Gastbeitrag
Wen treffen Trumps „reziproken“ Zölle?
von Vincent Stamer @VincentStamer (CBK, 2025)
Donald Trumps plant, die amerikanischen Einfuhrzölle auf das Niveau des jeweiligen Handelspartners zu erhöhen. Dies würde Deutschland besonders stark treffen, da voraussichtlich etwa die Hälfte der deutschen Exporte in die USA von diesen höheren Zöllen betroffen wären. Denn bei ihnen erhebt die Europäische Union bei den entsprechenden Produkten höhere Zölle als die Vereinigten Staaten. Die größte Gruppe sind die Kraftfahrzeuge, bei denen ein um etwa 6 Prozentpunkte höherer Zoll droht.
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Ziemlich dramatischer Einbruch des Container-Verkehrs durch den Suez-Kanal seit den Angriffen auf Schiffe auf der Route.
Das bedeutet für Europa wieder Logistikprobleme und, leider, mehr Inflationsdruck.
@WIFOat@kielinstitute@julianhinz@VincentStamer
Hot off the press: Our detailed analysis of #Russia’s economy, explaining the impact of the war against #Ukraine and Western sanctions by Vasily Astrov, @artemkochnev1 et al. In cooperation with @kielinstitute, @ifo_Institut & @WIFOat on behalf of @BMWK.
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Warum die Angriffe auf Schiffe im Roten Meer für Verbraucher hierzulande kaum Folgen haben und ob sich Handelsschiffe verteidigen können, diskutiert @VincentStamer, Ökonom am IfW Kiel, mit @amprek vom @derspiegel. (€) https://t.co/2EjDhFECHJ
8/ laut Freightos 1.478 USD. Vor zwei Jahren lag sie mit über 14.500 fast zehn Mal so auch. Außerdem stellen die Transportkosten von Asien nach Europa auch für die günstigsten Güter nur max, 2% dar. Eine (mäßige) Erhöhung der Transportkosten fällt also kaum ins Gewicht.
7/ Allerdings ist auch im Schiffsverkehr Ruhe eingekehrt: Containerschiffstaus haben sich fast komplett aufgelöst und die Frachtraten liegen bereits auf dem Vorpandemie-Niveau. Ein kurzfristiger Transport (die Spotrate) von Asien nach Europa kostete am Freitag ...
🚢Wirtschaftliche Konsequenzen der Terrorangriffe im Roten Meer für 🇩🇪: Es könnte kurzfristig zu Transportverzögerungen kommen. Allerdings sind für Endkonsumenten keine Preissprünge und Lieferengpässe wie vor zwei Jahren zu erwarten. Aus diesen Gründen:
6/Mit Materialknappheit über mehrere Monate ist wegen des Umweges um Afrika also nicht zu rechnen.
Allerdings könnten die Frachtraten im Containerschiffnetzwerk wieder leicht anziehen. Denn die Transport- und Versicherungskosten dürften durch die Umleitung ansteigen.
5/ Ein glücklicher Umstand für die Endkonsumenten in Deutschland ist, dass sich die Lieferketten seit 2021 deutlich entspannt haben. Damals kam es wegen extrem hoher Nachfrage nach langlebigen Gütern aus Fernost und wegen weltweiten Lockdowns zu großen Lieferengpässen.
4/ Zunächst werden sich die Frachtschiffe, die den Umweg um Afrika antreten, etwa zehn Tage verspäten. Langfristig benötigen Reedereien also mehr Schiffskapazität, um die Handelsrouten im gleichen Takt bedienen zu können. Die Schiffsindustrie hat derzeit aber diese Kapazität.
3/ Auf der Route zwischen Ostasien und Europa verkehren die Containerschiffe im Regelfall fast ausschließlich durch das Rote Meer. Dass Reedereien den Umweg von mehr als 6 Tausend Kilometer um Afrika in Kauf nehmen, zeugt tatsächlcih von einer außerordentlichen Gefahrenlage.
2/ Grundsätzlich verläuft insgesamt 12% des Welthandels durch das Rote Meer. Auch für die Außenwirtschaft D.'s ist die Handelsroute enorm wichtig, da etwa 9% der deutschen Im- und Exporte diese Meerenge passieren. Dieses Volumen geht aber nicht verloren, es verspätet sich nur.
Positive news for German exporters comes from sharply reduced freight rates. On the transatlantic link to ports in the US, the cost per container has fallen within a year from over 8k to just over 1k USD. During the pandemic, transport costs had skyrocketed. 2/2 @VincentStamer
📢Together with @cepr_org , @MSchularick and I have launched a new Research Network on "Geoeconomics", thus expanding our agenda on geopolitics & economics @kielinstitute. We will launch the RPN at a high-level conference on Nov 30/Dec 1 in Berlin. Pls submit until Sept 6 👇
🇨🇳 entkoppelt sich von 🇩🇪 - und nicht andersherum: https://t.co/kMDKs1y0WN
China ersetzt deutsche Exporte mit Produktion im eigenen Land - auch mithilfe deutscher Unternehmen.
Volle Studie hier👇
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China ersetzt "Made in Germany": Deutsche Exporte nach China haben sich in jüngster Zeit deutlich schwächer entwickelt, als es angesichts des chinesischen Wirtschaftswachstums zu erwarten gewesen wäre. Auch der Anteil Chinas an den deutschen Gesamtexporten hat nach einem vorübergehenden Anstieg zuletzt wieder zu sinken begonnen, obwohl die chinesische Wirtschaft weiter wächst. Die von @VincentStamer ausgewerteten Handelsdaten sprechen zum einen dafür, dass deutsche Firmen zunehmend in China produzieren. Zum zweiten stellt Chinas Wirtschaft offenbar vermehrt Kapitalgüter selbst her, die es früher oft aus Deutschland importierte. "Der China-Export verliert damit an Bedeutung als Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft", so Stamer. Jetzt mehr lesen:
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5/5 🌐: Global dürfte das Niedrigwasser geringe Effekte auf den Handel haben. Lieferketten haben sich in den letzten Jahren massiv erholt. Und etwa 30 Passagen/ Tag sind noch möglich. Für Containerschiffe ist der Stau auch kleiner als gerade vor Shanghai oder HK
Kurze Einordnung zu Dürre bedingten Einschränkungen am #PanamaCanal: Etwa 140 Frachtschiffe warten nun auf die Passage. Der Schaden für die globale und deutsche Wirtschaft dürfte zwar gering sein. Eine Industrie in 🇺🇸 ist aber stark betroffen... 🧵 @kielinstitute
4/5 🇩🇪: Für Deutschland spielt der Panamakanal eine geringere Rolle als der Suezkanal. Während etwa 10% des deutschen Außenhandels den Suezkanal passieren, dürfte dieser Wert für den Panamakanal eher bei 3% liegen.