Habt ihr von eurem Broker auch eine Einladung zur Zeichnung von SpaceX Aktien bekommen? Ich bin entsetzt, dass Trade Republic, flatex und Co. den IPO jetzt auch bei unbedarften Kleinanlegern zur Zeichnung bewerben. Es wird von der Regulierung doch sonst so viel für den angeblich nötigen Anlegerschutz getan. Und jetzt lässt man zu, dass die Banken und Broker Elon schamlos dabei helfen, Millionen von Börsenneulingen in dieses hochspekulative Zockerpapier zu locken.
Dass sich die #CDU und #Merz selbst demontieren - ist mir ehrlich gesagt sch….. egal!!! Dass sie jedoch gemeinsam mit den roten Brüdern das Land demontieren - das ist mir ALLES ANDERE als egal!!!!!! https://t.co/ZiGj8XFvFW
https://t.co/zmaTKnkgNl - Guten Morgen liebe Follower - hier also für Sie der erste #Insider by @swissquote_de - ich hoffe es gefällt und macht Lust auf mehr! Danke für Ihr Interesse🙏 - über Ihr Feedback, Retweet und Like würde ich mich sehr freuen🙏
♦️ Trump is a disgraceful fool. He stays confined to the White House, announces that he will not attend his own son’s wedding, justifies it by claiming he has an important job and a major matter to handle, then communicates about an agreement with Iran where he plays the strongman, supposedly forcing the Iranians to accept major consequences, the main objective of which is the free reopening of ship traffic through the Strait of Hormuz (even though it was already open to navigation before the war), only to end up with a statement from the mullahs saying that the Strait of Hormuz will still remain under Iranian control.
Trump is a clown who thinks he is the ringmaster of the circus, performing in front of puppets. But in this whole affair, where are the Iranian people? What future is there for the thousands of prisoners awaiting death? Where are the negotiations to save these young people from execution, while the mullahs execute dozens of resistance fighters every single day 😡
Not a single word either for Kyiv and the Ukrainian people, while a rain of missiles and kamikaze drones fell on the capital of Ukraine, randomly striking civilian people and property. Not a single word to condemn that vermin Putin.
Trump is the worst thing that has happened to the United States and to the entire planet. This man is not a problem, he is The Problem 👿
@realDonaldTrump 😡👎🏻🤮🤡
#Trump #Irán
Kaum hatte ich vorhin geschrieben, dass wir die einzigen Verlierer dieses Gipfels sind, korrigiert das Trump auf Fox News höchst persönlich. Auf die Frage von Bret Baier, ob Xi es wohl gemocht habe, dass Trump die Waffenlieferungen an Taiwan zurückhält, antwortet Trump:
„Ich würde sagen, ‚mögen‘ ist vielleicht ein zu starkes Wort ... China ist ein sehr, sehr großes Land. Dann ist da eine sehr kleine Insel. Nur 59 Meilen entfernt. Wir sind 9.500 Meilen entfernt ... Taiwan hat unsere Chipindustrie gestohlen.“
Lesen wir das in Ruhe. Ein US-Präsident sitzt nach einem Gipfel mit dem chinesischen Machthaber in einem amerikanischen Fernsehstudio und erklärt der Weltöffentlichkeit:
Erstens: China ist groß, Taiwan ist klein. Eine geopolitische Analyse auf Grundschulniveau, die exakt der pekinger Lesart entspricht:
Wir sind die Großmacht, das da drüben ist nur eine Insel.
Zweitens: Taiwan ist nah dran an China, wir sind weit weg. Übersetzt: Warum sollten wir uns einmischen?
Genau die Botschaft, die Peking seit Jahren in Richtung Taipeh sendet, um die Bevölkerung psychologisch weichzukochen.
Drittens, und das ist der eigentliche Hammer: „Taiwan hat unsere Chipindustrie gestohlen.”
Das ist nicht mehr nur Inkompetenz. Das ist die wortwörtliche Übernahme chinesischer Propaganda durch einen US-Präsidenten.
Taiwan hat nichts gestohlen. Taiwan hat mit TSMC die fortschrittlichste Chipfertigung der Welt aufgebaut - jene Chips, ohne die kein iPhone, kein Tesla, kein KI-System funktioniert. Die USA haben ihre Halbleiterproduktion selbst abgebaut, weil sie billiger im Ausland fertigen lassen wollten.
Jetzt soll Taiwan der Dieb sein.
Und das 14-Milliarden-Dollar-Waffenpaket für Taiwan?
Auf Eis. Trump hat es zurückgehalten. Weil Xi es nicht so mochte.
Damit hat Trump genau die rote Linie überschritten, die den Reagan-Zusicherungen von 1982 an Taiwan ausdrücklich widersprechen, dass Peking bei amerikanischen Waffenlieferungen kein Mitspracherecht hat. Es ist eine souveräne Entscheidung der USA. War es. Bis heute Morgen.
Sieht aus wie eine Kapitulation live auf Fox News.
Verlierer Nummer eins, behauptete ich eben: wir.
Stimmt so aber nicht, wir teilen uns den Platz mit Taiwan.
Merz sagt, dass sich die Deutschen von der Arbeitsmoral der Schweizer mal eine Scheibe abschneiden können.
Was er allerdings vergisst, ist, dass sich die Arbeit in der Schweiz auch mehr lohnt und der Staat nicht überall doppelt und dreifach die Hand aufhält.
🇩🇪 WAS SAGT KRYPTO-DEUTSCHLAND ZU DER BITCOIN-STEUER
Innerhalb von 24 Stunden hat sich die deutsche Krypto-Szene zu einem Thema sortiert wie selten zuvor. Die Grünen haben am 6. Mai den Gesetzentwurf zur Abschaffung der einjährigen Haltefrist auf #Bitcoin Gewinne eingereicht. Alles, was nach dem 31.12.2025 gekauft wird, fällt unter den persönlichen Einkommensteuersatz. Bis zu 45 Prozent. Die Linke fordert in einem Zusatzantrag Wegzugsbesteuerung obendrauf. Die Reaktionen aus der Szene sind eindeutig.
Roman Reher, @blocktrainer, hat den Entwurf binnen Stunden zerlegt. Sein Post mit seiner Einordnung "auf alle Gewinne der nach dem 31.12.2025 gekauften Bitcoin und Kryptowährungen IMMER Einkommensteuer gezahlt werden muss" schickt er durch CT-Deutschland. Das ist mehr als jeder politische Kommentar zum Thema. Reher hat seit Wochen vor dieser Bewegung gewarnt. Niemand hat zugehört.
@RobynHD, einer der reichweitenstärksten deutschen Crypto-Creator auf YouTube und X, liefert die ehrlichste Reaktion der Szene: "Wirklich unglaublich, die Grünen haben jetzt tatsächlich den ersten Gesetzentwurf zur Abschaffung der steuerfreien Haltefrist eingebracht. Begründet wird das mit dem Schließen von Gerechtigkeitslücken." Punkt, kein weiterer Kommentar. Mehr braucht es auch nicht.
@MissCryptoGER, eine der wenigen weiblichen Stimmen mit echtem Tiefgang in CT-Deutschland, schreibt: "Grüne machen Ernst. Die Bundestagsfraktion hat offiziell einen Gesetzentwurf eingereicht, um die Steuerfreiheit für digitale Assets in Deutschland zu beenden." Sie publiziert seit Tagen den Entwurfstext direkt.
Furkan, hinter @FurkanCCTV und CoinCheckTV mit über 108.000 YouTube-Followern, ordnet das makroökonomisch ein. Sein Punkt: Während Trump die staatliche Bitcoin-Reserve aufbaut und der Clarity Act in den USA gerade eine kohärente Regulierung schafft, geht Deutschland in die exakt entgegengesetzte Richtung. Im selben Quartal. Das ist die strukturelle Antwort einer alternden Wirtschaft, die Vermögensbildung außerhalb der eigenen Strukturen als Bedrohung versteht.
@DidiKrypto, der seit 2017 öffentlich seinen Weg zur Bitcoin-Million dokumentiert, formuliert es so: Wer in Deutschland 2026 noch ohne Auswanderungs-Plan unterwegs ist, hat ein politisches Risiko im Portfolio.
Bitpanda-Mitgründer Eric Demuth nennt die Pläne öffentlich "eine extrem dumme Entscheidung" und verweist auf die Grundregel jedes Forex-Lehrbuchs: Kapital fließt dahin, wo es am freundlichsten behandelt wird. Marc Friedrich (@marcfriedrich7) zieht den Kontrast zu den USA seit Tagen wie eine Glocke. @Techaktien1 taggt CDU, SPD, @marcfriedrich und @SteuernmitKopf in einem Post mit der einfachen Frage "Bleibt oder fällt die Haltefrist". @bitcoin2go und steuernmitkopf rechnen seit zwei Tagen Beispiele durch. Ein Anleger mit 100.000 Euro Bitcoin-Position zahlt bei 50 Prozent Gewinn 22.500 Euro mehr Steuer, bei 100 Prozent rund 45.000.
Die mathematische Wahrheit, die alle deutschen Aufklärungs-Stimmen zur gleichen Zeit aussprechen: Die Reform trifft die Mittelschicht. Nicht die Vermögenden, die ohnehin längst Strukturen außerhalb deutscher Steuerresidenz haben. CDU/CSU sieht laut interner Stellungnahme "keinen Anlass" für die Änderung. AfD-Bundestagsabgeordneter Dirk Brandes nennt sie "einen schwerwiegenden Fehler". Beides keine Verbündeten, denen man pauschal applaudiert. Aber in diesem konkreten Punkt liefern sie das Gegen-Narrativ.
Die Begründung der Grünen kommt von Max Lucks, Bundestagsabgeordneter, gestützt auf eine Blockpit-Studie. Seine Zahl: In Deutschland wurden 2024 rund 47 Milliarden Euro Krypto-Gewinne realisiert. Davon nur 17 Milliarden versteuert. Die Differenz nennt er "Gerechtigkeitslücke". Die Szene nennt sie Haltefrist, also exakt das Werkzeug, das den deutschen Investor in den letzten zehn Jahren überhaupt erst zum Halten erzogen hat.
Die Frage, die niemand laut stellt, ist die wichtigste. Warum jetzt? Vier Wochen vor dem statistisch brutalsten Quartal des Cycles. Smart Money baut auf, On-Chain wäscht sich der Markt durch, Retail wartet noch. Die Grünen wissen, dass der nächste Bullenmarkt einen Steuer-Tsunami auslöst, von dem der deutsche Staat nichts sieht, weil die Mehrheit der deutschen Halter ihre Coins vor Mai 2024 gekauft hat. Genau das soll für die nächste Welle repariert werden. Nicht für die Vergangenheit. Für 2027 und 2028.
Es geht nicht um Gerechtigkeit. Es geht um den Zugriff auf Vermögen, das noch gar nicht entstanden ist.
Jetzt müssen wir echt stark bleiben.
Die Politik erklärt den Bürgern seit Jahren, dass die gesetzliche Rente künftig nicht reichen wird und private Altersvorsorge notwendig ist. Gleichzeitig werden genau jene bestraft, die Verantwortung übernehmen, sparen, investieren und Vermögen aufbauen.
Wenn man über „Gerechtigkeitslücken“ spricht, sollte die Politik einen anderen Weg gehen: Vermögensaufbau nach einer bestimmten Haltefrist steuerfrei stellen. Nicht nur bei einzelnen Anlageklassen, sondern GRUNDSÄTZLICH.
Wer langfristig vorsorgt, sollte belohnt und nicht wie jemand behandelt werden, der kurzfristig spekuliert. Die Bitcoin Haltefrist muss bleiben.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Kaum hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Büchse der Pandora mit seiner Ankündigung einer Krypto-Steuer geöffnet, will die Linke-Fraktion im Bundestag einen Antrag einbringen. Demnach sollen Kryptowerte wie "Einkünfte aus Kapitalvermögen" besteuert werden (nach §20 EStG), also Abgeltungsteuer, Soli und ggf. Kirchensteuer unterliegen. Auch die Wegzugsbesteuerung (§6 AStG) soll greifen!
UNFASSBAR:
Sogar einem EU-weiten Handelsverbot für Kryptowährungen, die „keine volkswirtschaftliche Funktion erfüllen“ oder wegen Proof-of-Work „massive Umweltschäden verursachen“, soll der Weg geebnet werden.
@dieLinke möchte wohl wirklich den Handel mit Bitcoin verbieten. 🚨
Uns liegt erstmals eine konkrete Stellungnahme aus der @cducsubt zu den Steuerplänen von @larsklingbeil vor.
In einer Antwort auf eine Bürgeranfrage positioniert sich die Union überraschend deutlich gegen Änderungen an der bestehenden Regelung. 😮⬇️
https://t.co/LdSh8Y4qD6
🚨🇩🇪 Update zur Krypto-Steuer in Deutschland:
Gestern sorgte ein neuer Gesetzentwurf der Grünen für Aufsehen. Ziel: die Abschaffung der steuerfreien 1-Jahres-Haltefrist bei Bitcoin und Kryptowährungen.
Begründet wird der Vorschlag mit dem „Schließen von Gerechtigkeits- bzw. Besteuerungslücken“. Krypto-Gewinne sollen künftig dauerhaft steuerpflichtig werden, unabhängig von der Haltedauer und potenziell mit dem persönlichen Einkommensteuersatz.
Genau hier wird die politische Diskussion jetzt spannend:
Denn parallel dazu existiert jetzt nach Angaben von @blocktrainer ein Schreiben der CDU/CSU-Fraktion, in dem sich die Union ausdrücklich für den Erhalt der aktuellen Haltefrist ausspricht. Langfristige Investments in Bitcoin & Co. sollen aus Sicht der CDU/CSU weiterhin steuerfrei bleiben.
Damit wird immer deutlicher:
Innerhalb der Politik gibt es aktuell zwei völlig unterschiedliche Richtungen.
• Auf der einen Seite Forderungen nach einer vollständigen Besteuerung von Krypto-Gewinnen
• Auf der anderen Seite die Position, langfristiges Investieren weiterhin steuerlich zu privilegieren
Für den deutschen Bitcoin & Krypto-Markt könnten die kommenden Monate deshalb entscheidend werden.
Denn die Frage ist längst nicht mehr, ob über die Krypto-Steuer diskutiert wird, sondern welche politische Linie sich am Ende durchsetzt.
Was ich denke: Die einen fordern auf Papier mit der Einkommensteuer bis zu 45%, die anderen sagen nichts.
Am Ende einigt man sich auf 25% + Soli. und feiert sich als Held, weil es nicht die 45% geworden sind. Während sich alle darüber freuen, dass nicht der Worst-Case eingetreten ist, hat der Staat mit 25% + Soli das Leben der Sparer ein weiteres Mal erschwert.
Der erste Gesetzesentwurf für die Abschaffung der Haltefrist bei Bitcoin und Krypto ist durch die Grünen eingereicht worden.
Demnach sollen alle Investments nach dem 31.12.2025 nicht mehr steuerfrei werden können.
Eine absolute Sauerei, wenn das so durchgeht.
Vizekanzler @LarsKlingbeil hat soeben auf der Bundespressekonferenz bestätigt, dass sich die Besteuerung von Bitcoin und Kryptowährungen mit dem Haushalt für 2027 ändern soll. 🇩🇪📉
Alle bislang bekannten Details zu dem Vorhaben findet ihr im Artikel! ⬇️
https://t.co/rjejdlXpce
Finanzminister Klingbeil @larsklingbeil deutet hier an, dass die 1-jährige Haltefrist von Bitcoin und Kryptos fallen soll, damit er noch mehr Geld verschenken und verbrennen kann. Die Altersvorsorge soll erschwert werden. Altersarmut wird gefördert. SPD = Sie plündern Deutschland 🇩🇪📉. $BTC $ETH $SOL
Bitcoin und ein Goldbarren stehen im selben Steuerparagraphen.
Wortwörtlich. Im selben Satz.
Trotzdem will die Politik offenbar nur einen davon härter besteuern.
Das ist juristisch nicht so einfach, wie sie tut.
Der entscheidende Paragraph heißt § 23 EStG.
Dort sammelt der Staat alles, was Privatleute kaufen und später
verkaufen können. Edelmetalle. Schmuck. Antiquitäten. Kunst.
Fremdwährungen. Münzsammlungen. Bitcoin.
Eine einzige Regel für alle:
Wer länger als ein Jahr hält, zahlt keine Steuer auf den Gewinn.
Diese Regel ist über 90 Jahre alt. Sie galt für Goldbarren genauso wie für Bitcoin.
Jetzt will die Bundesregierung die Regel kippen. Aber nur für
Bitcoin. Nicht für Gold. Nicht für Kunst. Nicht für die
Münzsammlung.
Genau hier liegt das Problem.
Das Grundgesetz hat einen Artikel 3. Gleiches muss gleich
behandelt werden. Wer in derselben Schublade liegt, darf nicht
willkürlich anders besteuert werden.
Bitcoin und Gold liegen in derselben Schublade. Beides wird
gekauft, gehalten, verkauft. Beides wirft keine Zinsen ab.
Beides ist knapp. Beides schützt vor Geldentwertung.
Der Bundesfinanzhof hat 2023 ausdrücklich entschieden: Bitcoin
ist ein Wirtschaftsgut wie jedes andere. Deshalb gilt § 23 EStG.
Genau wie bei Gold.
Die Politik hat jetzt drei Möglichkeiten.
Möglichkeit eins: Nur Bitcoin besteuern. Eine Klagewelle ist
vorprogrammiert. Verfassungsbeschwerden landen in Karlsruhe.
Möglichkeit zwei: Alle anderen Wirtschaftsgüter mitbesteuern.
Dann zahlt auch der CDU-Wähler aus Düsseldorf Steuer auf seinen
Goldbarren. Und auf den Picasso im Wohnzimmer.
Möglichkeit drei: Bitcoin künstlich aus § 23 EStG herausschneiden
und wie eine Aktie behandeln. Juristisch fragwürdig. Aber
politisch der bequemste Weg.
Niemand spricht offen über diese drei Optionen.
Stattdessen wird so getan, als sei die Sache einfach.
Sie ist es nicht.
Wer Bitcoin hart besteuern will, ohne die deutsche Mittelschicht
am Goldbarren anzufassen, muss tricksen.
Und Tricks fallen vor Gericht selten gut aus.
Wenn dich solche Insights interessieren und dir helfen,
interagiere gerne mit dem Post. 🧡
Wer Bitcoin in Deutschland l��nger als ein Jahr hält, zahlt darauf bisher null Steuern. Genau dieser eine Standortvorteil steht jetzt offiziell im Haushaltsplan der Bundesregierung. Als Streichposten.
Heute hat das Bundeskabinett die Eckwerte für den Haushalt 2027 beschlossen. In den Unterlagen aus dem Finanzministerium taucht ein Punkt auf, der die Krypto-Community in Deutschland seit Monaten beschäftigt: eine “veränderte Besteuerung von Kryptowährungen”.
Im Klartext: Die einjährige Haltefrist soll fallen.
Bisher ist die Regel einfach. Wer Bitcoin oder andere Kryptowährungen länger als zwölf Monate hält und dann verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Steuer. Egal ob 1.000 Euro oder 1 Million. Das ist seit Jahren der einzige echte Standortvorteil für deutsche Bitcoin-Halter im europäischen Vergleich.
Genau dieser Vorteil soll weg. Damit würde Bitcoin steuerlich wie Aktien behandelt: Jeder Verkauf wird steuerpflichtig, unabhängig davon, wie lange du gehalten hast.
Spannend ist nicht das Was. Spannend ist das Warum.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat es mit der Union nicht geschafft, sich auf echte Einsparungen zu einigen. Die CDU forderte unter anderem die Abschaffung des 1. Mai als Feiertag und einen Karenztag bei Krankheit. Die SPD lehnte ab. Es kam zu Streit, laut Klingbeil sogar zu Geschrei im Verhandlungsraum.
Geeinigt hat man sich am Ende nicht aufs Sparen. Sondern auf neue Einnahmen.
Der Haushalt 2027 sieht 110,8 Milliarden Euro neue Schulden vor. Allein im Kernhaushalt. 2026 waren es noch 98 Milliarden. Dazu kommen 27,5 Milliarden aus dem Sondervermögen Bundeswehr und 58,2 Milliarden aus dem Sondervermögen Infrastruktur, beides schuldenfinanziert. Steuern auf Zucker. Auf Plastik. Höhere Tabak und Alkoholsteuer. Und eben Krypto.
Martin Greive, Leiter des Hauptstadtbüros des Handelsblatts, schreibt seit 13 Jahren über Finanzpolitik. Er nennt den Haushaltsentwurf “erschütternd” und spricht von “Luftbuchungen” und “Globalpositionen”, mit denen Lücken kaschiert würden.
Die Begründung der Politik für die Krypto-Steuer klingt anders. Bündnis 90/Die Grünen sprechen seit Monaten von einer “Krypto-Lücke” von 11,4 Milliarden Euro pro Jahr. Eine Pflegekraft zahle Steuern, ein Lehrer zahle Steuern, aber wer Bitcoin lange genug halte, zahle null. Das sei eine “himmelschreiende Ungerechtigkeit”.
Der Haken: Diese 11,4 Milliarden sind keine offizielle Zahl. Sie stammen aus einer Hochrechnung der Steuersoftware Blockpit, basierend auf einem Sample.
Genau dieses Muster kennt man aus Österreich.
Dort wurde die Haltefrist 2022 abgeschafft. Krypto-Gewinne werden seitdem pauschal mit 27,5 Prozent besteuert, unabhängig von der Haltedauer. Die politische Verkaufsformel war damals dieselbe: Gleichstellung mit Aktien, Modernisierung, Gerechtigkeit.
Drei Jahre später kommt in Deutschland exakt dieselbe Argumentation auf den Tisch. Mit derselben Datengrundlage. Diesmal vom selben Anbieter.
Was technisch dazukommt: Seit dem 1. Januar 2026 ist in Deutschland das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz in Kraft. Krypto-Börsen müssen ab 2027 alle Nutzerdaten und Transaktionen automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Genau ab dem Zeitpunkt, ab dem die neue Besteuerung greifen würde, hat der Staat erstmals lückenlosen Zugriff auf jede Bewegung. Die Infrastruktur ist gelegt.
Was bedeutet das konkret?
Wenn die Reform kommt, verschwindet der einzige steuerliche Vorteil, den langfristig orientierte Bitcoin-Halter in Deutschland haben. Wer 2017 für 5.000 Euro Bitcoin gekauft und nicht verkauft hat, sitzt heute auf einem sechsstelligen Gewinn, den er bisher steuerfrei realisieren könnte. Nach der Reform wird daraus, je nach Ausgestaltung, ein steuerpflichtiger Vorgang. Offen ist bisher, ob es Übergangsfristen gibt, ob Altbestände geschützt werden und ab wann die Regelung greifen soll.
Das größere Bild: Es ist nicht nur eine Steuerreform.
Sieben Millionen Krypto-Nutzer in Deutschland sind die Zielgruppe. Sie sind politisch schlecht organisiert, in den klassischen Medien ohne Lobby, und sie sitzen auf Buchgewinnen aus einem mehrjährigen Bullenmarkt. Aus der Logik eines Finanzministers, der dringend Geld sucht und keine echten Einsparungen durchsetzen kann, ist das die einfachste Zielgruppe. Genau das ist es auch, was hier passiert.
Wir reden nicht über Krypto-Politik. Wir reden über Haushaltsstopfen.
Die Erfahrung aus Österreich legt nahe, dass die fiskalischen Effekte am Ende deutlich kleiner ausfallen als versprochen. Die strukturellen Effekte aber sind real. Höhere Compliance-Kosten für Privatanleger. Verlust eines Wettbewerbsvorteils im europäischen Vergleich. Und ein klares Signal: In einem Staat, der seine Schulden nicht über Einsparungen, sondern über neue Steuern und neue Schulden finanziert, gibt es keine Kategorie von Vermögen, die langfristig unangetastet bleibt.
Wer geglaubt hat, sein Bitcoin sei sicher, weil eine zwölfmonatige Frist ihn schützt, wird das in den nächsten Wochen lernen. Frist ist Politik. Politik ändert sich, wenn der Haushalt sich ändert. Und der Haushalt 2027 ändert sich gerade vor unseren Augen.
Wenn dich solche Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post. 🧡