Die Neuordnung kann nicht verschleiern, daß man inzwischen nur noch mit Mühe drei Hallenebenen (und die luftig belegte Festhalle) mit deutschsprachigen Publikumsverlagen belegen kann, und selbst dort muß man Bühnen, Bundesbank, BpB, ein paar Bundesländer, Druckereien, Hörbücher, überbreite Gänge und "relax"-Sitzgelegenheiten dazwischenpacken.
@Jungeuropa_2016 Verkleidung für einen Erlebniserzählung von der Buchmesse Frankfurt? "Ich ziehe eine gammelige grüne Hose und eine Cord Cap an, das wird ja wohl reichen, um nicht weiter aufzufallen."
@News_FCNurnberg@dauerschiesser Wird durchgesetzt. Inkl. Kinderschal. Und unauffälligem schwarzen Trainingsshirt unter einem Hoodie. Fälle aus den letzten zwei Jahren.
@Bundesheerbauer Der Beginn lag 80 Jahre früher, und es gibt sogar ein/e Theaterstück/Oper über die Frage, wie lange es möglich ist, das Schlachtvieh mit derlei "Innovationen" abzufüttern.
Ich mache Christopher Nolan und die multimediale Dauerbehämmerung dafür verantwortlich, daß ich wegen einer Dukas-Biographie in die Bibliothek gegangen bin und versehentlich mit einer von Fauré zurückkam.
@opermagazin@WagnerFestival Barrierefreies, ad hoc und multimedial vermarktetes Bayreuth ist einer der Gründe dafür, daß die Karten teilweise wie Blei im virtuellen Regal liegen.
In Bayreuth wird Richard Wagner noch immer fast kritiklos verehrt – bis jetzt. Warum ist es so schwer, sich seine hässlichen Seiten einzugestehen? Ich weiß genau, warum. https://t.co/1zn9w0t5yn
Vergessene Opern zum Tage:
Friedrich August Bungert - Homerische Welt
(Kirke - Nausikaa - Odysseus' Heimkehr - Odysseus Tod)
Vielgespielt, heute keine Spuren mehr. Ersatzweise die Ouverture zum Singspiel Aurora.
https://t.co/MF7hYybFul
Wir sind nicht im Barbier. 95% (Kurzumfrage) kannten das Stück nicht. Warum nicht das Original? Warum nicht Siracusa? Warum immer und immer wieder "Verfremdung"?
"Wir haben versucht, den Konflikt aus dem kriegerischen herauszuheben." (Manuel Schmitt) Aber das geht sich halt nicht aus, denn es fehlt die Fallhöhe, selbst wenn wir davon ausgehen, daß in einer nahen, dystopischen Zukunft irgendwo im Land der Strohbären wieder Zwangsheirat herrscht und man Frauen, die Männer vom falschen Schützenverein oder den Kerwabou vom Nachbardorf lieben, vor dem Tod retten muß, indem man zum Kirmesboxen antritt.
Warum der gefeierte Boxheld am Ende trotzdem tot ist, erschließt sich nicht. Blackfacen durfte man Tancredi nicht, eine vage Andeutung lieferte der Boxkampf zur Ouvertüre. Ein "lesbischer Subtext", der den Konflikt ein wenig aufgeladen hätte, fehlte. Also bleiben die Runen- und Keltenkreuz-Tattoos des "Bösewichts" Orbazzano (sehr gut: Kihwan Sim), die man vom 3. Rang nicht erkennt.
Einfach schade, wenn wirklich gutes Handwerk an der zeitgeistig kanalisierten Phantasie scheitert.
Tancredi an der Oper Frankfurt. Eine fast liebevoll gearbeitete Inszenierung, ausgezeichnete Sänger und ein bei bestem Rossini-Wetter glänzend aufgelegtes Museumsorchester, das unter Giuliano Carella sehr detailreich, fast plakativ das unbekannte Stück präsentierte. Aber... ⬇️
@ProbstWilli@zeitonline Etwa zwei Meter links von mir stehen "Hitlers Bayreuth", "Wagners Hitler", "Erstickte Stimmen", "Antisemitische Fantasien", "Nacht über Bayreuth", "Musiktheater im 3. Reich" und Siegfried Wagner Biographie inkl. Jung-Hitler. Ohne den "Führer" müßten zig Redaktionen dichtmachen.