@klfeuerfalter "Laut einem Sprecher der StA Berlin gehe es beiden den Umständen entsprechend gut" - Ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder rückwärts essen soll. Diese Info ist für beide gedacht - Täter und Opfer.
@jannibal_ Nazivergleiche zeigen nach Godwin meist, dass jemand keine Argumente mehr hat. Wenn sie früh fallen, ist das ein schlechtes Zeichen – egal, von wem. Für historische Bezüge bietet sich eher linke Gewalt an, wenn man überhaupt vergleichen möchte.
Vielen Dank @jannibal_ !
Nazivergleiche zeigen nach Godwin meist, dass jemand keine Argumente mehr hat. Wenn sie früh fallen, ist das ein schlechtes Zeichen – egal, von wem. Für historische Bezüge bietet sich eher linke Gewalt an, wenn man überhaupt vergleichen möchte.
Auf der Plattform X hat sich in jüngster Zeit ein eigentümliches Genre des schiefen historischen Vergleichs etabliert, das immer wieder bemüht wird, um extrem linke Phänomene auf die einfachste und untauglichste Folie zu pressen. Das geht wie folgt: Die Antifa gilt als die »neue SA«, linksextreme Gruppierungen sind »rot lackierte Faschisten«, die Gruppe »widersetzen« die neue Hitlerjugend, und wo immer sich ein vermummter Aufmarsch linken Ursprungs zeigt, hallt es als Gegenargument »Nazis raus!«.
Solche Gleichsetzungen sind sicher bequem, aber in der Regel ahistorisch. Nationalsozialistische Vergleiche verlieren ihre analytische Kraft, sobald sie zu einem Deutungsmuster für alles herhalten; und sie werden auch nicht klüger, wenn die Sprecherposition eine konservative ist. Sie bleiben, auch in diesem Fall, was sie sind: falsche Analogien, die mehr über die Sehnsucht nach moralischer Eindeutigkeit verraten als über die Sache selbst.
Linksextreme Gewalt und militante Organisationsformen entspringen nicht einer heimlichen Verwandtschaft mit dem Nationalsozialismus, auch wenn dieser Take sehr bequem ist. Sie folgen vielmehr einer eigenen, ideengeschichtlich gut dokumentierten Tradition radikaler Linker, die bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Frage der politischen Gewalt bejaht haben. Ihr Selbstverständnis ist die systematische Negation der Menschlichkeit des (rechten) Gegners. Wer dies ignoriert und stattdessen auf die NS-Schablone zurückgreift, verkennt nicht nur die historische Genese, sondern auch die ideologische Verwurzelung des Phänomens.
Bessere Bezugspunkte fänden sich in der Geschichte des real existierenden Sozialismus, in den Praktiken linker Diktaturen Osteuropas oder in den militanten Traditionen der westdeutschen Nachkriegs-Linken selbst. Auch solche Analogien sind nicht frei von Verkürzungen, doch sie bleiben zumindest innerhalb eines weltanschaulichen Horizonts kohärent und stimmig.
Was sich derzeit beobachten lässt, ist letztlich die spiegelbildliche Entsprechung jener NS-Besessenheit, die Linke kultiviert haben. Wenn der Nationalsozialismus zum alleinigen Maßstab aller politischen Bewertung wird, dann gerät das eigene Geschichtsbild in eine eigentümliche Enge. Die einen (Linke) verbinden jede konservative Wortmeldung mit dem Dritten Reich, die anderen (Konservative) jede Form linker Militanz mit der SA. Beide Verfahren entlasten Menschen von der Mühe, die jeweilige Ideologie aus ihren eigenen Prämissen heraus zu bewerten. Sie sind unklug und Varianten derselben Bequemlichkeit.
Ich bin seit dieser Woche zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder in der Ukraine. Meine ersten Eindrücke:
1. Viele, die vor wenigen Monaten intern in der Ukraine einen russischen Sieg im Donbas für wahrscheinlich hielten und von Trump und Putin geprägte „Friedens“-Gespräche vorausgesagt haben, sagen heute: Die Ukraine hat sich durch Drohnen, Starlink und die EU-US-Unterstützung einen technologischen Vorsprung erarbeitet, der die Lage deutlich verändert hat.
2. Zum ersten Mal seit Beginn der russischen Vollinvasion bin ich bei nächtlichem Raketenalarm in den Keller gegangen. Warum? Weil die Flugabwehr inzwischen vielerorts nicht mehr ausreicht. Vor allem ballistische Raketen schlagen immer häufiger ein - mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung.
3.Niemand, mit dem ich bislang gesprochen habe, rechnet mit ernsthaften Friedensgesprächen. Der Tenor: Putin will weiter eskalieren. So formulieren es ukrainische Regierungsvertreter - und ähnlich äußerten sich zuletzt auch russische Insider gegenüber „Reuters“.
4.Gleichzeitig wachsen die innenpolitischen Probleme. Die Kritik an Präsident Selenskyj wird lauter. Kritiker werfen ihm vor, nicht konsequent genug gegen Korruption vorzugehen, die Medien zu stark zu kontrollieren und sich bereits taktisch mit möglichen Neuwahlen zu beschäftigen.
5.Auch die Mobilisierung wird immer kontroverser diskutiert. Immer mehr Videos zeigen Männer, die gegen ihren Willen eingezogen werden. Die Frage nach der Gerechtigkeit wird lauter: Warum können sich manche dem Militärdienst entziehen, während andere seit Jahren an der Front kämpfen?
BREAKING: John Cleese renounces “the mob who have taken over Amnesty.” The iconic British comedian initiated and produced Amnesty International's landmark comedy benefit series, and for decades supported Amnesty as a fundraiser and public advocate. Proof they've lost the plot: 🧵
If abortion is ILLEGAL, then walking away from a pregnant partner should be treated just as seriously. If women are REQUIRED to carry a pregnancy to term, men should be EQUALLY RESPONSIBLE and not be allowed to avoid the responsibilities of FATHERHOOD.
Frau Gohlke, niemand will Israelkritik verbieten. Kritisieren Sie die Regierung, die Siedlungspolitik, den Krieg – alles erlaubt, alles straffrei. Strafbar wird etwas anderes: der Aufruf, einen ganzen Staat auszulöschen.
Dass Sie das „politische Haltung zu einem Konflikt” nennen, ist keine Kritik am Gesetz. Es ist das beste Argument dafür.
Und ja: Kein anderer Staat genießt diesen Schutz. Weil für keinen anderen Staat weltweit die Vernichtung gefordert wird – auf deutschen Straßen, in deutschen Hörsälen, in Parteien, unter deutschem Applaus. Zeigen Sie mir die Demo, auf der die Beseitigung Frankreichs gefordert wird. Die Singularität liegt nicht im Gesetz. Sie liegt im Hass.
Die Schweigespirale um Transgender-Eingriffe ist durchbrochen – gerichtlich bestätigt
Wie ich vor zwei deutschen Gerichten das Recht auf öffentliche Debatte verteidigte
Aus dem Verfahren, das Sabine Maur seit Anfang dieses Jahres gegen mich führte, bin ich ein weiteres Mal erfolgreich hervorgegangen. In der Berufung vor dem Senat des Kammergerichts Berlin signalisierten die Richter, dass Frau Maur in allen Punkten unterliegen würde. Daraufhin nahm Maur ihre Berufung in der Verhandlung zurück. Das Urteil des Landgerichts Berlin II ist damit rechtskräftig. Die Kosten des Berufungsverfahrens muss Maur vollständig tragen.
Ich habe mit diesem Erfolg mein Ziel verteidigt: Die Schweigespirale zu durchbrechen, die rund um Transgender-Eingriffe und die Praktiken der verantwortlichen Fachleute und Funktionäre in Deutschland herrscht.
Neuer Artikel auf meinem Substack. Link im Kommentar.
Beira's Place, the women's sexual assault support centre founded by JK Rowling, has been labelled an "anti-rights group" by Amnesty International UK, alongside For Women Scotland. Story @heraldscotland 👇
https://t.co/OwfzqIykrw
Das ganze gesetzliche System der Sozialversicherung implodiert gerade. Ich zahle bereits jetzt rund 1.250€ als freiwillig gesetzlich Versicherter. Im kommenden Jahr werden es dann durch die Reformen und real steigende Zusatzbeiträge wohl rund 1.400€ werden; knapp 17.000 Euro / Jahr. Als Familie werden wir mit den steigenden RV Beiträgen dann ab 2027 im Jahr rund 3000€ Mehrbelastung haben. Aber es freut mich natürlich, dass die Angehörigen von MdBs zu Weihnachten wieder neue iPhones erhalten.
Sehe sehr viele Beschwerden, weil die Psychotherapie künftig besser wirtschaften soll. (Zungenbrecher-Begriff: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz)
Unpopuläre Meinung: Ich halte diese Massnahme für richtig.
Das vermeintliche Allheilmittel Psychotherapie führt aus meiner Sicht a) zu Überdiagnosen b) zu einer gewissen Waschlappigkeit. Was früher eine normale Lebenskrise war, muss jetzt therapiert werden – natürlich auf dem Rücken der Solidargemeinschaft.
Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Psychotherapie sind von rund 2,5 Milliarden Euro (2014) auf rund 4,6 Milliarden Euro (2023) gestiegen – also ein Plus von über 80 Prozent. In Hamburg gibt es inzwischen fast so viele Psychotherapeuten wie es Hausärzte gibt.
Man sollte nicht so naiv sein, nicht zu glauben, dass auch Psychotherapiepraxen am Ende Unternehmen sind. Ökonomisches Eigeninteresse trifft auf vulnerable Gesellschaft (cc: Frauke Rostalski).
Dass es Fälle gibt, in denen Therapie (überlebens-)wichtig ist, steht außer Frage: chronische (psychische) Erkrankungen, Suizidgedanken, tragische Todesfälle, Missbrauch, Vergewaltigung. Die Übertherapierung der Gesellschaft führt aber dazu, dass genau diese Härtefälle länger auf einen Platz warten.
In meinem Umfeld sehe ich, dass jungen Menschen bereits bei einer „toxischen Beziehung“ oder allgemeiner Perspektivlosigkeit direkt Therapie empfohlen wird.
Darüber würden Wolt-Fahrer aus Pakistan oder Amazon-Paketfahrer aus Moldawien vermutlich nur müde lächeln. Das Konzept einer kostenlosen(!) Therapie für praktisch jedes mentale Problem wirkt außerhalb westlicher Wohlstandsgesellschaften ziemlich absurd.
Ich erinnere mich an einen Artikel in der ZEIT über eine Frau, die über Jahre in psychotherapeutischer Behandlung war – mal wegen Problemen mit Kollegen, mal wegen Angst vor dem Alltag. Schlussendlich ging es ihr trotzdem nicht besser. Sie kehrte aber immer wieder zurück.
Und die Praxen verdienen an jeder weiteren Sitzung. Kein Wunder also, dass sie sich lauthalt beschweren.
Hier zur Erinnerung, was Sabine Maur mit Ihrer Klage vertuschen wollte.
Allen, die Ihre Aufforderung die Kassen zu betrügen gepostet und sich damit der Gefahr von kostspieligen Klagen ausgesetzt haben, ein großes Danke!
Maur hat sich als Opfer inszeniert. Dabei war sie es, die mir ihrer Klage für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Noch immer zieht sie mit der Opfer-Nummer durch das Land.
Sabine Maur, Vizepräsidentin der Psychotherapeutenkammer, ermuntert Kollegen dazu, betrügerische Indikationsschreiben auszustellen – wie sie es selbst tut. Krankenkassen sollen sich gezwungen sehen, Verstümmelungs-OPs „Nicht-Binärer” zu bezahlen, obwohl sie das nicht müssten. 🧵
"Eine sehr direkte Frage: Wird ein in die Enge getriebener Wladimir Putin Ihrer Meinung nach jemals zu Atomwaffen greifen?"
Alexander Stubb:
"Ich hoffe nicht. Ich denke, das ist eine sehr berechtigte und direkte Frage. Und ich hatte zum Beispiel vor zwei Tagen den chinesischen Außenminister in Finnland zum Abendessen zu Gast. Wir haben die Atomwaffenfrage besprochen, und die Chinesen sagen sehr entschieden:
„Nein, das wird nicht passieren.“
Es ist also sehr wichtig, dass wir in der Lage sind, dies einzudämmen.
Aber es besteht immer die Gefahr einer Eskalation, und das müssen wir ernst nehmen."
🇫🇮🇨🇳 Am Sonntag empfing Finnlands Präsident Stubb Chinas Außenminister Wang Yi in seiner Sommerresidenz Kultaranta – den Mann, der Europa einmal versehentlich Chinas wahres Kalkül verriet.
Wang Yi sagte der EU-Außenbeauftragten Kallas letztes Jahr hinter verschlossenen Türen: China könne sich eine russische Niederlage nicht leisten – denn dann würden sich die USA mit voller Kraft auf China konzentrieren.
Der Satz gelangte an die Öffentlichkeit.
Chinas ganze Ukraine-Politik in einem Satz.
Seine Nordland-Tour führte gezielt zu den vier schärfsten China-Kritikern in EU und Nato: Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen.
Peking testet, ob der Riss zwischen Europa und Trump ein Fenster öffnet.
Chinas Dual-Use-Lieferungen – Mikroelektronik, Werkzeugmaschinen, Nitrocellulose, Drohnensensorik – halten Russlands Rüstungsindustrie am Leben, Chinas Ölkäufe finanzieren den Krieg.
Und Putins Atomdrohungen enden dort, wo Chinas rote Linie beginnt:
Ein Nukleareinsatz würde ihn seine letzten großen Partner China und Indien kosten.
Chinas Atom-Veto ist keine Friedenspolitik, sondern Risikomanagement.
Peking bremst am äußersten Rand – und hält den Krieg darunter am Laufen.
Westliche Dienste melden sogar chinesische Ausbilder, die russische Soldaten an Drohnen schulen. Wer diesen Krieg beenden will, darf nicht auf Pekings Güte hoffen – er muss Pekings Kosten erhöhen.
Anne Widdecombe war ein Unikat. Eine Frau, die nie geheiratet hat, keine Kinder hatte und sich weigerte, über ihr Privatleben zu sprechen. Sehr spät gestand sie ein, in ihrer frühen Jugend einmal eine Beziehung gehabt zu haben. Diese habe sie beendet, weil sie politisch aktiv bleiben wollte. 23 Jahre lang war sie Abgeordnete im Parlament.
Sie war konservativ, das sollte es geben dürfen. Doch als gestern die Nachricht öffentlich wurde, dass sie mit 78 Jahren verstorben ist, gab es mehr als bissige Kommentare, vor allem seitens der Buchstabensalat-Gemeinschaft. Alte Jungfer, Bigott, man hoffte, dass sie gelitten hat.
Dann wurde bekannt, dass Mordermittlungen stattfinden und ein 26-jähriger Brite in Polizeigewahrsam ist. Manche zogen daraufhin ihre Kommentare zurück und veröffentlichten ein verschämtes „RIP“.
Das beweist nur die fehlende Humanität dieser Herrschaften. Was ist das für eine seltsame Denke? Sie verdient einen qualvollen Tod, aber ermordet werden - na, das geht dann doch zu weit?
Man sagt immer, X sei brutal. Ich bin dankbar, mich von dem blauen Himmel fernzuhalten. Wo der Tod dieser Lady am meisten gefeiert wurde.
Ich war ganz sicher nicht in allem ihrer Meinung. Aber deshalb kann ich dennoch Respekt vor ihrer Lebensleistung haben.
RIP Anne Widdecombe 🥀