This week’s Supreme Court decision is another reminder of what we are up against heading into November.
They can put more obstacles in our way, but they cannot take away our power. Our answer is to show up, make our voices heard, and turn out in numbers that are too big to rig.
Harrison Ford on Donald Trump: "I don’t know of a greater criminal in history. He doesn’t have any policies, he has whims.”
RETWEET if you stand with Harrison Ford against Donald Trump!
Lautes Schweigen neuerdings zu #Venezuela links wie rechts:
Die HändeWeg-Rufer sind verstummt, weil die alte Clique an der Macht bleibt, und den Trump-Fans, die behaupteten, es ginge um die Menschen, reicht doch das Öl. Alles so durchschaubar wie traurig.
https://t.co/aFSbWfdf51
I spent time in Shenzhen last year and when I saw Merz come back from China saying Germans need to work more I immediately knew what broke his brain because I lived the exact same cognitive shock
my first week in Huaqiangbei I burned through 4 prototype iterations of a motor controller board for less than a thousand bucks total, back home a friend was working on something similar and spent over 12 thousand for a single revision that took almost two months to arrive
when you live that contrast in your own hands with your own project something permanently shifts in how you see the world and it goes way deeper than speed & cost
what Shenzhen actually built is a collective learning organism, imagine 20 PCB fabs 15 injection mold shops 30 component distributors and a hundred firmware freelancers all within a 2km radius, looks insanely redundant from the outside until you realize redundancy is actually information density in disguise
I watched this firsthand with an injection mold supplier I was working with, this guy had seen a hundred founders iterate similar thermal designs over 6 months so he proactively modified his tooling before I even opened my mouth, he knew what I needed before I knew what I needed, the intelligence lives in the relationships between the nodes and it compounds daily
the west thinks about manufacturing as a cost center you optimize by centralizing…
China accidentally built a distributed neural network of manufacturing intelligence where knowledge diffuses horizontally across thousands of agents faster than any single western company can process internally
so when Merz comes back and says we need to work a bit more I think he saw the problem but COMPLETELY misdiagnosed the solution, telling Germans to work harder is like telling a horse to gallop faster when the other side built a combustion engine
the gap is ARCHITECTURAL
it’s ecosystem density, you need a custom connector in Shenzhen you walk 200 meters, in Munich you send an email and wait 3 weeks
it’s iteration speed, parallel search vs sequential optimization at the system level, it’s risk tolerance, Chinese founders ship something broken on Monday fix it Tuesday ship again Wednesday while European companies are still in the approval phase for the pilot program of the feasibility study…
and Merz only saw the surface, what he missed is the tier 2 cities like Hefei Chengdu Wuhan replicating the Shenzhen model at scale right now
BYD going from irrelevant to outselling every european automaker combined in roughly 5 years, Huawei building its own 7nm chip under maximum sanctions when every analyst said it was physically impossible & behind all of that a government that treats advanced manufacturing as an existential national priority while europe debates whether AI needs another ethics committee
I think what we’re watching is the most asymmetric economic competition in modern history and most western leaders are still framing it as a productivity problem when it’s actually an ontological one
Europe & America are optimizing variables that China stopped tracking years ago meanwhile China is compounding on dimensions the west has no framework to even measure
Merz at least had the courage to name
it out loud and I respect that genuinely but working a bit more inside a broken architecture just means you arrive at the wrong destination slightly faster
@Aesalerte Sheinbaum mentions "energy support" for Cuba, but ignores a key fact: Mexico hasn't sent oil since January 9th. Humanitarian aid doesn't power power plants. Words don't fill tanks.
Ich habe versucht, die Rede von Donald Trump beim Treffen seines selbsternannten "Friedensrats" bis Ende auszuhalten.
Es ging nicht. Punkt.
Warum um alles in der Welt wird das nicht endlich knallhart und ohne Wenn und Aber ausgesprochen?
Dieser Mann ist geistig schwer dement und das ist keine Polemik, keine Übertreibung, keine politische Attacke.
Es ist eine offenkundige, schockierende Tatsache, die man nach diesem Auftritt nicht mehr wegerklären kann.
Was da ablief, war kein politischer Diskurs, kein "Trump-typisches Chaos", kein "er ist halt so"...
es war das wirre, zusammenhanglose Gestammel eines Menschen, dessen kognitive Fähigkeiten dramatisch zerfallen sind.
Der einzige halbwegs konstante Gedanke: Er will den Friedensnobelpreis.
Immer wieder kehrte er panisch-dement darauf zurück... Norwegen habe ihn nicht angerufen, die hätten ihn verschaukelt, aber sein Kumpel "Johnny" Infantino (der FIFA-Chef) habe ihm dafür einen viel besseren, selbst erfundenen "Friedenspreis" gegeben, golden und toll und überhaupt viel wertvoller.
Mitten in einem angeblichen Gremium für Gaza-Wiederaufbau und Weltfrieden dozierte der US-Präsident über seine persönliche Trophäen-Sammlung wie ein verwirrter Rentner im Pflegeheim.
Zwischendurch: Hunderte Geiseln, die er angeblich gerettet hat (Fantasiezahlen), Tote in Gaza, und dann...aus heiterem Himmel, die uralte, tausendmal erzählte Anekdote von der kaputten Rolltreppe und wie er heldenhaft Teile der First Lady vor Kameras versteckt hat.
Vor laufenden internationalen Kameras, vor Regierungschefs, vor der Weltöffentlichkeit.
Peinlich, infantil, verstörend.
Und das Erschreckendste: Die Medien, die Politik, die Kommentatoren behandeln das immer noch als normalen Beitrag eines amtierenden Präsidenten. Als Stilfrage.
Als "Trump eben".
Das ist kein Stil mehr.
Das ist ein medizinischer Notfall an der Spitze der mächtigsten Nation und Armee der Welt... und jetzt auch noch Leiter eines Parallel-"Friedensrats" mit Autokraten der Welt.
Das zu verharmlosen ist dumm – schlicht und ergreifend dumm.
Mir macht das keine Angst mehr, es macht mich wütend.
Und fassungslos.
BREAKING: This account, which is dedicated to holding Trump and MAGA accountable for their lies, now has over 147,000 followers! Thank you for being part of this fast-growing online community. Can you retweet and follow to help us get to 150,000 followers?
Moskau versucht, den Friedensprozess durch Korruption zu zerstören: Ein Mega‑Wirtschaftspaket soll die USA vom geopolitischen Gegner zum Geschäftspartner machen. Wer vermeintlich Milliarden oder "Billionen" verdienen kann, stellt keine Sicherheitsgarantien mehr. 1/
Der russische Plan gegenüber Trump ist einfach: Frieden sabotieren, indem man ihn käuflich macht. Dass die Europäer bisher nur auf "Daddy" gesetzt haben und ihre eigenen Machtinstrumente gegenüber Russland nicht nutzen, liefert sie potenziell solchen "Deals" aus. /END
Grandioser Artikel von @Microinteracti1:
"Die Marke Amerika ist tot: Die hundert Milliarden Dollar teuren Kosten von MAGA
Es gibt einen Moment, an den sich viele von uns erinnern – wie wir um 2 Uhr morgens in einem 7-Eleven in Tokio standen und eine eiskalte Coca-Cola öffneten. Oder wie wir vor einem Apple Store in Berlin Schlange standen, voller Vorfreude. Oder wie wir in einer Wohnung in Melbourne Wiederholungen von Friends sahen und über Witze lachten, die uns universell erschienen. Amerika war damals nicht nur ein Land. Es war ein Gefühl. Ein Versprechen. Der Ort, an dem alles möglich war, an dem Gerechtigkeit herrschte, an dem der Außenseiter gewinnen konnte.
Dieses Amerika ist tot.
Und wir müssen darüber reden, was es getötet hat – denn hier geht es nicht um Politik wie sonst. Hier geht es nicht um links gegen rechts, rot gegen blau. Hier geht es darum, dass eine Nation, die einst Hoffnung exportierte, jetzt Schande exportiert. Und die Welt reagiert darauf in der einzigen Sprache, die wirklich zählt: Sie wendet sich ab.
Die Zahlen lügen nicht: Milliardenverluste, zerstörtes Vertrauen
Fangen wir mit den Kosten an, denn Amerikaner respektieren eine Bilanz. Sie verehren das BIP und tun alles dafür.
Die europäischen Verkaufszahlen von Tesla sind in mehreren Quartalen des Jahres 2025 um über 40 % eingebrochen. Nicht, weil die Autos schlechter geworden sind, sondern weil der CEO zum Synonym für eine Regierung geworden ist, die die Europäer mit kaum verhohlenem Entsetzen betrachten. Wenn Elon Musk neben Donald Trump steht, wird jedes Tesla auf der Autobahn zu einem politischen Statement, das die Leute nicht mehr abgeben wollen.
Starbucks hat im Jahr 2025 mehr als 20 Milliarden Dollar an Marktwert verloren. Die grüne Meerjungfrau, einst Symbol der kosmopolitischen Kaffeekultur, ist jetzt mit amerikanischen außenpolitischen Entscheidungen verbunden, die ein Großteil der Welt als moralisch bankrott ansieht.
Apple, Coca-Cola, McDonald's, Nike – Marken, die einst den Gipfel der globalen Coolness repräsentierten – werden jetzt von Verbrauchern von Toronto bis Tokio aktiv gemieden. Nicht aus wütendem Protest boykottiert, sondern stillschweigend beiseite gelegt. Ersetzt. Vergessen.
Der Zusammenbruch von Nike ist vielleicht am symbolträchtigsten. Der Swoosh, der einst für sportliche Spitzenleistungen und die Trotzhaltung „Just Do It” stand, fühlt sich jetzt durch die Verbindung mit einem Land, das nicht einmal das Wahlrecht schützen kann, befleckt an. Die französische Marke Hoka hat Nike auf dem Premium-Laufschuhmarkt in Europa und Australien verdrängt – weil ihre Schuhe deutlich besser sind und weil sie nicht die Last der amerikanischen Dysfunktionalität mit sich tragen.
Wenn Sportler Hokas statt Air Maxes schnüren, machen sie damit kein politisches Statement. Sie wählen einfach eine Marke, bei der sie sich nicht mitschuldig fühlen. Das gleiche Muster wiederholt sich in allen Kategorien: Europäische Alternativen steigen nicht durch überlegenes Marketing auf, sondern durch den einfachen Vorteil, nicht amerikanisch zu sein. Das ist die stille Brutalität dieses Wandels – amerikanische Marken werden nicht geschlagen, sie werden weggeworfen. Der Unterschied ist wichtig.
Von der Konkurrenz kann man sich erholen. Von der Bedeutungslosigkeit nicht.
Laut dem Global Soft Power Index 2026 haben die Vereinigten Staaten den stärksten Rückgang an kulturellem Einfluss aller Nationen in der Geschichte erlebt. Nicht den stärksten Rückgang unter den westlichen Nationen. Nicht den stärksten Rückgang unter den Demokratien. Den stärksten Rückgang überhaupt. Sie schlagen damit jede Diktatur, jeden gescheiterten Staat, jedes geächtete Regime.
In Umfragen in Kanada, Frankreich, Deutschland und Australien sagen jetzt 30 bis 50 % der Verbraucher, dass sie weniger bereit sind, ein Produkt zu kaufen, nur weil es aus den USA kommt. Denk mal darüber nach. Amerikanisch zu sein – einst das ultimative Verkaufsargument – ist jetzt ein Nachteil.
Die Verbraucherrevolte: Wenn Stimmung zu Statistik wird
Der Boykott ist nicht nur Theorie – er ist messbar, systematisch und breitet sich aus.
In Dänemark meidet die Hälfte aller Verbraucher seit Trumps Amtseinführung aktiv amerikanische Produkte. In Schweden haben 70 % entweder über einen Boykott nachgedacht oder sich daran beteiligt, wobei 29 % allein im letzten Monat amerikanische Waren gemieden haben. Deutsche Verbraucher sind noch entschlossener: 36 % weigern sich jetzt komplett, amerikanische Produkte zu kaufen, während 61 % sagen, dass bestimmte amerikanische Marken – insbesondere Tesla – einfach keine Option mehr sind.
Das ist kein Randaktivismus. Das ist der Mainstream, der sich abwendet.
In Frankreich sieht es ähnlich aus: 62 % unterstützen den Boykott amerikanischer Unternehmen, 32 % meiden bereits Coca-Cola, McDonald's und Tesla. In Österreich sagen 71 %, dass sie bereit sind, zu boykottieren. In Kanada – Amerikas engstem Verbündeten und größtem Handelspartner – haben 53 % bereits mit irgendeiner Form des Boykotts begonnen, eine Zahl, die bis April 2025 auf 61 % gestiegen ist.
Das Muster ist über die Grenzen hinweg unverkennbar: Etwa die Hälfte bis drei Viertel der Verbraucher in wohlhabenden Demokratien boykottieren amerikanische Produkte oder sind dazu bereit. Die zuvor genannte Zahl von 30-50 %? Sie ist konservativ. Die tatsächlichen Zahlen sind noch schlechter.
Und hier ist, was amerikanische Führungskräfte erschrecken sollte: Das ist nicht nur vorübergehend. Eine Studie der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2025 ergab, dass fast die Hälfte der Verbraucher in der Eurozone bereit ist, ihre Kaufgewohnheiten dauerhaft zu ändern – selbst wenn sich die Preise normalisieren und sich die politische Lage ändert. Sie haben Alternativen entdeckt. Sie haben alte Gewohnheiten aufgegeben. Sie kommen nicht zurück.
Goldman Sachs schätzt, dass diese Boykotte allein im Jahr 2025 das BIP der USA um 0,1 bis 0,3 % senken könnten – ein Verlust von 28 bis 83 Milliarden Dollar. Andere Analysen gehen davon aus, dass der Schaden 90 Milliarden Dollar erreichen könnte. Der CEO von McDonald's berichtete privat, dass er in internen Verbraucherumfragen einen „Anstieg der antiamerikanischen Stimmung um 8 bis 10 Prozentpunkte” festgestellt habe.
Das sind keine Demonstranten, die mit Plakaten wedeln. Das sind Käufer, die sich still und leise für eine andere Marke entscheiden. Das ist viel gefährlicher – weil es nachhaltig, skalierbar und fast unmöglich rückgängig zu machen ist.
Was kaputt ging: Der Fleck von Epstein und die Gerechtigkeit, die nie kam
Europäer, Australier, Asiaten – wir haben zugesehen. Wir haben mit wachsendem Entsetzen die Enthüllungen über Jeffrey Epstein verfolgt. Wir haben die Kundenlisten gesehen, die nie vollständig veröffentlicht wurden. Wir haben die Fragen gesehen, die nie beantwortet wurden. Wir haben gesehen, wie die Gerechtigkeit aus Gründen zum Stillstand kam, die offenbar alles mit Macht und nichts mit Recht zu tun hatten.
Und wir haben etwas über Amerika gelernt, das eine Illusion zerstört hat, an der wir verzweifelt festhalten wollten: Die Regeln gelten nicht für alle.
Amerika hat sich der Welt als Land der Rechtsstaatlichkeit verkauft. Als einen Ort, an dem ein armes Kind einen korrupten Senator zu Fall bringen kann, an dem die Wahrheit ans Licht kommt, an dem Justitia blind ist. Aber Epsteins Geschichte – und die unheimliche Stille nach seinem Tod – erzählten eine andere Geschichte. Sie flüsterten, dass es in Amerika eine unantastbare Klasse gibt. Dass Reichtum und Beziehungen selbst die monströsesten Verbrechen auslöschen können. Dass das System nicht kaputt ist, sondern genau so funktioniert, wie es für diejenigen an der Spitze vorgesehen ist.
Wenn man das mit einer Regierung kombiniert, die Regelverstöße aktiv feiert – von Verstößen gegen das Vergütungsgesetz über mehrere Anklagen bis hin zum Aufstand vom 6. Januar –, verliert man nicht nur politische Glaubwürdigkeit. Man verliert moralische Autorität. Und moralische Autorität ist es, was amerikanische Marken kaufenswert gemacht hat.
Vom Beschützer zum Raubtier: Der geopolitische Albtraum
Siebzig Jahre lang war das Markenversprechen Amerikas an Europa einfach: Wir stehen hinter euch.
Dieses Versprechen ist tot.
Wenn Donald Trump damit droht, aus der NATO auszusteigen, wenn er Wladimir Putin lobt, während Putins Truppen in der Ukraine Gräueltaten begehen, wenn er beiläufig vorschlägt, Grönland mit Gewalt zu erobern – als wären souveräne Nationen Eigentum, das man erwerben kann –, dann bricht das gesamte Fundament des transatlantischen Vertrauens zusammen.
Die Europäer sehen das nicht als politisches Theater. Sie sehen es als existenzielle Bedrohung.
Die amerikanische Flagge, die einst als Symbol des Schutzes über Botschaften wehte, hängt jetzt als Erinnerung daran, dass die mächtigste Militärmacht der Welt von einem Mann geführt wird, der Allianzen als Transaktionen und Demokratie als entbehrlich ansieht. Und wenn sich die Amerikaner fragen, warum Mercedes und Volkswagen plötzlich attraktiver sind als Ford, warum europäische Cloud-Dienste gegenüber Amazon an Boden gewinnen, warum „Buy Local”-Kampagnen in der gesamten EU explodiert sind – das ist der Grund.
Das ist kein Antiamerikanismus. Das ist Selbsterhaltung.
Der Verfall von MAGA: Rassismus, Frauenfeindlichkeit und die Normalisierung von Grausamkeit
Nennen wir es beim Namen, was der Rest der Welt klar sieht: MAGA-Amerika ist eine moralische Katastrophe.
Ein Präsident, gegen den mehrere glaubwürdige Vorwürfe sexueller Übergriffe vorliegen. Eine Regierung, die Kinder an der Grenze von ihren Eltern trennt und sie aus den Augen verliert. ICE-Razzien, die ganze Gemeinden in Angst versetzen. Ein Justizsystem, das eine Frau wegen einer Fehlgeburt strafrechtlich verfolgt, während es die Mächtigen vor Konsequenzen schützt. Reproduktive Rechte, die weggenommen werden. Transkinder, die mit Gesetzen ins Visier genommen werden, die darauf abzielen, sie auszulöschen. Bücher, die verboten werden. Geschichte, die beschönigt wird. Rassismus, der als „Patriotismus“ getarnt wird.
Das ist keine konservative Politik. Das ist Grausamkeit als Regierungsphilosophie.
Und die Welt sieht zu, wie amerikanische Frauen Rechte verlieren, für die ihre Großmütter gekämpft haben. Sie sieht zu, wie amerikanische Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder in Schulen fürchten. Sie sieht zu, wie die amerikanische Demokratie sich selbst auffrisst, während MAGA-Anhänger jubeln.
Warum sollte jemand das auf seiner Brust tragen wollen? Warum sollte jemand diese Art von Freiheit trinken wollen?
Der Coolness-Faktor ist tot – und er kommt nicht zurück
Hier ist die brutale Wahrheit, die amerikanische CEOs und Politiker gleichermaßen erschrecken sollte: Dieser Schaden ist generationsübergreifend.
Vor fünfzehn Jahren war die amerikanische Kultur der globale Standard. Wer cool sein wollte, schaute amerikanisches Fernsehen, hörte amerikanische Musik, trug amerikanische Marken und träumte amerikanische Träume.
Heute dominiert die koreanische Popkultur die globale Jugend. Europäische Mode setzt Trends. Japanisches Design ist der Goldstandard. Sogar Kanada – Kanada! – hat international einen besseren Ruf in Sachen Innovation und Werte.
Dieser Wandel ist nicht vorübergehend. Er hängt nicht mit einem Wahlzyklus zusammen. Eine ganze Generation globaler Konsumenten hat beobachtet, wie sich Amerika offenbart hat – nicht als Held der Geschichte, sondern als Bösewicht. Und im Gegensatz zu ihren Eltern haben sie Alternativen.
Sie können hervorragende Handys aus Südkorea kaufen. Weltklasse-Autos aus Deutschland und Japan. Anspruchsvolle Mode aus Frankreich und Italien. Modernste Technologie aus Taiwan und China. Sie brauchen Amerika nicht mehr.
Und zunehmend wollen sie es auch nicht mehr.
Was das für „normale” Amerikaner bedeutet
Wenn du das hier als Amerikaner liest, der nicht dafür gestimmt hat, der entsetzt ist über das, was aus deinem Land geworden ist, der schreien möchte: „Das sind wir nicht!”, dann glaube ich dir. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt glauben dir.
Aber hier kommt der schwierige Teil: Die Welt kann euch nicht mehr unterscheiden.
Wenn ein texanischer Rucksacktourist in einem Berliner Hostel auftaucht, wissen die Einheimischen nicht, ob sie das Amerika treffen, das den Faschismus bekämpft hat, oder das Amerika, das mit ihm flirtet. Wenn ein amerikanisches Unternehmen sich um einen europäischen Auftrag bewirbt, fragen sich die Beschaffungsbeauftragten, ob sie eine Partnerschaft mit Innovation oder Instabilität eingehen.
Die Marke deines Landes ist so toxisch geworden, dass sie deine individuellen Chancen vergiftet. Dein Reisepass, einst ein goldenes Ticket, wirft jetzt Fragen auf. Dein Lebenslauf, einst beeindruckend, weckt jetzt Zweifel. Deine Unternehmen, einst bewundert, stehen jetzt unter genauer Beobachtung.
Das sollte dich wütend machen. Nicht auf die Welt, weil sie dich verurteilt, sondern auf die MAGA-Bewegung, die den Ruf deines Landes in den Schmutz gezogen hat, nur um das Ego eines Mannes und die Beschwerden seiner extremsten Anhänger zu befriedigen.
An die Republikaner: Euer Haus brennt
Wenn du ein traditioneller Republikaner bist – jemand, der an finanzpolitische Verantwortung, starke Verteidigung, amerikanische Führungsstärke und Familienwerte glaubt –, musst du verstehen, was deine Partei getan hat.
Ihr habt den amerikanischen Exzeptionalismus gegen amerikanische Isolation eingetauscht.
Ihr habt moralische Überlegenheit gegen kurzfristige politische Erfolge eingetauscht. Ihr habt den Respekt der Verbündeten gegen die Zustimmung von Autokraten eingetauscht. Ihr habt den amerikanischen Traum gegen MAGA-Wut eingetauscht.
Und jetzt kommt die Rechnung – nicht in Form von Stimmen, sondern in Form von Hunderten von Milliarden Dollar an verlorenen Geschäften, verlorenem Einfluss und verlorener Zukunft.
Eure Kinder werden ihren Abschluss in einer Welt machen, in der „Made in America” kein Verkaufsargument mehr ist. In der amerikanische Unternehmen Schwierigkeiten haben, im Wettbewerb zu bestehen, weil die Verbraucher sie als Vertreter eines gescheiterten Staates sehen. In der der Innovationsgeist, der das Silicon Valley aufgebaut hat, den Gestank des Trumpismus nicht überwinden kann.
Ihr dachtet, ihr würdet Amerika wieder großartig machen. Ihr habt es zu einem Paria gemacht. Und anders als einen schlechten Präsidenten könnt ihr einen ruinierten Ruf nicht in vier Jahren abwählen.
Der Weg nach vorne führt nicht zurück
Die Amerikaner müssen Folgendes verstehen: Auf der anderen Seite von Trump wartet keine „Rückkehr zur Normalität”.
Die Welt hat sich weiterentwickelt. Das Monopol auf Coolness ist gebrochen. Die Vermutung der moralischen Autorität Amerikas ist verschwunden. Der Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht.
Selbst wenn – falls – Amerika seine Angelegenheiten in Ordnung bringt, Führer wählt, die an die Demokratie glauben, die Rechtsstaatlichkeit wiederherstellt, sich erneut zu seinen Bündnissen bekennt ... wird die Welt sich daran erinnern. Wir werden uns an die Kinder in Käfigen erinnern. Wir werden uns an die große Lüge erinnern. Wir werden uns an das Flirten mit dem Faschismus erinnern. Wir werden uns daran erinnern, dass sich Millionen von Amerikanern in einer Bewährungsprobe dafür entschieden haben.
Vertrauen, das einmal gebrochen ist, braucht Generationen, um wieder aufgebaut zu werden. Und während dieser Generationen wird die Welt Alternativen zu amerikanischen Produkten, amerikanischen Plattformen und amerikanischem Einfluss entwickeln.
Das ist der Preis von MAGA: nicht nur vier Jahre Chaos, sondern Jahrzehnte der Bedeutungslosigkeit.
Eine Botschaft an die Welt, die einst daran glaubte
An alle, die das hier in Berlin, Melbourne, Toronto, Tokio, Mumbai oder São Paulo lesen: Ihr seid nicht verrückt.
Dass Coca-Cola nicht mehr so schmeckt wie früher, weil es mit Heuchelei aromatisiert ist. Dass sich das iPhone in eurer Hand anders anfühlt, weil es im Schatten moralischer Bankrotterklärung zusammengebaut wurde. Dass Hollywood-Filme hohl klingen, weil sie Werte predigen, die ihr Land aufgegeben hat.
Ihr trauert um etwas Reales: den Tod einer Idee namens Amerika. Die Idee, dass jeder es schaffen kann. Die Idee, die für etwas Größeres als sich selbst stand. Die Idee, die trotz ihrer Mängel aufrichtig versuchte, den Bogen in Richtung Gerechtigkeit zu biegen.
Dieses Amerika wird vielleicht eines Tages zurückkehren. Aber es wird nicht dasselbe sein. Und es wird sich jeden Funken Respekt, den es verspielt hat, zurückverdienen müssen.
Bis dahin schuldest du ihm nichts. Weder dein Geld noch deine Bewunderung noch deinen Glauben.
Die Abrechnung
Das ist Amerikas Reputationskrise, gemessen nicht in Umfragen, sondern in leeren Regalen, aufgegebenen Verträgen und einer Generation, die nur mit den Schultern zuckt, wenn die Farben Rot, Weiß und Blau auftauchen.
Die MAGA-Bewegung versprach, Amerika wieder großartig zu machen. Stattdessen hat sie etwas Bemerkenswertes erreicht: Sie hat die Vereinigten Staaten von Amerika – die mächtigste Nation in der Geschichte der Menschheit – uncool, unglaubwürdig und unerwünscht gemacht.
Das lässt sich nicht mit einem neuen Präsidenten beheben. Das lässt sich nur mit einem neuen Jahrhundert beheben.
Und die Uhr hat gerade erst zu ticken begonnen.
Für amerikanische Marken, die zusehen müssen, wie ihr globaler Marktanteil schwindet, für Republikaner, die sich fragen, warum ihre Kinder im Ausland keine Jobs finden, für Patrioten, die immer noch an das Amerika glauben, das sein könnte: Die Rechnung für MAGA beläuft sich auf Hunderte von Milliarden Dollar, unzählige verpasste Chancen und den Respekt einer Welt, die einst voller Hoffnung auf euch blickte.
Diese Welt hat neue Helden gefunden. Und die tragen keine Sternenbanner. "
Die Pseudo-Verhandlungen führen zu nichts, sie verschaffen Aggressor RUS nur Zeit, seinen Vernichtungsterror gegen die Ukraine fortzusetzen.
Das Ultimatum von Trump darf nicht zu noch mehr unterlassener Hilfeleistung führen. Es ist komplett unverständlich, warum das wirtschaftsstärkste Land Europas - Deutschland - im Vergleich zu anderen gem. am BIP so wenig für die Unterstützung der Ukraine leistet: Wir müssten längst Taurus liefern, die Schattenflotte robust stoppen und die Luftverteidigung in der Ukraine unterstützen oder eine Flugverbotszone umsetzen. Die Ukraine ist die erste Verteidigungslinie Europas. Unser Unterlassen bei der Unterstützung kostet vielen Ukrainern das Leben und es macht ein Angriffsszenario auf weitere Staaten wahrscheinlicher.
Schon wieder verbreitet das Magazin DER SPIEGEL #FakeNews auf Kosten der Kurdinnen und Kurden in #Syrien und vor allem in #Rojava. Man lässt einen umstrittenen Autor, der schon vor 2 Wochen an einem antikurdischen Artikel mit einer PR-Person des türkischen Staatsfernsehens beteiligt war, zu Wort kommen. Das ist kein Journalismus. Das ist #Rassismus und das ist Fake News!
Viele Menschen waren mal der Meinung die Union verstünde etwas von Wirtschaftspolitik,
ich hoffe sie wurden mittlerweile eines Besseren belehrt!
#NieMehrCDUCSU#Merzkannesnicht#ReicheRücktritt
@Microinteracti1 "...dissected by someone who never finished high school..."
Such a person would not object, even if they thought they might have seen this hairstyle before...
https://t.co/v1FWo0HS0J
Die Ukraine braucht mehr. Mehr Luftabwehr, mehr Munition, mehr Taurus, mehr Ersatzteile, mehr Heizkraftwerke, mehr Generatoren, mehr Sanktionen gegen Russland. Von allem mehr. Reale, konkrete Hilfe, nicht nur Worte und Versprechungen.
Ich mache mich auf den Weg nach Kyjiw. Um diejenigen zu unterstützen, die ausharren, die erschöpft sind und dennoch entschlossen. Und deutlich zu machen: Deutschland und Europa müssen handeln. Und zwar jetzt.
Wer denkt, och, Tschernobyl war ein Einzelfall, ne coole Serie oder eben ein Problem von gestern – der sollte sich mal eine Karte anschauen.
Die ukrainischen AKWs stehen nicht auf dem Mond. Der Wind weht nach Westen. Und „nach Westen“ heißt: Polen, Rumänien, Ungarn, Tschechien, Österreich, Deutschland.
Tschernobyl war allerdings ein Unfall. Was gerade passiert, ist Vorsatz:
Nein, Russland bombardiert keine AKWs direkt. Das würde ja zu Schlagzeilen führen.
Russland bombardiert aber systematisch die Infrastruktur, die ukrainische Atomkraftwerke am Laufen hält. Russland bombardiert die Umspannwerke, die Hochspannungsleitungen, alles, was Kühlung und Sicherheitssysteme mit Strom versorgt.
Inzwischen mussten ALLE ukrainischen AKWs die Stromerzeugung einstellen – mitten im kältesten Winter seit Jahren. Der ukrainische Geheimdienst hat schon Mitte Januar gewarnt: Russland plant, die nukleare Infrastruktur gezielt zu zerstören, um die Ukraine in die Kapitulation zu frieren. Und genau das passiert jetzt. Vor unser aller Augen.
Was geht uns das auch an! Trump verhandelt ja einen „Frieden“. Bitte nicht stören!
Oder wie Merz sagt, klar, wenn es notwendig ist, wird auch er sich einschalten, „um es NOCH BESSER zu machen“.
Einen Tag später hat Russland für die Abschaltung nun aller AKWs in der Ukraine gesorgt.
Läuft echt gut. Gibt kaum was, das unser Bundesmerz noch besser machen könnte.
Selenskyj hat es gestern auf den Punkt gebracht: „Das ist ein Angriffsniveau, das sich kein Terrorist der Welt je getraut hat.“ Und er hat recht.
Aber wer hört noch zu? Die Ukraine-Müdigkeit hat sich längst in etwas Schlimmeres verwandelt: in aktive Gleichgültigkeit. In ein kollektives Schulterzucken, das sagt: Ist halt Krieg. Ist halt weit weg. Geht uns nichts an.
Es geht uns alles an. Wenn ein Reaktor hopps geht, weil ohne Stromnetz auch keine Kühlung mehr läuft – dann gnade uns Gott. Es gibt keine Grenze, an der die Strahlung ihren Reisepass vorzeigt.
Dann sitzen wir alle im selben verstrahlten Boot – dieselben Europäer, die vier Jahre lang zugesehen haben, wie ein Land systematisch zerstört wird, und die jetzt ernsthaft glauben, Trumps Deal werde das schon richten.
Unsere Untätigkeit ist keine Neutralität. Sie ist Mittäterschaft. Jeder Tag, an dem Europa nicht mit allem, was es hat, Luftverteidigung liefert, ist ein Tag, an dem wir mitverantwortlich sind für das, was als Nächstes passiert.
Und wenn die Scheiße hochgeht – und sie kann hochgehen –, dann wird niemand sagen können: Das haben wir nicht kommen sehen. Doch. Haben wir. Wir haben nur beschlossen, wegzuschauen.
Die Ukraine ist nicht unser Problem. Die Ukraine ist die Lösung für unser Versagen.
Während sich die Welt an Trump abarbeitet – erst Venezuela, dann Grönland, jetzt der erschossene Krankenpfleger in Minneapolis – ist eine Meldung praktisch unbemerkt geblieben. Wolodymyr Selenskyj hat Europa eine gemeinsame Armee angeboten. Drei Millionen Soldaten. Ukraine plus Europa gegen Russland.
Die deutschen Medien haben das Thema weitgehend ignoriert. Ein paar österreichische Blätter haben die APA-Meldung übernommen. Das war's. Man hatte Wichtigeres zu tun: Trump-Empörung recyceln, Grönland-Witze machen, den vermeintlichen NATO-Zusammenhalt beschwören, die nächste Talkshow vorbereiten.
Dabei liegt hier die vielleicht wichtigste strategische Frage, die Europa seit dem Ende des Kalten Krieges beantworten muss. Und niemand stellt sie.
Also stelle ich sie: Warum zum Teufel sagt Europa nicht Ja? Warum ist Europa nicht so clever, die ukrainische Armee als ersten Baustein für einen EU-Beitrag zu schnappen, um auf ihr eine EU-Verteidigung zu gründen, mit der wir von heute auf morgen in der Welt ernst genommen werden könnten?
Schauen wir uns die Lage an. Europa hat keine Armee. Alle Versuche Macrons, diese Idee nach vorne zu bringen, sind an Deutschland gescheitert. In der Realität haben wir 27 nationale Armeen, die nur so semi miteinander kompatibel sind, da wir alle in der NATO sind, die trotzdem völlig unterschiedliche Systeme benutzen, deren Kommandostrukturen nicht zusammenpassen, die – und das ist das Wichtigste – noch nie zusammen einen echten Krieg geführt haben. Deutschland hat 180.000 Soldaten, von denen ein relevanter Teil der Truppe nicht einsatzfähig ist. Frankreich hat 200.000, Großbritannien 150.000. Zusammen sind die drei größten europäischen Militärmächte kleiner als das, was die Ukraine jetzt im Feld hat. Und zwar weit davon entfernt, wirklich kampferprobt zu sein.
Die Ukraine hat 900.000 Soldaten unter Waffen. Nicht auf dem Papier. Im Einsatz. Seit vier Jahren kämpfen diese Menschen gegen die angeblich zweitgrößte Militärmacht der Welt – und sie halten. Sie halten nicht, weil der Westen so großzügig hilft. Sie halten, weil sie kompetent sind, motiviert, taktisch überlegen, weil sie ihre Heimat verteidigen und weil sie in vier Jahren mehr über moderne Kriegsführung gelernt haben als alle NATO-Armeen zusammen in dreißig Jahren Friedensübungen.
Diese Armee liegt auf dem Tisch. Als Angebot. Wie in einem geopolitischen Monopoly, in der statt Straßen Verteidigungsbündnisse zum Sieg führen, wenn man richtig gewürfelt und investiert hat.
Und was macht Europa? Europa ignoriert das Angebot. Europa ist weiterhin passiv und beobachtet von Ferne, was die USA und Russland gerade in Abu Dhabi aushecken, um genau das auszuschalten, was für Russland und Trumps Geschäftsinteressen am deutlichsten stört: die ukrainische Armee.
Europa tut genau nichts, lässt die Ukrainer gerade frieren. Schickt noch nicht einmal mehr Signale der Solidarität für die frierende Bevölkerung. Die Ukraine findet nicht statt. Sie ist nur noch eine Randnotiz, während der Ausverkauf von allem, worauf wir 80 Jahre gebaut haben, mit handelnden maliziösen Akteuren fortschreitet.
Europa tut, was Europa immer tut: Nichts, bis das Fenster sich schließt.
Die NATO ist tot. Das muss man so klar sagen. Trump hat in einem Jahr bewiesen, was viele schon lange ahnten: Artikel 5 kann bei wohlwollendster Betrachtung als nichts anderes angesehen werden als ein Stück Papier. Wenn der größte Partner sagt „zahlt selbst“, im Übrigen seid ihr Europäer unsere ausgemachten Feinde oder einfach nicht interessant – sowohl in unserer Sicherheitsstrategie als auch in unserer gerade veröffentlichen Verteidigungsstrategie – und Trump gleichzeitig mit Putin kuschelt, dann gibt es keine Beistandsgarantie mehr. Dann gibt es nur noch Worte. Und auf Worte kann man keine Verteidigung bauen.
Und selbst wenn Trump morgen verschwände – was kommt danach? JD Vance. Der ist, da sind sich die meisten Beobachter einig, noch schlimmer. Amerikazentrischer, isolationistischer, zynischer. Europa kann nicht darauf hoffen, dass irgendwann wieder ein „vernünftiger“ Präsident kommt und alles repariert. Diese Zeit ist vorbei.
Also was bleibt? Europa muss sich selbst verteidigen können. Das ist keine idealistische Forderung mehr, das ist nackte Notwendigkeit.
Und hier kommt die bittere Pointe: Europa kann das nicht. Nicht in fünf Jahren, nicht in zehn, wahrscheinlich nicht in zwanzig. Wir haben nicht die Strukturen, wir haben nicht den politischen Willen. Wir streiten uns, ob Franzosen oder Deutsche die besseren Panzer bauen, statt zusammen welche zu produzieren, geschweige denn zusammen kämpfen zu wollen, außer es geht um die NATO mit ihrem gefährlichen Oberboss. Wir reden seit Jahrzehnten von europäischer Verteidigungsintegration und haben nichts vorzuweisen außer Absichtserklärungen.
Aber da ist diese Armee. Jetzt. Heute. Kampferprobt, funktionsfähig, motiviert. Nicht nur sofort einsatzfähig, sondern bereits im Einsatz.
Selenskyj sagt: Wir bringen die Soldaten, ihr zahlt. Das ist kein Betteln. Das ist ein Geschäft. Das ist ein Angebot, das Europa nicht verdient hat – aber dringend braucht.
Man muss das mal aus der Perspektive eines kühlen strategischen Kalküls betrachten. Vergessen wir für einen Moment die Moral, die Solidarität, die europäischen Werte. Denken wir wie Spieler an einem Risiko-Brett.
Was bekommt Europa, wenn es dieses Angebot annimmt? Eine fertige Armee mit vier Jahren Kampferfahrung gegen Russland. Soldaten, die wissen, wie russische Taktiken funktionieren, wo die Schwächen liegen, wie man mit begrenzten Mitteln maximale Wirkung erzielt. Offiziere, die unter echtem Beschuss Entscheidungen getroffen haben. Eine Drohnen- und Aufklärungskapazität, die weltweit führend ist. Praktisches Wissen, das kein NATO-Manöver je liefern könnte.
Was wäre direkt anders, wenn wir diese Armee als EU-Armee umbenennen würden?
Stellen wir uns vor, Europa würde morgen früh aufwachen und sagen: Ja. Wir machen das. Die ukrainische Armee wird zur ersten EU-Armee, zur Basis dessen, was eine gemeinsame EU-Armee leisten könnte. Nicht irgendwann, nicht nach Prüfung, nicht nach einer Konferenz – jetzt.
Was wäre sofort anders?
Erstens: Russland hätte ein Problem. Ein gewaltiges Problem. Denn plötzlich kämpft an der Ostfront nicht mehr die ukrainische Armee allein, sondern eine Truppe unter europäischer Flagge. Jeder Schuss auf diese Soldaten wäre ein Schuss auf Europa. Jede Rakete auf Kyjiw wäre eine Rakete auf die EU. Putin müsste seine gesamte Kalkulation neu aufstellen. Bisher setzt er darauf, dass Europa irgendwann müde wird, dass die Unterstützung versiegt, dass die Ukraine allein übrigbleibt. Diese Rechnung wäre mit einem Schlag obsolet.
Zweitens: Die Ukrainer wüssten, dass sie nicht mehr allein sind. Nicht mit warmen Worten, nicht mit Absichtserklärungen, sondern mit einer institutionellen Realität. Das würde die Moral heben, die Rekrutierung erleichtern, die Desertionen senken. Menschen kämpfen anders, wenn sie wissen, dass sie zu etwas Größerem gehören als einem Land, das die Welt vielleicht nächstes Jahr vergessen hat.
Drittens: Europa hätte über Nacht ein Standing in der Welt. Keine Wirtschaftsmacht mehr, die man erpressen kann. Keine Ansammlung von Ländern, die sich nicht einigen können. Sondern ein Akteur mit fast einer Million kampferprobter Soldaten. Washington müsste neu rechnen. Peking müsste neu rechnen. Jeder müsste neu rechnen.
Viertens: Die Verteidigungsindustrie würde explodieren. Nicht in zwanzig Jahren, sondern sofort. Denn plötzlich gäbe es einen Abnehmer, einen Bedarf, einen Markt. Rheinmetall, KNDS, BAE Systems, Saab – alle würden hochfahren. Arbeitsplätze, Investitionen, Innovation. Nicht für einen abstrakten Plan, sondern für eine reale Armee, die reale Ausrüstung braucht.
Fünftens: Trump wäre egal. Vance wäre egal. Was auch immer Amerika in den nächsten Jahren treibt – Europa hätte eine eigene Option. Nicht mehr abhängig, nicht mehr bittstellend, nicht mehr hoffend, dass die Erwachsenen in Washington irgendwann zurückkommen. Sondern souverän. Das Wort, das europäische Politiker so gern benutzen, ohne je zu liefern.
Sechstens: Die NATO-Frage wäre beantwortet. Nicht durch endlose Debatten über Fünf-Prozent-Ziele und Lastenteilung, sondern durch Fakten. Die NATO könnte weiterexistieren als das, was sie ist: ein Papiertiger mit amerikanischer Leine. Die EU könnte den dafür offenen Kanadiern und vor allem auch den Briten anbieten, sofort dieser EU-Armee beizutreten. Dann hätte Europa etwas Eigenes. Eine Antwort auf das Getöse aus Washington, Moskau und Peking. Etwas, das funktioniert. Etwas, das nicht davon abhängt, ob ein Reality-TV-Star in Washington gerade gute Laune hat oder Putin und Xi sich noch innigere Bruderschwüre zuraunen.
Siebtens: Die Ukraine wäre faktisch in Europa angekommen. Nicht durch den langen bürokratischen Weg der EU-Mitgliedschaft mit seinen 35 Kapiteln und endlosen Verhandlungen. Sondern durch die härteste Währung, die es gibt: gemeinsames Blut, gemeinsame Verteidigung, gemeinsames Schicksal. Der Rest – Wirtschaft, Justiz, Verwaltung – könnte folgen. Aber das Fundament wäre gelegt.
Und bevor jemand sagt, das sei unrealistisch, zu kompliziert, nicht durchdacht – hier ist der Bauplan:
Wir gründen keine EU-Einheitsarmee per Gesetzblatt. Wir schaffen einen Europäischen Verteidigungsschirm. Die ukrainische Armee bleibt rechtlich eigenständig, wird aber institutionell und finanziell so eng mit einer neuen Europäischen Verteidigungsagentur verschmolzen, dass die Grenzen verschwimmen. Das ist keine Revolution, das ist eine Fusion.
Der Oberbefehl bleibt bei denen, die wissen, wie man kämpft: den ukrainischen Generälen. Ein schlanker Sicherheitsrat aus den Geberländern entscheidet über Budget und Strategie – aber mischt sich nicht ins Tagesgeschäft der Front ein. Genau so funktioniert die NATO auch. Nur ohne Amerika.
Die Arbeitsteilung ist klar: Die Ukraine stellt die Kampfkraft. Frankreich stellt die nukleare Rückversicherung. Deutschland stellt Geld und Industrie. Jeder bringt ein, was er hat. Niemand verliert sein Gesicht.
Und wer immer noch zögert, dem sei die Alternative vor Augen geführt: Wir warten, bis die Ukraine ausblutet. Dann haben wir Flüchtlingskosten in Hunderten von Milliarden, eine zerstörte Sicherheitsordnung und eine russische Armee direkt an der polnischen Grenze – mit ukrainischen Zwangssoldaten in ihren Reihen.
Wer glaubt, dass das billiger oder weniger eskalativ ist, betreibt keine Politik, sondern Fahrerflucht vor der Geschichte.
Was wäre anders? Alles wäre anders.
Eine einzige Entscheidung. Ein einziger Akt politischen Mutes. Und Europa wäre nicht mehr der Kontinent der klugen Sprüche, sondern ein Akteur, mit dem man rechnen muss.
Stattdessen sitzen wir hier und warten auf den nächsten Gipfel.
Was kostet das? Geld. Viel Geld. Selenskyj spricht von 700 Milliarden Dollar über zehn Jahre für den Unterhalt der ukrainischen Streitkräfte. Das klingt nach einer irrsinnigen Summe.
Aber was kostet die Alternative? Was kostet es, wenn Europa in zehn Jahren immer noch keine eigene Verteidigung hat? Was kostet es, wenn Russland sich erholt und beim nächsten Mal nicht in der Ukraine stoppt? Was kostet ein Krieg auf NATO-Gebiet, auf EU-Gebiet, in Polen, im Baltikum, irgendwann vielleicht in Deutschland?
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat ausgerechnet, dass Europa 300.000 zusätzliche Soldaten bräuchte, um sich ohne die USA gegen Russland zu verteidigen. Dazu 1.400 neue Kampfpanzer und 2.000 Schützenpanzer – mehr, als Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen besitzen. Die Kosten dafür wären astronomisch. Und es würde Jahrzehnte dauern, das aufzubauen.
Oder wir nehmen das Angebot an, das jetzt auf dem Tisch liegt.
Ich höre schon die Einwände:
Das ist eine Eskalation! – Ja. Und? Deeskalation hat Putin in dreißig Jahren nicht beeindruckt. Er versteht nur Stärke. Eine europäisch-ukrainische Armee wäre eine klare Botschaft: Bis hierhin und nicht weiter. Das wäre keine Provokation, das wäre Abschreckung.
Die Ukraine hat ein Korruptionsproblem! – Ja, hat sie. Aber korrupte Armeen gewinnen keine Kriege gegen Russland. Die ukrainische Armee funktioniert offensichtlich. Es gibt viele Stimmen, die vor einem Beitritt der Ukraine in die EU warnen oder ihn in Jahren befürworten könnten, wenn alle bürokratischen Fragen gelöst sind.
Mit der Denke stellen wir uns gerade selbst ein Bein: Der bürokratische und politische Rest kann parallel und sukzessive gelöst werden. Wir reden hier von einer militärischen Integration, nicht von einem EU-Beitritt morgen früh. Rechtlich wäre dieses Modell kein EU-Beitritt, sondern eher ein europäischer Verteidigungsbund mit ukrainischem Kern.
Die EU ist nicht bereit! – Die EU wird nie bereit sein. Die EU ist eine Maschine zur Verhinderung von Bereitschaft. Hier müssen wir Fakten schaffen. Wir müssen endlich handeln und dann die Strukturen nachziehen, nicht umgekehrt.
Das geht rechtlich nicht! – Dann ändert man das Recht. Das ist das, wofür Politiker da sind. Wenn der Wille da ist, findet sich ein Weg. Wenn der Wille nicht da ist, finden sich Ausreden.
Aber das eigentliche Hindernis ist keines dieser Argumente. Das eigentliche Hindernis ist die Unfähigkeit Europas, sich als handelnden Akteur zu begreifen.
Europa denkt immer noch in den Kategorien von 1990. Wir sind die Guten, die Werte exportieren. Wir sind der Debattierclub, der über alles diskutiert und am Ende einen Kompromiss findet und unsere Fühler nach allen Seiten offenhält. Wir sind die Wirtschaftsmacht, die Handelsverträge schließt und damit die Welt zivilisiert oder auch nicht, wenn es uns ins Portfolio passt. Wir sind die sanfte Macht, die keine harten Entscheidungen treffen will, sondern sich vom Markt und hohlen Worten treiben lässt.
Diese Zeit ist vorbei. Die Welt ist wieder ein gefährlicher Ort. Russland führt Krieg in Europa. China baut seine Macht aus. Amerika läuft Amok. Und Europa steht da mit seinen klugen Sprüchen und nichts dahinter.
Die Ukraine bietet uns DIE Lösung. Nicht als Almosenempfänger, sondern als Partner, indem sie eine Führungsrolle darin einnimmt, was sie kann. Kämpfen und überleben. Sie ist keine Last, sie ist das Beste, was uns passieren könnte.
Das Narrativ muss sich umkehren: Die Ukraine ist nicht das Problem, dem Europa helfen muss. Die Ukraine ist die Antwort auf Europas eigenes Versagen. Die Ukraine hat in vier Jahren unter Beschuss aufgebaut, was wir in dreißig Jahren Frieden nicht hinbekommen haben.
Die Ukrainer haben gekämpft. Wir haben geredet.
Und jetzt liegt ihr Angebot auf dem Tisch. Wollt ihr, liebe Europäer, oder wollt ihr nicht?
Die Antwort, die Europa gerade gibt, ist Schweigen. Ist Wegschauen. Ist die nächste Arbeitsgruppe, der nächste Gipfel, das nächste Strategiepapier.
Und irgendwann wird das Fenster sich schließen. Irgendwann, wenn wir weiter nur diejenigen machen lassen, die uns den Kampf angesagt haben, wird die ukrainische Armee nicht mehr existieren, wie wir sie kennen. Sie wäre entweder ausgeblutet, verraten, aufgegeben oder in die russische Armee einverleibt – so wie es in den besetzten Gebieten bereits geschieht, wo Ukrainer gezwungen werden, gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen – und dann gnade uns Gott. Dann wird Europa dastehen mit seinen Werten und seinen Reden und seiner tiefen Besorgnis.
Und dann wird Europa feststellen, dass Besorgnis keine Divisionen hat.
37% der deutschen Goldreserven lagern in den USA. In einer Zeit wachsender globaler Unsicherheiten und unter der unberechenbaren US-Politik von Präsident Trump ist das nicht länger vertretbar. Vor diesem Hintergrund fordere ich die Bundesregierung auf, schnellstmöglich einen klaren Zeitplan zur vollständigen Rückführung der deutschen Goldreserven nach Deutschland vorzulegen.
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Zwei Tage X-Pause. Zwei Tage Empörungsboykott, während Trumps Einschläge in immer kürzeren Abständen in den Äther bomben.
Jetzt ist er im Anflug auf Davos – mit einer Armada aus 300 Regierungsvertretern und Mitarbeitern, die wie ein Schwarm Heuschrecken die Sicht auf die Schweizer Berge verdunkelt. Und immer noch fragen sich da draußen Menschen: Lässt sich Trump umstimmen?
Nein. Lässt er sich nicht.
Autokraten lassen sich nicht umstimmen. Sie werden gestoppt – oder sie wachsen.
Deutschland hat Putins Russland über Jahre stabilisiert. Wir haben den Wiedergänger Stalins mit Pipelines bewaffnet und uns wie Drogenabhängige an seine Nadel gehängt. Mit dem Entzug sind wir bis heute nicht fertig – wir lassen lieber die Ukraine erfrieren, als uns die Aussicht auf den nächsten Schuss endgültig zu verbauen.
Die EU hat den Faschismus nicht bekämpft, als er noch klein war, noch ungarisch, noch sanktionierbar. Stattdessen schielte sie auf Mehrheiten mit ganz rechts. Wir haben das so gewollt, dann verschämt zugesehen, wie es schlimmer wurde, weiter bezahlt, weiter beschwichtigt – und uns dabei selbst entkernt.
Orbán war der Schimmelfleck an der Wand.
Trump ist der Termitenschwarm im Gebälk. Wenn man ihn bemerkt, ist die Statik längst verloren.
Jetzt ist der Faschismus groß. Und amerikanisch.
Und wir stehen da, politisch nackt, mit offenem Mund und leerer Hand.
Das ist kein Unfall der Geschichte.
Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger Entscheidungen, Konflikte wegzudiplomatisieren, um Märkte nicht zu beunruhigen.
Wir müssen für morgen nicht auf das Schlimmste vorbereiten.
Wir haben das Drehbuch dafür eigenhändig geschrieben.