Sind meine Ungräser resistent oder war die Applikation nicht optimal? Wir geben Hinweise, wie Sie das Problem im Feld eingrenzen können und was bei Resistenzverdacht getan werden kann. https://t.co/HcIJZQ63WQ #Ackerfuchsschwanz#Windhalm
In unserem Resistenztest mit verschiedenen Trespen-Arten (Wiesen-Trespe, Roggen-Trespe) waren auch einige echte Resistenzfälle dabei. Hier sieht man, dass außer der Variante D (Axial 50) keiner der eingesetzten ALS-Inhibitoren eine Wirkung im Vergleich zur Kontrolle (A) zeigte.
Spät auflaufende Hirsen sind nicht nur im Mais ein Problem. Oftmals findet man auch in der Rübe kleinere Nester - vor allem mit Hühnerhirse. Selten ist der Befall jedoch so hoch wie auf dem Foto.
Faden-Fingerhirse keimt sehr spät in der Saison und wird daher mit den meisten Herbiziden nicht ausreichend erfasst. Die Folge: bei starkem Befall bildet sich ein dichter Teppich des Unkrauts. Bei früh gehäckseltem Mais sind die Samen der Fingerhirse aber meist noch nicht reif.
Borstenhirsen, wie hier die Kletten-Borstenhirse, sind neben der Hühnerhirse die häufigste anzutreffende Art. Aufgrund Ihrer Biologie sind die Samen meist schon ab Ende August bzw. Anfang September reif und können sich somit auch in früh geerntetem Mais vermehren.
Blieben nach der Behandlung vereinzelte Pflanzen stehen oder war das ganze Feld befallen? Im Beispiel sieht man die deutlichen Unterschiede in der Wirkung der Herbizide. Während die Produkte B, D und F nicht mehr wirken, wirken C und E noch zu 100%. A= unbehandelte Kontrolle
100 Proben von Weidelgras wurden getestet. Die Proben kamen dabei meist aus NRW und Hessen. Der Fall auf dem Foto zeigt aber keine resistente Probe. (A=Unbehandelt). Auch zu sehen ist eine deutliche Minderwirkung bei Gruppe A (ACCase- Inhibitoren) und Gruppe B (ALS-Inhibitoren).
Aufgrund Ihrer Standortansprüche findet man Ackerfuchsschwanz und Windhalm eher selten zusammen. Während Ackerfuchsschwanz eher schwere Standorte bevorzugt findet man den Windhalm eher auf den leichten Standorten.
Ackerfuchsschwanz/Windhalm sind Lichtkeimer. Gerade auf schweren Böden kann man aber im späten Frühjahr bei Trockenheit tiefe Risse beobachten, die Samen aus tieferen Schichten zur Keimung anregen. Ein Eingreifen seitens des Landwirts ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Hundskerbel ist eine Pflanze die eher auf leichteren Böden
zu finden ist. Die Samen besitzen kleine Haken, was eine Verbreitung durch Tiere begünstigt. Wir haben den Hundskerbel in 6 Bundesländern angetroffen, oft jedoch ohne signifikanten Befall.
Willkommen bei der Agris42 GmbH. Wir sind ein junges Unternehmen aus Stuttgart und beschäftigen uns mit resistenten Unkräutern und Ungräsern, der Erfassung neuartiger Unkrautprobleme und der Entwicklung praxisorientierter (Software-) Lösungen.
Bundeslandwirtschaftsministerin @JuliaKloeckner plädiert heute in der @faznet für den Einsatz von #CRISPR-Cas in der Pflanzenzüchtung und appelliert an die "Berufsablehner", sich "ideologiefrei" in die Debatte einzubringen. #Gentechnik#GenomeEditing
Pilzerkrankungen machen auch vor Unkräutern nicht
halt. Gerade durch die feuchten Bedingungen zur
Blüte im Mai und Anfang Juni im Süden Deutschlands
haben dort häufiger Ähren die mit dem Mutterkorn-Pilz
(Claviceps purpurea) befallen waren hervorgebracht.
Es gibt, neben Resistenzen, auch andere Ursachen für eine
schlechte Wirkung der Herbizide, bspw. Probleme bei der
Applikation. Resistenzen breiten sich nicht in definierten
Mustern aus und lassen keine klaren Formen erkennen.
Häufiger konnte man dieses Jahr auf stark befallenen
Weidelgras- und Ackerfuchsschwanz-Flächen im Norden
und Osten Deutschlands beobachten, dass Teilflächen mit
potentieller Resistenz abgemulcht oder gehäckselt
wurden. Dies unterbindet zumindest die Samenproduktion
der Unkräuter
Über 20.000 Töpfe verschiedenster Unkräuter stehen gerade im Gewächshaus und werden auf Resistenzen gegen verschiedene Wirkstoffe getestet. Ackerfuchsschwanz, Windhalm sowie ein paar Trespen werden derzeit untersucht. So langsam setzt bei den ersten Proben die Wirkung ein.
Sommer2019: Wir haben 1940 Proben
verschiedenster Unkräuter von 1120 Feldern in
ganz Deutschland gesammelt. Zusammen mit den
Informationen zur Bewirtschaftung des aktuellen
und der zurückliegenden Jahre können wir eine
differenzierte Einschätzung der Situation auf dem
Acker geben