Ich erwarte heute absolut nichts und niemanden, aber wenn draußen ein Auto bremst, schaue ich trotzdem wie ein Erdmännchen aus dem Fenster. Man weiß ja nie.
In der Warteschlange beim Bäcker wägen zwei Damen vor mir gerade das Für und Wider von hängenden und stehenden ab und ich hab iwie den richtigen Zeitpunkt verpasst um zu fragen, ob's um Pelargonien oder Brüste geht.
Wunderschönen guten Morgen, die Vögel zwitschern, die Luft ist herrlich frisch, ich hab alle Fenster offen und irgendwo in einer der umliegenden Wohnungen schreit Kevin seit 15 Minuten seine Alexa an.
"Wieso guckst du so traurig? Ist doch schön hier an der frischen Luft! Und wofür hast du eigentlich die Kuchengabel mit?"
"Als du gesagt hast, lass uns an der Alten Donau spazieren gehen hab ich verstanden, lass uns Donauwellen inhalieren gehen!"
Es regnet, es ist nass und ich habe die Schuhe an, die, wenn sie nass sind, quakige Geräusche machen, also genau genommen nur einer von ihnen, Schritt Quak Schritt Quak Schritt Quak Schritt Qusk Schritt Quak, als würd ich jedes Mal auf nen Frosch treten, Schritt Quak Schritt Quak
Gute Güte, ist es schwül draussen. Hab etliche Leute mit Regen- oder Wetterjacken rumlaufen sehen, wie halten die das aus? Ich würde untrennbar damit verschmelzen und müsste mit der Jacke durch mein restliches Leben gehen, sie wär auf ewig ein Teil von mir.
Genießen wir den Samstagvormittag, wenn das Land versucht, den Mangel an echter Lebensqualität durch exzessives Autowaschen zu kompensieren und im Supermarkt Menschen mit dem räumlichen Vorstellungsvermögen eines Toastbrots ihre Einkaufswagen quer in den Gang stellen.
Meine Standhaftigkeit, im Geschäft eisern keine Chips oder sonstigen Snacks zu kaufen, wiegt meinen Ärger daheim, keine Chips oder sonstigen Snacks zu haben, nicht auf.
Die Arbeit ist aus, ich zieh von dannen
Das Wochenende ist da zum Entspannen
Eilenden Schrittes mit wehenden Haaren
Schnell zum Bahnhof um heimzufahren
Mit Anlauf spring ich in die falsche Bahn
Ja blöd jetzt, bis ich das check ist sie schon abgefahrn
Fahrplan für Freitag
6Uhr: Kaffee, Systemfehler wird ignoriert
10Uhr: Höfliches Nicken in Meetings (innerliches Abspielen von Walgesängen)
12Uhr: Grenze zwischen Arbeit und Feierabend beginnt zu verschwimmen
14Uhr: Akuter Verlust der Fähigkeit EMails ohne Sarkasmus zu formulieren
Er ging Konflikten nicht aus dem Weg, aber nie wurde er dabei laut oder gar aggressiv. Er hatte das von seinem Vater gelernt, der zeitlebens ein würdeloser Choleriker war.
Jemand hat ein Foto von einer Tupperdose an den Kühlschrank geklebt: „Wem gehört das? Es lebt!“. Ich habe mit Filzstift drunter geschrieben: „Bitte nicht füttern, wir versuchen gerade, es als neuen Supervisor anzulernen." Ich rechne stündlich mit meiner Kündigung.
Es weiss kaum einer: Wer an einem Freitag falsch abbiegt, hat morgen wieder Donnerstag und muss die ganze Woche wieder retour arbeiten. Genaues weiss ich nicht, aber in alten Büchern wird vor vor dieser Unbill gewarnt. Also, seid gewahr! Und viel Glück!