Essay @philippilk bei @amconmag über den „Euroslopulismus“:
„Europas Führungselite besteht aus Leuten, die ausgewählt wurden, um sich wie Vasallen der Vereinigten Staaten zu verhalten. Wenn man sie sich selbst überlässt, wirken sie völlig unprofessionell.“https://t.co/gDHorHj0c6
In meiner "Compact"-Kolumne "BRD-Sprech" schrieb ich im Januar 2018:
Soeben habe ich diesen Artikel mit der Überschrift „Neger“ begonnen und muss feststellen, dass Word diesen Titel mit einer gestrichelten Linie markiert hat. Auf einen Rechtsklick hin empfiehlt mir Microsoft: „Sie sollten den Ausdruck ersetzen.“
Sagenhaft! Die Fürsorge der IT-Giganten umfasst jetzt auch die Hilfe zur Selbstzensur, und das sogar bei Ausdrücken, die nicht den geringsten beleidigenden Gehalt haben.
Zumindest die Älteren unter den Lesern werden sich daran erinnern, dass das Wort „Neger“ noch vor rund dreißig Jahren als völlig wertneutral galt. „Schwarzer“ sagte man als sensibler Mensch damals nicht, um keine Vorurteile zu schüren, denn schwarz ist keine positiv besetzte Farbe – bei „Schwarz“ denkt man an schwarze Kassen, Schwarzfahrer, Schwarzarbeiter, schwarze Magie, schwarze Messen, den Schwarzen Freitag, schwarze Stunden, schwarze Seelen, kurzum, an Dinge, die anrüchig oder böse sind.
Unter anderem deshalb sagte man „Neger“. Das Wort geht auf das lateinische „niger“ zurück, das nichts Anderes als „schwarz“ bedeutet. Wer sich besonders freundlich – heute würden wir sagen: politisch korrekt – ausdrücken wollte, sprach von einem „Farbigen“, und wer es nicht lassen konnte, einen solchen Menschen zu beleidigen, musste sich schon das amerikanische „Nigger“ ausleihen, weil die deutsche Sprache einen rassistisch abwertenden Ausdruck für Neger schlicht nicht kannte. Wer dies nicht glauben möchte, kann bei Karl May in „Old Surehand I“ nachlesen, wie der Ich-Erzähler seine Empörung über eine rassistische Entgleisung in die Worte fasst: „Nigger? Neger wolltet Ihr wohl sagen, Mr. Cutter!“
Zu alt? Nehmen wir den antirassistischen Hollywoodfilm „Rate, wer zum Essen kommt“ aus dem Jahr 1969 mit Sidney Poitier, in dem Schwarze ganz selbstverständlich „Neger“ genannt werden. Oder man lese bei Pippi Langstrumpf nach – ach nein, das geht ja nicht mehr: Die Zensur hat Lindgrens „Negerkönig“ durch einen „Südseekönig“ ersetzt, und wenn man in einigen Jahren auch Karl May und Sidney Poitier durch Neuausgaben beziehungsweise neue Synchronisierungen aktualisiert haben wird und frühere Versionen nur noch im Untergrund erhältlich sind, wird niemand mehr wissen, dass eine Zensur überhaupt stattgefunden hat. Niemand wird beweisen können, dass die Stigmatisierung des Wortes „Neger“ auf einen Willkürakt pseudointellektueller Ideologen zurückgeht – ich selbst bin in den neunziger Jahren erstmals in der „Zeit“ darauf gestoßen, bezeichnenderweise also just in dem Blatt, das man mit einigem Recht das ideologische Zentralorgan der BRD nennen kann.
Warum tun diese Leute das? Können sie kein Deutsch? O doch, durchaus. Macht es ihnen vielleicht Spaß, ihre Mitbürger über irgendwelche Stöckchen springen zu lassen? Das kommt der Sache schon näher, trifft aber nicht ihren Kern:
Gängige Ausdrücke zu stigmatisieren heißt einen Geßlerhut aufzupflanzen, der zu grüßen ist, heißt Stolperfäden zu spannen, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Ein „falsches“ Wort setzt den Betroffenen den Verdacht der ideologischen Nonkonformität aus. Wie sonst hätte es ihm unterlaufen können, zum Beispiel „Neger“ zu sagen? Diese Geßlerhut- und Stolperfallenfunktion erfüllen Sprachregelungen freilich nur, solange sie neu und daher noch nicht von jedermann verinnerlicht sind; weswegen fortlaufend für Nachschub an frischen Geßlerhüten gesorgt wird.
Ein konservativer Beamter wird monatelang von einem linken Kollegen beim BND heimlich ausgehorcht, um ihn aus dem Dienst zu drängen. Die Leitung des Auslandsgeheimdienstes macht mit – und scheitert zum Glück. Irre, was in diesem Land los ist.
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@Incensus@KrahMax Sie kleiner Wicht wollen uns Deutschen vorschreiben, wie wir die Hauptstadt Ihres korrupten Agrarlandes nennen sollen? Reicht es nicht, dass wir unsere Steuern bei Selenski abliefern müssen, während Ihre Bonzen die Maximilianstraße mit ihren Luxuskarossen zuparken? Go home!
@jannibal_ Wenn der Staat einfach seine Staatsdinge machen und den Rest dem Markt überlassen würde, wäre alles prima und die Etatisten mit den Libertären versöhnt.
@SchopenhauerOn@KroyyShian Es war ein IPO, Space X ist nun eine AG. Es ist also noch nicht mal geliehenes Geld, sondern 60% der Firma sind jetzt offiziell EIGENTUM DER ANLEGER und nicht das von Musk.