Deutsche Sanitäter hatten es im Weltkrieg nicht einfach. Einst unbewaffnet mussten sie in den ersten Kriegsjahren lernen, daß weder West- noch Ostmächte das Rote Kreuz respektieren oder anerkannten.
Sanitäter wurden absichtlich beschossen, Rot Kreuz Markierungen gar als lohnendes Ziel erfasst und selbst Feldlazarette, Lazarettzüge und Lazarettschiffe gezielt beschossen oder gar versenkt wurden.
Mit der ausufernden Gewalt gegen medizinisches Personal oder Verwundeter musste eine Änderung für Sanitäter im Feld stattfinden. Somit erhielt der Sanitäter wenigstens eine Pistole, um sich im Notfall seines eigenen oder das Leben seines Patienten zu erwehren.
Juni 1944
Bei Caen wird ein außerhalb auf einer Farm gelegener Truppenverbandsplatz durch feindliche Artillerie beschossen, obwohl amerikanische Artillerieflieger das als Truppen Verbandsplatz gekennzeichnete Gelände seit einer Stunde überfliegen. Es gibt Tote und Verwundete.
August 1944
Im Kessel von Falaise bekämpfen amerikanische Panzer in direktem Beschuß mit Schwerverwundeten besetzte deutsche Sanitätsfahrzeuge. Hinter einem Hügel in Deckung gehende Fahrzeuge werden weiter durch Granatwerfer beschossen.
Dezember 1944
Bei den Kampfhandlungen um Grand-Menile/Belgien wird ein deutscher Sanitätswagen mit 8 Schwerverwundeten von amerikanischer Pak oder Panzern beschossen.
Januar 1945
Amerikanische Scharfschützen beschießen bei Rotbach /Elsaß eine durch eine Rote- Kreuz- Flagge gekennzeichnete Sanitätskolonne. Ein Träger wird getötet. Ein Schwerverwundeter muß zurückgelassen werden. Er wird am Abend gleichfalls tot aufgefunden.
In Forbach/Lothringen werden mehrere Sanitäter beim Einholen von Verwundeten wiederholt von amerikanischen Truppen beschossen. Mehrere Sanitäter kommen dabei ums Leben. Im gleichen Kampfabschnitt schießen Amerikaner auf in Gefangenschaft geratene deutsche Soldaten.
Westlich Zweibrücken wird ein deutscher Sanitätskraftwagen am hellen Tage aus einer Entfernung von 200 m von amerikanischen Granatwerfern in Brand geschossen. Fahrer und Insassen verbrennen.
März 1945
Im Abschnitt Obergailbach -Bliesbrücke/ Lothringen töten amerikanische Soldaten nach Aufgabe jeglichen Widerstandes eine große Anzahl deutscher Soldaten. Auch Verwundete werden erschossen.
Die Amerikaner beschießen den als Truppen Verbandsplatz gekennzeichneten Wasserturm am Bahnhof Buchholz. Nachdem sich die Besatzung ohne Kampf ergeben hat, wird sie ausgeraubt. Ein Sanitäter, der um Rückgabe des ihm geraubten Nierenschutzgürtels bittet, erhält einen Faustschlag ins Gesicht, wobei ihm ein Zahn eingeschlagen wird.
In Idstein/Taunus wird das mit dem Roten Kreuz gekennzeichnete Krankenhaus beschossen und durch Volltreffer getroffen.
Im Raum Frankfurt-Limburg/Lahn werden auf dem freien Felde vor der Brücke liegende deutsche Verwundete trotz Winkens mit weißen Tüchern fortgesetzt von amerikanischen Truppen beschossen. Nach der Einnahme der Autobahnbrücke wird festgestellt, daß die Verwundeten von unzähligen Schüssen durchsiebt sind.
April 1945
Bei Paderborn wird ein mit Roten -Kreuz- Brusttuch und Armbinde gekennzeichneter deutscher Soldat durch Schläge und einen Schuß in den Arm gezwungen, während der Kampfhandlungen vor einem amerikanischen Pkw herzugehen.
Deutsche Soldaten, die sich ohne Waffen und mit erhobenen Händen in Silges/Kreis Hünfeld amerikanischen Panzern nähern, um sich zu ergeben, werden durch deren Maschinengewehrfeuer niedergeschossen. Am Straßenrand liegende deutsche Verwundete werden aus nächster Nähe erschossen.
Die eidesstattlichen Versicherungen über gemeldete Vergewaltigungen in den Ortschaften durch US-Soldaten sprengt hier jeden Rahmen. Diese aufzuzählen führt nur zu elendig langen Beiträgen. Im Grunde kennt jede Familie mindestens ein Mitglied, daß eine Vergewaltigung und Plünderung erlebte.
Befreiung im "Namen der Humanität und Freundschaft zur Menschheit" , wie Roosevelt es nannte.