CN Tod / Faschismus / Euthanasie / Familiengeschichten
Meine Urgroßtante wollte immer Kinder. Nach mehreren Fehlgeburten war das für sie aber schwierig. Umso mehr freute sie sich, als ihr erstes (einziges) Kind auf die Welt kam. Es war jedoch schnell klar das Karin unter 1/9
Gibt es eigentlich irgendein herausragende Projekt seitens das rechtskonservativen Deppentums für diese Wählergruppe? Mehr als Großkonzerne und Rentner Buttern, auf Kosten der nächsten Generation, war da die letzten Jahrzehnte nicht drin. Warum sollte das jemand wählen?
Jede Handlung hat Konsequenzen: Dann lasst uns eben jetzt Schulden und Party machen. Die linke Jugend soll das dann später zurück zahlen. Gibts dann halt keine NGO-Förderung, kein Bürgergeld und kein Deutschlandticket mehr. Meine Kinder werden hoffentlich rechtzeitig auswandern.
So lange Politiker wie Jens Spahn, Philipp Amthor oder Katherina Reiche für Skandale und Lobbypolitik mit hohe Posten belohnt, statt rausgeschmissen zu werden, muss kein aufrichtiger Demokrat traurig über den Absturz der CDU sein.
Bei sowas kann man ganz entspannt bleiben. Solange die ganzen Russenbonzen ihre Familien und Geliebten in London, Paris, Berlin und Bern parken passiert hier gar nix derartiges.
Spahns Ministerium nannte 1,95 € je Maske „marktgerecht“. Trotzdem bestellte er 100 Millionen bei Emix für 5,40 € – 345 Millionen Euro mehr. Förmliche Verträge nicht auffindbar. 48% der Masken mangelhaft. Und dieser Mann sitzt jetzt im Haushaltsausschuss.
@realvoxlibertas@buchhalterdT@KonstantinNotz Das hat er aber nicht versprochen und es passt auch nicht zu einer christlich/konservativen Partei so etwas zu tun. Warum sollte er es also machen?
@MarcusPretzell@BenniTanovic Und das wird besser, wenn man jedes Mitglied von Posten fern hält, das nicht Rentner ist? Die Frau hat sicher ihrer Gründe in der CDU zu sein. Will aber offenbar auch IHRE Überzeugungen mit einbringen. Klingt für mich maximal demokratisch. Das man darüber überhaupt diskutiert...
@RAR9000@OSchockstarre@robinalexander_ Sie ist keine PoC sondern Trans-Schweizerin, die im Körper einer PoC geboren wurde. Da sie Adoptiert wurde, ist sie nun keine PoC mehr - zumindest laut Alice Weidel. https://t.co/iYej7BI3Eu
@eckilepsie@annettedittert Wenn man Personen wie Alexander Räuscher in der Partei hat, sollten man vielleicht etwas länger darüber nachdenken wer konservative Politik angemessener vertreten kann.
Wie man die AfD aus der Ausweichzone holt
Das Interessante an Ulrich Siegmunds Auftritt im ZDF-Morgenmagazin ist für mich nicht, dass er irgendwann gereizt wirkte oder, wie BILD es boulevardesk formuliert, „ins Schlingern“ kam. Interessant ist, warum das passierte.
Andreas Wunn hat etwas gemacht, das eigentlich selbstverständlich sein sollte und in politischen Interviews trotzdem erstaunlich oft nicht passiert: Er hat eine konkrete Frage gestellt und sich anschließend geweigert, Siegmund beim Ausweichen hinterherzulaufen.
Die Frage betrifft ausländische Ärzte und eine entsprechende Aussage im eigenen AfD-Programm. Siegmund antwortet nicht mit Daten oder Belegen, sondern landet beim Attentäter von Magdeburg. Ein perfekter Themenwechsel, denn nun könnte man über Migration, Sicherheit und Taleb A. diskutieren und die ursprüngliche Frage wäre verschwunden.
Wunn macht genau das nicht.
Er kommt zurück zur Frage.
Siegmund versucht es erneut, erklärt sogar, wie er auf eine Frage antworte, müsse ihm selbst überlassen bleiben. Natürlich. Nur muss der Journalist diese Antwort deshalb noch lange nicht als Antwort akzeptieren.
Also wieder zurück zur Frage.
Beim 100-Tage-Programm dasselbe Spiel. Wirtschaft sei eines der wichtigsten Themen, also fragt Wunn nach den konkreten wirtschaftspolitischen Maßnahmen dieses Programms. Siegmund redet über Ideologie, Mittelstand, Insolvenzen und andere Themen. Wunn folgt ihm nicht, sondern geht wieder zurück zum 100-Tage-Programm.
Und genau da liegt für mich die eigentliche Geschichte dieses Interviews.
Man muss einen Politiker nicht anschreien, nicht moralisch aburteilen und ihm auch nicht zwanzig Gegenargumente gleichzeitig um die Ohren hauen. Gerade bei populistischer Kommunikation reicht manchmal etwas viel Einfacheres.
Eine Frage stellen.
Das Ausweichen erkennen.
Nicht auf den Themenwechsel aufspringen.
Zur ursprünglichen Frage zurückkehren.
Und das so lange, bis entweder eine Antwort kommt oder für jeden Zuschauer sichtbar wird, dass keine kommt.
Das funktioniert übrigens nicht nur bei der AfD und sollte auch nicht nur bei ihr angewandt werden. So sollte guter politischer Journalismus grundsätzlich funktionieren.
Bei der AfD ist es allerdings besonders interessant, weil ihre Kommunikation häufig davon lebt, eine konkrete Frage schnell in eine größere Erzählung über Migration, Medien, Eliten, Berlin, Brüssel oder „das System“ zu verwandeln. Folgt der Journalist dieser Erzählung, bestimmt der Politiker plötzlich wieder das Thema.
Wunn hat ihm diese Möglichkeit genommen.
BILD erzählt daraus die Geschichte eines Kandidaten, der „gegrillt“ wurde. Ich sehe etwas anderes.
Ich sehe einen Journalisten, der einem Politiker schlicht nicht erlaubt hat, die Frage zu beantworten, die dieser lieber gestellt bekommen hätte.
Vielleicht ist genau das eine der wirksamsten Methoden gegen politische Nebelkerzen:
Nicht empören.
Nicht hinterherrennen.
Einfach fragen.
Und bei der Frage bleiben.