Social anthropologist + senior VET expert @BIBB_de; interested in societal issues, #apprenticeship research, work-based learning, sociology of education & work
🎯 #KI: „Tod des Autors“ (R. Barthes) oder: Finger weg davon beim Schreiben?
😵💫 Es gibt Tage, da will es der "Zufall", dass man auf zwei Beiträge stößt, die man je für sich anregend findet, beiden je zustimmen will und dann bemerkt: Die stehen ja in einem erheblichen Spannungsverhältnis oder widersprechen sich gar.
😲 So ging es mir heute. Da fand ich zum einen in der @faznet einen Artikel des Literaturwissenschaftlers Erik Schilling, der die berühmte These Roland Barthes' vom Tod des Autors affirmativ auf #KI und ihre Nutzung beim Schreiben von Texten bezog. Die Prognose: Es wird zunehmend schwerer, Mensch und KI zu trennen - und das sei auch gar nicht sinnvoll. Die gegenwärtigen Versuche – gerade im Journalismus –, das Gütesiegel ‚menschlicher Autor‘ hochzuhalten, werden als realitätsferne Nostalgie bemitleidet. Entscheidend sei der Output, sprich: der Text. Der Autor sei nur ein Brand, dessen Autorisierung für #Qualität stehe. That’s it! Mehr nicht.
😲 Dann las ich, ebenfalls heute, einen Meinungsbeitrag von @BretStephen_NYT in der @nytimes . Geradezu inständig flehte der Autor darum, beim Abfassen von Texten auf KI zu verzichten. Sein Hauptargument lautet: Die Nutzung von KI mache denkfaul (man denke an von Kleists „allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ zurück, die man nach Konrad Paul Liessmann erst recht beim Schreiben erlebt), mindere Kreativität und führe so zur individuellen wie kollektiven Selbstmarginalisierung.
🤔 Beim ersten Beitrag schätze ich nicht nur die nüchterne #Ehrlichkeit, einzugestehen, wie de facto Textproduktion, auch gute (!) heute vielfach vonstatten geht, sondern auch die #Offenheit, Autorenschaft unter den Bedingungen von LLMs neu zu denken (Autorisierung, Qualität). Der zweite Beitrag benennt realistische Gefahren von De- und Non-Skilling – und doch frage ich mich: Muss das so zutreffen, wie Stephens es prognostiziert? Unterschätzt er nicht die transformativen Möglichkeiten, auch unter Nutzung von KI-Tools weiterhin zu denken (durchaus im Sinne von Adorno/Horkheimer und Arendt)?
‼️ Worauf es ankommt: #Bildung muss anders angeregt, gefördert und begleitet werden; man wird in manchen Bereichen „dümmer“, in anderen dafür schlauer und vielleicht sogar klüger.
🫵 Klar ist mir aber auch, wir müssen unsere Ausbildungsstätten noch viel mehr als Bildungseinrichtungen – und zwar noch „ganzheitlicher“ als bisher – denn als Kompetenzerwerbszentren auf Zeit begreifen. #Kompetenzen werden unter den neuen Möglichkeiten immer leichter erlernt; Bildung, also #Differenzkompetenz, #Ambiguitätssensibilität und #Gemeinsinn, gewinnen "wir" (in der Vielfalt der vielen einzelnen) nur durch gemeinschaftliches Erarbeiten. Dann gibt es weiter Autoren, und das #Denken ist nicht abgeschafft.
EIL: Özdemir ernennt BMBF-Staatssekretäre
Es handle sich um seine "absolute Wunschbesetzung", schreibt der neue Forschungsminister an die Ministeriumsmitarbeiter. Besonders eine Personalie ist eine handfeste Überraschung – und ein Signal an das Haus.
https://t.co/nCeOl0GDvC
Soziale Ungleichheit bleibt "ein riesiges Dauerproblem"
Was im neuen Nationalen #Bildungsbericht steht und warum Autorensprecher Maaz davor warnt, Einwanderer für die schlechte Bildungs-Performance verantwortlich zu machen.
Im @Tagesspiegel und im Blog:
https://t.co/8LUbd04T5b
Mensch und Menschenaffen teilen 97-99 % Genetik. Müssten sie sich da nicht wie Menschen weiterentwickeln? Tübinger Biologen fanden raus, was ihnen evolutionär dafür fehlt: Affen geben Verhalten und Kultur nicht weiter. Sie lernen in jeder Population neu. https://t.co/VAGPFhefcW.
Absolute Empfehlung: John Akomfrahs Videokunst aktuell noch bis 28.1.24 in der @SCHIRN in #Frankfurt. Nicht nur der Beitrag zu #stuarthall ist wunderbar!
Rarely do I watch full film installations at exhibitions but I stayed for all of John Akomfrah’s Unfinished Conversation (2012) about Stuart Hall, cut across 3 mesmerising screens. Free at the Tate Britain, alongside other artworks exploring diaspora until 3 April
Call for Papers für die 9. Arbeitstagung der Kommission Digitale Anthropologie der #DGEKW zum Thema "Digitale Methoden und Daten in Ethnografie und qualitativer Forschung" vom 16.-18.09.2024 an der @univechta. Einreichungsfrist für Abstracts: 31.01.2024
https://t.co/LRRe5FAd1r
"Wir brauchen einen fast schon revolutionären Neuanfang"
Was Deutschlands Politiker, Bildungsexperten und Verbände zu den historisch schlechten #PISA-Ergebnissen sagen.
Im Blog: https://t.co/gBZC8KXWNW
Schlechte #Arbeitsbedingungen, Ablehnung von #Migration und Misstrauen. Eine neue @WSIInstitut-Studie leuchtet den Anstieg der #AfD-Wahlbereitschaft aus.
Die Ergebnisse im Detail:
https://t.co/anzz86ogll
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Unsere Fallanalysen aus meinem Forschungsprojekt zu #betrieb|lichen #Ausbildung|spartnerschaften sind jetzt als Buch und #OpenAccess zu lesen. Dazu ein Factsheet mit Kernbotschaften für die #Praxis: https://t.co/COTPkBBLbu
„Wissenschaft fordert ‚Nie wieder‘“: Die AHL unterstützt den vom @ATHENECenter initiierten offenen Brief gegen Antisemitismus und für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Den Brief in voller Länge und die Möglichkeit zur Unterstützung finden Sie hier: https://t.co/M2Tegy0Jyx
Stellungnahme des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie zu Terror und Gewalt in Israel/Palästina und den polarisierenden Debatten in Deutschland:
https://t.co/AxQ9iXDjNH
Vice Chancellor Robert Habeck on the dimension of the terror, Germanys historical responsibility and our deep solidarity with Israel. 🇮🇱
סגן הקנצלר והשר הפדרלי רוברט האבק על ממדי מתקפות הטרור הברבריות, האחריות ההיסטורית הגרמנית והסולידריות העמוקה והבלתי מעורערת שלנו לישראל 🇮🇱
Darin auch: eine Einführung für Studierende in das Forschungsdatenmanagement in der ethnografischen Forschung (von Martina Klausner @KAEE_GoetheUni, Michaela Rizzolli #Qualiservice@SociumBremen und Sabine Imeri @fid_evifa)👉https://t.co/wLqHVCenWa
Jocelyn Gac des Compagnons du devoir et du Tour de France : l'adn des compagnons "R&D, innovation et accompagnement des transformations", notamment transition pédagogique et écologique. #rumef2023
Le compagnon vu au travers de 4 adjectifs :" capable, digne,libre et généreux"