Lasst mich noch ein Wort zur Paketsteuer sagen, die in Österreich seit 1. Oktober in Kraft ist.
Heute wollte ich bei Amazon ein Zeichenpinselset um 7,20 € bestellen. Bei einem Warenwert von 7,20 € ist eine Paketsteuer von 2,40 € doch ziemlich unverhältnismäßig. Amazon berechnet die Paketsteuer pro Bestellung – nicht pro Paket, also habe ich der Bestellung noch ein Bosch-Multifunktionswerkzeug um 146,20 € hinzugefügt, das ich eigentlich am Mittwoch im viel zitierten stationären Handel kaufen wollte. So fällt die Paketsteuer bezogen auf den Gesamtpreis kaum noch ins Gewicht.
Da ich möglichst steuersparend bestellen möchte, habe ich außerdem noch einen 3er-Pack ApaCare-Zahnpolierpaste um 19,15 € dazugelegt. Die bestelle ich ohnehin regelmäßig, wenn sich die letzte Tube dem Ende zuneigt. Schließlich möchte ich nicht allein wegen der Zahnpolierpaste eine weitere Paketsteuer bezahlen.
Aus Neugier habe ich dann noch nach Chlorhexamed-Mundspülung gesucht. Die kaufe ich normalerweise in der Apotheke – also ebenfalls im stationären Handel. Und siehe da: Bei Amazon gibt es zwei Flaschen Chlorhexamed mit Chlorhexidin 0,06 %, jeweils 500 ml, für 11,36 € – fast zum halben Preis.
Eigentlich wollte ich nur ein Zeichenpinselset um 7,20 € bestellen!
😁
Dank der Paketsteuer spare ich mir jetzt den Weg zum Baumarkt und in die Apotheke.
👍
Warum der stationäre Handel diese Paketsteuer begrüßt, erschließt sich mir allerdings nicht.
🤷
@lukasludens Vielleicht will er uns auch nur sagen, dass wir eine Sonnenbrille an der Zapfsäule aufsetzen sollen, damit wir nicht völlig weggeflashed werden von den Ersparnissen der Spritbreisbremse.
📢 Trump, Zölle & das Triffin-Dilemma – Warum es um viel mehr als Handelskriege geht 🧵
1/ Ich sehe viel Verwirrung um Trumps Zölle. Klar, ihre Umsetzung & Kommunikation wirken teils chaotisch. Aber im Kern geht es um ein gewaltiges Problem der USA: das Triffin-Dilemma. Ein langfristiges Problem, das bisher ungelöst ist.
2/ Worum geht’s?
Der US-Dollar ist die globale Reservewährung. Länder weltweit nutzen ihn für Handel, Zentralbankreserven & zur Begleichung von Offshore-Dollar-Schulden. Die Welt braucht also Dollars – doch die USA können sie nicht endlos bereitstellen.
3/ Damit genügend Dollar im Umlauf sind, muss die USA mehr Dollar ins Ausland schicken, als sie über Exporte zurückbekommt. Das heißt: Dauerhaftes Handelsdefizit. Ohne dieses Defizit gäbe es zu wenige Dollar für die Weltwirtschaft.
💡 Wenn ihr das verstanden habt, macht alles Sinn was aktuell passiert: ie USA haben ihre Industriebasis ans Ausland abgegeben (besonders an China), da sie die Güter in diese System importieren müssen, anstatt sie selbst zu produzieren. Das Ausland produziert und erhält im Gegenzug die benötigten Dollars.
4/ Das Dilemma: 🙇♂️
Stoppen die USA den Dollar-Abfluss, droht eine globale Dollar-Knappheit → Deflation, Krise.
Lassen sie den Dollar weiter abfließen, steigt langfristig das Risiko eines Vertrauensverlusts in die Währung.
5/ Genau das passierte in den 1970ern: Zu viele Dollar im Ausland → Golddeckung (35 USD/Unze) wurde unhaltbar → Bretton-Woods-System brach zusammen.
6/ Warum also die Zölle?
Trumps Politik wirkt auf den ersten Blick wie simpler Protektionismus. Doch im Kern geht es um die Frage, wie die USA ihr Handelsdefizit & den globalen Dollar-Abfluss managen können.
7/ Das Ausland finanziert die US-Staatsschulden
Der Clou: Länder wie China oder Japan kaufen US-Staatsanleihen mit den Dollar, die sie aus dem Handelsüberschuss gegen die USA erwirtschaften. Dadurch finanzieren sie indirekt die US-Staatsschulden.
8/ Doch was passiert, wenn das Defizit zu groß wird?
Wenn das Handelsdefizit der USA zu stark wächst, sinkt das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der USA. Die Folge: Weniger Käufer für US-Staatsanleihen.
9/ Das passiert bereits!
China, einst einer der größten Käufer von US-Anleihen, reduziert seine Bestände massiv. Wenn dieser Trend anhält, wird es für die USA schwieriger, ihre Schulden zu finanzieren.
10/ Das ist eine Frage der nationalen Sicherheit!
Weniger Käufer für US-Anleihen heißt: Die USA müssen entweder ihre Defizite reduzieren oder massiv höhere Zinsen zahlen. Beides hätte tiefgreifende wirtschaftliche Folgen.
11/ Die Strategie:
Höhere Zölle sollen Importe unattraktiver machen
Produktionsverlagerung in die USA soll Handelsdefizit senken
💡 Ziel: Weniger Dollar-Abfluss, mehr Kontrolle über das System
12/ Das Problem:
Das Triffin-Dilemma ist strukturell. Handelsüberschüsse der USA könnten eine globale Dollar-Knappheit auslösen. Dann bräuchte es entweder eine neue Reservewährung – oder einen ganz neuen Mechanismus zur Versorgung der Weltwirtschaft mit Liquidität. Hello #Bitcoin.
13/ Trump scheint erkannt zu haben: Dieses Problem ist, wenn überhaupt, nur langfristig (10–20 Jahre) zu lösen. Kurzfristige Marktreaktionen? Zweitrangig.
Ich glaube ihm zu 100%, dass kurzfristige Aktienmarkt Korrekturen völlig belanglos sind und wundere mich zeitgleich das so wenige Kommentatoren ddas Kernproblem verstanden haben.
14/ Die große Frage:
Sind die USA wirklich bereit den US Dollar als Weltreservewährung aufzugeben? Ich denke sie haben mittelfristig keine andere Wahl, der Weg dorthin dürfte jedoch chaotisch werden.
In unserem Buch "Die größte Revolution aller Zeiten" habe ich dieses Problem gemeinsam mit @marcfriedrich detailiert beschrieben.
Was meint ihr dazu? Wird Trump mit dieser Strategie Erfolg haben?
Wenig Mut beim #Budget
Statt bei den Ausgaben den Rotstift anzusetzen, bleiben die großen Baustellen im Haushalt großteils unberührt.
(Kommentar von Dénes Kucsera)
Wochenlang haben die Parteien gerungen, gestritten, verhandelt – nicht über große Reformen, sondern über Posten und Budgets. Zusammenfassend lässt sich sagen: viele Posten, wenig Inhalt. Das Ergebnis ist eine Regierung der sündteuren Kompromisse. Allein die sieben Staatssekretäre und die 14 Minister kosten monatlich 400.000 Euro.
Diese Regierung scheint die tiefgreifenden Herausforderungen der Zeit nicht erkannt zu haben. Statt echte Reformen voranzutreiben, werden Posten verteilt wie Smarties beim Kindergeburtstag. Niemand will auf etwas verzichten; also erhalten am Ende eben alle mehr. Ein Deal, der für die Parteien und ihre Versorgungsapparate attraktiv ist, aber dem Land nicht weiterhilft.
Dabei war der Wahlkampf noch von einem breiten Konsens geprägt: Die Staatsausgaben sind zu hoch, das Defizit steigt ins Unermessliche. Experten warnten eindringlich, dass Österreich sich eine solch hemmungslose Budgetpolitik nicht mehr lange leisten könne. Doch im über weite Strecken wirren Regierungsprogramm ist von Einsparungen nur noch äußerst vage die Rede. Auf der Einnahmenseite sprudelten die Ideen dagegen nur so. Neue oder neue, alte Steuern sind das eigentliche Herzstück der türkis-rot-pinken Regierung. Spitzensteuersatz? Bleibt. Energieabgabe? Verlängert. Bankenabgabe? Wird angehoben. Immobilienbesitzer und Stiftungen? Zur Kasse, bitte! Und obendrein kehrt die kalte Progression, deren Abschaffung das Leuchtturmprojekt der letzten Regierung schlechthin war, in Teilen wieder zurück. Der Fiskus wird nun wieder an der Inflation mitverdienen. Von der Beteuerung von ÖVP und Neos, das Budget über die Ausgabenseite konsolidieren zu wollen, ist nicht viel übrig geblieben.
Die großen Versprechen aus dem Wahlkampf sind damit Geschichte. Auch, wenn es niemand mehr hören kann: Österreich hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Um tatsächlich ein EU-Defizitverfahren zu vermeiden, wird es Nachverhandlungen und Nachschärfungen brauchen. Je schlechter sich die Wirtschaft entwickelt und je weiter das Jahr voranschreitet, desto schwieriger wird es, die benötigten 6,4 Milliarden Euro einzusparen.
Pensionsreform vergessen 👴
Und wo soll nun tatsächlich gespart werden? Drei Milliarden Euro sollen angeblich bei den Unternehmensförderungen erzielt werden. Klingt gut, aber nichts Genaues weiß man nicht. Man will auch in den Ministerien sparen, mit der „Kettensäge in der Verwaltung“. Doch wie passt das mit der aufgeblähten Regierung zusammen? Auf eine echte Pensionsreform hat man vorsichtshalber gleich ganz vergessen. Vieles bleibt zudem Konjunktiv: „soll“, „könnte“, „wäre möglich“. Immerhin hat sich noch ein bisschen Platz für Steuererleichterungen gefunden: Steuerfreie Mitarbeiterprämien, leicht erhöhte Freibeträge. Tatsächliche Entlastung sieht anders aus. Immerhin: Die Reform der Bildungskarenz war längst überfällig.
Was fehlt, sind echte Strukturreformen. Die Föderalismusreform wurde einmal mehr vertagt. Die Schuldenbremse bleibt ein Lippenbekenntnis. Und die Pensionsbombe? Sie tickt weiter. Jahr für Jahr fehlen dem System mehr als 30 Milliarden Euro, und doch wagt niemand, das gesetzliche Pensionsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.
Die Regierung hat sich große Ziele gesetzt. Doch ihr wichtigstes Ziel scheint ein anderes zu sein: sich selbst nicht wehzutun.
(Erstmals erschienen in „Die Presse" am 6.3.2025)
The original orange pill. In 1892, Carl Menger explained that sound money is the product of the market, not the state, and that the best money is the commodity that's the best at holding value across space and time. Bitcoin outperforms all other commodities in these dimensions.
The more you learn about the history of money and the nature of money, the more you come to understand why bitcoin is the soundest money and the ultimate store of value. It's simple and obvious.
Can you spot the moment the EU promised €800 billion to rearm Europe?
Just 6 months ago, Mario Draghi called for Europe to massively increase its spending to boost economic competitiveness.
Looks like Trump gave them the perfect excuse to do just that.
Trump's tariffs could be stealth QE—weakening the dollar, fueling inflation, and forcing the Fed to cut rates or expand the balance sheet. Liquidity might be coming faster than expected.
⚠️Trump’s 25% tariffs just hit Canada and Mexico.
Inflation is coming, supply chains will break, the Fed is trapped, dollar dominance is fragile and as confidence in fiat erodes, staggering capital will flow into Bitcoin.
Understanding this shift isn’t optional.🧵👇
Das Leben ist nur ein Spiel.
Niemand wird sich lange an dich erinnern.
Vielleicht deine Familie, aber nicht für immer.
In hundert Jahren bist du nur noch Staub.
In tausend Jahren wird nicht mal die Erde wissen, dass du existiert hast.
Selbst Könige werden irgendwann vergessen.
Also warum nicht einfach tun, was du willst?
Am Ende macht es sowieso keinen Unterschied.
Time is ticking.