Die jährlich einzureichenden Ausgaben für das häusliche Arbeitszimmer sind nach neuestem Urteil innerhalb von 10 Tagen in die lokale Excel-Tabelle einzutragen. Als Nachweis dienen (hoffentlich) regelmäßige Screenshots der Tabelle.
Bürokratie im Endstadium.
Ein Urteil erhöht den Druck auf Selbständige. Um Ausgaben für das Arbeitszimmer steuerlich geltend zu machen, müssen sie die Belege früher erfassen als bisher gedacht.
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Wie kann man so ein Ding zum zweiten Mal vollkommen an Selbstständigen vorbei machen, es Entlastung nennen, aber eigentlich auf Arbeitgeber abschieben und nicht mal zur Kenntnis nehmen, dass besonders für Selbstständige seit Jahren eine epische Scheißzeit hier läuft.
@cathibruns Wenn die Kriterien der Selbstständigkeit von Zahlungen an die Deutsche Rentenversicherung abhängen, dann erinnert das schon stark an Schutzgelderpressung.
Eine völlig irreführende Überschrift: https://t.co/sej57jIyaX Anstatt endlich Rechtssicherheit zu schaffen, soll man dafür in die gesetzliche Rentenversicherung optieren. Und dann nennen sie es auch noch „neue Selbstständigkeit“. Meine Nerven!
Nach zwei Wahlschlappen in zwei Wochen muss sich die SPD nun offenbar auch noch in einem weiteren Grabenkampf geschlagen geben: Die strukturelle Diskriminierung von Selbstständigen findet offenbar keinen Platz mehr im Altersvorsorgedepot 🥳
https://t.co/2Nf3tTYUHd
Wenn die Bundesregierung von "allen" spricht, dann sind Selbstständige ausdrücklich nicht mitgemeint.
Für die SPD ist das eine Frage der Gerechtigkeit.
@cathibruns Ein Plädoyer für freie Gestaltung des Erwerbslebens ausgerechnet von einem Sozialdemokraten. Von der Partei, die Selbständigen immer neue Steine in den Weg legt, damit sie doch bitte zur "Normalarbeit" zurückkehren und sich ihre Forderungen von Gewerkschaften vorschreiben lassen.
@maischberger@spdde Ein Plädoyer für freie Gestaltung der Erwerbslebens ausgerechnet von einem Sozialdemokraten. Von der Partei, die Selbständigen immer neue Steine in den Weg legt, damit sie doch bitte zur "Normalarbeit" zurückkehren und sich ihre Forderungen von Gewerkschaften vorschreiben lassen.
@Wurzellurch @HSchaeferIW Bei privaten Unternehmen ist das hingegen etwas ganz anderes. Da geht es plötzlich um den Vorwurf von Sozialversicherungsbetrug und irgendwas mit Solidarität. So ganz genau möchte die Regierung die Unterschiede aber lieber nicht begründen.
@Wurzellurch @HSchaeferIW Weil die öffentlichen Auftraggeber (Bildungseinrichtungen) sonst für ihre "scheinselbstständigen" Honorarkräfte Sozialabgaben nachzahlen müssten und das geben die klammen Kassen nunmal nicht her. Also genehmigt man sich eben schnell eine Ausnahmeregel und das Problem ist gelöst.
@Wurzellurch @HSchaeferIW Es geht um die geplante Verlängerung der Übergangsregelung für Honorarkräfte aus § 127 SGB IV.
Diese soll einfach um ein weiteres Jahr verlängert werden, anstatt endlich - so wie versprochen - Rechtssicherheit für Soloselbstständige zu schaffen.
"Wir wollen Selbstständige besser fürs Alter absichern" heißt es im Koalitionsvertrag.
Die Umsetzung bisher:
🎯Aktivrente (ohne Selbstständige)
🎯Altersvorsorgedepot für alle (außer Selbstständige)
🎯Altersvorsorge von Selbstständigen bei Grundsicherung nicht mehr geschützt
@sparbuchfeinde Gleichzeitig wettert man gegen Indexmieten, weil es ja wohl nicht sein kann, dass ein ehemals selbstständiger Senior seine "leistungslosen" Alterseinkünfte an 2% Inflation anpassen möchte.
Keine vier Jahre hat es gedauert und schon ist der Teil-Schutz der privaten Altersvorsorge wieder weg. Selbstständige sind damit erneut auch in schweren Zeiten von der Grundsicherung ausgeschlossen, wenn sie zuvor in guten Zeiten fürs Alter vorgesorgt haben.
@fpetPhd@cathibruns In dem Artikel steht, das Beamte teilnehmen dürfen, weil sie explizit förderberechtigt sind. Selbstständige sind hingegen explizit nicht förderberechtigt.
Wenn die Bundesregierung von "allen" spricht, dann sind Selbstständige ausdrücklich nicht mitgemeint.
Für die SPD ist das eine Frage der Gerechtigkeit.
@PKoss82 Ob "Selbstständige" in "alle" steckt, hängt vom Kontext ab: Wenn "wir alle an einem Strang ziehen müssen und deshalb die Steuern erhöhen", dann sind Selbstständige natürlich mitgemeint. Geht es jedoch um faire soziale Absicherung mit Hilfe von Steuergeld, dann sind Solos raus.
Wenn die Bundesregierung von "allen" spricht, dann sind Selbstständige ausdrücklich nicht mitgemeint.
Für die SPD ist das eine Frage der Gerechtigkeit.
Zum Altersvorsorgedepot sagt @larsklingbeil im Bundestag:
"Jetzt geht es um die private Altersvorsorge für alle*. Für alle Generationen und alle Einkommen* […] Das ist für uns eine Frage der Gerechtigkeit!"
(*außer Selbstständige)
Quelle:
https://t.co/lepQwyT3ka