Was ist denn aus Ihrer Sicht der richtige Weg? Mit „Wir gegen die“ sind wir doch völlig daneben gelegen.
Sich mit Andersdenkenden gar nicht erst auseinanderzusetzen, ist für mich weit weg von liberal. Ihre Anmerkungen sind berechtigt. Aber genau deshalb müssen wir über Inhalte streiten und mit allen Akteuren im politischen Spektrum diskutieren können.
Das heißt doch nicht, dass ich deren Positionen teile. Ich muss erklären können, warum ich etwas ablehne. Und mich damit auseinandersetzen, wenn ein Argument gut ist.
Für mich zählt: Hilft das den Menschen? Gibt es ihnen mehr Freiheit, selbst über ihr Leben zu entscheiden? Darüber sollten wir diskutieren.
@Lilianthau Wer morgens ohne Auto nicht zur Arbeit kommt, nennt das kaum „Spieli“. Über den Alltag anderer zu spotten, löst kein Problem. Bessere Alternativen schaffen, die man sich leisten kann, schon. Und dann die Menschen selbst entscheiden lassen, wie sie unterwegs sind.
@c0rginator@DrHOSP1 Menschen entscheiden nicht immer vernünftig. Klar. Aber Freiheit gibt es nicht nur für Entscheidungen, die dem Staat gefallen. Sonst wäre sie eine Belohnung für Wohlverhalten. Aufklären, ja. Über den Geldbeutel erziehen, nein. Ich traue Menschen zu, selbst zu entscheiden.
Dann streichen wir die Subvention fürs Deutschlandticket. Auch solche Ausgaben gehören auf den Prüfstand, bevor der Staat wieder nach neuen Steuern ruft.
Und welche Konzerne sollen hier eigentlich besteuert werden? Wer fördert in Deutschland Öl, und welche Gewinne will man konkret erfassen?
Vor allem: Ab wann ist ein Gewinn ein „Übergewinn“? Verglichen womit? Mit dem Vorjahr? Mit dem Durchschnitt mehrerer Jahre? Oder mit dem, was die Politik gerade für angemessen hält?
Wer eine neue Steuer fordert, muss das schon beantworten können. Mein Maßstab ist klar: Erst die eigenen Ausgaben prüfen. Den Menschen mehr von ihrem Geld lassen.
@HasnainKazim Was bringt ein günstiges Ticket, wenn der Bus nicht fährt? Wer auf dem Land aufs Auto angewiesen ist, braucht auch Entlastung. Steuern auf Sprit runter, Bus und Bahn verlässlich machen. Die Menschen entscheiden selbst, wie sie unterwegs sind.
@GrueneMission Die Spanien-Behauptung stimmt so nicht. Und wer morgens keinen Bus zur Arbeit hat, dem hilft auch ein Gratisticket nichts. Gute Verbindungen schaffen, Steuern aufs Tanken senken. Damit Menschen selbst entscheiden können, wie sie unterwegs sind.
@Frentzhart2 Hat der Großteil der Bevölkerung wirklich etwas von einem 9-Euro-Ticket? Ich glaube nicht. Was bringt ein günstiges Ticket, wenn kein passender Bus fährt? Für mich zählt, ob Menschen im Alltag weiterkommen und selbst entscheiden können, wie sie unterwegs sind.
Ich brauche keine Regierung, die mich an der Supermarktkasse erzieht. Gut, dass die #Zuckersteuer vorerst gestoppt wurde. Was ich trinke, entscheide ich selbst. Der Staat soll meine Rechte schützen, nicht meinen Alltag erziehen.
Mein Leben. Meine Entscheidung.
Kein Auto. Und der nächste Bus passt mal wieder nicht. 🚌 🗽
Auf dem Dorf heißt das schnell: jemanden fragen, der einen fährt. Oder zu Hause bleiben.
Deshalb finde ich „Tango“ gut. Ein Rufbus, den ich buchen kann, wenn ich eine Fahrt brauche. Per App, aber auch telefonisch. Jetzt soll das Angebot auch in die Region Ostelbe kommen.
Das passt zu meiner Vorstellung von liberaler Politik. Wer nicht selbst fahren kann, soll trotzdem möglichst selbst entscheiden können, wann er Freunde besucht oder einen Termin wahrnimmt. Ohne jedes Mal jemanden bitten zu müssen.
Der Mensch zählt. Das System muss sich anpassen.
Genau darum geht’s hier. Ein Verkehrsangebot, das sich stärker danach richtet, was die Menschen brauchen.
Natürlich muss das im Alltag funktionieren. Eine Fahrt muss verlässlich sein. Und Menschen mit Behinderung müssen das Angebot nutzen können.
Aber die Richtung stimmt. Mehr Möglichkeiten, das eigene Leben selbst zu gestalten. Das unterstütze ich.
Freiheit muss auch auf dem Dorf ankommen.
#Tango #Altmark #LandkreisStendal #Selbstbestimmung #Freiheit
Marode Schulen sind ein Problem. Da bin ich bei Ihnen.
Aber ausgerechnet beim Tanken so zu tun, als würde der Staat den Menschen großzügig Geld schenken, ist schon ziemlich schräg. Deutschland liegt bei der Steuer auf Benzin auf Platz 9 von 27 EU-Ländern. Und bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener gehen 49,3 Prozent der gesamten Arbeitskosten für Steuern und Sozialabgaben drauf. Nur Belgien liegt noch höher.
Jetzt sollen auch noch eine Zucker- und eine Plastikabgabe kommen, die Tabaksteuer soll steigen. Für neue Abgaben ist offenbar immer eine Idee da. Für bessere Schulen erwarte ich dieselbe Energie.
Ein Tankrabatt ist kein Geschenk des Staates. Er nimmt den Menschen für kurze Zeit etwas weniger ab.
Herr Lauterbach, bei der SPD fällt für jedes Problem zuerst eine Steuer ein. Zucker, Erhöhung erhöht auf Tabak, Plastik – und jetzt sollen Vermögen und Erbschaften ran.
Der Staat hat Geld wie Heu. Wann schauen Sie endlich, wofür er es ausgibt? Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Also erst prüfen, wo gespart werden kann. Dann reden wir über Entlastung.
Mit Verlaub, Frau Prien, diese Art von Sprechblasen hat uns den ganzen Schlamassel eingebrockt.
Integrationspolitik ohne völkisches Weltbild. Dafür mit klaren Erwartungen an jeden Einzelnen und rechtsstaatlicher Konsequenz bei Integrationsunwilligkeit.
Diese Erwartungen betreffen Einsatzbereitschaft und Fleiß sowie die Verteidigung unseres Werte- und Menschenbildes, insbesondere die Gleichberechtigung der Frauen und den Respekt vor anderen Glaubens- und Weltanschauungen – soweit diese den gleichen Respekt ebenfalls aufbringen.
„Integration ist keine Einbahnstraße“, heißt es manchmal. Hier muss sie es sein, sonst geben wir auf, was wir sind.
Millionen Menschen haben vorgemacht, dass es möglich ist. Niemand erwartet Unmögliches. WK
Vielen Menschen jüdischen Glaubens in Berlin geht es ähnlich. Aber das scheint Ihrer Partei ziemlich egal zu sein.
Wenn Eltern geraten wird, ihre Kinder lieber nicht in Kreuzberg, sondern in einem anderen Bezirk zur Schule zu schicken, dann ist das keine „Kampagne“. Das ist die hässliche Realität des islamistischen Antisemitismus.
Und Ihre Partei? Die distanziert sich nicht klar davon, sondern hofiert Wortführer dieser Szene. Man stelle sich mal vor, eine andere Partei würde solche Leute hofieren. Wie groß wäre dann die Empörung?
@AS15114572@michael_radde Ja. Darum wurde der Schuldenrausch nicht mit gemacht. Leider haben wir die Reißleine zu spät gezogen. Andersrum hätten Grüne und SPD sonst alle Schleusen geöffnet.
Aber da trennen sich ja bekanntlich die Meinungen und das ist auch gut so.
Herr Lauterbach, Ihre SPD setzt sich in Berlin mit der Linken an den Verhandlungstisch. Das ist Ihre Entscheidung.
Aber dann schreiben Sie der Union bitte nicht vor, wie sie mit der AfD umzugehen hat. Wenn die AfD einem Antrag zustimmt, gehört der Antrag ihr noch lange nicht.
Die Union muss ihre Entscheidungen selbst verantworten. Genauso wie die SPD ihre Gespräche in Berlin.
Ich habe Wolfgang Kubicki ins Ohr geflüstert, als wir letzte Woche zusammen auf der Bühne in einem Berliner Kino saßen. Auf einer Veranstaltung von swipecor saßen wir zusammen mit Wolfgang Bosbach und Britta Hübner auf dem Podium. Wir haben uns fast 2 Jahre nicht gesehen. Ich habe ihm während der Diskussion zugeflüstert, dass ich ihm von Herzen danke, dass er den Kampf für die FDP übernommen hat. Denn seinen Job will derzeit niemand. Auf verlorenem Posten Motivation zu behalten und jeden Tag gegen Windmühlen zu kämpfen, braucht mehr als Disziplin. Es braucht Überzeugung für eine freie Marktwirtschaft und die Eindämmung des Staates. Als einer der übrig gebliebenen Wähler dieser Partei glaube ich an ein Potenzial von über 10%. Wenn man die Freiheit des Einzelnen zum Kernthema macht.
#fdp #berlin #wahl #kubicki
Bild: Ronny Barthel