammheimlich den nächsten, noch drastischeren Kahlschlag vor:
Die Witwenrente, die es in Deutschland bereits seit 1911 gibt, soll faktisch abgeschafft werden!
Was unter dem Deckmantel der "Modernisierung" geplant ist:
* Das Ende der 55 Prozent:
Bislang konnten Hinterbliebene im Todesfall mit 55 Prozent der Rentenansprüche des Partners rechnen. Damit soll nun Schluss sein.
* Verpflichtendes Rentensplitting:
Stattdessen soll künftig ein sogenanntes Rentensplitting erzwungen werden. Beide Partner erhalten dann automatisch nur noch die Hälfte der gemeinsam erarbeiteten Punkte.
* Niemand will das freiwillig:
Dieses Modell gibt es auf freiwilliger Basis schon seit 2002. Im Jahr 2024 haben sich laut Berichten ganze 111 Paare in Deutschland dafür entschieden – aus gutem Grund, denn wer splittet, verzichtet komplett auf die Witwenrente. Die Kommission will dieses absolute Nischenmodell nun zur Pflicht machen.
* Gigantische Kürzungen:
Die Rentenversicherung rechnet mit Einsparungen von satten 19 Milliarden Euro jährlich. Zum Vergleich, wie wir ohnehin schon dastehen:
In Spanien bekommen Hinterbliebene im Schnitt rund 2000 Euro, bei uns in Deutschland sind es im Durchschnitt 700 bis 800 Euro. Und selbst diese Leistung soll nun massiv gekappt werden.
Mein Fazit:
Das ist ein beispielloser Angriff auf Millionen Ehen in Deutschland. Verkauft wird uns das Ganze von der Rentenkommission als "Modernisierung" und es klingt vordergründig nach Gleichberechtigung. Die bittere Realität sieht aber völlig anders aus:
Es trifft ganz gezielt diejenigen, die ohnehin schon benachteiligt sind – allen voran Frauen, die für die Kindererziehung beruflich zurückgesteckt haben, in Teilzeit arbeiten mussten und so weniger eigene Rentenpunkte sammeln konnten.
Stirbt der Partner früh, stürzen diese Menschen durch diesen neuen Plan ungebremst ab, da die Deutsche Rentenversicherung bereits davor warnt, dass ein solches Pflicht-Splitting die Altersarmut verschärfen wird. Es geht hier nicht um soziale Gerechtigkeit, es geht um eiskaltes Kassenkalkül, um 19 Milliarden Euro einzusparen. Die Politik hat längst entschieden, wer die Zeche für die leeren Kassen zahlen soll.
Dieser Wahnsinn muss öffentlich gemacht werden, denn die Regierung soll bis Ende Juni über diesen Prüfauftrag entscheiden. Bitte teilt diesen Beitrag, die Menschen müssen aufwachen und sehen, was da gerade im Verborgenen auf uns zurollt!
Marcel Baldauf
#Eilmeldung #Witwenrente #Rentenreform #Altersarmut #ArbeitendeMitte #ProjektM1llion #DerSchlussstrich
@simonevoss
Deutschland hätte unbedingt auf die Abschaltung der letzten verbliebenen Kernkraftwerke - und die komplette Energiewende - verzichten müssen. Ebensowenig braucht es keine „Hitzeschutzkonzepte“, die keine Klimaanlagen berücksichtigen. Verzichten kann Deutschland auch auf regelmäßige Klimaschutzpropaganda, die nichts anderes als die planwirtschaftliche Lenkung unserer Wirtschaft, das Moralisieren unseres Denkens und das Vorschreiben unseres Handelns zum Ziel hat.
Traurige Gewissheit ist, dass unsere Wirtschaft (wohlgeplant) den Bach runter geht, Menschen sich Energie kaum noch leisten können, und die Freiheit, die es mit den Grünen nur im „Wir“ gibt, reiner Kollektivismus ist.
Ich fahre mit einer kaputten Bahn an mutwillig zerstörten AKW & stehenden WKA vorüber durch ein kaputtes, überhitztes Land ohne Klimaanlagen & allmählich kotzt die „Mitte“ mich an, für die ihr euch so einsetzt, @robinalexander_. Diese Mitte weigert sich, unser Land zu reparieren.
38 Grad auf der Herzstation: Dieser Staat hat seine Prioritäten verloren
Manchmal braucht es keine langen Reden mehr. Manchmal reicht eine Zahl, um den Zustand dieses Landes offenzulegen: 38 Grad. Nicht am Badesee. Nicht im Auto auf einem Parkplatz. Nicht irgendwo in einer Dachgeschosswohnung. Sondern auf einer Station einer Uni-Klinik. Einer Herzstation.
Da liegen Menschen nach schweren Eingriffen. Da liegen Patienten, deren Kreislauf nicht ohnehin schon mit jeder Belastung spielt, sondern deren Körper gerade genau das braucht, was jeder vernünftige Mensch für selbstverständlich halten würde: Ruhe, Schutz, medizinische Sicherheit und ein Raumklima, das nicht an eine Brutkammer erinnert.
Und währenddessen erklärt sich dieses Land seit Jahren selbst zum moralischen Weltrettungsministerium.
Deutschland finanziert, fördert, begleitet, bezuschusst, kreditisiert, evaluiert und bejubelt Projekte in aller Welt. Radwege hier, Gewässerschutz dort, Klimapartnerschaften, Nachhaltigkeitsprogramme, Transformationsfonds, internationale Modellprojekte. Für jeden Flecken Erde findet sich eine Abteilung, ein Fördertopf, eine Delegation, ein Pressefoto und ein wohlklingender Begriff.
Nur für den eigenen Bürger im Krankenhaus scheint es nicht zu reichen.
Das ist der Punkt, der die Menschen wütend macht. Nicht, weil sie Krankenhäuser in Peru gegen Krankenhäuser in Düsseldorf aufwiegen wollen. Nicht, weil sie anderen Ländern nichts gönnen. Sondern weil sie sehen, dass der deutsche Staat im eigenen Haus die simpelsten Aufgaben nicht mehr zuverlässig erledigt, während er nach außen auftritt, als sei er der Hausmeister des Planeten.
Ein funktionierendes Land beginnt nicht bei globaler Symbolpolitik. Es beginnt bei Schulen ohne Schimmel. Bei Brücken, die nicht zerbröseln. Bei Bahnhöfen, die nicht aussehen wie eine Zumutung. Bei Freibädern, in denen nicht regelmäßig die Polizei anrücken muss. Bei Bürgerämtern, die Termine vergeben können. Bei Grenzen, die kontrolliert werden. Und ja: bei Krankenhäusern, in denen Patienten nicht bei 38 Grad auf einer Station liegen.
Was für eine Verrohung des politischen Denkens ist das eigentlich, wenn man über Hitzeschutz, Klimafolgen und vulnerable Gruppen doziert, aber am Ende in deutschen Kliniken Menschen in überhitzten Zimmern liegen? Das ist nicht „Klimaanpassung“. Das ist Staatsversagen mit Broschürenrand.
Besonders grotesk wird es, wenn ausgerechnet eine Uni-Klinik selbstverständlich über die Risiken von Klima, Gesundheit, Hitze und Belastung forschen kann, während im eigenen Gebäude offenbar nicht überall das umgesetzt ist, was jeder halbwegs nüchterne Mensch sofort fordern würde: kühle Räume für Kranke, für frisch Operierte, für Pflegekräfte, für Ärzte.
Denn Pflegekräfte stehen dort nicht im Leinenhemd mit Eiskaffee am Schreibtisch. Die arbeiten körperlich. Die heben, waschen, lagern, versorgen, dokumentieren, reagieren auf Notfälle, rennen von Zimmer zu Zimmer, oft mit zu wenig Personal, zu wenig Zeit, zu wenig Luft. Und dann noch 30, 35, 38 Grad? Wer so etwas achselzuckend hinnimmt, hat entweder nie in einem Krankenhaus gearbeitet oder jedes Gefühl für Zumutbarkeit verloren.
Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn in einem Ministerium 38 Grad gemessen würden. Binnen Stunden stünden mobile Klimageräte im Flur. Eine Taskforce würde tagen. Der Personalrat würde Alarm schlagen. Es gäbe Rundmails, Empfehlungen, Sonderregelungen, flexible Arbeitszeiten, Wasserstationen und vermutlich eine Dienstvereinbarung über thermische Belastung im Verwaltungsbetrieb.
Aber auf Station? Da sollen Patienten und Pflegekräfte offenbar „durchhalten“.
Dieses Land hat einen kranken Hang zur großen Geste und eine erschreckende Unfähigkeit zur einfachen Pflicht. Die politische Klasse redet gern von Resilienz. Von Transformation. Von Daseinsvorsorge. Von Gesundheitsschutz. Von Verantwortung. Aber wenn es konkret wird, wenn ein Patient in einem überhitzten Zimmer liegt, dann wird aus Verantwortung plötzlich Verwaltungssprache. Dann kommen Wörter wie Außenverschattung, Kühldecke, baulich-technische Maßnahmen und Nutzerverhalten.
Nein. Das reicht nicht.
Wenn in einer Herzstation 38 Grad herrschen, dann ist das kein Kommunikationsproblem. Dann ist das kein Missverständnis. Dann ist das kein Fall für beschwichtigende Pressesätze. Dann ist das ein Warnsignal. Ein sehr lautes sogar.
Natürlich kostet Klimatisierung Geld. Natürlich braucht man Konzepte. Natürlich müssen Hygiene, Energieverbrauch und Gebäudetechnik mitgedacht werden. Aber genau dafür ist ein Staat da: Prioritäten setzen, Grundversorgung sichern, Menschen schützen. Nicht sich selbst ständig neue moralische Großprojekte ausdenken, während im Inland die Basis verrottet.
Die eigentliche Empörung liegt deshalb nicht nur in Düsseldorf. Sie liegt in der politischen Rangordnung dieses Landes.
Für internationale Programme findet man immer eine Begründung. Für neue Klimaetiketten findet man immer Personal. Für Transformationsrhetorik findet man immer einen Staatssekretär. Für ideologische Prestigeprojekte findet man immer eine PowerPoint. Aber sobald es um die nüchterne Frage geht, ob ein Krankenzimmer im Sommer bewohnbar ist, wird es plötzlich kompliziert, teuer, schwierig und langfristig.
Das ist der Irrsinn.
Ein Land, das Milliarden verteilt, darf nicht erklären, dass es bei seinen Krankenhäusern an baulicher Anpassung scheitert. Ein Land, das sich weltpolitisch als Vorbild inszeniert, darf nicht zulassen, dass Patienten auf einer Herzstation in Hitzezimmern liegen. Ein Land, das jedes Jahr neue Schutzprogramme gegen Hitze verkündet, muss zuerst dort liefern, wo Hitze lebensgefährlich werden kann: in Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und öffentlichen Gebäuden.
Und nein, das ist kein Luxus. Klimaanlagen in Krankenhäusern sind kein dekadenter Wunsch nach Wellness. Es geht nicht um Hotelkomfort. Es geht um Gesundheit. Um Genesung. Um Arbeitsschutz. Um Menschenwürde. Um das Minimum, das ein moderner Staat leisten muss.
Was wir erleben, ist die Umkehrung politischer Vernunft: Außen glänzen, innen gammeln. Welt retten, Bürger vergessen. Moral predigen, Infrastruktur vernachlässigen. Und wehe, jemand spricht es aus, dann kommt sofort der übliche Chor der Beschwichtiger und Faktenverdreher: Das sei alles komplex, Kredite seien keine Zuschüsse, Entwicklungspolitik sei differenziert zu betrachten, Klimaschutz sei global.
Ja, natürlich ist Politik komplex. Aber 38 Grad auf einer Herzstation sind nicht komplex. Sie sind ein Skandal.
Die Priorität muss wieder lauten: erst die Pflicht, dann die Pose. Erst Krankenhäuser, Schulen, Polizei, Justiz, Straßen, Brücken, Energieversorgung. Erst der Bürger, der diesen Staat bezahlt. Erst die Menschen, die hier arbeiten, Steuern zahlen, Beiträge entrichten und im Ernstfall auf funktionierende öffentliche Einrichtungen angewiesen sind.
Alles andere ist politische Selbstverliebtheit.
Wer in Deutschland regiert, hat nicht zuerst die Aufgabe, sich auf internationalen Konferenzen Applaus abzuholen. Er hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ein Patient nach einer Herzoperation nicht in einem überhitzten Zimmer liegt. Dass Pflegekräfte nicht unter Bedingungen arbeiten müssen, bei denen jeder Büroangestellte längst nach Hause geschickt würde. Dass öffentliche Gebäude nicht aussehen und funktionieren wie Relikte aus einer Zeit, in der Sommerhitze angeblich nur drei Tage dauerte und man den Rest mit Durchzug regelte.
Deutschland braucht keine weiteren Hochglanzreden über Hitzeschutz. Deutschland braucht funktionierende Klimatisierung dort, wo Menschen besonders verletzlich sind.
Und zwar jetzt.
Denn wenn ein Staat nicht einmal mehr seine Kranken schützen kann, sollte er mit dem Weltretten vielleicht einen Moment Pause machen und vor der eigenen Haustür anfangen.
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