Die Bereitschaft des SPIEGEL, die Realität aus ideologischen Motiven umzudeuten, hat mittlerweile groteske Ausmaße angenommen.
Wer einen möglichen Zusammenhang zwischen der Herkunft der Randalierer und den Gewaltexzessen in Frankreich kurzerhand als „rassistische Lüge“ abtut, ersetzt die journalistische Suche nach der Wahrheit durch politische Propaganda.
Diese Art der Berichterstattung erinnert mich zunehmend an die staatlich gesteuerten Medien im Rumänien Ceaușescus. Dort ging die Bereitschaft, die Wirklichkeit dem politischen Weltbild anzupassen, so weit, dass sogar die Wetterberichte gefälscht wurden. Was politisch nicht sein durfte, durfte auch in der Realität nicht vorkommen.
Der SPIEGEL sollte sich vergegenwärtigen, dass es nicht die Aufgabe von Journalisten ist, die Wirklichkeit einer politischen Ideologie unterzuordnen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Realität wahrheitsgemäß darzustellen, auch dann, wenn die Tatsachen nicht ins eigene Weltbild passen.
Wer die Wirklichkeit durch Propaganda ersetzt, betreibt keinen Journalismus mehr, sondern politische Agitation.
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