Als Europäer, der in Geschichte aufgepasst hat, finde ich es falsch, dass Autokraten mit ihren Armeen andere Länder überfallen und Menschen ermorden. Das scheint heute eine bemerkenswert kontroverse Meinung zu sein.
When the Paris metro opened on July 19, 1900, it offered two classes of travel from day one. Second-class passengers sat on hard wooden benches. First-class passengers sat on leather seats and paid 50% more for the privilege.
For most of the 20th century, this was standard. The two classes were color-coded: red cars for first class, green for second. The class number was marked on the seats and the windows. First-class cars stopped in the middle of the platform; second-class cars filled either end.
During the German occupation of World War II, the class system took on a darker dimension. Jewish Parisians were banned from buying first-class tickets and were forced into the last car of the train. Some Parisians avoided first class altogether during those years, it was where the occupying soldiers rode.
After the Liberation, the RATP briefly abolished the two classes entirely in 1946, then quietly reinstated them two years later.
By 1982, the distinction had become almost symbolic. First class was restricted to the hours of 9am to 5pm only. Outside those hours, the car was open to anyone. In 1990, with 120 million monthly riders, only 21,000 first-class passes were sold, roughly one hundredth of one percent of total ridership.
On August 4, 1991, first class was officially abolished. Paris was the last capital city in the world to give it up.
The war, which by January will have lasted longer than Russia’s battle against the Nazis in 1941-45, inspires neither pride nor optimism. The Kremlin is well aware of the change in public mood https://t.co/ArXCt3X5Vc
... gell, liebe trolle. ich weiss, der abschied von euren illusionen und reaktionären sehnsüchten tut weh. ihr könnt jedenfalls nicht sagen, dass ich euch nicht gewarnt hätte. schon seit jahren. 😎
The exponential function has two key properties: it sets up a homomorphism between multiplication and addition (eˣ⁺ʸ=eˣeʸ), and it is an eigenfunction of d/dx (d(eˣ)/dx=eˣ). As far as I know the easiest explanation is Lie groups.
Don't ever forget this story. Leading up to the crash, the killer had:
🚔 21 speeding tickets in 2 years
🚔 6 red light camera violations in 6 months
🚔 70+ other violations in 2 years
She was still free to drive at a murderous speed.
Ja aber da stehen doch eindeutige und klare Schilder? Ich dachte nur Radfahrer halten sich (wegen fehlender Kennzeichen und allgemeinen Rüpeltum) nicht an Regeln?!
#Fahrradalltag
Das ist Saghar Gholami. Sie ist erst 19 Jahre alt und hat im Januar dieses Jahres an den Protesten gegen das Regime in Iran teilgenommen. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt. Das oberste Gericht in Teheran hat jetzt das Todesurteil bestätigt. Möge sie noch gerettet werden, möge das Schicksal sie vor dem Tod durch die Hand der primitiven Mullahs bewahren! Derzeit werden täglich Menschen von diesen Fanatikern ermordet.
Unfassbar! Henry wird der Eintritt verwehrt - zur Gefahrenabwehr!
Henry versucht in Zivilklamotten als Berliner Bürger an der Gedenkveranstaltung in Treptow teilzunehmen. Wird abgewiesen. Begründung des Beamten: Henry sei „letztes Jahr negativ aufgefallen“. Henry: „Was heißt negativ?“ Beamter: „Störend.“ Henry: „Wie habe ich gestört?“ Beamter: „Ich kann mich nicht mehr erinnern.“ Aber, sagt der Beamte, „ich weiß ja trotzdem, wer Sie sind.“ Henry verlangt das Polizeikärtchen, kündigt eine Dienstaufsichtsbeschwerde an.
Der Beamte beruft sich auf „Gefahrenabwehr“. Auf Henrys Frage, welche Gefahr er konkret darstelle: „Sie sind keine Gefahr an sich, aber es gibt Anhaltspunkte.“ Welche Anhaltspunkte? „Sie haben sich der Ukraine zugehörig gezeigt, das ist ja auch in Ordnung.“ Aha.
Während russische Delegierte ungehindert vorbeispazieren, hält die Berliner Polizei deutsche Bürger ab, weil sie sich vor einem Jahr „der Ukraine zugehörig gezeigt“ haben. Das ist die Bilanz dieses Vormittags in einem einzigen Gespräch. Verantwortlich für die Entscheidung laut Henrys Recherche: Kriminaldirektor Wenzke, Abschnitte 27/28. Dienstaufsichtsbeschwerde folgt.
Woanders wurden heute Georgsbänder aus der großen Tasche verteilt. Eine Reichsbürger-Initiative durfte ihren Stand aufbauen. Aber ein deutscher Bürger mit ukrainischer Fahne wird vom Gelände verwiesen.
Das Bild der Berliner Polizei am 9. Mai 2026 ist in dieser einen Entscheidung komplett. Wir bleiben dran. Und wir nennen Namen.
💙💛#GedenkenstattPropaganda #wirsindmehr #B0509 🇺🇦
Als ich heute Morgen die Spiegel-Schlagzeile sah, dachte ich zuerst: gähn. „Russland bildet Hacker aus.“ Wer hätte das gedacht. Der Spiegel hat hier eine Hausaufgabe fürs Fleißkärtchen gemacht, alles aufgeschrieben, was wir sowieso schon wissen, ab in den Druck.
Falsch gedacht.
Was Spiegel, Le Monde, Guardian, The Insider, Delfi, VSquare und Frontstory da in den letzten Monaten in einem Konsortium ausgewertet haben, sind 2.000 interne Dokumente aus der Moskauer Bauman-Universität. Lehrpläne mit Stundenangaben. Verträge zwischen Dozenten und GRU-Einheiten. Klausuraufgaben („Hacke einen Testserver“). Pflichtseminare („Erstelle ein Social-Video, um ein heißes Thema mit Manipulation und versteckter Propaganda zu promoten oder zu entkräften“). Namenslisten. Notenübersichten. Zuteilung von Praktikumsplätzen.
Der Unterschied zu allem, was wir bisher wussten, rangiert in einer ganz neuen Kategorie:
Ja, wir wussten, dass Russland einen Cyberkrieg führt. Wir wussten aber nicht, dass es dafür einen sechsjährigen Diplomstudiengang gibt. Mit Abschlusszeugnis. Mit Pflicht-Trainingscamp inklusive Bartrasur und Alkoholverbot. Mit benannten Dozenten, die nebenbei aktive Geheimdienstoffiziere sind. Mit einem geheimen „Lehrstuhl 4“, der in keinem offiziellen Organigramm der Universität auftaucht.
Das ist kein „Russland hat Hacker“. Das ist „Russland hat ein Westpoint für hybride Kriegsführung“, mitten in Moskau, vier Kilometer vom Roten Platz entfernt.
Was lernen die jungen Leute dort konkret?
Der Pflichtkurs „Abwehr technischer Aufklärung“ umfasst 144 Stunden über zwei Semester. Inhalt: Passwortattacken, Ausnutzung bekannter IT-Schwachstellen, Trojaner, praktische Hackingübungen, mit denen die Studierenden in Testsysteme einbrechen müssen, DDoS-Angriffe (das sind die Attacken, mit denen kürzlich die Deutsche-Bahn-App lahmgelegt wurde). Modul 6: „Computerviren und Würmer“. Klausuraufgabe: Hacke einen Testserver. Bestehst du nicht, wirst du kein Diplom-Saboteur.
Daneben steht klassische Spionagetechnik: Telefone anzapfen, Richtmikrofone, Wanzendetektion, Überwachung mit hochwertigen Beobachtungsfernrohren von Nikon (eine echte Empfehlung aus den geleakten Folien). Drohnenkunde mit 54 Slides, darunter die „Vector“-Drohne der bayerischen Firma Quantum Systems aus dem Landkreis Starnberg. Also genau das Gerät, das die Ukraine in Massen einsetzt, um russische Stellungen aufzuspüren. Im März 2026 hat der Generalbundesanwalt zwei mutmaßliche russische Agenten festgenommen, die Quantum Systems ausgespäht hatten. Im Auftrag Moskaus, mit Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer Zielperson. Wer im Bauman-Lehrplan steht, steht auch auf Russlands Liste.
Und dann das Pflichtseminar, das einem den Kaffee kalt werden lässt: „Entwickeln einer Propagandakampagne“. Praxisaufgabe wörtlich: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften.“ Eine andere Vorlesung heißt schlicht „Propaganda, Agitation, Manipulation und Überzeugung“.
Wer wissen will, wie das Gelernte in der Praxis aussieht, schaut zurück auf den Wahlkampf der letzten Bundestagswahl: Friedrich Merz wurden im Netz psychische Probleme angedichtet, Robert Habeck eine 100-Millionen-Euro-Korruptionsaffäre. Beides war frei erfunden. Beides war keine Improvisation übermütiger Trolle. Es war Lehrstoff. Ausgeführt von Absolventen der Uni für den kleinen James-Bond von Putins Gnaden.
Auffällig: Welche fremden Armeen die Studierenden der Bauman-Universität besonders intensiv studieren müssen. Drei. Die russische, die amerikanische – und die deutsche. Bewaffnung der Bundeswehr-Kampfeinheiten. Eigenes Seminar: „Schutz der Informationssicherheit in Deutschland“. Wer geglaubt hat, wir wären zu klein, zu unwichtig, zu unfähig für besondere Aufmerksamkeit, hat sich geirrt. Deutschland ist Hauptfach.
Und einer der besten Deutschland-„Experten“ kommt jetzt zu uns. Dank der Rechercher wissen wir, dass er existiert. Wir wissen, dass er in der Spionage-Fakultät ausgebildet wurde. Wir wissen sogar seinen echten Namen. Wir wissen nur nicht, wie er sich in Deutschland präsentieren wird, wann und wo er genau auftauchen wird. Als Phantom kann ihn niemand stoppen:
Der junge Mann heißt Iwan Makarow. Er wurde in Moskau geboren, sein Vater wohnt unter derselben Postadresse wie GRU-Einheit 26165 (die Truppe, die 2015 den Bundestag gehackt und Merkels Postfach kopiert hat). Nicht ungewöhnlich, denn Spionage ist bei Russen ein Familiengeschäft – die Nachkommen treten gern in die Fußstapfen der Väter, so werden Loyalitätsfragen geregelt.
Im März 2024 hat der russische Staat dem jungen Makarow einen neuen Pass ausgestellt und ihm eine neue Sozialversicherungsnummer gegeben. Sein neuer Name: Mark Fisher.
Diese Praxis kennt der Westen seit Sergey Cherkasov, der als „Victor Muller Ferreira“ jahrelang als Brasilianer durch Europa lief, bis er 2022 in den Niederlanden aufflog, als er sich ausgerechnet in Den Haag dort einschleusen wollte, wo russische Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht werden.
Mark Fisher hat seinen Bauman-Abschluss für Hacker mit falscher Identität gerade gemacht. Er ist nicht mehr in Moskau. Er ist irgendwo. Vielleicht in Berlin, vielleicht in München, vielleicht in Frankfurt. Vielleicht ist er der nette Typ, der heute Morgen bei Starbucks neben dir gestanden hat und mit ganz leichtem, charmantem Akzent „a flat white please“ bestellt hat. Vielleicht ist er dein neuer Kollege im IT-Team. Vielleicht hat er dich auf LinkedIn angeschrieben, weil ihn dein Profil so interessiert.
Bleibt eine Frage: Glauben die Macher hinter all dem eigentlich selbst an ihre Sache?
Eher nicht. Der Mann, der den Lehrstuhl 4 als stellvertretender Leiter prägt, heißt Kirill Stupakow. Er ist Oberstleutnant, Jahrgang 1982. Er hält die Vorlesung über Spionagetechnik und verfügt über einen mustergültigen militärischen Lebenslauf.
Denkste! Dem Spiegel ist es gelungen, ihm Telegram-Chats zuzuordnen: Dort nennt Stupakow seinen Präsidenten einen „Opa“. Den ehemaligen Präsidenten Medwedjew einen Alkoholiker. Den russischen Generalstabschef Gerassimow eine „dumme Fotze“. Über den Krieg, in den er seine Studenten Sommer für Sommer verabschiedet, schreibt er: „Wird schlecht für uns enden.“
Und am Montag steht er wieder vor der Klasse und drillt den jungen Männern ein, dass die Ukraine von „Nationalisten und Neonazis“ beherrscht werde, dass die „Spezialoperation unausweichlich“ gewesen sei, dass sie ihre Feinde schlagen sollen wie Väter, Großväter und Urgroßväter. Im täglichen Newsletter, der an der Uni zirkuliert, steht das so. Auf Russisch. Schwarz auf weiß.
Das ist die wahre Lehre der Bauman-Files: Autoritäre Apparate funktionieren nicht, weil ihre Funktionäre an die Sache glauben. Sie funktionieren, weil ihre Funktionäre auch dann weitermachen, wenn sie nicht mehr an die Sache glauben. Stupakow hält Putin für einen Greis, Gerassimow für einen Vollidioten und den Krieg für verloren – und schickt trotzdem fünfzehn neue Cyberkrieger pro Jahrgang nach Anapa, Sewastopol, Kursk, irgendwann womöglich auch nach Berlin.
Wer geglaubt hat, dieses System bricht zusammen, wenn die Eliten innerlich kündigen, hat den Charakter dieses Systems nicht verstanden. Sie haben längst gekündigt. Sie machen trotzdem weiter. Genau deshalb müssen wir es ernst nehmen.