Anthropic will an die Börse.
Zielbewertung: über 2 Billionen Dollar !!
Das ist mehr als doppelt so viel wie die letzte private Runde im Mai: 965 Milliarden.
Jetzt liegt der S-1 auf dem Tisch.
Nackte Zahlen, keine Folien.
Umsatz 2025: knapp 4,6 Milliarden Dollar.
Zwölffach in einem Jahr.
Klingt nach Rakete.
Betriebsverlust: 8,06 Milliarden.
Nettoverlust: 42 Milliarden – inklusive einer Buchungswelle von rund 34 Milliarden, weil frühere Finanzierungen plötzlich viel mehr Aktien wert sein sollen.
Rechenleistung und Infrastruktur 2025: 7,33 Milliarden. Mehr als die Hälfte der gesamten Betriebskosten. Dreimal so viel wie 2024.
Und der Satz, den Wall Street am liebsten überliest:
Fast 25 Prozent des Umsatzes kamen von zwei Kunden.
Viele der großen Enterprise-Kunden sitzen nicht auf langen Verträgen. Die können morgen den Hahn zudrehen.
Cash Ende 2025: 20,28 Milliarden.
Compute-Verpflichtungen „in den kommenden Jahren“: 518 Milliarden.
Zwanzig Milliarden in der Kasse. Fünfhundertachtzehn Milliarden Verpflichtung.
Wer glaubt, das finanziert sich aus dem laufenden Geschäft, hat noch nicht oft eine Bankbilanz gelesen.
Die ARR-Story danach ist das Gegenargument der Banker: Mitte 2026 schon über 65 Milliarden annualisiert,
Zielmarken Richtung 100–110 Milliarden bis Jahresende. Dann sieht 2 Billionen auf einmal nach 18x Umsatz aus, nicht nach Science-Fiction.
Beides kann gleichzeitig wahr sein:
Das Wachstum ist real.
Die Abhängigkeit von Compute, Cloud und zwei Großkunden auch.
IPO wahrscheinlich nach den US-Zwischenwahlen im November. Lead-Banken: Morgan Stanley, Goldman, JPMorgan, Citigroup.
Es soll der größte Börsengang der Geschichte werden – größer als SpaceX.
Das Muster kennt man:
Erst druckt man das Geld.
Dann fließt es in Chips, Rechenzentren und Modell-Labs.
Dann darf Retail über den IPO die letzte Meile bezahlen.
NVIDIA kauft die Abhängigkeiten. Anthropic verkauft die Tokens.
Amazon und Google liefern den Strom.
Der Prospekt warnt nebenbei vor „existenziellen Risiken für die Menschheit“.
Nacktes Geld heißt: nicht die Vision kaufen, die Rechnung.
Keine Kaufempfehlung. Jeder entscheidet einsam und hart nur für sich.
Ich kaufe kein Stück und shorte wenn die Valuation da kommen sollte.
Gold, Silber, Bitcoin bleiben das, was sie sind – Schutz vor den Gelddruckern.
Wer ein Stück vom Vermieter der Rechenleistung will, muss die Kundenkonzentration und die 518 Milliarden Verpflichtung mit einpreisen. Nicht die Pressemitteilung.
Quellen: Reuters zum S-1, 28. Sept. 2026.
Wir leben in bewegten Zeiten 🙂
Aren’t leftists simply cute? They introduced rent caps in Berlin and were seriously surprised that the number of apartments available for rent immediately dropped by 60%. Who would have thought that a capped price would reduce rental supply, right?
Now the same geniuses talk about nationalizing apartments. Then they will be surprised again that nobody will build apartments in Berlin anymore. Why build real estate if it will be taken away from you?
Anyone with even the most basic understanding of economics knows that this is how things work. How can the left be so ignorant?
@AliCologne In Dänemark haben die Sozialdemokraten einfach das Programm der rechten umgesetzt. Seit dem wählt die rechten keiner mehr, denn die Wähler haben ja bekommen was sie wollten.