Ich habe am Morgen einen Anruf aus der Klinik bekommen, ob ich heute nicht kommen könnte, da eine Person aus der Dienstmannschaft krank geworden ist und als PJ könne ich ja bisschen aushelfen. Habe abgelehnt. Fühle mich nun schlecht. #OhGottPJ#Medizinbrennt
@BambuleBernd Was du da machst ist Whataboutism. Die Bedingungen sowohl ärztlichen als auch pflegerischen Personal sind beide mies. Beide gegeneinander aufzuwiegen bringt niemanden voran. Maße mir nicht an über Pflege zu reden. Das steht anderen zu.
@sans_serif_ 2/2 den Sack. Was ist mit den Menschen dahinter? Dieses Rollenbild des/der sich stets aufopfernden Arztes/Ärztin führt einer Anspruchshaltung, die uns kurz oder lang in den körperlichen Ruin treiben wird
@sans_serif_ Das gleiche kannst du ja bei jedem anderen „systemrelevanten“ Beruf sagen. Hab ich mir mein Recht auf Erholung verwirkt, weil ich einen solchen Beruf ausgesucht habe? Dieses Totschlagargument: „Medizin hat eine Sonderrolle. Es geht hier um PatientInnen“ geht mir ziemlich auf 1/2
@NiniBela1 Ist echt ein zweischneidiges Schwert die ganze Sache. Einerseits wie du sagst wirklich ein großes Kompliment, andererseits erwächst dadurch (in meinem Kopf) eine Verantwortung.
@KarlHei34619617 Selbstverständlich. Das PJ ist das letzte Studienjahr des Medizinstudiums, wo man Vollzeit im Krankenhaus arbeiten soll, um die praktischen Aspekte des Arztberufes zu erlernen. Zumindest ist es so gedacht. Die Umsetzung dessen hat Licht und Schatten.
Heute Wochenenddienst im #OhGottPJ mitgemacht und auch mal Zeit gehabt für nen privaten Plausch. Genauso wenig wie man sich seine Lehrer außerhalb der Schule vorgestellt hat, konnte man sich die Oberärztin nur schwer in der Rolle als Mutter, Ehefrau und Privatperson vorstellen.