6 Beispiele zeigen: Wo die Realität komplex ist, macht der Diskurs es sich bequem. Bonus: Mit historischen Exkursen, die sonst selten erwähnt werden.
Die Debatte über Israel und den Nahen Osten ist geprägt von Doppelstandards, historischen Verkürzungen sowie ideologisch oder emotional motivierten Verzerrungen. Dieser Text zeigt an sechs Beispielen, wie komplexe geopolitische, religiöse und historische Realitäten im westlichen Diskurs simplifiziert oder verdreht werden – zugunsten aggressiver Akteure, und zwar sowohl zulasten eines demokratischen Staates, der unter existenzieller Bedrohung steht, als auch zulasten unserer eigenen inneren Sicherheit in der westlichen Welt. Die Gegenüberstellung von „Tatsache“ und „Diskurs-Realität“ soll nicht jede israelische Politik rechtfertigen, sondern einen Beitrag zur Wiederherstellung von Maß und Verhältnismäßigkeit in der Debatte leisten.
1. Schiiten, Sunniten, Perser, Araber – alles dieselben „Islamisten“.
Die kulturellen, konfessionellen und geopolitischen Unterschiede innerhalb der islamischen Welt werden ignoriert. Die Muslimbrüder sind nicht die Mullahs – zwischen ihnen herrscht erbitterte Feindschaft, belegt durch zahlreiche Kriege wie den Iran-Irak-Krieg (1980–1988), der Millionen das Leben kostete. (Haben wir da Bilder von toten Kindern der einen oder anderen Seite gesehen? Warum nicht?)
Tatsache: Die islamische Welt ist keineswegs homogen, auch wenn von Extremisten beider Seiten Mohammed-Karikaturen und Bücher mit dem Tod bedroht werden. Diskurs-Realität: Islamisten – oder Muslime – sind alle gleich, gefährlich oder unterdrückt – je nach Lager.
So bleibt z. B. die außenpolitische Lage Irans unverstanden. Der schiitische Iran ist von meist sunnitisch dominierten Staaten umgeben, mit denen er historisch wie aktuell im Konflikt steht.
Im europäischen Diskurs entsteht jedoch der Eindruck, dass Islamisten, die in Europa mit öffentlichen Gebeten politische Präsenz demonstrieren, irgendwie auch für den Iran sprechen. Dabei handelt es sich meist um sunnitische Islamisten, häufig beeinflusst von den Muslimbrüdern, die unter jungen Muslimen weltweit enorme propagandistische Erfolge feiern – während im Iran der Mullahs die Moscheen leer sind.
Diese mangelnde Differenzierung hat auch direkte Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Hamas: Als bewaffneter Arm der Muslimbrüder gilt sie vielen als „Widerstandsbewegung“ – oder gar als „Freiheitskämpfer“.
In Wahrheit handelt es sich um eine autoritäre, kollektivistische, gewaltorientierte Bewegung mit keinerlei Interesse am Wohlergehen der Palästinenser. Ihr klar formuliertes Ziel: die Vernichtung aller (!) Juden und die Unterwerfung von Christen und anderer „Ungläubiger“ – nicht nur in Israel, sondern weltweit. Diese Ideologie ist öffentlich dokumentiert, schriftlich festgehalten – und wird dennoch in vielen europäischen Debatten ignoriert oder relativiert.
Die Ideologie der Mullahs ist nicht weniger autoritär oder gefährlich, hat aber derzeit nicht das Zeug zur globalen Massenbewegung.
Tatsache: Hamas ist eine antisemitische, totalitäre Bewegung. Diskurs-Realität: Freiheitskämpfer. Israel "tötet" schließlich Kinder.
@benno_c58493@marcfriedrich Faktenchecker sind also neutral und NGOs sind allesamt idealistisch engagierte Menschen, die sich ganz zufällig zusammenfinden? Und bei Bedarf international sogar mit denselben Slogans? Ist das das, was Sie uns sagen wollen?
@AlexxissixxelA@MatthiasHartel Dann sollten Sie sich mal amerikanische Gerichtsvideos anschauen. Das könnte Teil der Standpauke eines Richters sein, die dem Angeklagten verpasst wird. Aber Richter müssen sich ja dort auch zur Wahl stellen ...
Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen für Fliegerei interessiert und festgestellt, dass dort Quoten kein Thema sind. Weil das Flugzeug tendenziell abstürzt, wenn der Pilot inkompetent ist. Bei Dingen, die tatsächlich funktionieren müssen, gibt es also keine Quoten und keine critical racing theory. Umgekehrte Schlussfolgerung: Polizei und Justiz müssen nicht funktionieren. 🤷♂️
Was weiß der Typ über die Lebensrealität von Frauen? Ich meine über diejenigen Frauen, die wirklich Kinder kriegen können, nicht diejenigen, die sich bloß irgendwelche Kostüme anziehen und sich zu Frauen erklären.
Ich bin mittlerweile 60 Jahre alt und habe für meine Kinder nicht meine Träume und Ziele aufgegeben - die Kinder waren meine Träume und Ziele, aber nicht die einzigen. Sowas soll möglich sein.
@DrDrAlexanderW1@Wilehalm Regionale Versicherungen mit Stimmrecht für jeden Versicherten würden schon funktionieren. Dann könnte man nicht einfach beschließen, dass diese oder jene Gruppe, die noch nie was eingezahlt hat, aufgenommen wird.
@foverdick@ben_brechtken Johanna Hofinger, wenn schon. Und Glückwunsch, Sie haben wieder mal einen Anlass gefunden, Ihr Gehirn auszuschalten. Brauchen manche Leute dringend, weil sie sonst ihr Leben nicht aushalten könnten.
@yousureaboutat@JoanaCotar@N_Heisterhagen Wieso - war das Konzept, mit Steuern zu verhindern, dass "die Reichen reicher" werden, denn besonders erfolgreich? Wüsste ich nicht, und dazu noch werden die Armen auch nicht reicher davon.
Bianca Witzschel wurde zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt und saß bereits 476 Tage in Untersuchungshaft. Nun drohen ihr weitere rund 500 Tage Haft – wegen ärztlicher Bescheinigungen zu Maskenpflicht, Impfunfähigkeit und PCR-Tests, die im Rahmen eigenverantwortlicher therapeutischer Entscheidungen ausgestellt wurden.
Derselbe Richter, der Frau Witzschel zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt hat, der hat kurz davor einen mehrfachen Vergewaltiger lediglich zu Bewährung verurteilt.
Frau Witzschel ist 69 Jahre alt und lebt aktuell in der JVA Chemnitz.
Aber Du sollst es nicht DDR nennen.
@grok@zwergnase01@jaykay82131@grok Dann aber ist die Aussage falsch, dass Glucose bloß in Nahrungsmittel enthalten, ist wo die Glukose schnell verfügbar (Weißbrot, Nudeln etc.). Wenn man Glukose vermeiden wollte, darf man z.b auch kein Obst mehr essen - und wie soll man dann Energie aufnehmen?