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Eine Farce der internationalen Versorgungskarriere.
Ein Titel, der explizit für Praktiker ohne klassische akademische Forschungskarriere geschaffen wurde. Die Elite-Uni holt sich damit keine Wissenschaftlerin, sondern eine Politikerin mit einem Lebenslauf, der bei genauerem Hinsehen weder die Ausbildung noch die Qualifikation und schon gar nicht die politische Leistung hergibt, die man für eine solche Position an einer der renommiertesten Hochschulen der Welt erwarten dürfte.
Beginnen wir mit der Ausbildung, die Baerbock und ihre Unterstützer gerne zur „Völkerrechtlerin“ hochstilisieren. Von 2000 bis 2004 studierte sie an der Universität Hamburg Politikwissenschaft mit Nebenfach Öffentliches Recht/Europarecht – und schloss lediglich mit dem Vordiplom ab, einer Zwischenprüfung, keinem berufsqualifizierenden Abschluss. Einen Bachelor oder ein Diplom legte sie nie ab. Darauf folgte 2004/2005 ein einjähriges Postgraduierten-Studium an der London School of Economics mit dem LL.M. in Public International Law. Eine Promotion an der FU Berlin zum Thema Naturkatastrophen und humanitäre Hilfe begann sie, brach sie aber ab (exmatrikuliert um 2015). Keine Staatsexamina, keine Befähigung zum Richteramt, keine volljuristische Ausbildung nach deutschem Standard. Experten nannten das 2021 bereits einen „Etikettenschwindel“: Ein einjähriger Master auf Basis eines abgebrochenen Politikstudiums macht niemanden zur ausgewiesenen Völkerrechtlerin – schon gar nicht im Sinne einer soliden akademischen Grundlage für Führungslehre an einer Top-Universität. CV-Unstimmigkeiten (aufgeblähte Mitgliedschaften, ungenaue Angaben) und Plagiatsvorwürfe in ihrem Buch „Jetzt“ rundeten das Bild 2021 ab.
Als Qualifikation bleibt vor allem der politische Aufstieg: Parteikarriere bei den Grünen, Bundestagsmandat, kurze Zeit Parteivorsitz, gescheiterte Kanzlerkandidatur 2021 und dann Außenministerin 2021–2025. Doch gerade die politische Leistung ist der schwächste Punkt. Die „feministische Außenpolitik“ blieb weitgehend Rhetorik: In Krisen von Iran über Afghanistan bis Gaza zeigte sie begrenzte Wirksamkeit, polarisierte Partner und führte zu Vorwürfen der Heuchelei oder des Scheiterns an der Realität. Die China-Strategie war vage und konfrontativ, ohne greifbare Ergebnisse; Konflikte mit dem Kanzleramt und undiplomatisches Auftreten (etwa öffentliche Belehrungen) prägten das Bild. Als UN-Generalversammlungspräsidentin setzte sie sich für Transparenz beim Generalsekretärs-Nachfolgeprozess ein – und kassierte dafür scharfe Kritik aus den USA und Russland wegen Kompetenzüberschreitung. Deutschlands Scheitern bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat 2026 wurde von afrikanischen Stimmen und Diplomaten teilweise ihrem herablassenden Stil angelastet.
Columbia holt sich hier keine erfahrene Strategin mit nachgewiesener Führungskompetenz, sondern eine Figur, deren Karriere von Netzwerk, Timing und parteipolitischer Versorgung geprägt ist. „Global Leadership“ zu lehren, nachdem die eigene Bilanz in der deutschen Außenpolitik und auf der UN-Bühne von Polarisierung, symbolischer Politik und begrenzten Erfolgen gekennzeichnet war, grenzt an Ironie. Praxisorientiert mag der Posten sein – doch welche Praxis soll hier vermittelt werden? Die Kunst, aus dünner akademischer Basis und umstrittener politischer Performance lukrative internationale Posten zu generieren?
Elite-Universitäten und internationale Institutionen funktionieren offenbar als Auffangbecken für westliche Politiker, deren heimische Bilanz kritisch ausfällt. Baerbock hat sich in New York wohlgefühlt und bleibt – während in Deutschland die Erinnerung an Lebenslauf-Affären, ideologische Überhöhung und diplomatische Reibungsverluste zurückbleibt. Das verdient sie gemäß Ausbildung, Qualifikation und vor allem politischer Leistung sicher nicht. Es ist weniger eine Anerkennung von Expertise als ein weiteres Kapitel in der Geschichte der politischen Selbstalimentation.
@julius__boehm Mmm… schlagfertig? Wie hat ihr Parfüm-Verkäufer-Idol Siegmund denn inhaltlich auf die Frage seiner engen Verflechtung mit nachgewiesenen Neo-Nazis reagiert?
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@mel__aura Ich stimme zu, jedoch überleben weder die Wirtschaft noch die solidarische Gesellschaft eine Machtbeteiligung jener, die auf Umverteilung setzen, von ideologischen Ansichten geprägt sind, kommunistische Überzeugungen haben und ideologische Verbindungen zu Russland pflegen.
Alice Weidel macht es sich wieder einmal zu einfach. Die AfD-Chefin klagt pünktlich zum aktuellen Jobabbau in der Autoindustrie (allein im ersten Halbjahr 2026 laut aktuellen Zahlen über 42.000 Stellen) die „etablierten Parteien“, CO₂-Regulierung, Verkehrswende und hohe Energiepreise an und verspricht, die AfD werde das beenden. Das ist populäre Rhetorik, aber betriebswirtschaftlich und strategisch kurzschlüssig.
Der eigentliche Kern des Problems liegt nicht primär in Berlin oder Brüssel, sondern in den Vorstandsetagen von VW, Mercedes, BMW und den großen Zulieferern. Über Jahre hinweg haben sie die doppelte Disruption verschlafen: den Übergang zur Elektromobilität und noch gravierender die Transformation des Autos zum softwaredefinierten Produkt. Genau wie Kodak, das die Digitalfotografie zwar erfunden, aber systematisch unterdrückt hat, um das profitable Filmgeschäft zu schützen. Ja, die Politik hat Fehler gemacht. Aber die Führungsetagen haben E-Mobilität und vor allem Software strategisch verschlafen. Ein klassisches Kodak-Problem.
Und die AfD? Mit den Lösungen der Vergangenheit lässt sich die Zukunft nicht gewinnen. Deutschlands Autoindustrie braucht bessere Standortbedingungen, aber vor allem Innovation, Softwarekompetenz und mutige Führung statt Rückwärtsgang.
Und genau hier überzeugt mich die Antwort der AfD nicht. Weidel diagnostiziert die Transformation zur Elektromobilität selbst als wesentlichen Teil des Problems und fordert im Kern eine Rückkehr zu stärkerer Verbrennerorientierung und „Technologieoffenheit“. Damit beantwortet sie aber nicht die entscheidende Wettbewerbsfrage: Wie sollen deutsche Hersteller bei Software, Batterien, digitaler Architektur, Entwicklungsgeschwindigkeit und den technologisch immer stärkeren asiatischen Wettbewerbern wieder führend werden?
Man kann die Zukunft einer Industrie nicht dadurch sichern, dass man versucht, die Wettbewerbsbedingungen ihrer erfolgreichsten Vergangenheit wiederherzustellen.