Es gibt gar kein anderes Wort für "Indianer"
Von Simon Akstinat (7. November 2024)
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Alle Jahre wieder poppt die Diskussion über das Wort „Indianer“ auf, zu deren unfreiwilligem Hauptdarsteller nun Udo Lindenberg wurde. Reumütig Abbitte leisten musste 2021 bereits die ehemalige Berliner Grünen-Chefin Bettina Jarasch, als sie vom „Indianerhäuptling“ sprach, dem Berufswunsch ihrer Kindheit. Im letzten Jahr sang Florian Silbereisen einen Hit von Klaus Lage, zensierte dabei aber die Zeile „Erinnerst du dich, wir ham Indianer gespielt“. Jetzt will das aus Steuergeldern reich beschenkte Berliner Humboldt-Forum, das meistbesuchte Museum Deutschlands, das „I-Wort“ aus einem Satire-Lied auf die DDR-Diktatur Erich Honeckers tilgen.
Damit hat Udo Lindenberg vielleicht eine Premiere geschafft: Sein Song „Sonderzug nach Pankow“ gilt nun in gleich zwei politischen Systemen als anstößig! Doch diese Zensur ist Unsinn auf noch mehr Ebenen, als man denkt.
Die deutsche Sprache bietet einen eindeutigen Begriff
Während sich hierzulande vor allem Europäer stellvertretend für Indianer über das Wort „Indianer“ empören, dürfte den allermeisten indigenen Amerikanern diese deutsche Bezeichnung völlig unbekannt sein.
Das ist bedauerlich, denn während im Englischen („indians“), Spanischen („indios“) und Französischen („indiens“) das Wort für „Inder“ sachlich falsch auch für die amerikanischen Ureinwohner benutzt wird, bietet die deutsche Sprache hier einen ungewöhnlich eindeutigen Begriff: „Indianer“ können nicht aus Indien, sondern nur vom amerikanischen Doppelkontinent stammen.
Andere „Alternativen“ sind genauso unlogisch: „Indigene“ beispielsweise leben auch außerhalb Amerikas – Olaf Scholz beispielsweise ist so einer, ein Indigener aus Norddeutschland. Und bei den aus mehreren Worten zusammengesetzten Umschreibungen konnte man sich nicht einmal innerhalb des englischen Sprachraums auf einen allgemeingültigen Terminus einigen: Einige wollen Indianer in den USA „Native Americans“ nennen, in Kanada hingegen ist eher die Rede von „First Nations“. Doch auch „First Nations“ gibt es außerhalb Amerikas. Und ob die Benennung „Native Americans“, also „Eingeborener aus dem Erdteil, der nach dem italienischen Sklavenhalter Amerigo Vespucci benannt ist“ wirklich einen „antikolonialen Mehrwert“ bietet – darüber lässt sich streiten.
Der altbekannte Indien-Irrtum
Obwohl auch der deutsche Begriff „Indianer“ aus dem altbekannten Indien-Irrtum von Christopher Kolumbus entstanden ist – er bleibt alternativlos gut und wertvoll, weil eindeutig und positiv besetzt. Denn vielleicht nirgendwo auf der Welt haben die Indianer dank Karl May ein so gutes Image wie hier in Deutschland.
Manche monieren außerdem, man möge doch gefälligst nur die Selbstbezeichnungen anderer Völker verwenden. Ganz abgesehen davon, dass es gar keine Sammelbezeichnung für die amerikanischen Ureinwohner in einer indianischen Sprache gibt – wollen wir dieses Fass wirklich aufmachen? Da käme gerade auf uns Deutsche sehr viel Arbeit zu, wenn wir bei den Finnen darauf pochen wollten, dass sie uns nicht alle pauschal als „Sachsen“ bezeichnen mögen und wenn wir die Russen darauf hinweisen, dass es uns Bauchschmerzen bereitet, wenn sie uns weiterhin „die Stummen“ nennen.
Sklavenhändler als Freiheitskämpfer gefeiert
Überraschend ist, dass das Humboldt-Forum in Sachen Kolonialismus plötzlich überhaupt so viel Fingerspitzengefühl beweisen möchte. Schließlich reden wir hier immer noch von demselben Museum, dass in seiner Ethnologischen Sammlung die vermeintlichen Freiheitskämpfer Buschiri und Mirambo wegen ihres Kampfes gegen die deutsche Kolonialmacht in Ostafrika als „antikoloniale Widerstandshelden“ feiert. Dass diese „Freiheitskämpfer“ in Wirklichkeit Sklavenhändler waren, befand das Humboldt-Forum für so unwichtig, dass ihm diese Tatsache nicht einmal ein Nebensatz auf den entsprechenden Hinweisschildern im Museum wert war.
"Ich bin der Anti-Grüne" hat @HubertAiwanger stets propagiert - und in Bayern haben ihm Viele geglaubt und vertraut. Und jetzt schmeißt er scheinbar alles hin und lassen sich von den "selbstgerechten" Grünen auslachen?
Was für eine kranke Scheiße !!!
Erst die Panikmache mit Corona,dann Klima und jetzt Krieg.
Wir haben Euch durchschaut !!
Krankenhäuser sollen sich auf Kriegsfall vorbereiten
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@GregorGysi
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Sie selbst verfügen danach über die Konstituierungs- kompetenz (s.o.). Also lassen Sie Ihre Faktion den Antrag stellen und nehmen den schon gestellten Antrag der neuen Mitglieder des 21. Bundestages der AfD entgegen und berufen den 21. Bundestag selbst für Dienstag ein. Informieren Sie morgen früh die Bundestagsverwaltung darüber, dass Ihnen als Präsidiumsmitglied des 21 Bundestages die Anträge zugingen und sie die Einberufung vornehmen. Gem Art. 40 Abs. 2 GG steht Ihnen ebenfalls die Hausgewalt im Deutschen Bundestag zu. Also lassen Sie im vorrangigen Interesse der Neukonstituierung des neuen Bundestages den Bundestag und die Mitglieder des alten 20. Bundestages ggf. aus dem Saal räumen.
Sie sind der Sachwalter der gewählten Bundestagsabgeordneten bis zur Neuwahl des Bundestagspräsidenten.
Versuch macht klug. Schlimmer kann es doch derzeit nicht werden.
@dielinkebt@GregorGysi Wenn Sie und die Linke nicht unverzüglich den neuen 21. Bundestag über die Bundestagspräsidentin einberufen und konstituieren sind sie verantwortlich für die Zerstörung der Zukunft unserer Kinder und geben diese und deren Leben wie auch Russland zum Abschluss frei.