@ProEuropa4@RolandFaude Das östliche Mittelmeer hat 33 Grad Wassertemperatur. Einmal kurz 5b Wetterlage und wir saufen alle ab, obwohl die Flüsse leer sind. Die Böden sind wie Beton. Das wird ein Spass. Die Hirnakrobatik der vereinigten Dorfdeppen wird dann echt spannend.
Westeuropa brennt im heißesten Juni und Juli seit Beginn der Messungen.
Der Rhein steht kurz davor, sich in zwei traurige Rinnsale zu spalten – Güterverkehr? Tot.
Die Alpen verlieren Brücken, weil der Permafrost wegschmilzt wie die Resthirnzellen derer, die das alles leugnen.Und mitten in diesem realen, messbaren, dokumentierten Kollaps stehen Menschen, die ernsthaft behaupten:
„Klimakrise? Gibt’s nicht.“Das ist nicht nur absurd.
Das ist nicht nur schizophren.
Das ist die Endstufe der intellektuellen Selbstzerstörung, die absolute Kapitulation vor der Realität.Die Fakten schlagen ihnen ins Gesicht wie ein brennender Backstein, aber sie halten sich die Augen zu und brüllen:
„Ich seh nix, also gibt’s nix!“Und die Politik?
Die reagiert auf kollabierende Infrastruktur, brennende Wälder und austrocknende Flüsse mit der genialen Idee:
„Mehr LKWs an Sonn- und Feiertagen.“Ja klar.
Wenn die Straßen glühen, die Luft steht und die Hitze Menschen umhaut, dann ist die Lösung natürlich:
Noch mehr Diesel auf Asphalt.Die Welt brennt – und die Menschheit diskutiert ernsthaft darüber, ob Feuer vielleicht nur eine Meinung ist.Willkommen im Zeitalter, in dem die Realität schreit, aber die Menschheit lieber Ohropax trägt😌.
Herr Berndt, Sie egben einen Dr. an. Sie sollten also den Unterschied zwischen einer theoretischen Hypothese und einem nachgewiesenen Risiko kennen. 🤫
Fauci schrieb, Fieber nach der zweiten Dosis könne "theoretically" mit Fehlgeburten im ersten Trimester zusammenhängen. Im selben SMS-Verlauf stehen: mehr als 10.000 geimpfte Schwangere, "no issues", unauffällige Tierdaten und die erforderliche Nutzen-Risiko-Abwägung. Spätere Vergleichsdaten fanden ebenfalls kein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko. 😉
Reichelt entfernt hier leicht durschaubar "theoretically", das Fieber als möglichen Mechanismus und den gesamten entlastenden Kontext.
Übrig bleiben Schwurbel wie tödlich, Impfkartell, unzählige Menschenleben und von Ihnen das fertige Strafurteil.
Der s.g. Verbrecher entsteht hier exakt zwischen theoretically und der Löschtaste. 😎
Diese Seite ist der Endgegner für jede Taubenschach Partie mit einem Unionler, FDPler oder AFDler. Ganz stark. Sollte sich jeder anschauen! Dass es nicht wieder heißt „Aber bei Ausländern, Grundsicherungsempfängern und NGOs. Da holen wir uns die Kohle!“
https://t.co/JD59gdtZwy
Ein Bonmot (aus dem Französischen bon "gut" und mot "Wort") der sehr liebenswürdigen Art findet sich ab Seite 14 in #Asterix als Legionär. Dort wollen Asterix und Obelix in Erfahrung bringen, wo sich in Condate das Hauptquartier der römischen Armee befindet. [1/6]
Detail: Gery is the only rider who pedals just before AND in the corner.
Intention: come out 1st, before KNP.
Did she hinder KNP? Yes.
But is this allowed? Yes (she's not deviating). Should she get sanction? No.
Is it fair play? No.
After doing a death pull for Vollering and letting pass Vollering approx 100 meter before the corner, she could have stopped, and let KNP battle with Vollering. She's not a GC-rider fighting for position.
But you don't always win with fair play.
And we would also emphasize that Vollering was VERY strong.
aus der beliebten Reihe:
"Rhetoriktricks am praktischen Beispiel." - heute:
Wenn ein einzelner Messpunkt plötzlich „sämtliche Grundwasserpegel“ beweisen soll
Spaß mit Statistik. 📈😄
Noch ein schönes Beispiel dafür, wie Statistiken in Diskussionen nicht zur Aufklärung, sondern als rhetorische Einschüchterung eingesetzt werden.
Unter meinem Beitrag zum außergewöhnlich niedrigen Bodenseepegel schrieb ein Kommentator sinngemäß:
2024 sei einer der regenreichsten Sommer gewesen, sämtliche Grundwasserpegel hätten neue Maxima erreicht, in Skandinavien gebe es Wasser im Überfluss – und Wasser sei schließlich ein Kreislauf.
Später folgte eine Grafik. Und damit offenbar der Moment, an dem man beeindruckt nicken und die Diskussion für beendet erklären sollte.
Schließlich sieht man:
- eine Karte
- Messkurven
- schöne viele buntische Vergleichsbereiche
- Achsen
- Stationsnamen
- viele Zahlen
Das wirkt wissenschaftlich, daß wirkt seriös, daß wirkt unumstößlich aber mich - mich fordert sowas immer heraus, ich schaue es mir genau an.
Denn "leider" wie so oft in solchen Diskussionen zeigt die Grafik etwas völlig anderes als das, was behauptet wurde. 😄
1. Aus „sämtlichen Grundwasserpegeln“ wird genau eine Messstation
Die gezeigte Grafik stammt von:
Inzing BI 02 / Inn❗️
Sie zeigt einen einzigen Grundwassermesspunkt bei Inzing in Tirol. 🤫
- Nicht sämtliche Grundwasserstände Deutschlands.
- Nicht sämtliche Grundwasserstände Österreichs.
- Nicht sämtliche Grundwasserstände des Alpenraums.
- Einen einzigen Messpunkt.
Man muß wirklich nur genau hinsehen, dann springt es förmlich ins Auge.
Der Kontrahent versucht aus einer einzelnen Station eine Aussage über "sämtliche Grundwasserpegel" abzuleiten. Hat wohl bei Homburg gelernt.
Er betreibt keine Verallgemeinerung mehr, sondern einen klassischen unzulässigen Schluss vom Einzelfall auf die Gesamtheit.
Die Grafik beweist nicht die Behauptung.
Sie dokumentiert aber sehr deutlich, wie weit die Behauptung über die Daten hinausgeht.
2. Die Messstation liegt im falschen Einzugsgebiet
Noch schöner wird es beim Blick auf die Karte.
Inzing liegt <taddaa> ... genau, am Inn.
Der Inn fließt über die Donau ins <Überraschung> Schwarze Meer.
Er speist also nicht den Bodensee. 🤫
Für den Wasserstand des Bodensees sind vor allem dessen eigenes Einzugsgebiet und seine Zuflüsse relevant, insbesondere der Alpenrhein.
Ein hoher oder niedriger Grundwasserstand am Inn erklärt deshalb nicht den Pegel des Bodensees.
Das ist ein großer, geografischer Kategorienfehler:
Er präsentiert hier Messdaten aus einem anderen hydrologischen System, als seien sie für das diskutierte Gewässer unmittelbar aussagekräftig. <hier ein Emoji vorstellen, daß mit dem Finger ein unteres Augenlid herunterzieht>
Nur weil beides "Wasser" ist, gehört es noch lange nicht zur selben Wasserbilanz, denn dieser Logik folgend, könnte man einen vollen Stausee in Norwegen zeigen und daraus schließen, dass es im Bodensee keinen Wassermangel geben könne.
Wasser ist zwar Teil eines globalen Kreislaufs. Es teleportiert sich aber nicht zufällig zwischen europäischen Einzugsgebieten.
3. Grundwasserstand ist nicht Seepegel
Die Grafik zeigt einen Grundwasserstand.
Mein Beitrag behandelte aber den Wasserstand des Bodensees. 😄
Das sind unterschiedliche Messgrößen mit unterschiedlichen Einflussfaktoren:
Grundwasser reagiert je nach Boden, Geologie und Tiefe oft verzögert. Ein Seepegel hängt von Zuflüssen, Abfluss, Niederschlag, Verdunstung und Speicherwirkung ab.
Ein lokaler Grundwassermesspunkt sagt deshalb nicht automatisch etwas über die Wasserbilanz eines weit entfernten Sees aus.
Der rhetorische Trick besteht nun darin, einfach mehrere Begriffe unter dem Oberbegriff Wasser zusammenzuwerfen:
Regen, Grundwasser, Flüsse, Stauseen, Meerwasser und Seepegel werden behandelt, als seien sie austauschbare Größen.
Ein wilder aber eigentlich lustiger Kategorienmix.
4. Die Grafik zeigt das falsche Jahr
Die dargestellte Kurve betrifft 2024 beziehungsweise einen Vergleichszeitraum bis 2025.
Mein Beitrag behandelte jedoch den Pegel am 4. August 2026.
Ein regenreiches Jahr 2024 speist den Bodensee nicht automatisch zwei Jahre später.
Wasserspeicher existieren, aber sie sind weder unbegrenzt noch zeitlich beliebig übertragbar.
Entscheidend sind die Niederschläge, Schneereserven, Zuflüsse und Verdunstungsverluste im relevanten Zeitraum.
Auch hier wechselt er das Thema:
Aus der Frage
Warum ist der Bodensee im August 2026 ungewöhnlich niedrig?
wird plötzlich:
Hat es irgendwo in Europa im Jahr 2024 viel geregnet?
Beides kann gleichzeitig wahr sein. Ein regenreiches Jahr 2024 widerlegt kein sommerliches Niedrigwasser 2026.
5. Selbst die gezeigte Kurve bestätigt die Behauptung nicht
Behauptet wurde, sämtliche Grundwasserpegel hätten neue Maxima erreicht, doch selbst die schwarze Kurve der ausgewählten Station zeigt keineswegs dauerhaft oder durchgehend neue Rekordwerte.
Die Grafik enthält zudem Vergleichsbereiche und Referenzkurven. Man muss sie nur tatsächlich lesen, statt sich von ihrer bloßen Existenz beeindrucken zu lassen.
Das ist ein häufiger Effekt, viele versuchen das:
- Jemand postet eine Grafik, weil sie auf den ersten Blick technisch und autoritativ wirkt. Dabei verlässt er sich darauf, dass kaum jemand
den Titel liest,
- den Messort prüft,
- die Achsen betrachtet,
- die Legende versteht,
- den Zeitraum vergleicht oder
- die geografische Lage kontrolliert.
Die Grafik ist dann keine Evidenz, sondern eine Kulisse und man kann sie gegen ihn verwenden, sobald man das begriffen hat.
6. Es folgt das persönliche Autoritätsargument
Als ich auf die unterschiedlichen Größen und Einzugsgebiete hinwies, kam sinngemäß:
Ich habe schon vor 30 Jahren Strom am Nord Pool gehandelt. 😩
Das ist ein Autoritätsargument aus einem fachfremden Bereich. Denn Nord Pool ist eine Strombörse.
Dort wird Strom gehandelt, unter anderem Strom aus Wasserkraft. Nord Pool produziert aber weder Strom noch verteilt die Börse Wasser über Europa. Erfahrung im Stromhandel kann interessant sein. Sie ersetzt jedoch keine hydrologische Bilanz des Bodensees.
Sein Lebenslauf ist kein Messwert.
Und Expertise in einem Gebiet überträgt sich nicht automatisch auf jedes benachbarte Thema.
7. Danach kommt die technische Wunderlösung
Anschließend bringt er tatsächich eine Entsalzungsanlage ins Spiel, die angeblich für vier Cent pro Kubikmeter unbegrenzt Frischwasser liefern könne. Ich habe eigentlich nur noch auf E-Fuel, hocheffizienten Verbrenner und Fussion gewartet. 😄
Damit wechselte er erneut das Thema. außerdem, selbst wenn eine Entsalzungsanlage Trinkwasser wirtschaftlich erzeugen könnte, müsste das Wasser
- produziert,
- aufbereitet,
- über Hunderte Kilometer transportiert,
- auf etwa 395 Meter Höhe gepumpt,
- durch Leitungsnetze verteilt und
- die entstehende konzentrierte Sole entsorgt werden.
Vor allem aber: Eine Entsalzungsanlage ersetzt keine alpinen Zuflüsse, keinen natürlichen Seepegel und kein Ökosystem. Sie könnte gegebenenfalls Trinkwasser bereitstellen. Sie kann aber nicht einfach die hydrologische Funktion eines Alpengewässers übernehmen.
Also eine reine Luftnummer: Ein reales Umweltproblem wird nicht analysiert, sondern mit einer vermeintlichen technischen Universallösung weggewischt, Marke CSU/FDP.
8. Wenn die Sachargumente enden, folgt "DEI"
Nachdem die fachlichen Einwände unbeantwortet blieben und er argumentativ schachmatt war, kam:
"Du bist auch so ein DEI-Konstrukt. 😩"
Das ist rhetorisch besonders aufschlussreich.
Die Diskussion sprang als Tiger 🐅 los mit:
- Niederschlag,
- Grundwasser,
- Zuflüssen,
- Einzugsgebieten und Seepegeln.
Und landete als Bettvorleger bei einer politischen Beschimpfung, die mit keinem dieser Punkte etwas zu tun hat. 😉
Feindbildetikett
Wenn nach einer sachlichen Korrektur plötzlich „DEI“, „woke“ oder eine andere politische Chiffre auftaucht, markiert das zuverlässig den Moment, in dem die überprüfbaren Argumente verlassen werden.
Die Grafik, die einen erschlagen sollte, widerlegt nicht den ursprünglichen Beitrag. Sie widerlegt ihren eigenen Absender. Daher: Schaut genau hin.
Denn Karten, Überschriften, Legenden und Stationsnamen sind unerbittlich. Man muss sie nur lesen. Eine Grafik ist kein Argument, nur weil sie Achsen besitzt. 😎
@AxelFlasbarth Oh, welch Überaschung. Kennen sie den Vertrag von Lugano von 1996?
https://t.co/dJzFIRLTov
30 Jahre nichts tun in Deutschland. Die Schweiz sollte jeden deutschen Transit LKW auf die Schiene zwingen. Wenn die in Bayern jetzt das planen anfangen, wird das nichts vor 2070. 🤷🏼♂️
7.000 Vollidioten liken eine halbe Wahrheit, fast 200.000 habe es gesehen
Die Richtigstellung liken ganz 144 und sehen nur 1.488...
Aber X isch ja des Medium der Waaaahrrrhhheeeeiiittt🤡
es ist doch so einfach. Einfach Trockenkühltürme. 😇
Wer so argumentiert, hofft, daß ihr nicht näher nachprüft. Die typische Taktik. Deswegen. 👇
nein, daß ist keine Lösung, sondern eine Tautologie. Ein Neubau wird natürlich passend zu seiner verfügbaren Wärmesenke geplant. Die beiden Fotos zeigen aber gerade keine einfache, wasserlose Kühlung, was er hier dreist unterschlängt. 😉
Er betreibt hier klassische visuelle Desinformation. Er zeigt auf den Fotos große Kuppeln in einer Wüstenlandschaft (Barakah), verwechselt die Reaktorgebäude mit Kühltürmen und leitet daraus eine falsche technische Lösung ab.
Bei Palo Verde unterschlägt er die Milliardeninvestition in eine 60 km lange Abwasser-Pipeline, um den Eindruck einer simplen "Wüsten-Lösung" zu erwecken.
Es gibt in der Kraftwerkstechnik keine "ganz einfachen" Lösungen, schon gar nicht bei der Nachrüstung jahrzehntealter Infrastruktur.
Foto 1: Die weißen Kuppeln von Barakah sind Reaktor-Containments, keine Trockenkühltürme. Barakah nutzt den Persischen Golf als Wärmesenke. Laut Betreiber fließen durch den Kondensator eines Blocks rund 6.000 m³ Meerwasser. Pro Minute! Unterschläft er👇 https://t.co/EbkX5KV9yU
Foto 2: Palo Verde besitzt s.g Nasskühltürme. Dafür werden jährlich mehr als 20 Milliarden US-Gallonen – rund 76 Mio. m³ kommunales Abwasser aufbereitet. Dieses kommt über eine etwa 36 Meilen beziehungsweise 58 km lange Leitung zum Kraftwerk. Auch diese Info hat er einfach weggelassen.
Quelle: Betreiber APS · Quelle: NRC-Unterlagen 👇 https://t.co/uwum2S5yf2
Trockenkühlung existiert, ist aber bei großen Kernkraftwerken keine beliebig nachrüstbare Wunderlösung. Das US-Energieministerium nennt etwa drei- bis fünfmal höhere Kapitalkosten gegenüber geschlossener Nasskühlung sowie Effizienz- und Betriebskostennachteile, besonders bei Hitze.
Quelle: US Department of Energy 👇 https://t.co/aIKODwyBzn
Barakah löst das Problem mit enormen Mengen Meerwasser, Palo Verde mit einer eigens errichteten Abwasser-, Leitungs- und Aufbereitungsinfrastruktur. Beides kann sinnvoll sein aber keines belegt, daß sich die Kühlprobleme bestehender Flusskraftwerke "ganz einfach" beseitigen lassen. 😎
AfDler kriegen Ständer, wenn sie den hochgebildeten Robert Habeck (Studium in FR, Roskilde, Abschluss in HH - Promotion in HH) als Kinderbuchautor bezeichnen.
AfDler kriegen kompletten Meltdown, wenn man Raumduftverkäufer Siegmund nach Uni und Titel der Bachelorarbeit fragt.
Der Kanzler will die „Wetterentwicklung“ weiter beobachten.
Der Deutsche Wetterdienst:
„Unsere Klimavorhersagen haben in etwa die Entwicklung, die wir jetzt antreffen, so vorhergesagt. Wir stellen nur jetzt in den jüngsten Jahren fest, dass wir eher am oberen Ende der Möglichkeiten laufen und nicht in der Mitte oder am unteren Ende.“
Ich habe versucht herauszufinden, an welcher Hochschule der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund studiert und worüber er seine Bachelorarbeit geschrieben hat: Das Ergebnis ist ein vollkommenes Vakuum. Offiziell verzeichnet ist lediglich ein dreijähriges Studium der Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaftslehre (2013–2016) mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Welches Institut ihm diesen Grad verlieh und welcher akademischen Fragestellung er sich widmete, behält er konsequent für sich. Das ist nicht bloß eine Randnotiz, sondern eine behandlungswürdige Merkwürdigkeit. Wer als Politiker Transparenz einfordert und die Eliten der „Altparteien“ kritisiert, sollte bei den Grunddaten der eigenen Vita keine Nebelkerzen werfen. Ein akademischer Titel bezieht seine Legitimität aus der Öffentlichkeit des Diskurses – eine unsichtbare Hochschule und eine namenlose Abschlussarbeit untergraben eben jene bürgerliche Glaubwürdigkeit, mit der man ein solches Spitzenamt anzutreten gedenkt.
@UlrichSiegmund #afd #noafd #Siegmund
@spiegelonline@faznet@correctiv_org
Es ist 5 nach 12! Merz liegt das vor und tut…. Nix!
Gemeinsamer Aufruf der deutschen meteorologischen, Gesellschaft und der physikalischen Gesellschaft
Bitte verbreiten! 🙏@Leseerlaubnis
https://t.co/3yJgJQi8NY
Deutschland hat die Zukunft nicht verschlafen. Es hat sie vertagt.
Na, ihr Freunde der staatlich geförderten Zukunft und der privat gepflegten Vergangenheit.
2009 beschloss die Bundesregierung den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. Eine Million Elektrofahrzeuge sollten bis 2020 auf deutschen Straßen fahren. Aus dem Konjunkturpaket II flossen zunächst 500 Millionen Euro in Batterieforschung, elektrische Antriebe, Modellregionen und Ladeinfrastruktur.
Die Zukunft stand also nicht unangemeldet vor der Tür. Sie hatte einen Entwicklungsplan, Förderbescheide und vermutlich mehr Arbeitskreise als zugelassene Elektroautos.
2011 erhöhte der Bund die Forschungsmittel auf rund zwei Milliarden Euro. Die Industrie kündigte zusätzlich Investitionen von bis zu 17 Milliarden Euro an. Deutschland wollte Leitmarkt und Leitanbieter werden.
Es wurde vor allem Leitankündiger.
Der Staat förderte Batterien, Elektroantriebe und Forschung. Die Autoindustrie entwickelte tatsächlich Technik. Es gab den elektrischen Smart, den BMW i3, den e-Golf und zahlreiche Versuchsträger.
Nur blieb das eigentliche Geschäft dort, wo die Margen besonders angenehm waren: bei großen Benzinern, Dieseln und Premium-SUVs.
Denn Zukunft war schön. Marge war schöner.
Während Politiker von Elektromobilität und industrieller Führung sprachen, erklärte die Branche den Diesel zur deutschen Wundertechnik. Sauber, effizient und selbstverständlich alternativlos. 2015 stellte sich heraus, dass ein Teil dieses Wunders auf Prüfstanderkennung, Abschalteinrichtungen und einer kreativen Auslegung von Abgasreinigung beruhte.
Der Steuerzahler half also, das Risiko der elektrischen Zukunft zu finanzieren. Die Konzerne nahmen die Förderung, forschten in Richtung morgen und verdienten ihr großes Geld weiter mit dem Geschäftsmodell von gestern.
Das ist der entscheidende Punkt: Der Staat bestellte keinen Premium-Diesel-SUV. Er stellte Geld für Batterien, Elektroantriebe und Infrastruktur bereit. Die Industrie entschied sich trotzdem, den profitablen Verbrenner möglichst lange auszureizen.
Auch die Warnungen fehlten nicht. Die ZDF-Dokumentation „Die leise Revolution“ zeigte bereits 2011, dass Elektroantriebe erheblich effizienter sind, Batterien billiger werden und Asien bei Zellen und Produktion Vorsprünge aufbaut. Selbst Vertreter der deutschen Industrie warnten vor verlorenen Marktanteilen.
Man wusste also, was kommen konnte.
Deutschland hat die Elektromobilität nicht verschlafen. Es hat sie erforscht, gefördert, angekündigt und dann so lange als Pilotprojekt behandelt, bis andere daraus einen Massenmarkt machten.
Das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 wurde verfehlt. Erst 2021 war die Marke erreicht. Danach flossen über den Umweltbonus weitere Milliarden. Hinzu kamen Programme für Ladeinfrastruktur und Batteriezellfertigung.
Niemand kann behaupten, Politik und Steuerzahler hätten die Branche allein im Wald ausgesetzt.
Während Deutschland Schaufenster, Modellregionen und Leuchttürme eröffnete, baute China Lieferketten, Zellfabriken, Ladeinfrastruktur und bezahlbare Elektroautos in industriellem Maßstab auf.
2025 produzierte China fast drei Viertel aller Elektroautos weltweit und exportierte mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge.
Und nun erklärt Markus Söder, die Antwort auf genau diesen Wettbewerb sei der „Hightech-Verbrenner“.
Das ist ungefähr so, als hätte man seit 2009 Schwimmunterricht bezahlt, den Pool vermessen und Rettungsringe gefördert, um 2026 festzustellen, dass man lieber das Pferd wasserdicht machen möchte.
Die deutsche Autoindustrie wurde nicht von der Zukunft überrollt.
Sie sah sie kommen, bekam Geld für die Vorbereitung und parkte trotzdem noch einmal ausführlich beim Premium-Diesel.
Geliefert wurde nicht die elektrische Führung.
Geliefert wurden hohe Margen, Dieselgate und anschließend die Rechnung.
Bleibt freundlich, bleibt kritisch und verliert nicht den Humor.